Kommentare betreffend 4. Gläubige in "freien" ("irregulären") Lebensgemeinschaften

Die Kommentare sind fortlaufend nummeriert aber ansonsten nicht redigiert.

gelbe Hervorhebungen spiegeln die persönliche Meinung eines Vorstandsmitglieds der Laieninitiative wieder, dass es sich hier um besonders lesenswerte Kommentare handelt.

63-1  So viele haben sich aufgrund der ablehnenden Praxis schon abgewendet und haben nun kein Interesse mehr an der Kirche. Wer noch da ist, leidet.

63-2  Der strafweise Ausschluss von den Sakramenten ist nur für die gläubigern Mitchristen schmerzlich, den religiös Uninteressierten ist die Strafe vollkommen gleichgültig.  Wie sinnvoll ist es, diejenigen, denen der christliche Glaube etwas bedeutet, hart zu strafen, während die Strafe die Laxen gar nicht trifft?

63-3  Die meisten Gläubigen, die sich einmal haben scheiden lassen, erkennen kein sündhaftes Verhalten ihrer eigenen Person, sehen aber durchaus ein, daß sie sich vielleicht dem Partner gegenüber fehlerhaft verhalten haben

63-4  Die Menschen leben heute länger. Warum sollten Ehen, die nicht mehr gelebt werden, weiter geführt werden?

63-5  zu 4.15: die wenigen Priester haben keine Zeit

63-6  Das Problem dazu erscheint mir, dass die Kirche (Lehramt)ein prinzipielles Problem mit der Sexualität hat. Es wird Sexualität nur in der Ehe als legal angesehen.Aber wo steht im Schöpfungsbericht, dass Sexualität ÜBERHAUPT Sünde ist. Das damit AUCH gesündigt werden kann, wie mit der Sprache,Denken oder Handeln ist außer Streit, aber diese Möglichkeiten werden nicht so rigoros beachtet. Nach meinem Empfinden ist die Sexualität genauso ein Geschenk Gottes, wie es meine "Sele" und meine gleiche Würde aller Menschen ist. 

63-7  Es gibt Priester, die Mensch sind, so wie dieser Menschenfischer damals! Schön, wenn man so einen kennt!

63-8  Für mich ist es unverständlich, dass gerade jene von den Sakramenten ausgeschlossen werden, die die Zusage Gottes am meisten brauchen

63-9  Bei der Erstkommunionvorbereitung in unseren Gemeinden sind mehr als die Hälfte der Eltern geschieden und großteils wiederverheiratet.

63-10  Wenn Menschen "ausgregenzt" werden - in fast jedem Lebensbereich - müssen sie lernen, damit umzugehen und nach einer bestimmten Zeit gewöhnt sich der Mensch an diesen Zustand (auch wenn er fallweise aufbegehrt). So ist es auch mit den Geschiedenen.

63-11  Sakramentum - sichtbares Zeichen, wird leider von konservativen, altmodischen, romtreuen Vertretern der Amtskirche zu oft den Geschiedenen verwehrt. Die Pastoral diesen "Sündern" gegenüber ist sehr reformbedürftig! Es gibt positive Beispiele - und dort gehen die Wiederverheirateten dann auch lieber hin.

63-12  Es gibt aber recht viele die anonym / eigenverantwortlich zu den Sakramenten gehen.

63-13  Muss eine gescheiterte Ehe unbedingt mit Schuld und Sünde so verbunden sein, dass die Barmherzigkeit Gottes stärker betont werden muss als bei anderen Unvollkommenheiten und Sünden?   Meine Erfahrungen, und die obigen Antworten kommen vornehmlich aus dem großstädtischen Bereich.

63-14  Es gibt eine große Diskrepanz zwischen Glaubensleben vor Ort und der offiziellen Darlegung. Vor Ort in Gemeinde-Gottesdiensten können wiederverheiratet Geschiedene ohne weiteres zur Kommunion gehen. Bei offiziellen Angelegenheiten bleiben sie weg.

63-15  Wenn doch auch andere "Worte Jesu" - und vor allem sein Beispiel - so ernst genommen würden...

63-16  faktisch leben die leute wie ohne kirche also sollte die schönheit des sakramentes VERSTÄNDLICH dargestellt werden

63-17  nein die gläubigen sind sich keiner irregulärität bewusst, wenn sie ohne trauschein zusammen leben, da es nichts irreguläres ist sonder etwas gutes sinnvolles und vollkommen korrektes.  bitte schön was heißt wie alle anderen Sünder teilhaben an der gemeinschaft? kein mensch ist frei von jeglicher Schuld, aber ein zusammenleben von zwei nicht verheirateten Menschen als Sünde bezeichnen provioziert lediglich negative Gefühle als dass es etwas positives für die gemeinschaft beiträgt!

63-18  UNbedingte Reformen dieses Punktes!

63-19  Abgesehen vom meritorischen Gehalt dieser Fragen - wie sollen sich denn ohnehin schon überlastete Pfarrer noch um derart private Probleme kümmern oder gar hilfreich eingreifen, wenn sie Wind von einer Ehekrise bekommen?

63-20  4.14  Es kommt auf die Persönlichkeit des Priesters an.

63-21  In unserer Pfarre sind Wiederverheiratet Geschiedene seit Jahrzehnten voll integriert - wenn sie es wollen und sich nicht selbst ausschließen, weil ihnen von anderswo gesagt wird, sie seien ausgeschlossen.

63-22  Was nützt es, von der Barmherzigkeit Gottes zu reden und die Menschen vom Tisch des Herrn, von der Eucharistie auszuschliessen. Die Barmherzigkeit Gottes will erfahrbar sein! Wo dies nicht erfahren wird, entfernen sich sogar in der Pfarrei engagierte Christen von der Kirche und gehen weg.  

63-23  Die "einfachen" Priester sind meiner Erfahrung nach wirklich bemüht und großzügig zum Unterschied von den höher gestellten

63-24  Die katholisch Geschiedenen und Wiederverheirateten, die ich kenne, leiden unter dem Entzug der Sakramente und fühlen sich von der Kirche ausgestossen, obwohl es in unserer Pfarrei sehr liberal zugeht. Die lokalen Gemeindeleiter geben sich grosse Mühe alle willkommen zu heissen, aber das ist eben inoffiziell.  Das offizielle Wort des Papstes zählt noch immer mehr.

63-25  Barmherzigkeit dem Gescheiterten gegenüber ist in der Kirche weitgehend vergessen. Gottlob bringt Papst Franziskus da neuen Wind in die Kirche. Es wird wohl noch dauern, bis der die kurialen Behörden erreicht. (siehe Auseinandersetzung Erzdiözese Freiburg gegen Kardinal Müller und das Einknicken des Erzbischofs

63-26  Nach den Worten Jesu sollen seine Jünger - und das sind alle Menschen - Diener aneinander und nicht Herrscher einer Gruppe von Menschen über eine andere Gruppe von Menschen sein. Dienen bedingt das Verstehen der individuellen Gegebenheiten des "geliebten" "Nächsten", Verstehen bedingt Verzeihen, nicht Verurteilen, zieht Hilfe nach sich.  

63-27  In diesem Bereich schert der offizielle kirchliche Standpunkt und einige gesetzestreue Priester vom Umgang an der Basis im Verhalten der Priester (Gott sei Dank!) sehr stark auseinander. Vor Gott sind ALLE Menschen gleich, Gott liebt ALLE Menschen gleich!

63-28  Es ist ein Naturrecht, dass Menschen in einer Lebensgemeinschaft leben dürfen, wenn sie das möchten. Dazu braucht es nur die Entscheidung der Beteiligten. Wenn sie diese Lebensgemeinschaft unter den Schutz Gottes stellen möchten, dann sollen sie heiraten - aus freien Willen, ohne Druck der Religion oder der Gesellschaft. Die Kirche - wir alle - unterstützen diese Paare nur viel zu wenig ...

63-29  zu den "Annullieruns-Verfahren":  Sie sind nur in extrem seltenen Fällen, die meistens ganz offenkundig sind, wirklich anwendbar. Wo sie heute nicht selten angewendet werden, betrifft es konstruierte Gründe, und sie werden mit Recht als "Augenauswischerei" betrachtet& sie schaden dem Ansehen der Kirche sehr.  Fast alle "kirchlich" geschlossenen Ehen werden in einer ehrlichen Absicht geschlossen, das Scheitern erfolgt ja meist nach vielen Jahren und trotz Kindern.

63-30  Es ist eigentlich unfassbar, dass eine Glaubensgemeinschaft, die sich auf Jesus beruft, überhaupt auf die Idee kommt, jemanden vom Sakrament der Eucharistie auszuschließen. Ein bereuender Mörder darf dieses Sakrament wieder empfangen, ein geschiedenes wiederverheiratetes Paar ist auf immer vom "Brot des Lebens" ausgeschlossen - geht`s noch?

63-31  Wenn eine Frau in eine Ehe, die vielleicht nicht mehr ganz intakt ist, eindringt und den Kindern den Vater nimmt, schaut die Sache anders aus, als wenn zwei Eheleute ohne Kinder zu dem Entschluss kommen, nicht mehr gemeinsam leben zu wollen.

63-32  1.Der Ausschluss von der Kommunion löst viel Verbitterung aus. Ein ganzes Leben kann dadurch verpatzt werden. Meine Freundin geht auch jetzt nicht mehr zur Kommunion, obwohl ihr erster Mann gestorben ist. 

63-33  Anullierung ist keine Lösung. In vielen Fällen halte ich Anullierungen für entwürdigend, weil sie paargeschichtliche Realtität nicht anerkennt und würdigt. Es geht um das Zugestehen der Möglichkeit in heutigen Lebenserwartungen und Kontexten sich verschieden zu entwickeln und würdige Lösungen zu finden.

63-34  Die Barmherzigkeit Gottes scheint gerade beim langen Warten auf die Feststellung einer Ehe-Nichtbestandserklärung (= Annulierung) auf die Probe gestellt.

63-35  Verständnis und Barmherzigkeit müssen innerhalb der Kirche aufgewertet werden.

63-36  mehr liebevolle Einfühlung erforderlich

63-37  Sakramente als Hilfe, das würde eine Atmosphäre der erlösenden und einladenden Kirchengemeinschaft  aufbauen:   Erlösung aus Angst und Depression  und Einla- dung und Ermutigung, aus dem Scheitern wieder aufzustehen.

63-38  Die Frage 4.17 ist unzulässig gestellt!

63-39  Die EHE ist ein Bund! Im alten Testament gibt es zu diesem Thema keine ableitbare Sünde.

63-40  Die Gewissensfreiheit ist ein hoher urkatholischer Wert! Der Fragebogen, wie er im Original vorliegt, geht leider davon aus, dass die katholische Lehre in allen Punkten richtig ist, nur die Menschen halt leider nicht so ganz richtig funktionieren und Kirche einen Weg finden muss, das zu ändern. Ein solches Vorgehen missachtet die Gewissensfreiheit und will die Menschen dominieren. Franziskus hat Recht, wenn er sagt, ein Bischof soll dienen und nicht dominieren. Das muss aber auch für das Lehramt gelten, beide Wahrheiten gehören zusammen. Noch aber will das Lehramt dominieren. Ich hoffe, dass Franziskus einsieht, dass es so nicht geht!

63-41  Seit über 25 Jahren lebe ich einer weder kirchlich noch staatlich legitimierten Partnerschaft. Aus unseren Lebensgeschichten ist diese Form für uns der richtige Weg. Ich sehe keinerlei Anlass, dies gegenüber kirchlichen Amtsträgern zu erklären oder zu verteidigen. Mein Familienstand geht die nichts an. Als ich mit 6o Jahren versuchte meinen Frieden mit der römischen Kirche machen wollte und das Gespräch mit dem zuständigen Pfarrgeistlichen suchte (Bistum Fulda), war es seine größte Sorge, meine Partnerschaft durch eine sanatio in radice kirchenrechtlich zu sanieren. Hauptsache der Formpflicht ist genüge getan. Der Mann tut mir leid. Mit solchen kleingeistigen Priestern und Kirchenvertretern will ich nichts zu tun haben.

63-42  Die auch von katholischen Priestern vertretene Ansicht, dass die Hostie erst dann zum Leib Christi wird, wenn man sie würdig und im vollen Bewusstsein der heiligen Handlung empfängt, würde die Entscheidung erleichtern.

63-43  bei 4.16 würde ich am liebsten ankreuzen "zahlreiche", also weniger als "viele" und mehr als "wenige"

63-44  Große Unterschiede je nach Priester und Gemeinden - Rom hat, was Barmherzigkeit betrifft, großen Aufholbedarf

63-45  Ich frage mich die ganze Zeit, warum der Klerus sich für göttlicher als Gott hält. Was macht sie zu so besondern Menschen? Wohl nicht ihr Leben. Und wie sollen die Kleriker die Menschen unterstützen? Sie wissen vielleicht viel, aber sie spüren es nicht. Sie tragen für niemanden Verantwortung, nicht einmal für die eigenen Kinder. Das Spenden der Sakramente ist Berufsausübung und für viele ein Hakerl im Terminkalender. DAs sind keine "Diener Gottes" sondern Arbeitnehmer wie viele andere auch. Und sie haben immer eine Ausrede - Gott.

63-46  Der Weg Jesu Christi ist Liebe und Barmherzigkeit, auch und besonders den gestrauchelten Menschen gegenüber. Ein Priester der unter diesem Motto seine Priesterschaft ausübt, muß aber keinesfalls den Menschen bitten, dieses Angebot des Herrn anzunehmen. Der Mensch selbst ist eingeladen, dieses Gottes-Geschenk anzunehmen.

63-47  Gerade im Umgang mit den geschieden-wiederverheirateten Paaren sollte mehr das Vorbild Chrisit (verzeihen und einen Neubeginn ermöglichen) vorherrschen. Im Moment sieht das Bild der Kirche nach aussen so aus, dass Mörder, Sexualverbrecher mehr Vergebung finden und wieder am normalen Kirchenleben teilhaben dürfen als Menschen, deren Ehe gescheitert ist.

63-48  Glücklicherweise gibt es Priester, und nicht wenige, die sich über  Anweisungen hinweg setzen und diese Gläubigen am kirchlichen Leben teilnehmen lassen. Die kirchliche Lehre sollte sich der Praxis anpassen

63-49  Man sollte viel großzügiger sein im Umgang mit Partnerschaften& die Ehe ist doch noch immer ein Sakrament das voraussetzt, dass sich 2 Menschen lebenslang binden wollen und vorallen Dingen können.Viele überfordert einfach diese Tatsache, was aber nicht heißt, dass sie ihr Leben und ihr Zusammenleben nicht genauso ernst nehmen wie 2 Eheleute. Sie können sich nur nicht diesem für sie als totale Einschränkung erfahrenen Gebot beugen.Und das kann sehr verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel wenn sich 2 Personen nur am WE treffen können, weil ihre Arbeitsplätze zu weit auseinander liegen...

63-50  Dadurch, dass den "Irregulären" von den Hardlinern nur Verbote vorgeworfen worden sind, haben sie das Verlagen danach immer mehr in den Hintergrund gestellt. Einige, die bei verständnisvollen Priestern gelandet sind, nehmen die Sakramente natürlich weiter an und leben auch daraus.

63-51  Wichtig ist Verständnis und Offenheit der jeweiligen Priester. In der Anonymität der Stadt ist ein Ausweichen möglich. Diskriminierend ist mitunter die Situation am Land.

63-52  Was ist hier Wahrheit?

63-53  Man sollte sich grundsätzlich davon trennen, dass der Priester sicfh als Richter über die Gläubigen aufspielt. Das war vielleicht einmal notwendig. Aber heute haben wir eine hohe Rate von gebildeten oder hochgebildeten Menschen. Warum sollte ein Priester von deren persönlicher Situation mehr verstehen als sie selber? Wenn jemand den Rat des Priester haben will, kann er sich ihn holen. Auch Therapeuten gehen den Weg, dass der Klient selber einen Ausweg aus einer schwierigen Situation findet, sie geben nur Hilfestellungen. Ist das Priesteramt nicht auch ein Dienst am Menschen und nicht ein Richteramt? Man hat sich da schon sehr viel herausgenommen, das akzeptieren viele Menschen nicht mehr.

63-54  Die Kirche muss selbst wieder glaubwürdiger werden und Vertrauen zurückgewinnen. Ich habe Dialoge und Gesprächsprozesse erlebt,deren Ergebnisse das Papier nicht wert sind.Solche Aktionen tragen nur zu einer noch stärkeren Frustration der Teilnehmer bei. Wenn in einer ehel.Partnerschaft auch so geringschätzig miteinander umgegangen wird ist sie zum Scheitern verurteilt.

63-55  Leider dürften viele Theologen keine der Zahlreichen wiederverheirateten Geschiedenen näher kennen und ihre Leiden an der kirchlichen Einstellung und ihre Sehnsucht nach dem sakramentalen Leben miterlebt haben - sonst wäre schon längst mehr Barmherzigkeit zu spüren gewesen - schade!

63-56  Die bisherige Beschäftigung mit diesem Fragen-Komplex öffnet zunehmend die Augen, wie anachronistisch rückständig die Sakramente ausgeteilt werden, wenn die Wirksamkeit abhängig gemacht wird vom "richtigen hokus-pokus der dazu befugten Kirchen-Vermittler".

63-57  In Gemeinden, in denen ein "vorbildlicher", regelkonformer Lebensstil erwartet wird, bewirkt eine Scheidung oft, dass die betreffenden Personen der Gemeinde völlig fern bleiben.

63-58  Viele Priester die an der Basis arbeiten, haben  Verständnis, wenn eine geschlossene Ehe auseinandergeht. Dafür gibt es oft triftige Gründe. Diese Priester können auch die Barmherzigkeit Gottes vermitteln.

63-59  Kein Priester, Kleriker weiss, was es bedeutet, eine einmal für das ganze Leben bindende Gemeinschaft von Ehe und Familie aufzulösen. Es ist - nach dem Sterben von Verwandten und Freunden, die schmerzlichste Erfahrung des Lebens überhaupt. Weil es aber "weitergehen" muss und der Mensch nicht allein sein will, wird er - wenn es gut geht - an sich arbeiten und sich neu binden wollen. Es wird nie mehr so sein, wie es war. Das ist für viele "neue Paare" Hölle genug.  "Die Barmherzigkeitslüge - Wie die röm.-katholische Amtskirche den Heilsplan Gottes verrät" heißt deshalb auch ein Manuskript, das den gesamten Prozeß, soweit es möglich ist als einfacher Glaubender "einzusteigen", als dass darstellt, was er ist: Selbstgefälligkeit des Klerus, Prunk und Protz als Mittel der rituellen Beeinflussung, Wohlleibigkeit der Bischöfe - so wie sie wohnen, leben, fahren und Reichtum definieren (Münchens Erzbistum kauft ne Villa in Rom als Gästehaus und lässt es sanieren, alles in allem: 25 Mio Euro. Das ist, nach Lesart des Bistums, nicht Prunk und Protz, sondern um die "Verstetigung des pastoralen Wirkens der Erzdiözese", nicht um eine Immobilie. Die Lage in Rom, das Quartiere Balduina, gilt als die "Goldmedaillen-Straße" von Rom& alles, was Rang und Namen hat (sic!) versammelt sich hier. Jedes der 10 Gästezimmer des Hauses- gekauft für Tausende von bayrischen Touristen? für wie blöd hält man uns eigentlich? - koste erst einmal 970.000 Euro, Sanierung exclusive.

63-60  Gläubige, die Unterstützung suchen, werden wohl unterstützt. Viele finden aber nicht den Ansprechpartner ihres Vertrauens. Dafür mangelt es auch an Priestern. Priester aus anderen Ländern bzw. Kulturkreisen bringen oft nicht die geeignete Mentalität mit. Sakramente sollten gerade jenen, die ihrer zur Hilfe am meisten bedürften, nicht vorenthalten werden. (N.b.: Jesus hat sich gerade um "Sünder" sehr bemüht!) Das Vorenthalten von Sakramenten ist diskriminierende Strafe.

63-61  Bitte Menschenrechte beachten!

63-62  der "Eheprozeß" ist so überflüssig wie ein Kropf und eine ungeheure Anmaßung

63-63  Was heißt "irregulär"? Bis weit übers Jahr 1000 gab es kaum Regelungen& und auch von denen wurde oft dispensiert. Erst das Tridentinische Konzil kennt den allgemeinen Zwang zur kirchlichen Eheschließung.

63-64  Wir kennen z.B. ein Paar, die wenn sie in ihrer Gmeinde im nördlichen Rand Niederösterreichs die Messe besuchen wollen, vom Pfarrer aufgefordert wurden, die Kirche zu verlassen, bevor der Gottesdienst fortgesetzt wird.

63-65  Die Fragen sind zum Teil sehr manipulativ gestellt! Oft fehlt eine weitere Möglichkeit "Zum Teil", da zwischen "kaum" und "weitgehend" ein rießen Unterschied ist!! Den Unterscshied bzw. das Problem macht oft nicht die Prozentzahl, sondern ob die Menschen aktiv am Kirchenleben teilhaben (Betroffenheit annähernd 100%) und Menschen, die nur auf dem Papier katholisch sind, am Alltag der Kirche aber so gut wie nie teilnehmen! (Betroffenheit vielleicht bei maximal 5-10%)

63-66  Ignoranz und hochmut sind einer christlichen kirche nicht würdig. Zuhören, verständnis, raum der wärme den suchenden und verletzten sein.

63-67  In manchen Pfarren werden sie Akzepiert in anderen wiede nicht  WARUM??????

63-68  Alle Katholiken sollten Zugang zu allen Sakramenten haben. Ein Priester kann die wahren Gründe für die "Sünde" oft nicht erkennen

63-69  Das Grundproblem sehe ich in der Distanz, die sich mit der Zeit zwischen Gläubigen in freien Lebensgemeinschaften und der Kirche aufbaut. Sie kennen auch keine Priester mehr, zu denen sie Vertrauen haben.

63-70  Der Umgang mit diesen "irregulären" Lebensgemeinschaften wird weitgehend durch die Einstellung und persönliche Sichtweise des betreffenden Priesters/Pfarrer bestimmt.

63-71  Die Behandlung von Wiederverheirateten durch die Kirche ist ein Skandal: sie steht in keiner Weise mit der Lehre Christi in Verbindung. Die Kirche maßt sich hier eine Rolle zu, die ihr nicht zukommt. Nur Gott allein kann hier ein Urteil fällen, aber nicht die Kurie im Vatikan. Es ist dies eines der vielen Beispiele von Fällen, wo sich die Kirche anmaßt zu urteilen, wo ihr ein Urteil nicht zukommt.

63-72  Was ist eine irreguläre Lebensgemeinschaft? Meine Antworten gehen von der Annahme aus, daß der Fragesteller nur kirchlich gesegnete Ehen als regulär ansieht.   Irregulär ist m.E. aber die Lebensgemeinschaft, die unter Gewalt, Druck, Ausnutzung von eigener Macht oder Schwäche oder sogar Not des/der Partner/in zustande kommt oder aufrecht erhalten wird. 

63-73  Irgendjemanden- warum auch immer- von den Sakramenten auszugrenzen ist anmaßend. Christus hat selbst niemanden ausgegrenzt und will sich jedem Menschen immer wieder- auch im Sakrament-zuwenden.

63-74  Unklare Definition des Begriffs "Gläubige"

63-75  Jesus selbst hat mit Sündern gelebt und sie nicht verstoßen. Warum nimmt sich die Kirche das Recht heraus, Sünde zu definieren und zu bestrafen, was u. U. nur Schwäche oder Irrtum war?

63-76  Ich denke, dass sich der Begriff Ehe im historischen Sinn gewandelt hat. Sie ist weder ein Teil einer hierarchischen Gesellschaftsordnung noch einer Wertegemeinschaft in diesem Sinne. Eine Zeit im Wandel stellt immer neue Anforderungen und Anpassungsfähigkeiten. Werte einer Generation müssen nicht die der nächsten sein ... Das ist schon nicht mit der Generation meiner Eltern und meiner gegangen, da ist es geradezu zu einem Bruch gekommen, der notwendig und gut gewesen ist. Nicht einmal Wertkonservativismus entspricht dem was frühere Generation dafür hätten halten können. Ich sehe aber auch meine Werte als beweglich und hoffe, dass sich die Welt im positiven Sinne und mit guten Willen weiterentwickelt.

63-77  Es sind gerade die Kranken, fuer die Jesus gekommen ist. Sie brauchen die Sakramente.

63-78  Die Gläubigen, die im Leben immer wieder versagen können werden von der kirchlichen Hierarchie als Sünder abgestempelt und sehr oft unbarmherzig  bestraft (Verlust vom kirchlichen Arbeitsplatz), selbst aber nehmen sie (Priester, Kardinäle - Groyer, Bischöfe - Krenn  und viele andere mehr) voll am kirchlichen Leben teil obwohl sie nach der Definition der Kirche in schwerer Sünde leben. Ist das die von der Kirche verkündete Barmherzigkeit Gottes - Nein Danke!

63-79  Einzelne Priester großartig, selbst wenn sie die eigene "Karriere" gefährden. Die meisten agieren aber wie ferngesteuert, was die Fragen zu Sexualität und Partnerschaft im allgemeinen betrifft, und rücken damit weit von ihren Gemeinden ab, sind nur mehr Verwaltungsbeamte einer Lehre aus einem anderen Jahrtausend.

63-80  Hauüptproblem: Nach offiziellem Verständnis der Kirche (bisher) besitzt die Kirche in Rom die Wahrheit! Die Priester müssen das verbreiten. Das führt zu einer Sprache, die mit den individuellen oder lokalen Gegebenheiten nichts zu tun hat und stürzt gute Pfarrer in unglaubliche Konflikte! Allein der Satz "in ihrem Glaubenswegh unterstützt" ist schon nicht verständlich! Wie wäre es mit einer Sprache, die nicht Erhöhung behauptet, sondern zur Abwechslung einmal von heutigen Menschen verstanden werden kann!

63-81  Es braucht eine differenzierte Auseinandersetzung mit den heutigen Formen von Lebensgemeinschaften und wie Kirche diese unterstützen kann. Auch die Sakramententheologie gehört hier miteinbezogen und geklärt, was ein "Zeichen" der Kirchlichkeit heute sein kann.

63-82  Wir befinden uns in unserem Land in einer Situation, wo solche 'freien' ('irregulären') Lebensgemeinschaften derart Usus sind, dass es selbst für gläubige, praktizierende Eltern/ Christen unmöglich scheint, ihre Kinder davon abzuhalten.

63-83  Ein langer Leidensweg geht dem Scheitern einer Beziehung im Normalfall voraus. Reflexion der Ursachen dient der Heilung. Das sollte angeboten werden. In der Nachfolge Jesu steht der Kirche Barmherzigkeit an.

63-84  Die katholische Kirche desavouiert ihre wertvollsten pastoralen Mittel, die Sakramente, selbst, indem sie sie zu Vollzugszeichen kirchlicher Normen herabwürdigt. Wie soll dadurch "Gnade" oder "Barmherzigkeit" vermittelt werden??? Die offiziellen kirchlichen Normen für die Sakramenten-Pastoral sehen die Kirche nicht als Gemeinschaft von Sündern, sondern als "societas perfecta": Das grenzt geradezu an Hoffahrt und bezeichnet eine unerträgliche und dem Evangelium diametral widersprechende Selbstgerechtigkeit/Werkgerechtigkeit vor Gott!

63-85  Die kirchliche Lehre und Praxis widerspricht in diesem Bereich dem Lebenszeugnis und der Lehre Jesu.

63-86  Es wird zu sehr auf den äußeren Schein geachtet und nicht auf den wirklichen Menschen dahinter.

63-87  "Nichtigkeit" und "Scheitern" von Ehe sind für mich 2 grundverschiedene Dinge, die nicht in einen Topf gehören. Ich tu mir schwer, "gültige" Ehen durch einen Formalakt als gescheitert erklären zu lassen - ich würde eher dafür plädieren,  etwa ein seelsorgerliches Gespräch, Partnerberatung oä. zu empfehlen (allerdings bräuchte es dafür geeignete SeelsorgerInnen!). Im besten Fall kann sich für das Paar ja noch etwas ändern - wenn nicht, ist die Gewissensentscheidung der Betroffenen zu akzeptieren.   Barmherzigkeit Gottes - muss im Hier und Jetzt gelebt werden. Die meisten Menschen empfinden es als zynisch, vom Priester auf die Barmherzigkeit Gottes verwiesen zu werden, de facto aber als "Gläubige 2. Klasse" behandelt zu werden. Gott - und nicht dem kirchlichen Lehramt - sei Dank, dass es viele SeelsorgerInnen gibt, die im Vertrauen auf seine Barmherzigkeit nach ihrem eigenen Gewissen handeln und sich nicht zum Richter machen (lassen)!

63-88  Ich habe sehr darunter gelitten, dass ich - damals geschieden - nicht mit meinem neuen Mann - auch geschieden - zur Kommunion gehen "durfte". Wir haben uns daran gehalten, aber es war quälend!

63-89  es ist ja noch nicht sehr lange her, dass Menschen wegen Differenzen zur offiziellen bzw. mächtigen Glaubenslehre verurteilt, vertrieben, verbrannt wurden. Eingeständnis von Irrtum und Umdenken seitens der Kirchenobrigkeit lässt auf sich warten, kommt nur zögerlich und halbherzig.

63-90  Individuelle Weg verantwortungsbewusster Seelsorger müssen oft am offiziellen Kirchenrecht vorbei diese Menschen betreuen. Warum schließt man in zweiter Ehe glücklich verheiratete Gläubige von den Sakramenten aus? Diese Menschen glauben, dass Gott barmherzig ist, erleben aber diese Barmherzigkeit von der Kirchen nicht.

63-91  Die Voraussetzung dieser Fragen ist grundfalsch (Irregularität). Annullierung ist der falsche Weg. Die betroffenen Menschen wollten wirklich eine Ehe führen, sind aber darin gescheitert. Sie fühlen sich vor den Kopf gestossen, wenn die Amtskirche behauptet, es sei ja von Anfang an keine Ehe gewesen. Richtig ist: Es geht um ein Zielgebot, nicht um Gesetz. Wenn die Eheleute gescheitert sind, muss man dankbar sein, wenn sie einen neuen Partner für ihren Lebensweg finden. Die Kirche (als Volk Gottes) soll sie bei diesem Weg in ihren Reihen behalten und sie stützen.

63-92  zu 4.14. das hängt doch stark vom priester ab, manche ja manche neine, da kann man die Priester nicht in einen Topf werfen - es gint solche und solche

63-93  Ich glaube, dass gescheiterte Partnerschaften zuerst Hilfe zur Aufarbeitung des Scheiterns brauchen, dann aber vor allem Barmherzigkeit und wenn gewünscht, Hilfe zu einem Neustart. Dann kann der formale Eheauflösungsprozess unbürokratisch sein.

63-94  Die Liebe Gottes  ist  unbegrenzt.  Daher  wird er  erst nach dem Tode  entscheiden,  wer und wie viel gefehlt wurde.  Daher  braucht  der Mensch die Sakramente um über sich nachdenken zu können  und sich letztlich auf  den Tod vorbereiten zu können.

63-95  die "Behandlung" von Menschen in irregulären Partnerschaften durch den Ortspriester ist von Pfarre zu Pfarre verschieden& wer am kirchlichen Leben teilnehmen will, soll es frei machen können. Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Es steht keinem Menschen (Priester) zu, einem anderen getauften Menschen ein Sakrament zu verweigern...

63-96  Ich unterstütze die Bemühungen der Reformbewegungen (Pfarrer-Initiative von Helmut Schüller, Laieninitiative und Wir-sind-Kirche) für einen barmherzigeren Umgang mit den Geschiedenen-Wiederverheirateten.

63-97  Auch hier kommt es sehr auf die Umstände an. Meiner Meinung nach gibt es Menschen, denen die Kirche wichtig ist und die darunter leiden, dass sie infolge einer gescheiterten Ehe (offiziell) ausgegrenzt werden. Andere sind zwar auch katholisch getauft, haben aber keine engere Bindung zur Kirche und leiden nicht so darunter. Um derer willen, denen die Kirche und die Zughörigkeit zu ihr etwas bedeutet,sollte etwas getan werden! Nicht jeder findet einen verständisvollen Priester in seiner Nähe.

63-98  In allen Fällen von Anullierung der ersten Ehe, die ich kenne, hat ein Partner eine tiefe Kränkung erfahren, hat es doch in allen Fällen mit Liebe und Hoffnung auf Dauerhaftigkeit begonnen. Diese Lieblosigkeit seitens der Amtskirche ist kein kein Zeugnis christlichen Glaubens.   Man muss unterscheiden zwischen  1.einer Praxis in Pfarren, die den Glauben an die Sündenvergebung widerspiegelt und 2.der hartherzigen Einstellung der Amtskirche. Es ist klar, dass sich Betroffene trotz 1. durch 2. gedemütigt fühlen. Außerdem trifft 1. nicht für alle zu.

63-99  Die Annulierung von Ehen kann wohl nicht die Lösung sein auch wenn sie leichter gemacht wird. Die derzeitige Praxis ist an Verlogenheit kaum zu überbieten. Wer geschickter lügt, dessen Ehe wird annuliert.  Ganz im Gegenteil sollte das Scheitern als Teil unseres Lebens ernst genommen werden. So scheitern Ehen, auch wenn das Ziel war ein Leben lang zusammen zu bleiben. Diese Scheitern soll nicht klein geredet werden, aber es braucht Wege für einen Neubegin auch mit dem Segen der Kirche und keine moralinsaure Aburteilung.

63-100  Wahrnehmung (subjektiv) . Praxis in den Pfarren weicht von der kirchlichen Lehre weit ab! . Priester und Pfarrgemeinden sind dem Leben näher . Tatsache, dass mich als möglichen Betroffenen wo anders nicht kennt und so tut, als wäre alles "in Ordnung", macht die "Zahnlosigkeit" des Kirchenrechtes bewusst! - Es kann leicht umgangen und überlistet werden (deshalb sieht die Lebenspraxis oft ganz anders aus, als das, was gelehrt wird!)

63-101  Die gegebenen Antworten beziehen sich nur auf Gläubige, die am Leben in einer Gemeinde oä. interessiert sind.

63-102  Viele Geschiedene und Wiederverheiratete sind ganz wertvolle Gemeinde-Mitglieder, dürfen das allerdings nur sein, wenn der zuständige Pfarrer "Augen und Ohren verschließt". Hilfe für diese Gruppe von Menschen wäre dringendst - von "offizieller Seite" - notwendig.

63-103  Das Sakramente das Heilshanden Gottes sichtbar machen, ist wenigen bewußt und wird auch kaum so erfahren

63-104  Scheitern ist ein Stück in jedem Leben Tatsache - warum sollte das Scheitern in der Ehe schlimmer sein , als ein Sich-gar-keine-Gedanken-Machen über die vielen Ungerechtigkeiten in der Welt - auch über die Sünde in den Strukturen?

63-105  siehe: Jesus und die Ehebrecherin: "Auch ich verurteile Dich nicht!"

63-106  EINMAL WISSENSFRAGEN EINMAL VERMUTUNGSFRAGEN RAUM FÜR POEMIK UNTERSTELLUNGEN DIESE FRAGEN UNSPEZIFISCH UNTERSCHIEDSLOS AN BISCHÖFE& RELIGIONSLEHRER& GLÄUBIGE ALLER MOGLICHEN SUB-ANHÄNGERSCHAFTEN IN EINER VON ROM POLARISIERTEN KIRCHE GERICHTET IST HILFLOSER UNFUG ::::ICH BRECHE AB  EVANGELIUM MENSCHENRECHTE GESUNDHEIT :: UND SCHLUSS

63-107  s.o.: oft übersieht die Kirche die Lehre Jesu  und deren Kosequenzen

63-108  Nicht der Mensch ist für das Gesetz da, sondern das Gesetz für den Menschen. Es geht daher nicht um die formaljuridischen Nichtigkeitserklärung sondern um die Barmherzigkeit im Einzelfalle.

63-109  ad) 4.8 Sollen diese Gläubigen wie alle anderen „Sünder“ am Leben der Kirche teilnehmen? Sündern nehmen nie in vollem Umfang am Leben der Kirche teil, sondern befinden sich immer auf dem Weg der Umkehr, der dann wieder zur vollen Gemeinschaft führen kann. Wird dieser Fakt missverstanden, lässt sich auch das Sakrament der Buße nicht mehr erklären.  ad) 4.17 Sollten Sakramente zur Hilfe für die Gläubigen oder zu deren Belohnung dienen? Sakramente sind weder Hilfe, noch Belohnung, sondern ein Erweis dessen, was ist. Die Eucharistiefeier rückt für uns in den Mittelpunkt und macht uns konkret, dass Christus bereits in die Welt gekommen ist. Dies kann die Eucharistiefeier aber nur dann in vollem Umfang erreichen, wenn sie "mehr" als Hilfe und Belohnung ist und Gläubige im rechten Bewusstsein daran teilnehmen.

63-110  Ein gläubiger Mensch, dessen Ehe zerbrochen ist, leidet! Er sehnt sich nach Beistand in den Sakramenten. Wenn er das Glück hat, eine neue bessere Ehe einzugehen, wird er durch den Sakramentenentzug in der kath. Kirche nochmals bestraft, er leidet ein zweites Mal! Wer sehnt sich danach, in dem Sakrament der Eucharistie Hilfe für die Bewältigung seines Lebens zu bekommen? Doch nur ein gläubiger Mensch!

63-111  an der Basis denken viele Priester verständnisvoll, weil sie sich von Rom nicht mehr bevormunden lassen wollen.

63-112  Es ist unfair und unmenschlich, geschieden/wiederverheiratete als Sünder bzw. IRREGULÄR zu bezeichnen. Viele können in einer zweiten Partnerschaft ihr Glück und ihre Erfüllung finden, werden aber durch unbarmherzige kirchliche Gesetze behindert, am sakramentalen Leben der Kirchen teilzunehmen. Aus eigner Erfahrung: ich nahm fünf Jahre nicht am Kommunionempfang teil, bis ein barmherziger Priester mit mir und meiner neuen Partnerin ausführlich gesprochen hatte und den Kommunionempfang wieder empfohlen hat.

63-113  zu4.8 und 4.9 Den Menschen müsste einmal klar werden, dass sie gesündigt haben, dann wäre es schön, wenn sie Reue zeigten, dabei sollten wir als Kirche mithelfen. Dann kann auch ein Verzeihen stattfinden, vielleicht sogar in offizieller Form. Das Ehesakrament als solches würde ich nicht verändern. zu4.12 das weiß ich leider nicht.

63-114  es gibt keine irregulären Lebensgemeinschaften, es gibt nur irreguläre Vorstellungen von Lebensgemeinschaften.

63-115  insbes. Frage 4.5 bis 4.9 sind fast unbeantwortbar, wenn die Antwort "über andere" lauten soll.Überhaupt finde ich es äußerst schwierig / störend, dass nicht gefragt wird: Sollten Ihrer Meinung nach..... oder Kennen Sie viele....., sondern dass es allgemein verbleibt: gibt es (generell) viele... worauf soll das bezogen sein?

63-116  4.17: Mittelalterrückfall? 4.12/13: Barmherzigkeit Gottes übertragen von den Priester/Pfarrer im Sinne der Gleichberechtigung von jeglicher sexuellen Einstellung (Homophobie)?

63-117  Gott sei Dank scheren sich die meisten kirchlichen Gemeinden und auch viele Pfarren nicht mehr um gescheiterte Ehen und Wiederverheiratete und lassen alle zu den Sakramenten und im Pfarrleben teilnehmen. Im Gegenteil, diese sind oft sehr wertvolle Kräfte im Pfarrleben. Genau so verhält es sich im Verhältnis zu evangelischen Christen, die von der Basis im Pfarrleben überhaupt nicht ausgegrenzt werden.

63-118  Frage 4.17 ist kindischer Unsinn!!!

63-119  Den Punkt 4.14 habe ich mit "tielweise" beantwortet, weil ich in meiner Umgebung nur Priester (bis auf einen  - und der gehört zum Neokatechumenat!)erlebt habe, die tolerant waren/sind! Ein Freund unseer Familie war Abt eines Klosters und er hat mir nach meiner Scheidung sogar einen, ebenfalls geschiedenen Mann vorgestellt (Leider haben wir uns nicht ineeinander verliebt....)

63-120  "Irreguläre" Lebensgemeinschaften - was für ein Wort!!! Wenn diese Menschen in Liebe miteinander leben, was ist daran Sünde? Das frage ich mich wirklich!  Wenn jemand erst im zweiten Anlauf den Partner fürs Leben findet, und sich nochmal für eine Hochzeit entscheidet - warum sind diese nicht zu Sakramenten zugelassen?   Gott vergibt doch alle Sünden. Wenn er sogar Mord vergibt, warum nicht auch eine gescheiterte Beziehung?

63-121  Priester begegnen den Geschiedenen oder wiederverheirateten Geschiedenen unterschiedlich. Manche nehmen sie wieder in die Gemeinde auf, andere schließen sie bewusst aus.

63-122  Es steht niemandem zu über andere zu richten - die Barmherzigkeit Gottes ist hoffentlich grenzenlos und daher weit über der von Menschen und damit auch Priestern, Bischöfen, ...

63-123  Erleichterte Annullierungen sehe ich als drüberschwindeln über die dahinter liegenden Fragen. Die sollte man im Sinne der Barmherzigkeit und der Menschen lösen.

63-124  Jeder kennt in seiner Umgebung genug Beispiele, die eine Änderung des Kirchenrechts dringend nahelegen.

63-125  Wenn eine Ehe nur mehr die Hölle ist, ist es christlicher auseinanderzugehen als sich aufzureiben bis Mord und Totschlag nur mehr der letzte Ausweg ist.

63-126  Diese Fragen sind schwer zu verallgemeinern, weil sie von der jeweiligen Pfarre abhängen

63-127  Ich kann nur für meine Gemeinde sprechen. Zum Glück, Gott sei gedankt, haben wir Priester, die sich über die kirchliche Politik hinwegsetzen und sich den betroffenen Menschen zuwenden. Priester, die Gnade vor "Recht" walten lassen, die die Barmherzigkeit Gottes höher ansetzen wie die Gesetze der Kurie. In der Gesamtkirche wird dies aber sicher die große Ausnahme sein. Schade

63-128  Da letzlich das Sakramentenempfangsverbot für Wiederverheiratete-Geschiedene daran begründet ist, dass der Sexualverkehr in der 2. zivilen Ehe auf Grund des Bestehens  des Ehebandes der ersten Ehe Todsünde ist, müsste man bei den Wurzeln beginnen und diese Frage klären. Sind wirkliche alle in einer zweiten zivilen Ehe lebenden Christen, die diese Ehe auch vollziehen Todsünder und dem ewigen Verderben ausgeliefert???

63-129    Manche Fragen finde ich sehr problematisch. z.B. 4.8 Sollen diese Gläubigen wie alle anderen "Sünder"am leben der Kirche teilnehmen?

63-130  ... es wird besser, Geschiedene sind wertvoll in kirchlichen Diensten (KommunionspenderInnen, ...)& vielleicht schaut die Kirche aber nur diplomatisch weg!

63-131  Die "irregulären" Lebensgemeinschaften sind heute Alltag. Sehr geschadet hat der Kirche die Verweigerung  von Sakramenten für Wiederverheiratete Geschiedene.

63-132  Die Frageausarbeitung durch die Laieninitiative erscheint mir doch sehr dogmatisch/ideologisch geprägt. Da erscheint ein Hinweis auf die Warnung von Kardinal Walter Kasper angebracht. Er warnt davor "mit billig verstandener Barmherzigkeit alles aus(zu)räumen.

63-133  zu 4.14: Hängt stark vom jeweiligen Seelsorger ab.

63-134  Geshiedene wieder verheiratete Paare, die in zweiter Ehe schon über 30 Jahre verheiratat sind Kinder im katholischen Glauben gross gezogen haben, köönen nicht verstehen dass gott unbarmherzig zu Ihnen sein kann, wie dies die Kirche tut. Jedenfalls räumt sie sich das Recht ein unbarmherziger sein zu müssen,denn sonst ist Ostern umsonst.

63-135  Wir müssen erkennen , dass es ohne Gott letztlich kein dauerndes Glück gibt

63-136   Die Praxis der Pfarrer  bei der Frage "Zulassung zu den Sakramenten" sollte vereinheitlicht werden.                                       

63-137  Die Barmherzigkeit Gottes hat eine Ausgrenzung von Geschiedenen nicht vorgesehen

63-138  Ein barmherziger Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen ist für die Glaubwürdigkeit der Kirche ein absolutes Muss! Diese Personen von den Sakramenten auszuschließen (sogar vom Bußsakrament!) entspricht meiner Meinung nach nicht der Lehre Jesu. Ich glaube, Jesus hätte hier auch barmherzig gehandelt und wäre dafür wahrscheinlich von den Pharisäern und Schriftgelehrten kritisiert worden. Solche Pharisäer, die sich hinstellen und sagen: "Gut dass ich nicht so bin wie ...." gibt es leider auch heute noch viel zu viele.

63-139  Die Ehe, geprägt durch die Treue, zum Wohle des Partners, der Partnerin und der Nachkommenschaft kann als Ideal angesehen werden, wird jedoch diese Form eingeengt als Norm angesehen, so wird jede Abweichung verworfen, z.B. unverheiratete Paare. Zu den Sakramenten: beim Bußsakrament ist eine differnziertere Sicht notwendig. ein "Über - denken" von Seiten der katholischen Kirche.

63-140  Ich habe wenig Einblick, wie sich diese Paare fühlen, ich glaube, es schmerzt sie am meisten, wenn sie eine neue Hocghzeit wollen oder bei einem Todesfall, oder wenn sie zur Taufe und Firmung nicht zuglassen werden.

63-141  mmmmmmmmmmm

63-142  hier kann Gottes Barmherzigkeit von der Kirche gezeigt werden

63-143  Bei diesen Fragen kommt es immer darauf an mit welchen Priester man es zu tun hat. Leider gibt es immer noch viel zu viele die sich an das Kirchgesetz halten!!

63-144  Die Bezeichnung "irreguläre" Lebensgemeinschaft zeigt, wie abgehoben die Hierarchie der Kirche über die Menschen denkt!  zu 4.10 und 4.11: Die kirchliche Umgehung der Unauflöslichkeit der Ehe durch sogenannte "Annullierungsprozesse" ist durch und durch unehrlich!!!! Warum soll zb.: die Ehe von nicht kirchlich getrauten Paaren keine Ehe im Sinne Gottes sein??????? Gott ist nicht nur in der katholischen Kirche und Jesus war (GOTT sei dank) kein Katholik!!!!!

63-145  Wenig Priester, daher geringe Aussprachemöglichkeit.

63-146  Nach dem Beispiel der Orthodoxen sollte eine zweite Ehe möglich sein. Wenn Geschiedene wieder heiraten, sollten sie einige Zeit  beweisen, dass die neue Ehe gut funktioniert bevor  sie zur Kommunion gehen dürften.

63-147  Die Kirche würde für die Betreuung der Menschen viele gute Priester - innen und Diakone benötigen, die wirklcih den Menschen die durch Trennung (Scheidung) in Bedrängnis kommen wirklich aufgenommen werden, begleitet werden d.H. wirklich gut beraten und nicht im Stich gelassen werden.

63-148  Es gibt nur einen Richter. Was ist richtig, was ist falsch?

63-149  Ich kenne viele Geschiedenen, die sich von der Kirche distanziert haben. Ich kenne viele tolerante Priester, aber ich habe von vielen anderen Fällen gehört.

63-150  "Irregulär" ist ein ausgrenzender, diskriminierender Begriff! Gläubige in nicht von der Amtskirche geduldeten Lebensgemeinschaften wenden sich nach meiner Erfahrung von der kath Kirche ab - und zum Teil anderen ( altkatholische K.) zu

63-151  Bin selbst rel.lehrerin, geschieden und wiederverheiratet. nach einem kurzen persönlichen Gespräch mit unserem Priester war es völlig klar, dass ich auch weiterhin an den Sakramenten teilnehme!!! sein Nachfolger hatte auch absolut kein Problem damit. allerdings darf ich als Firmpatin nicht offiziell genannt werden!

63-152  Alleine schon der Terminus "irregulär" zeigt, die Problematik, die die Kirche mit diesem Personenkreis hat

63-153  Jesus hat die Eucharistie nicht nur für die "Braven" eingesetzt. Er hat sie nicht an Bedingungen geknüpft. Jeder soll die Eucharistie empfangen können, der Gott liebt. Und diese Liebe kann ihm/ihr nicht nur deshalb abgesprochen werden, weil es ihr / ihm nicht gelungen ist, den richtigen Partner vür ein ganzes Leben zu finden.  Von Annulierung halte ich garnichts. Das ist verlogen. Die meisten Ehen werden aus Liebe und in der vollen Überzeugung, sie würde ein Leben lang halten, geschlossen. Dies im Nachhinein durch eine Annulierung ungültig zu machen, halte ich für eine größere Verlogenheit und Sünde, als sein Scheitern einzugestehen. Das Drängen der Geschiedenen, sich einem solchen Prozedere zu unterziehen, um auch bei einer Widerheirat, als anerkannte Christien leben zu können, halte ich für eine noch viel größere Sünde, für die diejenigen, die diese Praxis fördern, sich selbst in meinen Augen schuldig machen, denn sie drängen Gott in die Rolle eines Buchhalters für den man die Bilanzen fälschen kann, ohne dass dieser es merkt.

63-154  Niemand hat das Recht, ein Sakrament zu verweigern. Auch Jesus hat mit Sündern und Ausgegrenzten Mahl gehalten.

63-155  Die Fragen sind sehr simpl. (schwarz/weiß). Es ist in der Kirche (bei uns "Laien" und bei Geistlichen bekannt wer so oder so denkt.

63-156  Ich habe in meinem Leben die Gnade gehabt immer wieder gute Priester zu erleben, die authentisch ihre Berufung gelebt haben und  Menschen in ihren Problemen beigestanden sind und so einen liebenden Gott verkündet haben. Als Referentin der KFB (über 30 Jahre)habe ich aber von vielen verletzenden Priesteraussagen (auch im Beichtstuhl)erfahren.Vor allem die Eucharistie (Mittelpunkt unseres Glaubens) Nahrung und Stärkung im Alltag soll niemandem verwehrt werden, der danach verlangt Das ist für mich ein Gebot der Nächstenliebe.

63-157  Ich habe im 1973 einen Mann geheiratet der geschieden war. Zwei Kinder sind geboren.Ich konnte also offiziell nicht zur Kommunion gehen. als meine Tochter 6 Jahre alt war, war mir zuerst nicht klar, ob mein Kind zur Erstkommunion gehen konnte. Ich ging mit meinem Mann zu meinem Pfarrer und hatte ein Gespräch mit ihm. Der Pfarrer fragte, ob noch eine Schuld aus der ersten Ehe bestand. Mein Mann verneinte das. Der Pfarrer meinte, wenn wir das Bedürfnis haben zur Kommunion zu gehen, können wir das machen. Ich habe das sehr geschätzt und bedauere zugleich, dass es viele Pfarrer gibt, die soetwas nicht machen würden. Jesus hätte niemand daran gehindert.

63-158  Hier sind die angebotenen Antwortmöglichkeiten zuwenig differenziert

63-159  Es gibt keine größere Diskrepanz, als der lokale (pfarrliche) Umgang mit Wiederverh.-Geschiedenen und die lehramtliche Doktrin. Der Wert und Schutz der Ehe ist gut und recht, aber selbst diese Norm ist für den Menschen da und nicht der Mensch für die Norm!!! Bedauerlicherweise wird die Kirche immer noch an dem gemessen, was sie abstrakt lehrt, und nicht an dem, was vielfach (schon) trotz der Norm, anderes gehandhabt wird. Leider ist die auf diese Weise stur und festgefahren vorgetragene leeramtliche (sic!) Doktrin nicht geeignet, zu unterscheiden, ob jemand aus der Ehe "entlassen" wurde, oder aus der Ehe entlassen hat. Das kann nur foro interno entschieden werden. Jeden, der eine gescheiterte Beziehung hinter sich hat und neu anfängt, grundsätzlich als "notorischen Sünder" zu stempeln ist purer Wahnsinn und sprichwörtlich-biblische sklerokardía (Hartherzigkeit). Zudem hat dieser Umgang mit Wiederverheirateten Geschiedenen keine ökumenische Zukunft. Das ist ein sturer Alleingang der katholisschen Kirche, in anderen Kirchen gibt es längst schon die Anerkenntnis und eine besseren Umgang mit "Scheitern". À propos "Scheitern": Kirche, lerne endlich, mit "Scheitern" umzugehen! "Scheitern" (Ehe, Scheiden aus dem Amt) kommt nicht vor. 

63-160  Warum werden Menschen, die ohne ihr "Verschulden" vom Partner verlasen und geschieden wurden, bei einer Wiederverheiratung als Christen 2. Klsee behandelt. Mir ist eine ausgezeichnete Religionslehrerin bekannt, die in einer solchen Situation auf eine Eheschlisßung mit ihrem neuen Partner verzichten musste, da sie unter Umständen sogar die missio canonica verloren hätte. Ist das in Ordnung??????

63-161  eine Partnerschaft als irregulär zu bezeichnen ist Hochmut!

63-162  Nur wer selbst in einer derartigen Situation einmal gewesen ist, weiß davon ein Lied zu singen. Ich wurde unschuldig geschieden und habe 10 Jahre darunter gelitten, ein Ausgestoßener der Kirche gewesen zu sein. Erst als mir verständnisvolle Priester zu einer Annulierung meiner Erstehe rieten, konnte ich wieder Ruhe und den Glauben finden und diesen meinen Kindern aus der 2. Ehe weitergeben, was mir hoffentlich auch gelungen ist.

63-163  Lebensgemeinschaften ohne Trauschein gibt es überwiegende in unserem Land. Die Patchworkfamilien nehmen merklich zu. Die Aufgaben dieser Eltern sind immens. Sie müssen nicht nur die eigenen Kinder, sondern auch die, die der Partner, die Partnerin in die Gemeinschaft einbringt erziehen, obwohl sie keine Rechte haben. Dieses Spannungsfeld ist gross, damit diese Familien erfolgreich sein können, brauchen sie ein grosses Mass an Akzeptanz und Herzensbildung. Dabei sollte die Kirche unvoreingenommen halfen und diese Art von Familien als normal einstufen.

63-164  Priester, die Gläubige "Gescheiterte" barmherzig unterstützen, spenden auch "illegal" die Sakramente. Wiviele das sind, weiß ich nicht. Ich hoffe viele!  Thema Annulierung habe ich auf der Vorseite behandelt. Kein Gläubiger zweifelt an der Barmherzigkeit Gottes (hoffentlich!), doch an der dem barmherzigen Umgang der Kirchengesetze!

63-165  es wäre gut die Sakramente stärker als Hilfe zu präsentieren

63-166  Die einhaltung der regel steht im vordergrund. Besser wäre der verantwortungsvolle Umgang miteinander. Geschiedenen Wiederverheiratet werden gnadenlos behandelt. Wo ist die Gnade?

63-167  Viele haben sich durch eine restriktive und veraltete und absolut unzeitgemäße Lehre der Kirche zu Sexualität so weit entfernt, dass nur wenige ihre Situation als "Irrweg" sehen. Viele Wiederverheiratete Geschiedene "scheißen" ganz einfach auf offensichtlich überholte kirchliche Normen. Sakramente können ihrem inneren Selbverständnis nach nur Hilfe sein und nie Belonung (von wem für wen??). Wenn Kirche sich selbst als Akrament begreift kann sie sich nicht partiell verweigern!!  Statt Augustinus zu zitieren und diese Tradition einseitig hochzustilisieren, sollte man sich fragen, ob es nicht auch so etwas wie Gotteserfahrung in der Sexualität gibt (nicht nur in der Ehe und in der dauernden Offenheit des Aktes für neues Leben). Kirche wird nicht als Hilfe erlebt, sie wird als einengende Belastung erfahren.

63-168  Hier nützt die Kirche die Machtposition aus. Statt den "Rucksack" der Last von den Betroffenen zu nehmen, werden ihnen weitere "Rucksäcke" umgehängt und die Menschen der Kirche und letztlich der Barmherzigkeit Gottes entfremdet.

63-169  Es ist eine Anmaßung von einem auf das andere zu schließen: Eine gescheiterte Ehe ist schon Strafe genug.

63-170  einzelne Priester begegnen z.B. geschiedenen Wiederverheirateten sehr tolerant, allerdings ist die offizielel Meinung hier alles andere als hilfreich und führt meiner Meinung nach zu sehr vielen Kirchenaustritten

63-171  BARMHERZIGKEIT will ich, nicht (nur) Opfer!  Hosea

63-172  Geschieden und Wiederverheiratete zu Kommunion zulassen, eine der wichtigsten Reformen. Es wird ja sowieso schon häufig praktiziert.

63-173  Die Annulierungspraxis ist eine weitere verlogene katholische Variante, um nicht - im Widerspruch zu früheren Lehraussagen - eine barmherzigere Scheidungspraxis (wie etwa die Ostkirche) beschließen zu müssen. Es ist ein Ohrfeige für die gemeinsamen Kinder, dass die (leider gescheiterte) Beziehung ihrer Eltern für nicht stattgefunden erklärt wird und sie quasi "unehelich" aufgewachsen sind.

63-174  Ad 4.16 : Es hängt jeweils sehr  vom Priester der Gemeinde ab,wie er zu den Gläubigen sich verhält.Ich habe von einer seit 30Jahren in einer 2.Ehe verheirateten Frau gehört,der v. einem Priester die Absolution in d.Beichte verweigert wurde,im Jahr 2012.

63-175  Wer von den Priestern, Bischöfen ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Die Kirche muss von Jesus lernen, wie er mit Menschen umgegangen ist.

63-176  Es gigt trotzedem Guppierungen wie Mejogorie Anhenger, Katekumenalen und andere die üben wie eine Hexenjagt gegenüber "Sünder". Sie benutzen "mobbing"  um diese Leute zu verscheuen.

63-177  Barmherzigkeit kann nur durch Menschen vermittelt werden

63-178  Geschiedene, Homosexuelle, ... haben meist schon mit dem Thema "Kirche" abgeschlossen und das ist das Traurige. Der Kampf gegen Windmühlen ist hier beinahe sinnlos geworden.  So verliert die Kirche immer mehr und mehr Gläubige und Glaubhaftigkeit. Die Sichtweise der Kirche passt nicht mehr in diese Welt.

63-179  Viele dieser Gläubigen fürchten sich vor dem Weg in die Kirche, weil sie sich als Sünder abgestempelt fühlen.

63-180  die protestantische kIrche ist offener. Die katholische Kirche ist etwas altmodisch geworden.  Die Gläubigkeit, Güte und der Wert eines Menschen sind nicht abhängig von seiner Ehe, Partnerschaft, Sexualität. Ein geschiedener Mann oder ein homosexueller Mann können vorbildlich sein in Bezug auf das, was uns Jesus Christus gelehrt hat!

63-181  zwischen "kaum und weitgehend" wäre noch ein Stufe einzufügen

63-182  Zur Frage 4.14: nicht beantwortbar, denn unterschiedliche Priester handeln sehr unterschiedlich! Zur Frage 4.17: Sakramente sind Begegnungen mit dem lebendigem Gott, der uns immer zur Seite steht und hilft. Davon darf man keinen Menschen aussperren!

63-183  Die kirchliche "Annulierung" von bestehenden Ehen erscheint fragwürdig, wenn nicht "scheinheilig".

63-184  Die Praxis in der Regel nur die Nichtigkeit der Eheschließung für die Beendigung einer gescheiterten Ehe zuzulassen, sollte aufgegeben werden und aus Barmherzigkeit Scheidung und weitere Ehen zugelassen werden. Die oft obskuren Nichtigkeitsgründe machen die Kirche nur unglaubwürdig und lächerlich.

63-185  Auch hier sollte Liebe der Kirche helfen, die Barmherzigkeit Gottes zu leben.

63-186  Wir hören von der Barmherzigkeit Gottes, erleben aber die Unbarmherzigkeit durch deren Stellvertreter.

63-187  die meisten Paare schließen eine Ehe mit dem Vorsatz, dass sie lebenslang dauern soll - wenn ihr Bemühen allerdings scheitert, weil das Leben eben unvorhersehbare Entwicklungen nimmt steht es meiner Meinung nach der Kirche nicht zu, sie zu verurteilen und von den Sakramenten auszuschließen!

63-188  Unbegreiflich, dass eine CHRISTLICHE Kirche sich das Recht anmaßt, jemanden von den Sakramenten auszuschließen?!?!

63-189  Wie wollen Priester über Sexualität, Ehe und Familie reden und urteilen, wenn sie es am eigenen Leib nicht erleben dürfen.

63-190  Der bekannte Sünder Zachäus wollte Jesus sehen - und Jesus rief ihn vom Baum herunter und wollte bei ihm zu Gast sein !

63-191  auch hier kommt es vorwiegend auf die Personen bzw. Persönlichkeiten an: die Handhabung ist derzeit sehr unterschiedlich und entspricht eher der gelebten Realität als der festgeschriebenen kirchlichen Lehre. "Freies Zusammenleben" hängt oft vom Alter ab (vorehelich bzw. im höheren Alter "nachehelich" etc.)

63-192  Ich bin seit 50 Jahren verheiratet und für die Unauflöslichkeit der Ehe. Dass jemandem die Kommunion verweigert wurde, habe ich weder irgendwo in Österreich oder Deutschland (wo ich VIEL gereist bin und Sonntagsmessen besucht habe)oder Hong Kong, Singapur oder den USA gesehen. Gehört habe ich, dass es am Land in Österreich geschieht.

63-193  Viele Menschen sind schuldlos geschieden und sie werden dafür bestraft, dass ihr erster Ehepartner sein Versprechen nicht eingehalten hat. Besonders Wiederverheiratete, die im Glauben leben und ihre Kinder christlich erziehen, leiden darunter, dass sie aus der Gemeinschaft derer, die an der Eucharistie  teilnehmen, ausgeschlossen sind. Auch für die Kinder aus diesen Partnerschaften ist es schwer zu verstehen, warum ihre Eltern nicht zur Kommunion gehen dürfen.

63-194  Gläubige werden von Priestern , bzw. der "Amtskirche" zwar über die Barmherzigkeit Gottes informiert, können sie aber nicht erleben.Menschen, die in "irregulären" Verhältnissen leben und denen Glauben und Spiritualität wichtig sind, kümmern sich nicht mehr darum, was die "Kirche" vorschreibt. Sie handeln nach ihrem Gewissen, sind aber frustriert oder sehr traurig. Ich kenne viele Menschen, die sehr "gläubig" sind und gern zur kathol. Religionsgemeinschaft gehörten, aber die Diskrepanz zwischen den "Gesetzen" oder offiziellen Lehren und der gelebten Praxis einfach nicht mehr ertragen und deshalb aus der Kirche ausgetreten sind.

63-195  wegen der bisherigen Ausgrenzung werden viele Personen nur noch sehr schwer oder gar nicht mehr von der Kirche erreicht...

63-196  für einen Annullierungsprozess fehlt der Kirche die Kompetenz. Absurde Situation im Kirchenrecht der Wiederverheiratung von nur standesamtlich getrauten Geschiedenen.

63-197  Die Zeiten ändern sich / haben sich geändert , der Glaube ist da nur werden Menschen in ihrer selbstständigkeit un mündigkeit durch Kirchengesetze behindert

63-198  Empfang der Sakramente sollte nach Prüfung des Einzelfalles möglich sein/ ausgeschlossen bleiben

63-199  4.13 wertende Fragestellung (inklusive Rechtschreibfehler!) 4.15 wenn sie wollen, schon 4.17 weder noch

63-200  Wenn im Fragebogen von wieklich Gläubigen die Rede ist, sollte dies erläutert werden, um von getauften Christen zu unterscheiden.

63-201  Durch die höhere Lebenserwartung ist ein "Auseinanderleben" der Eheleute eher möglich& auch das örtliche Umfeld akzeptiert eine Trennung viel mehr als früher& die Frauen sind auch ohne Partner in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu sichern& ein Neuüberdenken dieser geänderten Situation ist dringend erforderlich.

63-202  zu 4.17 Sakramente sind weder allein "Hilfe" noch "Belohnung". In den Sakramenten erfahre ich zwar die Zuwendung Gottes. Aber zu diesem Angebot Gottes braucht es mein gläubiges JA. Aus der Zuneigung Gottes und meinem vertrauensvollen Ja dazu erwächst mir Stärkung und vielleicht auch Hilfe. In Sakramenten geht es um die Pflege der Gottesbeziehung, nicht um Instrumente zur Hilfe oder gar zur Belohnung.

63-203  Was maßt sich die Hierarchie hier an! Freie Gewissensentscheidung und totale Barmherzigkeit sind allein christlich, alles andere ist ein unwürdiger Kleinkrämergeist.

63-204  Die Eucharistie zum Beispiel stärkt den sie empfangenden Menschen. Wer darf ihm diese Stärkung vorenthalten?

63-205  Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer.

63-206  Keine

63-207  ich glaube, dass jeder, der Unterstützung in seiner Krise sucht, diese auch findet im kirchlichen Bereich. Viele schimpfen aber auch über die Kirche und ihre Lehren, ohne sich selbst zu bemühen aus der Irregulation in die Regulation zu kommen. Für viele Geschiedene Wiederverheiratete liesse sich doch auch jetzt eine akzeptable Lösung finden. Dass diese Fragen aber wirklich überarbeitet werden müssen ist Auftrag.

63-208  das Scheitern einer Ehe ist schmerzvoll genug. Zusätzliche Ausgrenzung aus der Gemeinschaft und Verweigerung des Kommunizierens ist unmenschlich und sicher nicht im Sinne eines barmherzigen Gottes

63-209  Für viele, auch katholische, Paare ist das Zusammenleben ohne kirchliches Sakrament kein Problem. Es geht dabei ja auch nicht um die Zahl derer, die unbedingt kirchlich heiraten möchten, sondern um das ernsthafte Leid jener Minderheit, denen/der es ein Bedürfnis ist, auch für eine neue Partnerschaft den Segen der Kirche zu haben. Ich bin mir nicht sicher, ob es unbedingt das Ehesakrament sein muss, das Sakramentenverständnis der meisten Zeitgenossen ist ohnehin sehr dürftig. Allerdings bin ich sher dafür, dass man diese Christen nicht von der eucharistischen Mahlgemeinschaft ausschließt - wer dürfte denn dann überhaupt zur Kommunion gehen?

63-210  Das persönliche Gespräch zwischen Gemeinemitgliedern/Priestern und Gläubigen, die gescheitert sind, bleibt unverzichtbar, gerade auch um eine qualifizierte Begleitung und Unterstützung möglich zu machen. Allerdings braucht es auch sakramentale Formen des Abschlusses und des Wiederbeginns, wenn eine endgültig gescheiterte Beziehung zu beklagen ist.

63-211  Die Barmherzigkeit Gottes in der Situation des Scheiterns durch die Kirche zu erfahren sollte nicht vom Glück abhängen, einen "mutigen" Priester zu kennen.

63-212  Wenn 1 Ehepartner geschieden ist, der andere aber noch nie vorher verheiratet war, dann ist die Sakramentsverweigerung für den noch nie Verheirateten nicht zu verstehen und schmerzhaft.

63-213  Wenn eine Ehe auf Grund unüberbrückbarer Gegensätze nicht (mehr) möglich ist, wird das Leben der beiden Partner zu einer Hölle auf Erden... da kann auch die Kirche nicht helfen. Daher finde ich die Einstellung der Kirche zu Geschiedenen menschenverachtend!

63-214  Diese Ausgrenzung gutwilliger Gläubiger ist gänzlich gegen die Intensionen Christi und ein Skandal. Oft kommt diese Unbarmherzigkeit der Kirche noch zur grossen Kränkung des unschuldig Verlassenwerden! Die wirklich Schuldhaften pfeiffen sich sowieso nichts um die Bonifikationen der Kirche.  Andererseits werden ausbeuterisch schuldig Gewordene wie Politiker, Banker und Manager mit kirchlichen Orden geehrt.

63-215  zu 4.14 : das haengt ganz stark vom jeweiligen Pfarrer ab, das Spektrum reicht von sehr unterstuetzend u. verstaendnisvoll zu extrem hart u. ablehnend

63-216  Vielen, die in einer "freien" ("irregulären") Partnerschaft leben ist nicht bewußt dass die Sakramente nicht empfangen dürfen.

63-217  Eine Teilnahme an christlichen Feiern und den Sakramenten ist für viele Geschiedene eine große Hilfe bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation.

63-218  Lebe seit 26Jahren in einer Lebensgemeinschaft, wir haben drei Kinder. Wir sind also eine Familie. Ich bin in dritter Periode PGR und nehme aktiv am Pfarrleben teil. Sehe meine Lebensweise NICHT als irregulär. Hatte auch gegenüber Priestern nie Probleme. Als ich im Liturgiekreis mit den meisten Stimmen als Kommunionsspender vorgeschlagen wurde, wurde mir vom Pfarrer allerdings gesagt, dass dies gegenüber dem Bischof schwer zu argumentieren sei, da das Sakrament der Ehe fehle. Meine Antwort: "Dann geht es eben nicht."

63-219  alle sind GLEICH nobody is perfect

63-220  Die Fragen dieses Abschnitts sind tlw. sehr manipulativ und tlw. nicht beantwortbar, weil es sehr große Unterschiede von Fall zu Fall gibt und daher verallgemeinernde Antworten unseriös wären.

63-221  Ad 4.11.: Eine "einfache unbürokratische Erklärung" kann es wohl auch nicht sein! Schlussendlich sollte wohl eine frei von den Betroffenen abgegebene Erklärung die Anullierung bewirken (und keine obrigkeitliche Entscheidung!), aber bevor eine derartige Erklärung gültig abgegeben werden kann, sollten geeignete Schritte stehen, wie - Paartherapie bei kirchlich dafür "akkreditierten" Therapeuten - Seelsorgliche Schritte, wie dass nach Möglichkeit beide nochmals gemeinsam mit einem - dafür eigens geschulten - Priester sprechen sollten (Kommt ja im derzeitigen Verfahren nicht vor!)

63-222  zu 4.14  Leider gibt es sehr wenige fortschrittliche Priester, die sich trauen gegen die kath Lehre zu handeln und auch Geschiedenen Sakramente zukommen zu lassen. Eine kirchliche Eheschließung ist gänzlich unmöglich. Man trifft damit vor allem jene Gläubigen, meistens Frauen, die als noch nie verheiratet gewesene eine geschiedene Person heiraten wollen. Mit welchem Recht wird diesen Personen eine kirchliche Eheschließung verwehrt ??

63-223  Der Umgang der Priester mit diesen Gläubigen ist sehr von deren kirchlichen Positionierung abhängig.

63-224  Es gibt gute pastorale Wege, auf denen betroffene Gläubige und Paare in ihrem Gewissensentscheid begleitet werden.

63-225  Die meisten Geschiedenen heiraten nicht meht, sondern leben eine Partnerschaft.

63-226  Ein Sakrament muss erklärt, verstanden werden und hilfreich sein. Wenn es mit  Lebenswelt der Menschen im Einklang steht (hat mit Zeitgeist nichts zu tun), dann ist es hilfreich. Jetzt wird zu Recht z.B. das Ehesakrament als gegen das eigene Gewissen verstoßend empfunden, als Eingriff in die Intimität und verletzend empfunden. Z.B. der Geschlechtsverkehr ist nur zur Kinderzeugung Gott gewollt. Welch eine unverschämte Eingrenzung Gottes!

63-227  "Annulierung" trifft die Trennung oder das Scheitern der Beziehung nicht. Zwei Menschen wollten zusammenleben und es hat nicht funktioniert. Sie brauchen Hilfe und vielleicht ein Ritual des Abschieds.   Trotzdem waren sie einander wertvoll, und das kann nicht "annuliert" werden

63-228  Gläubige, die in "irregulären" Lebensgemeinschaften leben, leiden oft unter dem Scheitern der ersten Beziehung und sollten nicht durch Ausgrenzung in noch tieferes Leid gestoßen werden

63-229  Der Kranke braucht den Arzt, nicht der Gesunde - das steht im Evangelium! Gott sei Dank bin ich noch keinem Priester begegnet, der Pharisäer genug ist, einen Wiederverheirateten von der Kommunion auszuschliessen. Der Ausschluss von der Beichte ist geradezu gruselig, vor allem, wenn man den Katechismus liest, der ja immer noch mit ewiger VErdammung droht.  

63-230  Leider sind sehr viele konservative Priester im Umgang mit Wiederverheirateten/Geschiedenen sehr verständnislos und verletzen viele Menschen mit ihren konservativen Ansichten. Die Zahl der wirklichen Seel-sorger ist wirklich sehr geschrumpft.

63-231  Die Spannung zwischen offizieller Lehre, die vertreten werden muss, und pastoraler Beratung bzw. Hilfe ist groß.

63-232  Sünder - auch Geschiedene - sollen Barmherzigkeit erfahren dürfen. Und wiederverheiratete, gläubige Christen sollen nicht dauernd verfolgt werden.

63-233  Warum sollen Gescheiterte ihre schönen gemeinsamen Zeiten verleugnen? Es war nicht immer und nicht alles schlecht!

63-234  Sakramente sind Gnadenzeichen Gottes zur Hilfe für unser Leben.  Wer sind wir, dass wir anderen diese Zeichen verwehren?????  Ungeheuerlich, wenn wir uns als Richter über andere erheben. Gott allein steht das zu. ich will keiner Kirche angehören, die den Zugang zum Tisch, zu dem Jesus selbst einlädt, anderen Menschen verwehrt oder an Bedingungen knüpft.

63-235  Annullierungen von Ehen müssten streng geprüft werden. Im Gegensatz müsste das Eingestehen des Scheiterns möglich sein und nicht ein Prozess des Ausgrenzens stattfinden. Menschen in schwierigen Lebensphasen bedürfen der besonderen Zusage Gottes.

63-236  Die Menschen müssen in ihrem Leid begleitet werden -auch durch den uneingeschränkten Empfang der Sakramente- und nicht bestraft werden!!!

63-237  Himmelschreiende Ungerechtigkeiten sind da passiert. Mörder dürfen nach einer Beichte zur Kommunion und Menschen deren Ehe gescheitert ist , sie wieder eine Hilfe gefunden haben, dürfen es nicht!!!! wo bleibt die Barmherzigkeit? Die Kranken brauchenden Arzt, nicht die perfekten!

63-238  zu 4.14 wenn es überhaupt zu einem Gespräch zwischen einem Priester und einem Betroffenen kommt, nehme ich an, dass hier eher eine vorsichtige, zurückhaltende Position eingenommen wird. 

63-239  Teilhabe an allen Sakramenten für alle Menschen, die guten Willens sind - auch für PRIESTER, die heiraten wollen! Ist ein MENSCHENRECHT und diese eklatante Ungerechtigkeit schreit zum Himmel.

63-240  Schon der Begriff "irreguläre" Lebensgemeinschaften ist diskriminierend.

63-241  Die Ortskirche versteht sich immer mehr als Kirche Jesu Christi und als selbstsorgend, die eigene Wege versucht, auch wenn die Amtskirche andere Direktiven erlässt. Das mindert oft den Schmerz, der Menschen trifft, die in ihrem sakramentalen Leben ausgeschlossen sein sollten.

63-242  Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. (Ev. nach Joh)- Die Kirche darf die Kommunion nicht verweigern, wo sie aus Liebe zu Christus begehrt wird. - Ich finde es nicht rechtens, ein EINMALIGES Ereignis wie die Scheidung zu einer "Dauer-Sünde" hoch zu stilisieren. - Es gibt auch in den Evangelien ein Wort ("wer seine Frau aus der Ehe entlässt, OBWOHL KEIN FALL VON UNZUCHT vorliegt, begeht Ehebruch" oder so ähnlich), das eine andere, als die ganz strenge Auslegung zur Unauflöslichkeit der Ehe zulässt.

63-243  In der heutigen Zeit gehen viele Ehen in Brüche. Wenn ein Partner trotzdem gläubig ist, wird es bestraft. Nur weil die Ehe nicht mehr gehalten hat und die Frau sich nicht mehr alles von Mann gefallen lassen muss, soll sie keine 2.Chance bekommen?

63-244  auch eine gescheiterte Ehe wird als wichtiger Teil der Lebensgeschichte empfunden, daher ist Anullierung nicht hilfreich. die leidtragenden sind dann außerdem die Kinder,die plötzlich außerehelich sind. Warum wird nicht die Regelung der Ostkirche übernommen, bei der sowohl die Barmherzigkeit Gottes als auch die grundsätzliche Unauflöslichkeit der Ehe beachtet wird? Wie kann man Menschen, die ohnehin durch schwere Not und Gewissensqual gegangen sind, ausgerechnet die intensive Begegnung mit Jesus in Eucharistie vorenthalten - das ist grobe Unbarmherzigkeit!! Jesus ging auf jeden Menschen zu!

63-245  ich bin selbst einer aus kirchliche Sicht "in wilder Ehe" lebender, und kann nur in dieser Kirche leben, weil ich im Glauben lebe und mich durch Jesus getragen und verstanden fühle...

63-246  warum sollten Geschiedene ausgeschlossen werden? gerade diese bräuchten ein starkes netz, das sie in einer solch harten zeit auffängt und nicht noch vorwürfe macht. die macht sich jeder selbst bereits genug.

63-247  gänzliches Umdenken erforderlich, da das Scheitern von Beziehungen zur Llebensrealität gehört und nicht bestraft werden sollte.

63-248  Niemand darf mit Sünde beladen zu den Sakramenten. Die ganze Bibel ist voll davon. Wer seinem Bruder nicht vergeben hat, darf auch nicht zur Kommunion. Jesus liebt den Sünder, aber doch NICHT die Sünde. Geh hin und sündige NICHT MEHR sagt er zur Frau, die Ehebruch begangen hat. Zur Beichte kann ich wenn ich voll der Sünde bin, ja dass ist der Ort der Reinwaschung. So und nachher brauche ich halt noch den Vorsatz NICHT mehr zu sündigen. Dann kann ich auch zur Kommunion. Ich kenne wiederverheiratete Paare, die auf die Sexualität verzichten aus besagten Gründen und zur Kommunion gehen. Dazu braucht man allerdings den richtigen Partner. Ein solches Paar wird sicher gesegnet und überhäuft mit Gnaden. Ein anderes Paar geht zur Messe aber NICHT zur Kommunion, um ihre Demut dennoch zu beweisen. Sie empfangen den Herrn geistig wohl auch sehr sehr stark und gnadenvoll wegen Ihrer Demut. 

63-249  Das Zusammenleben „ad experimentum“ erlebte ich sogar in der eigenen Familie. Alle meine drei Söhne lebten einige Zeit mit ihrer Freundin zusammen. Jetzt sind alle drei standesamtlich verheiratet und einer von ihnen sogar auf eigenen Wunsch kirchlich. Nach meinem Eindruck sind die Beziehungen sehr stabil, es sind Kinder da, die Kontakte untereinander und mit uns sind bestens. Mehr könnte ich mir kaum wünschen. Hingegen gibt es bei Bekannten viele Kinder, die – vielleicht unter Druck durch die Eltern - kirchlich geheiratet haben und deren Ehe dann in Brüche ging. Für neue mögliche katholische Partner wird es oft ein Hindernis sein, eine Ehe einzugehen, die ihn oder sie von der eucharistischen Tischgemeinschaft ausschließt. . Glücklicherweise gibt es Seelsorger, die sich um die offizielle kirchliche Vorschrift nicht kümmern. Auf die Dauer ist es aber kein Idealzustand, wenn die offizielle Lehre und die Praxis auseinanderklaffen.  Mir missfällt übrigens hier die Bezeichnung „irreguläre Situation“. Es gibt Menschen, die in dieser Situation die barmherzige Einstellung ihres Seelsorgers dankbar annehmen. Andere wollen aber eine offizielle Bestätigung ihrer vollen Akzeptanz und kehren der Kirche für immer den Rücken, weil sie sich ausgegrenzt fühlen. Gleichgültigkeit habe ich noch nirgends erlebt. Es sollte eine offizielle Lösung ähnlich jener in der Ostkirche gefunden werden, die die Betreffenden nicht wie jetzt im wahrsten Sinn des Wortes „exkommuniziert“ und ihnen so unerträgliche Lasten aufbürdet. Zu bedenken ist auch, dass unter den jetzigen Umständen auch eine weitere Annäherung der christlichen Kirchen unmöglich ist. Die Annullierung ist eine der schlechtesten Lösungen, die ich mir vorstellen kann. Ich weiß, dass bei solchen Rechtsverfahren sehr viel gelogen wird. Oft beginnen solche Ehen im besten Einvernehmen, aber infolge der heute bedeutend längeren Lebenserwartung ändert sich vielleicht einer der Partner so sehr, dass ein weiteres Zusammenleben unerträglich wird. Da kann man nicht sagen, es sei von Anfang an keine Ehe gewesen. Der Rat, dann eben allein zu bleiben, ist oft sehr schwierig zu befolgen, und widerspricht auch dem Willen Gottes (Gen 2,18). Man sollte auch bedenken, wie sich Kinder  aus solchen annullierten Ehen fühlen müssen: ihre Eltern waren nie verheiratet, also sind sie uneheliche Kinder! Die Aussage: „Ihr könnt bei allem dabei sein (auch  beim Bezahlen), aber am Tisch des Herrn seid ihr unerwünscht“, bedeutet jedenfalls keine „Verkündigung der Barmherzigkeit Gottes“.  Seid Jahrzehnten gibt es immer wieder Versuche einzelner Diözesen, das Problem zu lösen, aber bisher wurden alle Lösungsversuche vom jeweiligen Großinquisitor zurückgewiesen.

63-250  ... hängt zur Zeit sehr von den einzelnen Priestern ab. Menschen, denen Gott und die Kirche ein Anliegen sind, sollte man keine Steine vor die Füße werfen. Den anderen ist es ohnehin egal, was die Kirche will.

63-251  Sakramente soll der stärkung der Menschen dienen. Der/die "Kranke" braucht sie deshlab mehr noch als der/die "Gesunde"

63-252  Der Umgang mancher Priester mit Geschiedenen, die sich wieder binden (wollen), ist unter jeder Kritik. Hier wird viel zu wenig auf die individuelle Lebenssituation geachtet, auch bilden sich einige Priester ein, in solchen Situationen päpstlicher als der Papst agieren zu müssen. Das verstehe ich nicht unter Nächstenliebe und der Barmherzigkeit Gottes!

63-253  Die Kirche muss diesen Menschen sagen, dass sie in Sünde leben. Wenn sie das nicht tut macht sie sich mitschuldig an den Sünden der Menschen.

63-254  Wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!

63-255  Es ist ein Skandal, dass nur diese Leute die Sakramente nicht empfangen dürfen, jedoch alle anderen, die gegen alle möglichen Gebote vor allem gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoßen, sehr wohl.

63-256  Das Sakrament der Kommunion ist keine Belohnung sondern ein Geschenk an alle Gläubigen. Der Priester weiß nichts über die Verfehlungen von Menschen, die zum Beispiel in einer offiziell katholischen Ehe leben. Ihnen wird das Sakrament nicht  verweigert.

63-257  Verantwortungsbewusste und erfahrene Seelsorger, die ihre Gemeinde kennen, müssen Hilfen für weiderverheiratete Geschiedene am Kirchenrecht vorbei praktizieren um die größere Barmherzigkeit Gottes glaubhaft und erfahrbar zu machen: Weiterverwendung im kirchl. Dienst, Zulassung zu Patenamt und Sakramenten!

63-258  Sakramente sollen den Menschen helfen, heil zu werden. Sie sollen ein Heilsweg für die Menschen sein.

63-259  Es ist für mich schön zu einer sehr lebendigen, offenen Pfarrgemeinde mit einem wunderbaren Pfarrer zu gehören, der schon lange modern denkt und für alle Nöte und Anliegen eine Begleitung bietet, sei es durch ihn selbst oder vermittelte Personen aus der Gemeinde.

63-260  bezüglich Ehe- und Sexualmoral: die Kirche redet darüber wie ein Blinder von der Farbe!!

63-261  Völlige Fehlentwicklung in der Gesellschaft !! Totales Versagen der Politik -  wo sitzen dort die Katholiken ???? Gesetzesentwicklung total verkehrt !!!

63-262  Persönlicher Kontakt mit einem Priester bringt schon meist Hilfe und Klärung. Viele sind schon sehr weit von der Kirche weg.

63-263  Es gibt viele Priester, die den geschiedenen Ehepaaren hilfreich und gut begegnen, aber viele Geschiedene wollen von Kirche auch nichts wissen.

63-264  die kirche soll sich an den worten jesu orientieren - und nicht regeln und behauptungen aufstellen, die sie selbst unmöglich ernst nehmen kann

63-265  Diese "Sünder" sind ja meist gar keine Wissenden, sie kämpfen mit ihrem Leben und den vielfältigen Problemen, sie gehen Ehen ein, deren Aufgaben, Probleme und eren Sinn sie nicht kennen. Sie finden einander sympathisch, mögen einander, empfinden starke körperliche und auch geistige, seelische Zuneigung. Aber von echter Partnerschaft wissen sie nichts, ein Fördern des Partners ist nur wenigen Begriff und Ziel. Hier besteht dringender Bedarf an Aufklärung, die ja zum Glück der Menschen dient. Erst wenn ich weiss, was Sache ist, dann kann ich glücklich oder schuldig werden. Das Leben in Fülle? Dazu müssen wir helfen.

63-266  Sind wir nicht alle Sünder. Ab und zu kommen mir die "braven" Christen wie früher die Schriftgelehrten/Pharisäer vor. Gesetz geht vor Barmherzigkeit. Wir hören von der unendlichen Liebe Gottes, seine verzeihenden Art ABER wenn es drauf ankommt heißt es, das Kirche lehrt - das Gesetz sieht vor usw.

63-267  Die leichtere Annullierung kann ein Weg sein, aber nicht der einzige oder der wichtigste. Es können auch gültige Ehen scheitern& es ist also eine Lösung für die mögliche Wiederheirat auch in solchen Fällen nötig, in denen die erste Ehe gültig ist.

63-268  Der große Komtrast zwischen theoretischer Lehre und der gelebten Praxis in den Pfarrgemeinden (Teilnahme geschiedener am Pfarrleben und oft sehr engagiert) wirkt oft lächerlich. Kaum jemand lässt sich leichtfertig scheiden und daher sollte die Kirche ihre offizielle Lehre entsprechend anpassen. Eine Ehe kann scheitern und das sollte anerkannt werden& die Annullierungen wirken hingegen oft wie juridische Spitzfindigkeiten und daher auch heuchlerisch.

63-269  Diiese Menschen suchen, meiner Meinung nach, keinen Zugang zur Kirche

63-270  Vielleicht erfolgen Scheidungen zum Teil zu rasch. Jedoch die Realität der Scheidungsziffern erfordert eine Änderungen der kirchlichen Praxis der Ausgrenzung dieser Menschen.

63-271  Freie Lebensgemeinschaften stellen inzwischen bereits eine "reguläre" Form dar.

63-272  Ich bin dafür, dass Christen die geschieden sind und in einer neuen Beziehung leben, unbedingt den Segen Gottes empfangen dürfen und einen Glaubenskurs und Eheseminare absolvieren!

63-273  wirdbei uns großzügig gehandhabt

63-274  Menschen, die von den Sakramenten ausgeschlossen sind, entfernen sich meist ganz von der kirchlichen Gemeinschaft und erleben dann auch keinen 'Schmerz' mehr.

63-275  Es gibt natürlich Priester, die hier die Barmherzigkeit Gottes dadurch sichtbar machen, dass sie zB Wiederverheiratete zu den Sakramenten zulassen, aber vielfach sind es wohl die Laienmitarbeiter/innen, die diesen Menschen an der Seite stehen und sie im Glaubensleben begleiten.

63-276  oft bedürfen Menschen deren Ehe gescheitert ist, nicht einer Anulierung sondern einer Aufarbeitung und der Möglichkeit eines Neustarts.

63-277  "Spiegelt der kirchliche Umgang mit diesen Gläubigen die Barmherzigkeit Gottes wieder?" Diese und andere Fragen sind meiner Überzeugung nach sinnlos, da das Ergebnis vor dem Hintergrund der jeweiligen Einstellung interpretierbar ist: Wenn man die Verhinderung der Teilnahme an der Eucharistie als Barmherzigkeit ansieht ("sonst isst & trinkt sich der Betreffende das Gericht") muss man ebenso JA ankreuzen also wenn man die volle Teilnahme ("nicht die Gesunden brauchen den Arzt") als Barmherzigkeit ansieht. Daher: Ergebnis is völlig aussagelos.

63-278  Hier spielt die Menschlichkeit eine große Rolle. Individuelle Entscheidungen werden erforderlich sein

63-279  durch die unauflöslichkeit einer kirchlich geschlossenen ehe verzichten viele paare auf einen formalen eheschliessung!  wie sagte es SCHILLER: all zu straff gespannt, zerspringt der bogen!

63-280  wie können sich Menschen anmaßen, den Heilswillen Gottes zu Disziplinarmaßnahmen umzuwidmen, das ist doch Blasphemie

63-281  wenn die gläubigen in der kiche integriert sin schmerzt der ausschluß von den sakramenten außenstehendeberührt saß weniger.saramentesollten immer hilfe und ni cht belohnung sein

63-282  Jesu Barmherzigkeit mit gescheiterten Menschen kommt in der Kirche kaum zur Geltung, da diese stets eher an den "Vorschriften" festhält und Beziehungen nur aus der "Ferne" beurteilen. Persönliches wird kaum einmal eingehend gesucht, was auch wegen des Priester- und Seelsorgerinnen-Mangels schon zeitlich kaum möglich ist.

63-283  Das Beispiel Jesu muss maßgebend sein!

63-284  Christliche Grundüberzeugung ist doch, dass vor allem die Zuwendung Gottes an uns steht - und die Antwort des Menschen nachrangig ist. Der Ausschluss von Menschen von den Sakramenten ist m.E. schwer zu argumentieren, ja widerspricht grundlegenden christlichen Überzeugungen.

63-285  Für den überwiegenden Großteil der Menschen ist die offizielle Lehrmeinung der Kirche zu diesem Thema überhaupt nicht nachvollziehbar& Es liegt am einzelnen Priester/ an der Gemeinde, dies aus zu gleichen

63-286  Mir ist völlig unverständlich, wie wiederverheiratet Geschiedene, die an Jesus Christus glauben, beim Sakramentenempfang zurückgewiesen werden. Wer jemanden ermordet und dann beichtet, darf zur Kommunion, obwohl die Tatfolgen immer noch andauern, denn der Ermordete ist immer noch tot. Wenn jedoch eine Ehe gescheitert ist und jemand erneut geheiratet hat, muss er nach kirchl. Lehre lebenslänglich von der Kommunion ausgeschlossen bleiben. Da stimmen die Maßstäbe nicht. 

63-287  Man ist als Katholikin nach der Scheidung ein Christ 2. Klasse, ich wurde nur "geduldet" als Kommunionhelferin, und Lektorin, weil der Pfarrer vielen erklärt hat, das ich ja nicht wiederverheiratet bin. Als ich vor vielen Jahren Trost gebraucht hätte  nach der Trennung, bekam ich vom damaligen Pfarrer die Ermahnung, ich hätte mich mehr bemühen müssen. Nach dem Scheidungsrecht hilft aber nach einem Jahr, alles bemühen nichts wenn der Ehemann eine neue Partnerin hat.

63-288  in städtischen Gemeinden kann ein Priester nie wissen, ob jemand, der zur Kommunion geht, geschieden ist oder nicht& daher geht die Vorschrift der Kirche ins Leere

63-289  Sakramente sind Lebenshilfen. Warum die in Not Seienden ausschließen? Barmherzigkeit ist gefragt.

63-290  Frage 4.16 lässt sich nicht in dieser Weise beantworten - es gibt Priester, wo das funktioniert, und andere, fundamentalistischere, wo das nicht funktioniert.

63-291  Es gäbe wahrscheinlich mehr Priester, die eine aktive Teilhabe Geschiedener zulassen und fördern würden, wenn sie nicht Angst vor einem Bruch mit der zentralen Lehre hätten. 

63-292  Wesentliche Botschaft des Christentums ist es, dass Gott auf der Seite der Marginalisierten, Ausgegrenzten und eben auch Gescheiterten steht. Natürlich sollte niemand leichtfertig den Bund der Ehe eingehen bzw. aufs Spiel setzen. Scheitern alleine kann aber kein Kriterium sein, da es sowohl dem christlichen Gottes- als auch Menschenbild diametral entgegen steht!

63-293  Ich kenne einige Schicksale von zerbrochenen Ehen, deren Trennungskrise durch diese immer gegenwärtige Ausgrenzungsdrohung extrem verschlimmert wurde. Nach  ihrer neuerlichen Heirat oder auch in Lebengemeinschft arbeiten viele Patchworkfamilien aktiv in unserer Pfarre mit. Nächstenliebe vor Gesetz ! 

63-294  Vorbehalte zur Aussagekraft bestehen auch hier, sofern der Fragebogen der Laieninitiative anonym ist und nicht klar, welche Funktion der/die Befragte haben: Haben Sie pastorale Erfahrung und können so quantifizieren oder antworten sie mit rein privatem Erfahrungshintergrund.

63-295  Bedauerlicher Weise wird das, was wir Barmherzigkeit nennen, als nicht kirchlich erlaubt und gewünscht wahrgenommen. 

63-296  4.14.: Mir persönlich sind nach Scheidung und Wiederverheiratung erstaunlich viele Priester barmherzig und verständnisvoll begegnet, aber die generelle Linie der Kirche ist leider ganz anders!  4.16. In meiner Gemeinde ist das der Fall, in andere Gemeinden habe ich keinen Einblick.

63-297  In vielen Gemeinden sind Wiederverheiratet Geschiedene und auch ohne Trauschein zusammen Lebende Mitarbeiter in ihren Gemeinden und nehmen selbstverständlich an der Kommunion teil

63-298  Leider steht die kirchliche Praxis der Lehraussagen diametral konträr entgegen, z.B. wenn Priester ihre Kinder verleugnen müssen und aufs äußerste gedemütigt werden, wenn sie sich zu ihren Frauen und Kindern bekennen! Ich kenne selbst einen Fall aus nächster Nähe. Die Praxis des Zwangs-Zölibat hat hier grausame Auswirkungen über mehrere Generationen hinweg ...

63-299  4.17 zweitere Idee halte ich für völlig daneben...

63-300  die Pfarrer heute sind so tolerant, daß sie jedem Menschen mit Güte und Vertrauen entgegenkommen. Jedem der unbedingt zum Kommunion gehen möchte (geschieden, wieder-verheiratet) wird dies durch den Pfarrer erlaubt. Ein vorausgehendes Gespräch ist doch wohl das mindeste). Dieses Thema wird unnötig hochgespielt!! Bei der Heirat wird eben gelobt...bis an das Ende meiner Tage..& ich muß doch so weit sein, mir einzugestehen, daß ich dies nicht geschafft habe ... Annullierung einer Ehe ist nicht vertretbar in der heutigen Zeit, wo niemand mehr zu einer Ehe gezwungen wird...!!

63-301  Die kirchlichen Annullierungsprozesse sollten komplett abgeschafft werden.

63-302  Eine fundierte Theologie des Neuanfangs steht aus, sie müsste sich an den Beispielen Jesu, wie wir sie aus den Evangelien kennen, orientieren.

63-303  Viele Priester begegnen den Menschen verständnisvoll und vermitteln die Barmherzigkeit Gottes aber handeln damit gegen die Vorschriften und Gegebenheit der Kirche!!!

63-304  Ich bin selbst geschieden, die Frage, ob ich nicht eine Annulierung meiner Ehe anstreben möchte, habe ich als Ohrfeige empfunden: Ich habe diese Ehe sehr bewusst kirchlich geschlossen, wir haben drei Kinder großgezogen, es waren schöne und weniger schöne Jahre dabei! Ich stehe zum Scheitern, aber die Vorstellung zu sagen: diese 16 gemeinsamen Jahre, das waren keine Ehe - das finde ich entsetzlich! Wir haben letzten Sonntag Christkönig gefeiert, das Evangelium zeigt und Jesus als einen menschlich total gescheiterten: verspottet, verhöhnt, gekreuzigt - das ist unser König! Warum hat dann die Kirche ein solches Problem, das Scheitern - egal in welchem Lebensbereich - zu akzeptieren??

63-305  Den meisten Geschiedenen und wieder Verheirateten ist die Kirche dann egal!

63-306  Nur wem der Glaube wichtig ist, wird auch an der Ausgrenzung bei Scheidung.... leiden und deshalb hat meiner Meinung nach der Glaube Vorrang vor kirchlichen Regeln (auch wenn diese sich auf Aussagen Jesu bzw. der Bibel gestützt glauben).

63-307  Kann man sagen , dass alle Gläubigen Sünder sind? Das muss heute anders formuliert werden!

63-308  Ein Sakrament ist eine Gnade Gottes die wir Empfangen. Es zieht wahrhaft Gnade in die Seele herab.. Ein leichtfertiger Umgang mit den Sakramenten höhlt die Glaubwürdigkeit aus und ist frevelhaft gegenüber Gott.  Die Kirche sollte wieder zu ihren Werten stehen für die sie von Jesus Christus gegründet wurde. Und nicht jetzt so tun als wüsste man es besser als der göttliche Meister. (das ist ja in Anbetracht unserer Vergänglichkeit auch lächerlich)

63-309  Bisher gab es bezüglich Ehescheidung nur die Anullierung. aber kann man wirklich immer sagen: "Da war keine Ehe"? Muss man nicht in den meisten Fällen sagen: "Da war doch was. Und das ist eben missglückt".

63-310  Ich finde dass den Gläubigen die Barmherzigkeit Gottes zu deutlich zu erkennen gegeben wird und dass sie dadurch meinen es wäre alles erlaubt. Niemand findet es sündhaft in einer freien Lebensgemeinschaft zu leben und den meisten ist es gar nicht bewusst dass die Ehe eigentlich bis zu ihrem Tod bestehen bleiben sollte, was natürlich zu viel häufigeren Zusammenbrüchen führt. Die Kirche sollte die Gläubigen viel mehr darauf hinweisen, wenn sie in solch einer Situation sind damit sie möglichst schnell aus dem Stand der Todsünde entrinnen und somit die Barmherzigkeit Gottes auch tatsächlich für sie wirken kann.

63-311  Nur die Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit des Gemeinschaft Suchenden zählt . Niemand hat das Recht dies zu bewerten. Gott alleine weiß um die wahre Sehnsucht. Annullierung führt nur in die Sichtweise alles / vieles falsch gemacht zu haben, vergessen zu wollen, jetzt das Richtige zu wissen und hatten doch in vorheriger Verbindung dasselbe Ziel. Empfinde ich nicht aufrichtig der eigenen Veränderung gegenüber. Die Trennung möge einfach gestaltet sein, die Wiederverheiratung eine Segnung. Die aktive Mitarbeit in der Gemeinschaft und der Sakramentenempfang darf von diesem Stand nicht beeinflusst sein.

63-312  Scheitert eine Ehe, so wenden sich viele von der Kirche an& die aber trotzdem am kirchlichen Leben teilnehmen wollen, leiden unter der Unbarmherzigkeit einiger weniger Priester, die die offizielle Doktrin der Kirche auf Punkt und Beistrich aufoktroyieren wollen.

63-313  Kein Mensch hat das Recht einen anderen Menschen zu verurteilen. Auch Jesus verurteilte nicht.Die Kirche verurteilt.

63-314  wer bewertet was "irregulär" ist ? nach welchem Kriterium wird gemessen? Ist das ein Maßnehmen an Gottes Wort???

63-315  Da viele Menschen heiraten, sich scheiden, wieder heiraten und wieder scheiden, helfen auch keine Sakramente am Zusammenhalt einer Ehe, weder als Hilfe noch als Belohnung. Frau und Mann sind bisher an der Emanzipation gescheitert, keiner weiß, was damit gemeint ist. Hochzeit ist ein großes Fest, mit vielen Bilde Fotos, die Braut in weiß!! Frage: warum soll Ehe ein Sakrament sein? Die Frauen stehen nach 2 oder mehr Kindern oft alleine da, die Männer beginnen von Neuem.

63-316  Wir sind eine Kirche der Sünder und nicht der Gerechten! Das Gesetz dient dem Menschen.

63-317  Die Priester sind sehr unterschiedlich sowohl in ihrer pastoralen Einstellung, z. B. indem sie die Barmherzigkeit Gottes betonen, als auch in ihren Möglichkeiten. Manche sind hoffnungslos überlastet!!!

63-318  Annullierung ist keine Lösung. auch eine gescheiterte Ehe ist eine Ehe (gewesen) Trennung muss möglich sein!

63-319   Vorab: ich bin seit 45 Jahren in 1. Ehe mit meiner Frau glücklich verheiratet. Nach meinem Wissensstand wird Geschieden/Wiederverheirateten offiziell der Empfang der Hl. Kommunion verweigert. Das halte ich für MENSCHENVERACHTEND. Es steht dem Klerus ganz einfach nicht zu, diesen Paaren Christus zu verweigern. Eine Scheidung ist sicher nicht "lustig" und hinterlässt Narben, da will man Hilfesuchenden die Kommunion verweigern? EINFACH UNBARMHERZIG UND NACH MEINER EINSCHÄTZUNG AUCH NICHT BESONDERS VERNÜNFTIG, denn jene Menschen, die der Kirche fern stehen, gehen ja ohnedies nicht zur Hl. Messe. Das führt automatisch zur Ausgrenzung und Abwendung von der Kirche!

63-320  Aus meiner Sicht ist der Umgang zwischen Kirche und Geschiedenen häufig von großer Gleichgültigkeit geprägt. Den Geschiedenen ist die Haltung der Kirche oftmals egal, da häufig ein Scheitern fast einkalkuliert war und eine lebenslange Partnerschaft vielleicht gewünscht aber nicht unbedingt zwingend angestrebt wurde. Für die Kirche wird das Scheitern der Ehe erst bei einer Wiederverheiratung zum Problem. Ansonsten werden eher die Augen zugemacht. (Problemlose) Annullierungen nehmen die gelebte Beziehung in keiner Weise ernst!! Eine Thematisierung und damit evt. auch eine Aufarbeitung der gescheiterten Beziehung findet nicht statt.  Problemlose Annul 

63-321  Kirche soll Gott nicht verwalten, sondern in den Menschen seine Spuren entdecken helfen.

63-322  Zu einer Ehe gehören zwei. Wenn einer nicht (mehr) will, hat der andere Pech gehabt??? Da gehört dringend differenziert!

63-323  Das Wort irregulär scheint mir verletzend auch wenn es korrekt sein mag. Der Hinweis irregulär=ausserhalb des(sinnvollen) kirchl Anspruchs erscheint mir eindeutig und rücksichtsvoller. Viele ist es auch egal was die Kirche sagt. Betroffene praktizierende Gläubige leiden oft.

63-324  Frage 4.17. drückt es aus- Sakramente sind Wegzehrung, nicht Belohnung! Sicher gibt es Priester und Gemeinden, die verständnisvoller mit dem Thema umgehen als andere.

63-325  Nur weil Menschen sich Scheiden lassen haben sie deswegen nicht gesündigt, wenn man sich nicht mehr versteht und bevor man unglücklich ist sollte jeder seinen eigenen Weg gehen!

63-326  Ich kenne genug Fälle, wo die Ehe geschieden wurde weil die Partner nicht mehr glücklich waren oder weil einer gewalttätig war, und warum sollten diese bestraft werden? Das ist sinnlos, eine lebenslange unglückliche Lebenssituation wird mehr unterstützt als eine glückliche, nur weil man das Sakrament der Ehe nicht einhalten konnte.

63-327  Ich finde, dass man nicht in der Kirche heiraten sollte wenn man sich dort sonst nie aufhält.  Außerdem bin ich der Meinung, dass eine Scheidung keine Sünde ist! Es gibt sehr viele gute Gründe für eine Scheidung und dafür sollte man nicht bestraft werden! Nocheinmal in der Kirche heiraten zu dürfen sollte auch möglich sein.

63-328  Ich finde, es sollten auch Paare, wo einer gläubig ist und einer nicht kirchich heiraten dürfen.

63-329  Lebensgemeinschaften werden von den meisten Pfarren nicht akzeptiert

63-330  Man sollte anstatt stur und konservativ für neues offen sein. Den Menschen zuhören und nicht als Sünder bezeichnen oder sagen das sie in die Hölle kommen nur weil sie zb schwul sind. Es hieß von der Volksschule an Gott liebt jeden und jetzt da man Erwachsen und schwul ist aufeinmal nicht ?!? das ergibt wenig sinn.

63-331  Wird kaum ein Unterschied wargenommen kommt im Endefekt auf das Gleiche hinaus

63-332  Meiner Meinung nacht sollte die Kirche diese Gläubigen mehr unterstützen!

63-333  Man ist bestimmt kein "Sünder", wenn man sich scheiden lässt und wieder einen Partner findet, mit dem es eben besser klappt. Man sollte von der Kirche nicht ausgeschlossen oder schief angesehen werden, sobald man sich von seinem Ehepartner trennt.

63-334  es hilft nichts von der Barmherzigkeit Gottes zu reden, und dann Sakramente zu verweigern

63-335  Die Frage 4.7 ist oft obsolet, weil die Sakramente in der Regel gespendet werden - wissentlich oder unwissentlich.

63-336  Die Entscheidung ob jemand nach einer Scheidung wieder heiraten darf, wenn es ihm sehr wichtig ist das Gelöbnis auch vor Gott abzugeben, kann durch einen Priester, der seine Gemeinde kennt, beurteilt werden. Er erkennt, ob das Paar nur einen stilvollen Rahmen in der Kirche will, oder ob es ihm ein religiöses Anliegen ist.

63-337  Meine teilweise widersprüchlichen ANtworten beruhen darauf, dass viele Priester vor Ort den Gläubigen mit ihren persönlichen Problemen wesentlich verständnisvoller gegenüberstehen, als es der offiziellen kirchlichen Regelung entspricht. Die Priester handeln damit gegen Ihre "Vorgesetzten". Es ist an der Zeit, die offiziellen starren Regeln aufzuheben.

63-338  Meine Annulierung war ein Albtraum,sehr erniedrigend.Sah mich oft einer ausweglosen Situation gegenüber. Finde es sollte viel,viel ausführlichere Ehevorbereitungen geben!Garantie gibts nie,Beziehungen sind ganz komplex.Als Christ ist man sehr schnell unter starkem Druck-entweder in der Gemeinschaft oder vor sich selber,dass man abtrünnig ist und schon mit einem Bein in der Hölle steht

63-339  Für Gläubige, die "Heimat in der Kirche" suchen, wünschen, erwarten, werden ausgegrenzt und dies schmerzt sicherlich, vor allem weil es nicht mit der Nachfolge Jesu im alltäglichen Leben zusammenpasst. Gläubige, die mit der Institution Kirche bereits abgebrochen haben, wird die Praxis aus Rom immer ein Stolperstein bleiben.

63-340  Weder Prister noch Gemeindemitglieder sind Schiedsrichter, die entscheiden dürfen/sollen, wer zum Mahl des Herrn geladen ist. Niemand kann sich anmaßen in die Seele des Gläubigen zu sehen. Habe keine Ahnung, ob sie irgendwelche Aufklärungen 4.12 über die Barmherzigkeit Gottes erhalten. Sie werden selbst wissen, was in der Beziehung zum Partner schief gelaufen ist. Auch hier gilt, wer an den Sakramenten teilnehmen möchte, sollte auf keinen Fall weg geschickt werden. Jesus ist auch zu den Sündern gegangen und hat sich um sie gekümmert. Und letztlich sind wir alle sündige Menschen.

63-341  4.7   Die Eigenverantwortung soll zugelassen sein, denn es ist als Kommunionspender in einer größeren Pfarre nicht möglich zu kennen, daher heißt es: der darf und der nächste nicht!

63-342  jesus selbst hat die Ehebrecherin nicht verurteilt. Es ist nicht nachzuvollziehen, wie sich Männer, die nicht verheiratet sind, sich das Recht herausnehmen, Geschiedene als Sünder zu bezeichnen und zu verurteilen.

63-343  Für jedes aufrichtig liebendes Paar ist eine kirchliche Trauung der Höhepunkt ihrer Liebe und des Wunsches ihr weiteres Leben gemeinsam zu verbringen. Dies gilt für den Augenblick. Sie wissen aber nicht, was auf sie zukommen wird. Vieles werden sie meistern, aber sie können aber auch scheitern. Unglücke können einen Menschen verändern, Alkoholismus und vieles anderes mehr gehen an die Grenzen des Erträglichen. Hier darf man den Menschen nicht allein lassen, sondern wirklich die Barmherzigkeit Gottes im Gewand der Kirche angedeihen lassen.

63-344  Gott sei Dank gibt es genügend Priester, die auf Gott mehr hören als auf das Kirchenrecht!!!. Deshalb kenne ich niemand, der unter Ausgrenzung aus der Gemeinde wegen Wiederverheiratung leiden oder dem die Kommunion verweigert wurde. Aber wie viel Zeit unsere überbelasteten Pfarrer vor Ort haben, um mit ausgetretenen Katholiken das Gespräch zu suchen weiß ich... keine.

63-345  Wer bestimmt was die Regel ist? In meinem Umfeld ist die Vater-Mutter-Kind(er)-Familie nicht mehr die Regel! Den Ausdruck "irregulär" empfinde ich als moralisierend und negativ besetzt. Weshalb können nicht unterschiedliche Lebensformen gleichwertig nebeneinander stehen dürfen?

63-346  in unserer gemeinde werden geschiedene vom priester nach gespräch darüber erlaubt teilzunehmen, andere trauen sich nicht wegen der anderen leute, die sie verurteilen könnten. ich habe aber auch schon gegenteiliges gehört

63-347  Meist erreicht die Kirche diese betroffenen Menschen nicht mehr. Sie erwarten von der kirche keine Hilfe. Es ist nur eine Minderheit, auf die die zuvor gestellten Fragen überhaupt anwendtbar sind.

63-348  Es gibt im Leben eines Menschen noch mehr als die gescheiterte Ehe, wo die Sakramente hilfreich sein könnten.  Besser als wildes Zusammenleben nach einer gescheiterten Ehe ist das Bemühen in einer zweiten Partnerschaft gleiche Fehler nicht nochmals zu machen - zu reifen. Dazu brauchen diese Menschen aber auch die Hilfe der Sakramente. Immerhin ist eine Trennung immer auch mit Verletzungen verbunden. Gerade da werden diese Menschen allein gelassen. Das empfinde ich als unbarmherzig und nicht entsprechend dem Vorbild Jesu, der die Sünderin am Jakobsbrunnen nicht verstoßen hat. Er hat mit ihr geredet... und nicht ausgegrenzt.

63-349  Es gibt heute immer noch Priester welche Selbstmörder nicht beerdigen wollen. Für mich als praktizierende Katholikin ein unhaltbarer Zustand.

63-350  Bei diesen Fragen weiß man teilweise gar nicht um was es geht! Sind hier immer Homosexuelle gemeint, oder auch Heterosexuelle, die zusammenleben aber nicht heiraten wollen? Warum kann die Kirche nicht besser mit dem Thema Homosexualität umgehen und die Dinge beim Namen nennen und sie so hinnehmen wie sie sind?

63-351  Nicht die Gesunden bedürfen eines Arztes sondern die Kranken!

63-352  Viele wissen, dass sie der Kirchennorm nicht mehr entsprechen, fühlen sich nicht mehr zugehörig und wenden sich ab.

63-353  wer wagt es, über menschen und ihre beziehungen zu rechten, die Priester? Selbst Jesus wollte das nicht!

63-354  Ehe ist eine Verbindung vor Gott. Das sollte immer das Wesentlichste sein und den Menschen vermittelt werden. Nicht die weltliche Bürokratie ist wichtig, sondern die innere Einstellung und "Tiefe" der Beziehung.

63-355  Unser gesellschaftliches und politisches Leben in Mitteleuropa mit den Werten  Individualität, Liberalität, Wohlstand, Streben nach Geld steht in krassem Gegensatz zu den scheinheilig geäußerten Worten der entscheidenden Politiker und in gleichem Maße zu den Lehren der Kirche. Die beschriebene Einstellung bringt weitgehendes Unverständnis für die Begriffe Sünde, Barmherzigkeit, Bescheidenheit, Suche nach Gott, Freude durch Jesus und das Evangelium. Sie gelten bei vielen Menschen als mittelalterlich und für die heutige Zeit überhaupt nicht mehr adäquat und als unpassend.

63-356  Wie können sich Menschen über das Bemühen anderer im Glauben überhaupt ein Urteil erlauben. Jede Geschichte ist anders. Wir sollten im gegenseitigen Veständnis zueinander halten und nicht auseinander dividieren.

63-357  Dies ist eine der möglichen Überarbeitung der kirchlichen Ausgrenzung!

63-358  Viele alten, aktiven katholischen Ehen halten. Katholiken deren Ehen scheitern, leiden unter dem Ausschlus von den Sakramenten. Manche wenden sich dann von der Kirche ab. Sie fühlen sich nicht mehr zugehörig. Aber auch die Kinder kath. Eltern gehen in diesem Punkt oft andere Wege, als die Eltern.

63-359  mit welchem recht be-/verurteilt die kirche situationen, die ihre vertreter nicht selbst in erfahrung bringen dürfen? das "ich bin nicht würdig.." wurde von priestern schon umgeschrieben in "würdig ist wohl niemand, aber eingeladen sind wir alle"

63-360  Sakramente sind keine Belohnungen, sondern Geschenke Gottes an den Menschen. Der Mensch muss bei Gott nichts leisten, deswegen können Sakramente nicht als Belohnungen angesehen werden. Das Heil kann man sich nicht verdienen oder erkaufen. Es ist Gnade. Sakramente sind für den Menschen und nicht für Gott. Gott hat sie dem Menschen geschenkt und nicht der Mensch Gott. Sie sind zeichenhafte Handlungen, die dem Menschen helfen, das Geheimnis des Glaubens und das Geheimnis Gottes zu durchdringen. Sie sind Orte der Gottesbegegnung, die niemandem verwehrt werden dürfen, egal, wie schwer seine Sünde ist. Gottes Liebe und Gottes Barmherzigkeit ist größer als jede Sünde.

63-361  Das Meer der wiederverheirateten Geschiedenen ist inzwischen so groß, dass angenommen werden muss, dass das Ideal der unauflöslichen Ehe immer weniger erreichbar ist. Gebrochenheit der menschlichen Existenz. In dieser Situation verändert sich das Bild von Kirche zu einer helfenden, heilenden, barmherzigen, so wie auch das Verständnis der Sakramente als Heil-Mittel, so we auch das Bild von Gemeinde von abgeschlossener zu offener, empfangender Haltung.

63-362  zu 4.14: Das ist unterscheidlich, manche tun dies wirklich

63-363  Jesus hat das Brot auch mit Judas Iskariot geteilt

63-364  ich kenne einige, die sehr verletzt und traurig sind, weil sie als geschiedene Wiederverheiratete nicht mehr am Sakrament der Kommunion teilnehmen dürfen. Außerdem stelle ich bei den jungen Menschen fest, dass sie entweder nicht heiraten oder doch vor den Altar treten, weil sie das festliche der kirchlichen Trauung nicht missen wollen. inwieweit das aber ein bewusster Entschluss zu einem Ja vor Gott ist, weiß ich nciht.

63-365  Das Scheitern einer Ehe ist ein einschneidendes Erlebnis. Da braucht es zuerst Akzeptanz dieser Menschen als Person. Dann Angebote der Begleitung. Dies geschieht in Österreich vorbildlich in vielen Diözesen. Allerdings hinkt das Kirchenrecht nach und verhindert den barmherzigen Blick. 'Annullierungsverfahren' sind ähnlich 'Laisierungsverfahren' schwere Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte und verletzen nochmals. Außerdem vermittelt die 'Annullierung' ähnlich der 'Laisierung' den Eindruck, die Betroffenen waren nicht zurechnungsfähig. Es geht darum die Zeit vor der Scheidung zu würdigen. Denn nicht alles war schlecht. Nur so können geschiedene Partner heil werden und Hoffnung gewinnen.

63-366  Nach dem Maß, nach dem du urteilst, wirst du verurteilt werden.

63-367  Es gibt keine "irregulären" Lebensgemeinschaften!

63-368  immer weniger Menschen heiraten in einer Kirche.

63-369  Wer scheitert, braucht Unterstützung - nicht ein Abgehaktwerden unter der Rubrik "Sünder" - und somit nicht mehr von Belang für die Glaubensgemeinschaft.

63-370  Christus war und ist ohne Bedingungen barmherzig.

63-371  Sakremente sind zuerst Hilfe Sakrament der Ehe kann auch ein deutliches Zeichen sein für andere Sakrament der Beichte ist Versöhnung und Aufrichten und nicht Verurteilen (ich bin nicht gekommen zu verurteilen, sondern zu retten...) Sakrament der zweiten Ehe kann Zeichen der Treue Gottes zu uns sein und  Zeichen der Freude über solch einen barmherzigen Gott und als Zeichen der Annahme in aller Gebrochenheit und das ist ein so wichtiges zeichen heute...

63-372  GOTT hat im Hinblick auf das menschliche Verhalten keine Vorlieben und fällt auch keine Urteile.

63-373  Nachdem die kirchliche Lehre am Leben und der Barmherzigkeit vorbeigeht, fouleren sich die meisten Betroffenen darum und machen eh, was sie wollen. Ich habe noch keinen Priester gesehen, der solchen Menschen die Kommunion verweigert hätte. Also ist die Kirche vor Ort fortschrittlich, als die veraltete Lehre.

63-374  Die Kirche sieht das Toeten eines Menschen (z.B. Abtreibungen) als verzeihbar an, die Trennung einer Ehe hingegen nicht.

63-375  Nicht nur die gescheitereten Ehepartner fühlen sich ausgegrenzt, auch deren Kinder "Gott ist zu allen barmherzig", nur nicht zu geschiedenen Wiederverheirateten? Selbst Mörder können nach dem Bereuen ihrer Tat wieder an den kirchlichen Sakramenten teilnehmen

63-376  Sakramente sind meines Erachtens "Liebeszeichen" Gottes für uns Menschen in ganz bestimmten Situationen. Sie dürften nie als Sanctionen verwendet werden. Dies geschieht aber bei Wiederverheirateten Geschiedenen. Zudem: werist schon wirklich würdig für den Ampfang der Sakramente, wenn man die altkirchliche Lehre heranzieht.

63-377  Jesus Christus hat im Namen des Vaters NIEMANDEN ausgeschlossen, sondern alle gleich geliebt...

63-378  Liebe und Barmherzigkeit sind verklärte Begriffe der Geschichte, die ich in der heutigen Kirche nicht spüre.

63-379  Ich bin selber eine Betroffene und würde eine Reform begrüßen.

63-380  Allein die Doppelmoral, dass die Sakramente verwehrt werden sollen, die Priester sie aber dennoch geben, wirft ein mehr als zweideutiges Licht auf die Kirche. Ich bin froh, dass es Priester gibt, die sich hier über die antiquierten Lehren aus Rom hinweg setzen!

63-381  Es besteht in weiten Kreisen von freien Lebensgemeinschaften kein Unrechtsbewusstsein ihres Handelns. Ehe und Sexualität werden von vielen als 2 nicht unbedingt von einander abhängigen Wirklichkeiten gesehen. Sexualität wird von vielen als ein körperliches Bdürfnis empfunden, das gestillt werden möchte.

63-382  Viele Priester haben für in der Ehe gescheiterte Menschen Verständnis. Es gibt aber auch sehr konservative Priester, die solche Menschen ausgrenzen.

63-383  fühlen sich oft nicht ausgegrenzt, weil schon zu weit weg& schieben das Thema von sich

63-384  die Kirche ist sehr festgefahren und sollte eine Reform einleiten

63-385   Für mich ist Gott die Liebe. Es ist falsch, Menschen die aus irgendeinem Grund in ihrer Ehe gescheitert sind, grundsätzlich von den Sakramenten auszuschließen. Diese Menschen brauchen in vielen Fällen Liebe, Unterstützung und Hilfe. Für mich ist es unverständlich, warum gerade die katholische Kirche derartig unbarmherzig aus das Scheitern von Beziehungen reagiert.

63-386  Sakramente sind keine Goldmedaillen für Superleister, sondern Hilfe! Das sehen die wenigsten Priester und schon gar ganz wenige Ehrenamtliche in der Kirche so. Zitat eines pfarrlich sehr aktiven Gynäkologen, der so wie ich an einer Weiterbildung teilnahm: "Wenn er die Frauen schon sieht, die die ganze Zeit über die Pille nehmen, aber dann am Sonntag zur Kommunion gehen ..." Der Referent fand ganz klare Worte, für die ich ihm sehr dankbar war (siehe 1. Satz).

63-387  Ich verstehe diese Diskussion seitens der Kirche nicht! Jesus würde komplett anders als die Leitung der Glaubenskongregation handeln! Auch hier gilt wieder Verbote entstehen aus Angst und daraus, dass man der Führungsrolle nicht gewachsen ist (vgl. hierzu die Äußerungen der Glaubenskongregation sowohl unter Ratzinger also auch unter Müller!)

63-388  Ein Auschluß von den Sakramenten wiederspricht dem Evangelium und dem liebevollen Umgang Jesu mit Gescheiterten und Ausgestoßenen.

63-389  Die Sakramentenlehre des Konzils von Trient sollte komplett überarbeitet werden. Es war damals als Antwort auf die Reformation gedacht. SAKRAMENT heißt Heiliges Zeichen. Schon Martin Luther meinte aber: DIE EHE IST EIN WELTLICH DING.  Die Ehelehre der Kirche sollte angepasst werden und der Barmherzigkeit Jesu Christi Rechnung tragen. Aus meiner Sicht kann aber die eingetragene Partnerschaft zwischen Mann und Mann/Frau und Frau (HOMO-Ehe) nicht als SAKRAMENT (Heiliges Zeichen) betrachtet werden, wenngleich die Not der gleichgeschlechtlich Empfindenden Menschen im Sinne Jesu betrachtet werden soll: Gott liebt den Sünder, aber nicht die Sünde.

63-390  Die Kirche sollte an der Lehre der grundsätzlichen Unauflöslichkeit der Ehe festhalten. Gleichzeitig muss sie anerkennen, dass Ehen auch scheitern können. Daraus dürfen keine Nachteile für die Betroffenen erwachsen. Die Feststellung der Nichtigkeit der Ehe ist kein gangbarer Weg. Ich spreche aus Erfahrung, meine Ehe wurde für nichtig erklärt. Aber das Verfahren ist demütigend.

63-391  Geschiedene Wiederverheiratete sollten aufgrund des Gebotes der Barmherzigkeit unbedingt nach einem Gespräch zu den Sakramenten zugelassen werden. Die Erfahrungen der orthodoxen Kirchen und der mit uns unierten Ostkirchen sollten bezüglich einer Zweitehe und des Verhaltens im Falle des Scheiterns einer Ehe berücksichtigt und anerkannt werden.

63-392  Die Kirche hat ABSOLUT kein Recht Leute auszuschließen, Jesus hat das niemals getan, im Gegenteil, die Kirchenoberhäupter scheinen über Gott und Jesus zu bestimmen. Das kotzt an!!!  mfg Rosemarie Hofstätter

63-393  Wenn man den "richtigen" Priesster findet, ist Vieles für die Betroffenen einfacher. Das kann aber nicht Grundlage und Voraussetzung für ein Leben in und mit der Kirche sein!

63-394  Ich frage mich immer, weshalb es beim Sakrament der Ehe immer heißt, dass sich dieses die Eheleute gegenseitig spenden - weshalb können dann diese beiden im gegenseitigen Einverständnis dieses nicht wieder rückgängig machen, wenn es trotz allem Bemühen einfach nicht mehr gemeinsam weitergeht?

63-395  Situation von Pfarrgemeinde zu Pfarrgemeinde sehr verschieden

63-396  Die Sakramente sind für mich eine Kraftqulle und eine Stärkung fr das tägl. Leben.

63-397  annullieren nein auflösen ja

63-398  Die genauen Verhältnisse von Paaren aus getrennten Ehen ist schwierig erfassbar für Außenstehende. Insofern ist es schwierig sich zu diesen Fragen zu äußern. Für Geschiedene muss m.E. aber eine Teilnahme am kirchlichen Geschehen - einschließlich der Sakramente - möglich sein. Ob dies über eine nachvollziehbare Auflösung oder über eine "Akzeptanz" der neuen Gemeinschaft realisiert wird, ist dabei weniger wichtig für mich. Wenn in der Beichte eine Lossprechung erfolgt ist, muss auch Teilnahme an den Sakramenten möglich sein. 

63-399  Zum Thema Eheannulierung: derzeit nur ein Thema mit Aussicht auf Erfolg für Promis (siehe Rauch-Kallat, Benita Ferrero-Waldner)

63-400  Irregulär usw. da wird mir fast schlecht. Hat die Kirche eine Ahnung, daß regulär geheiratet wird, nur wenn es ev. vom Staat Geld gibt ? Ich bekam mit 19 Jahren eine (irreguläre) Tochter: durfte nicht zur Taufe, mußte im Glockenhaus warten, auch auf Bitte meiner Mutter bekam ich keinen Muttersegen, wegen Unwürdigkeit. Und heutzutage sind die Unverheirateten mit mehreren "irregulären" Kindern  in der Pfarre der Normalfall.

63-401  Diese Fragen waren schwer zu beantworten,da es sehr auf die tolerante Einstellung der Priester ankommt.

63-402  zu 4.16: Geschieht bei manchen Geistlichen "still", ohne äußere Deklaration. Andrerseits "nehmen" sich manche Paare das Recht auf Teilnahme an der Eucharistie, indem sie anonym bleiben. Ich schätze, dass nicht sehr viele "Irregulären"  an ihrer  Ausgrenzung leiden.

63-403  Die Eheanulierung ist keine Lösung für das Scheitern einer Ehe. Die Leute haben den Partner ja geliebt. Dies nun mit einer Anulierung zu beantworten hilft nicht ein Scheitern aufzuarbeiten. Die Kirche sollte hier heilende und verzeihend einwirken, damit das Leben der Menschen wieder gelingen kann. Es versteht niemand, warum bei einer gescheiterten Ehe und einem Neubeginn keine Sakamente mehr möglich sind. Es bleibt ein STrafcharakter übrig und die derzeitige Regelung ist lebensfremd und unbiblisch (Joh 8)

63-404  Die Sakramente sind doch kein Zuckerl für´s Bravsein!Wo bleibt da die Hilfe und Unterstützung?

63-405  Zu 4.1: Das Zusammenleben ohne Trauschein vor der Eheschließung ist bei sehr vielen jungen Christen heute üblich und wird auch als völlig normal angesehen. Die meisten von ihnen, sofern es gläubige Christen sind, wollen "irgendwann" heiraten.

63-406  Geschiedenen dürfen die Sakramente und die Kommunion nicht verwehrt bleiben!  Die Kirche darf sich nicht zum Richter erheben.

63-407  Welche Priester sollten sich seelsorglich um jene Menschen kümmern, die Probleme in Ehe, Partnerschaft oder nach Trennungen haben? Die Priester bzw. Seelsorger sind mittlerweile Mangelware. Der Priester degradierte vom Seelsorger zum Pfarrmanager, der mittlerweile mehrere Pfarren zu versorgen hat. Diese Menschen zerbrechen an den Bürden dieser fast unbewältigbaren Aufgabenfülle! Damit ist auch der unmittelbare Kontakt mit Menschen und deren Beziehungsproblemen so gut wie nicht mehr möglich.

63-408  tu mir sehr schwer mit den fragen aufgrund der pauschalierenden. es gibt immer priester oder kirchl. mitarbeiter die den menschen und den sakramenten dienen, aber auch andere. und es gibt gläubige, die unter ihrem "sündendasein" leiden und andere, denen das egal ist... die antwortmöglichkeiten engen mich oft ein, oft möchte ich zwischen zwei antworten mein "hakerl" setzen..

63-409  Die erleichterte Eheanullierung ist eine Einladung zur Unaufrichtigkeit. Wie etwa sollte eine Ehe, aus der Kinder hervorgegangen sind, für null und nichtig erklärt werden? Das wäre eine Leugnung einer wahrscheinlich auch durch viele Jahre glücklichen Eheerfahrung. Besser wäre es zu erkennen, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens in zwei oder mehreren aufeinander folgenden monogamen Beziehungen leben.

63-410  Die katholische Kirche blieb vor 100erten Jahren stehen. Die Gesellschaft hat sich total verändert, die Kirche hat sich nie angepasst.

63-411  Ich habe festgestellt das oft Rechte eingefordert werden, das aber die Pflichten als unötig betrachtet werden.  So reden viele Menschen darüber was in der Kirche alles falsch gemacht wird. Sie wollen aber gar nicht an einer Kirche teilnehmen.  Sie prangern gerne andere an und suchen oft nur einen Schuldigen, um über ihre eigenen Fehler hinweg zu täuschen

63-412  Von regulären und irregulären Verhältnissen zu sprechen empfinde ich als grobe Missachtung der Würde des Menschen. Wie anmaßend und lebenszerstörend ist es, die Menschen in diese Kategorien einzuteilen. Damit muss endlich Schluss sein. Die Liebe sollte der zentrale Maßstab sein.

63-413  Es gibt Paare, denen die Haltung der Kirche ihnen gegenüber vollkommen egal ist. Es gibt aber auch solche, die darunter leiden. Für diese ist entscheidend, in welcher Pfarre sie leben. Manche Pfarrer räumen solchen Paaren selbstverständlich die Möglichkeit ein, ganz normal wie jeder Christ am sakramentalen Leben der Gemeinde teilzunehmen. Und das ist richtig so.

63-414  Die Fragen sind teilweise "weltfremd" formuliert.

63-415  Fakt ist: die angesprochene "Barmherzigkeit Gottes" wird vom Grossteil seines "Bodenpersonals" weder gelebt, noch annähernd richtig verstanden. Sie scheint nicht existent zu sein!!

63-416  Meiner Meinung nach ist es nicht in Ordnung, dass Geschiedene usw. als Sünder bezeichnet werden.("Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein") So wird nicht die Barmherzigkeit vermittelt. Das zeugt für mich außerdem davon, dass die Kirche und ihr Oberhaupt  sehr wenig bis gar keine Ahnung vom richtigen Leben haben.

63-417  Viele Fragen wirken lebensfremd und siegeln die Wirklichkeit von Ehe, Familie und Lebenspartnerschaft m.E. nicht wieder.

63-418  Die Toleranz wird die einzige Überlebenschance der kath. Kirche sein, und da gehören auch geschiedene dazu. Ich bin auch geschieden und wiederverheiratet und gehe zur Eucharistie, weil es mir gut tut!

63-419  Das Sakrament der Ehe hat nichts mit der Dauer der Ehe zu tun. Es kann eine völlige Inkompatibilität zwischen den Ehepartnern bestehen, die a priori nicht erkennbar war. Es ist daher nicht einzusehen, warum diese Inkompatibilität für das ganze Leben zum Schaden aller, vor allem auch etwaiger Kinder bis zum Tode fortgesetzt werden muss. Ich selbst bin schon 32 Jahre glücklich verheiratet.

63-420  Es soll nach einem Scheitern um "Heilung" gehne und nicht um Sanktionierung.

63-421  Annulierung ist wieder nur scheinheiligkeit, die Kirche muss akzeptieren dass es einn Scheitern gibt. Jeder Mensch sollte selbst entscheiden dürfen, ob der die Kommunion empfangen möchte. Unterstützung und Hilfe in einer ohnehin sehr fordernden Situation ist das einzig Wahre!Da die Kirche bisher nicht sehr hilfreich war, haben diese Funktion andere Institutionen übernommen. Hilfreich in Wien ist das institut für Ehe und Familie, die auch Beratung und Hilfe anbietet. Ich erlebe jedoch keinen Zusammenhang zu den Pfarren und den Priestern

63-422  Aufgrund des "Fernstehens" (der Kirche!) von den Menschen ist es vielen egal, wie de Kirche ihre Lebenssituation beurteilt. Praktizierende wiederverheiratete Geschieden leiden oft sehr am Gefühl des "Ausgeschlossenseins" und würden sich die Teilnahme an der Sakramenten oft sehr wünschen (z.B. Erstkmmunion der Kinder!). Nach meiner Wahrnehmung ist jedoch das Gros der Seelsorger/-innen bereit, solche Menschen zur Teilnahme am vollen kirchlichen Leben zu ermutigen. Bei einigen "sturen" Verweigerung dürfte es sich eher um statistisch "Ausreißer" handeln, die für die pastoralen Wege der Diözesen nicht repräsentativ sind.

63-423  Ich finde Ihren Fragebogen schrecklich moralisch. Sie stecken Gott dessen Vorname Barmherzigkeit und Nachnahme Gnade ist in eine Flasche und stöpseln diese zu. Er innern Sie sich doch an Jesu Worte: "Ihr die ihr mühselig und beladen seit kommt zu mir, ich will euch erquicken".

63-424  Noch zu 4.10: Das System der Eheannullierungen muß sofort eingestellt werden!! Es ist unehrlich und meiner Kirche unwürdig, diverse Klauseln anzubieten, damit sich Menschen aus der Unauflöslichkeit der Ehe herausschwindeln können. Es ist auch für die Eheleute selber entwürdigend. Überdies wird dem Schwindel durch Gefälligkeitsbestätigungen Vorschub geleitet. Das macht das Verkünden der Unauflöslichkeit vollkommen unglaubwürdig. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, daß Ehen sich wegen unserer Unvollkommenheit einfach in Nichts auflösen können, ohne daß ein konkreter Schuldiger festzustellen ist.

63-425  Alle Menschen sollten gleich gehandelt werden- "Liebe deinen Menschen, wie dich selbst"- auch die Kirche macht genug Fehler

63-426  Wer sich mitten auf die Kreuzung setzt und sitzen bleibt, muss darüber belehrt werden, dass es nicht förderlich ist. Das ist Barmherzigkeit.

63-427  Unterstützung der Gläubigen durch Priester auf Ihrem Lebensweg.

63-428  auch hier sind die fragen zu eng. (und auch in der tendenz zu gerichtet.) menschen brauchen liebe - alle, auch priester und die ganze hierarchie der entscheidungsfindung. nähern wir uns in verstehen und liebe.

63-429  Das Wort 'Irregularität' sagt schon alles. Es ist so abwertend: Du, Mensch 2. Klasse. Und dann wundert sich die Amtskirche, wenn sich die Menschen unverstanden fühlen...

63-430  V. a. für Geschieden-Wiederverheitratete ist die mementane Situation nicht befriedigend. Die Zulassung zu den Sakramenten erbitten nur diejenigen, denen das ein Anliegen ist - warum diese ausgrenzen?

63-431  Die Lehrmeinung der Kirche in diesen Fragen hat sehr zur Entfremdung beigetragen! Priester die sich voll mit der Lehre christi identifizieren halten sich selten daran.

63-432  die Berufung auf die Barmherzigkeit Gottes kommt oft vor - und oft als Ausrede für unbarmherziges Verhalten der Vertreter der Kirche. Leider.

63-433  Die Kluft zwischen der offiziellen Lehrmeinung der Amtskirch und der Praxis wird immer größer. Damit zerstört die Amtkirche zunehmend das Vertraunesverhältnis zu den Gläubigen, die darunter leiden oder es ignorieren.

63-434  Die "barmherzige" Kirche hat ein hochgradig unbarmherziges Bodenpersonal ... (auf "kommunaler" Ebene gibt es erfreulich viele Ausnahmen, in den höheren Etagen umso weniger).

63-435  ich kenne den Durchschnitt der Priester und der Gemeinden zu wenig, um die allgemeine Praxis beurteilen zu können.

63-436  Egal, ob die Kirche die Lebensgemeinschaften wiederverheirateter Geschiedener billigt oder nicht, die Menschen richten sich nach ihrem eigenen Herzen und nicht nach den Regeln der Kirche. Aber: diese - oft sehr überzeugten - Gläubigen gehen der Kirche verloren.

63-437  So lange wir keine verheirateten Pfarrer und vor allem auch Pfarrerinnen haben, sollte sich die Kirche mit diesem Thema so weit wie möglich zurückhalten. Jesus hatte hier auch keine Erfahrung und urteilte aus seinem Kulturkreis heraus .  Heute haben wir andere Möglichkeiten, uns auseinanderzusetzen, Wissen zu bekommen und mit dem Hl. Geist zu kommunizieren, als die Menschen zur Zeit Jesu.

63-438  Die ansicht der Kirche bezüglich geschiedener Menschen ist nicht zeitgerecht sondern ungerecht. Denn wenn Menschen ohne Schuld geschieden werden und wieder einen ordentlichen Partner heiraten und diese dann keinen Zugang zu den Sakramenten ist das nicht in Ordnung ! Viele dieser Menschen gehen daher auch gar nicht mehr in die Kirche.

63-439  Glaube lässt sich heutzutage nicht mehr mit Bestrafung oder Belohnung durchsetzen. Gott sei Dank!

63-440  Ob Gläubige freie Lebensgemeinschaften am sakramentalen Leben der Kirche teilnehmen lassen- kann man nur so beantworten. Vielfach wissen die Priester doch gar nicht, ob diejenigen, die z.B. zur hl. Kommunion kommen "legal kommen oder illegal"!

63-441  Genau das ist der Punkt. Die offizielle Kirche steht den "irregulären" Partnerschaften sehr abweisend gegenüber und wer da nicht einen aufgeschlossenen Priester findet wird komplett ausgegrenzt. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie einem eine Scheidung in ein Loch hinunterzieht. In dieser Situation braucht man keine Kirche die dich fallen lässt sondern die dir Hilfe gibt, die dir die Hand reicht. Wenn da die Ex-Partner nicht gut miteinander umgehen, was bei einer Scheidung wahrscheinlich oft sehr schwer ist, fühlt man sich wirklich sehr verlassen. Zu 4.11: Da wird es nicht den einen richtigen Weg geben. Ob es wirklich total unbürokratisch sein soll, da bin ich mir nicht mal sicher. Ich kenne es leider aus meinem Bekanntenkreis, dass man sich eine Eheannullierung erkaufen kann. Es kann nicht sein, dass einer der Kirche Geld zusteckt dafür den Sanktus für die Ungültigkeitserklärung der Ehe bekommt. Das kenn ich aus zwei Fällen - das ist das tatsächliche Unrecht.

63-442  Sakramente sind für die "Kranken" da. Wer kann die schmerzende Sehnsucht der Ausgegrenzten ermessen, und deren Seligkeit bei erfolgter Umarmung im Rahmen der Kirche ?! Machen wir doch unser Herz auf...weit auf...

63-443  Allein die Bezeichnung dieser Beziehungen als "irregulär" ist diskriminierend! Gott sei Dank gibt es in unserer Kirche Priester, die anders handeln, als es kirchenrechtlich korrekt wäre und den Menschen in den Vordergrund stellen - nicht das Kirchenrecht.

63-444  "Die" Priester lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Es gibt sehr einfühlsame Priester - es gibt sicher auch Fundamentalisten.

63-445  Dass Wiederverheiratete-Geschiedene offiziell in "ständig schwerer Sünde" leben, ist für die meisten nicht nachvollziehbar.

63-446  kein Komentar

63-447  Als im kirchlichen dienst der diözese rottenburg, kann ich nur sagen, daß  hier eine totale offenheit und großzügigkeit praktiziert wurde, wenn sich nicht manche priester anders verhhielten.

63-448  Trennung ist genau so wenig oder genau so eine "Sünde" wie eine aufrechte, aber lieblose Ehe

63-449  Sehr vom einzelnen Seelsorger abhängig.

63-450  Ich als getrennte Frau, wieder in einer Partnerschaft, empfange die Kommunion ohne schlechtem Gewissen, denn ich bin mir so sicher, dass Jesus es mir geben würde. Ich habe ja nichts dafür, dass meine Mann wegen einer anderen gegangen ist. Ich habe viel in der Kirche mitgeholfen und warum sollte ich auch nicht mehr heiraten können?! Ev. mach ich halt ein kirchliches Fest ohne den Ehebund, ist für mich auch gut, denn wenn ich Gott bei mir haben will ist er es auch. Man muss da einfach noch jemand finden der es macht, aber die meisten machen es. Es ist wieder eine Gruppe junger Priester, die recht extrem ist, warum weiss ich auch nicht. (Chur Bischof Huonder??) Schade

63-451  Einzelne Pfarrer bemühen sich sehr, haben aber keinen Rückhalt von ihren Vorgesetzten.

63-452  Man sollte hier von der Verrechtlichung wegkommen und Barmherzigkeit, von der die Kirche gern redet, walten lassen.

63-453  Ich glaube an die Barmherzigkeit Gottes. Er/sie sieht in unser Herz und weiß um unser Ringen, unser Bemühen, um unser Scheitern, Fallen und wieder Aufstehen. Warum dürfen sich Priester auf eine umbarmherzige Lehre stützen und Gläubige von den Sakramenten ausschließen? Zum Glück habe ich persönlich einen Priester mit dem Herz am rechten Fleck gefunden.

63-454  Der Umgang mit Wiederverheirateten-Geschiedenen in unserer Kirche ist für mich beschämend - ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott Menschen mir solch leidvollen Erfahrungen ausgrenzt - im Gegenteil, gerade für diese Menschen hat er und sollten auch wir als Kirche ein Auge, Ohr und ein Herz haben! Gemeinschaft heilt, fängt auf, stützt, trägt... das tun wir als Kirche nicht, wenn es um gescheiterte Beziehungen geht.

63-455  Es sollten Christen, deren Ehe definitiv gescheitert ist, trotzdem die Möglichkeit zum Sakramentenempfang haben nach einem Gespräch mit einem Priester.

63-456  Es geht darum, dass Menschen die Güte und Menschenfreundlichkeit unseres Gottes erfahren. Es geht nicht um das Kirchenrecht.

63-457  Die Ausgrenzung "irregulärer" Lebensgemeinschaften ist nicht mit der Barmherzigkeit Christi vereinbar und dient allein der Machtausübung des Klerus. Dadurch macht sich die Kirche unglaubwürdig.

63-458  Es gibt keinen theologischen und keinen biblischen Grund Menschen, die nach einer Trennung in einer neuen Beziehung zusammenleben, in irgendeiner form aus dem krichlichen Leben und den Sakramenten auszugrenzen. Es wird Zeit, auch die Beziehung nach einer Trennung zusegnen, ein Ritual zu entwickeln, das es ermöglicht, Schuld zu vergeben und eine zweite "Ehe" zu segnen, wie dies in den Ostkirchen möglich ist. Verweigerung der Sakramente, bzw. der Eucharistie ist willkürliche Machtausübung und keine pastorale Sorge.

63-459  Jesus verzeihte der Sünderin. Die Kirche verzeiuht Geschiedenen Paaren nicht!

63-460  Sakramente sind Liebeszeichen Gottes die helfen sollen und nicht bestrafen.

63-461  Warum Ausschluß, wenn 2. Ehe geglückt ist? Wird Sakramentalität der Ehe vom Kirchenrecht bestimmt? Warum nicht von der Barmherzigkeit Gottes?

63-462  die katholische kirche mischt sich zu viel in diese lebensgemeinschaften ein.

63-463  Bei aller eigenen Wertschätzung für die Sakramentalität und Unauflöslichkeit der Ehe muss als erstes die Barmherzigkeit Gottes bei gescheiterten Ehen deutlich werden. Die Ausgrenzung von den Sakramenten der Gemeinschaft steht dieser Barmherzigkeit Gottes entgegen.

63-464  Unsere Pfarrer kennen die persönliche Situation der meisten Kirchgänger gar nicht und positionieren sich auch nicht. Die meisten mir bekannten Priester sind lau, sind weder für heiß noch kalt und bieten daher auch in Lebensfragen keine Orientierung.

63-465  Die Kirche sollte sich aus vielen dieser Fragen raushalten. Das Gewissen  und die Eigenverantwortung der Menschen ist hier gefordert. Jesus kam nicht in diese Welt um von der Kirche verwaltet zu werden sondern um hilfreich Wege zu Gott auf zu zeigen. Den Weg zu finden ist in erster Linie Sache der Betroffenen. Die Kirche kann hilfreich sein wenn sie liebt. Nicht wenn sie verbietet was sie nicht zu verbieten hat. Der Mensch hat Subjektstellung auch Gott gegenüber und ist nicht ein, der Kirche,  anvertrautes Objekt. Das Vertreter der Kirche dies nicht verstehen kann der Grund sein das sich die Christen gegenüber der Kirche emanzipieren. Gläubige in Eigenregie sind. Ich könnte mir vorstellen das das dem liebe Gott ganz gut gefällt.

63-466  bei allen fragen kommt es sehr darauf an: auf welchen priester / geistlichen man trifft

63-467  Ich habe die letzten Fragen meist mit kaum beantwortet, denn vielen Menschen ist es egal, ob die Kirche mit ihrer Lebensweise einverstanden ist. Ich erlebe auch sehr fortschrittliche Priester, die Gläubige unterstütze und sie am sakramentalen Leben teilnehmen lassen.

63-468  Wie würde Jesus heute handeln? Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein

63-469  Eventuell sollte die Gewissensprüfung vor einer Trennung/Auflösung der Ehe mit Hilfe eines Priesters/kirchlichen Mitarbeiters mit entsprechender (auch therapeutischer) Ausbildung erfolgen.

63-470  Sehr wenig junge Paare in den Gemeinden. Offensichtich lebt die große Mehrheit von fest gebundenen Paaren auch ohne Trauschein zusammen. Dass dies von der Kirche als „Sünde“ bezeichnet wird ist vielen nicht verständlich. Wenn sie die kirchliche Lehre doch akzeptieren, dann stürzt sie das in große Gewissenskonflikte. Geschiedene/Verlassene werden von der Kirche tlw. noch angeklagt, dass sie die Ehe nicht erhalten haben. Müssen sie, viel-leicht mit Kindern, immer allein bleiben, ohne neuen Partner, wenn sie weiter die Sakramente empfangen wollen? Wiederverheiratete Geschiedene fühlen sich bewertet, abgewertet, ausgegrenzt, kommen nicht mehr, entfernen sich von der Gemeinde, meist mit Tendenz zum Austritt. Viele leiden unter der Tatsache, dass sie von den Sakramenten und von der Mitwirkung in manchen kirchlichen Gremien ausgeschlossen sind. Manche meinen gar, sie seien exkommuniziert. Das Arbeitsrecht diskriminiert sie – wenn der kirchliche Arbeitgeber es darauf anlegt. Einige nehmen ihren Mut zusammen und sprechen mit dem Priester, der für sie zuständig ist oder den sie bei Gottesdiensten kennenlernen, und fragen, wie „er es handhabt“. Abhängig vom Priester (Willkür?) werden einzelne dann zur Kommunion, zum Bußsakrament zugelassen, andere nicht. Abhängig vom Zelebranten gehen die Paare dann zur Kommunion oder nicht. [Ähnlich mit konfessions-verbindenden Ehepaaren: abhängig vom Priester gehen oder gehen sie nicht gemeinsam zur Kommunion].  Eine Nichtigkeitserklärung nach längerer Ehezeit, evtl. mit Kindern erscheint fragwürdig. Nichtigkeitserklärung ist oft mit „schmutzige Wäsche vor Gericht waschen“ verbunden. Ein Partner muss sich als „defizient“ erklären – das ist oft unwürdig und der (Not-)Lage des Paares nicht angemessen.

63-471  Die Fragen sind tendenziös, Ergebnisse werden den verschiedensten Interpretationen (zu)viel Raum geben.

63-472  Die meisten Menschen die ich kenne, die in einer derartigen irregulären Situation leben, nehmen ganz normal am Gemeindeleben teil und werden darin auch von der Gemeinde bestärkt. Die Hauptamtlichen ignorieren den Umstand der Irregularität. Und das ist auch gut und richtig so. Wenn Jesus mit Judas das Abendmahl feiern konnte, werden wir das ja wohl mit Menschen tun können, die nicht der altbackenen Moralvorstellung der Kirche entsprechen.

63-473  Sakramente als Hilfe oder belohnung...???? seit wann ist eine Taufe Hilfe oder belohnung?? ich habe alle meine Kinder taufen lassen, weil ich glaube....aber die Menschen rundherum haben mich gefragt ob ich deppert bin, wie kann ich den Kindern sowas aufzwingen....sie sollen einmal selber entscheiden ob sie glauben....die meisten haben es an der Kirchensteuer aufgehängt...und mir dann noch erklärt als geschiedene Frau sollte ich doch sowieso abstand von der Kirche nehmen denn die wollen mich dort nicht haben...

63-474  Es ist unfair von der KIrche verstoßen zu werden, wenn der Partner und nicht man selber die Schuld an dem Ende der Ehe trägt.

63-475  Ich habe bisher immer sehr barmherzige Pfarrer erlebt und kenne es aus eigener Erfahrung nicht anders.  Die Frage mit der Belohnung finde ich persönlich unangebracht, da mir (!) eine "Belohnung" in diesem Kontext suggeriert, dass man sich ein "Stückchen Gott" erarbeitet hat.

63-476  Habe erst durch mein Kanonistik Studium Inhalt der kirchlichen Lehre kennen gelernt, weil viele Priester gar nicht wissen, was sie eigentlich  vertreten...

63-477  Es kommt sehr auf den Priester an, dem die Gläubigen gegenüberstehen. Der eine richtet sich nur an den kirchlichen Vorschriften aus, der andere an den Menschen.

63-478  Ich kenne viele sehr engagierte Christen, die nach einem langen, schweren Kampf das Scheitern ihrer Ehe erleiden mussten, endlich wieder Glück und Liebe -nach einer sehr belasteneden Lebensphase- mit einem neuen Partner finden durften. Durch die Ablehnung, die sie durch die Lehre der Kirche in dieser Situation erfahren mussten, ist ihnen eine wichtige Verbindung zur Gemeinde, in der sie bislang engagiert mitgewirkt haben, und zum Glauben abgeschnitten worden.

63-479  Der Umgang mit den Menschen in solchen Situationen hängt fast ausschließlich vom jeweiligen Pfarrer bzw. der Pfarrgemeinde ab& es gibt aber auch kaum Angebote einer religiösen Begleitung für junge, kirchlich verheiratete Paare  (außer denjenigen, die ohnehin fest im kirchl. und pfarrlichen leben verankert sind)

63-480  Bitte schnell handeln und ALLE Christen einladen zu den Sakramenten: der Vertrauensverlust unserer Kirche ist riesengroß

63-481  Die nvorstehenden Fragen sind zum Teil schwachsinnig unpräzise formuliert.4.13 müsste heißen: Spiegelt die amtskirchliche Haltung der Kirche die Barmherzigkeit Gottes wieder. Da könnte mman eeindeutig mit nein antworten. Die Diskrepanz zwischen den amtskirchlichen Vorsschriften und der positiven Praxis vieler pastoral denkender Seelsorger, das ist ja das große Ärgernis. Das macht die Kirche insgesamt unglaubwürdig. So haben wir primär nicht, wie vielfach von den Bischöfen als Schutzbehauptung gebracht, eine Gölaubenskrise,  sondern eine Glaubwürdigkeitskrise der Amtskirche.

63-482  Die Situation ist sehr abhängig von Region und Gemeinde

63-483  Ist es für die Kirche wirklich notwendig zu erheben, ob es viele Menschen gibt die sich durch Scheidung und Wiederheirat ausgeschlossen fühlen? Sagt nicht Jesus selbst, dass er von 100 Schafen 99 alleine lassen würde nur um das Verlorene zu finden?

63-484  Bevor man sich die Situation der in Beziehung - aber nicht in der Ehe - lebenden Paare ansieht, sollte man sich vielleicht die Situation von so manchem Priester ansehen und zuerst darüber urteilen. (siehe zB Pfarre St. Agatha) Familie ist wichtig - doch habe ich mich entschieden, Priester zu werden, habe ich mich entschieden, keine Familie zu gründen. Geschieht dies jedoch trotzdem, sollten diese Priester so weit sein, ihr Amt niederzulegen und "nur" als Religionslehrer zu arbeiten.

63-485   Es gibt Lebensgemeinschaften ohne kirchliche, aber mit ziviler Anerkennung.  Ein Annullierungsprozess ist nicht hilfreich, weil dabei noch mehr Verletzungen zwischen den Beteiligten entstehen.

63-486  Die Kirche sollte endlich ihre Machtausübung lassen, denn diese hat überhaupt nichts mit wirklichem Glauben zu tun! Gott hat jedem Menschen die Freiheit der Entscheidung mitgegeben, der Mensch und vor allem die Kirche sollte sich nicht über Gott stellen und ständig Werten und Bewerten!Es geht einfach nicht, dass die Kirche den Menschen vorschreibt wie, mit wem und in welcher Form die Menschen zusammen zu leben haben! Gott ist für alle da und es gibt keinen der mehr oder weniger sündig lebt,da Gott nicht wertet, wenn man den Aussagen des Neuen Testamentes im Original was Jesus gesagt hat glaubt. Wobei natürlich dazu kommt, dass Jesu Worte ja auch erst einige Jahrzehnte danach von Menschen niedergeschrieben wurde, die wiederum nicht frei von Werten und Bewerten sind und die Mächtigen der Kirche damals ja schon Dinge weggelassen haben die unbequem für sie waren bei ihrer Macht und Monopolstellung wie z.B. Marien- oder Thomasevangelium oder Apokrüfenschriften!Beim ersten Vatikanischen Konzil nach Konstantinopel wurden sogar noch alle Teile von ewigem Leben und Wiedergeburt heraus gestrichen, damit die Menschen besser zu manipulieren sind! Viele Gemeinschaften werden als Sekten hingestellt wobei für mich die Kirche Ähnliche Züge wie solche Gruppen aufweist!

63-487  Sakrament = Ritual, kreiert wie andere Rituale auch und deshalb sollen sie nicht verabsolutiert werden.

63-488  Die menschen sind nicht vollkommen.sie haben fehler. Sie haben sich schon lange innerlich von der kirche verabschiedet.

63-489  zu 4.14. Das Verhalten der Priester ist sehr unterschiedlich: sehr rigoros,ausschließend bis sehr verständnisvoll, wobei die letzteren von manchen Bischöfen etwas zu befürchten haben.

63-490  Für die Kirche sind diese Menschen 2. Klasse

63-491  Wenn Liebesgemeinschaften zerbrechen, zerbricht immer auch sehr viel Leben. Diese Menschen brächten unbedingte Barmherzigkeit und Annahme. Viele wenden sich unverstanden und unbegleitet von der Kirche ab, weil sie nichts erwarten und nichts erhalten. Eine verständnisvolle Haltung für das Scheitern und eine Hilfe zur völligen Annahme (durch Annulierung...) findet fast nie statt.

63-492  Fragebogen ausfüllen ist schwer - teilweise möchte man die Situation differenzierter erfragt sehen, teilweise soll man Dinge einschätzen, die man aus eigener Erfahrung nicht ausreichend kennt. daher öfter "keine Antwort".

63-493  Sakramente sind ein Beziehungsgeschehen zwischen Gott und dem Menschen. Die treue zu Gott, der Glaube, lässt sich nicht am Festhalten/Unauflöslichkeit eines Sakramentes messen, sondern an der Liebe zu sich, zu den Mitmenschen, zur Natur.

63-494  .

63-495  Viele Priester (vor allem junge) sind bei diesem Thema vollkommen überfordert!

63-496  die Ehe sollte ganz aus ihrer sakramentalen Erhöhung herausgenommen werden, dann wäre ein gerechter und barmherziger Umgang mit Scheitern und Fehlern deutlich einfacher.

63-497  Jesus ist zu den Sündern gekommen - nicht zu den Gerechten.

63-498  Da das kath. Verständnis der Ehe das sog. Naturrecht übersteigt, ist es für die Kirche offenbar egal, ob sich ein evangelisch getrautes Paar trennt!

63-499  Ehepartner können sich mit der Zeit auseinanderleben. Warum das eine Sünde sein soll, ist mir komplett unverständlich. Manche Geschiedene sind sehr aktiv und engagiert in der Kirche, warum sollte man sie von den Sakramenten ausschließen? Noch dazu werden meines Wissens andere "Sünder" auch nicht davon ausgeschlossen.

63-500  ausgrenzung ist der falsche weg. kein mensch ist perfekt  und aus fehlern lernt man.

63-501  Ich sehe nicht in diese Menschen hinein. Es scheint,daß dieser Fragenkomplex aus den Hirnen meistens verbannt wird.

63-502  Diese Fragen sind etwas tendenziös gestellt& Iich meine, dass z.B. eine raschere Annulierrung kein Weg ist, aber auch die unbürokratische Scheidung ist nicht so einfach, weil es 2 Personen betrifft, die die Sizuation ihrer Ehe vollkommen unterschiedlich bewerten können. Was mir auch im Hinblick zur Zulassung zu den Sakramenten gefallen würde, ist ein relativ offener Dialog zwiischen Betroffenen und der Pfarre (Pfarrer + Team), die dann eine Lösung finden und dies ähnlich einer Wiederaufnahme von Ausgetretenen in der Pfarrgenmende verkünden (vielleicht sogar im Rahmen eines Gottesdienstes in einer einfachen Segnung oder so ähnlich)

63-503  Kenne die Anzahl der Priester nicht, kann daher es nicht beurteilen. Ich persönlich kenne einen Priester. Ich kenne auch geschiedene und wiederverheiratete Menschen, die "anonym" zur Kommunion gehen

63-504  4.14 und 4.15 ja wegen des erwähnten Priesters und anderer mir bekannter.

63-505  Gottseidank gibt es Priester die nicht ausschließen sondern einbeziehen - die das göttliche Verzeihen auch leben. Die Aussage: wir alle machen Fehler, begehen Sünden, weil wir Menschen sind und oftmals schwach. Nur Gott allein soll urteilen und Jewsus hat uns das Verzeihen und die Liebe gelernt.

63-506  Es werde hier immer Fragen gestellt die man für andere oder eine Gruppe zu der man selbst nicht gehört beantworten soll. Das ist unseriös.

63-507  Die Kirche soll die Schwachen und Gescheiterten genauso unterstützen

63-508  Für mich ist völlig klar, dass die Großzügigkeit Gottes, von der in der Bibel so oft de Rede ist, der Massstab für den Umgang mit Menschen in dieser Situation sein muss.

63-509  Äußerst schlechte Situation, scheinheilig, wenn ich den richtigen Priester finde, dann kann ich zur Kommunion gehen. Entscheidung hängt von Äußerlichkeiten ab. Darum auch die öffentliche Entrüstung über sexelle Verfehlungen im Klerus, die vertuscht wurden.

63-510  Man kann immer nur die Vorort-Situation beurteilen

63-511  ...eindeutig zu lange, zu eintönige und zu langweilige Umfrage!! Wörter in "xxxx" werden nicht erklärt, also ist auch nicht klar, wie es gemeint ist.....deshalb höre ich da jetzt auf....

63-512  Die Barmherzigkeit Jesus Christus sollte hier in die Tat umgesetzt werden. Wiederverheiratete Ehepaare sollten nach einer GEMEINSAMEN VORSPRACHE UND EINER BIBELSCHULE wieder in die katholische Kirche aufgenommen werden. Die WIEDERVERHEIRATETEN EHEPAARE SIND JA FROH,WIRKLICH FROH DASS die katholische Kirche hier so hart bleibt. Einer von den WIEDERVERHEIRATETEN PAAR ist sicher FROH DARÜBER - weil er sich ja gar nicht zur katholischen Kirche bekennen möchte. So hat er eine gute Ausrede. ( Wird natürlich sehr verschieden sein, aber ich denke der großteill denkt so.) (Wenn man zu einen bellenden Hund ins gehege geht, hört er auf zu bellen.) Die katholische Kirche soll hier dämonisches vertreiben und die wiederverheirateten in die Kirche holen! :-) AUF EINMAL WILL JA KEINER von denen in die Kirche kommen.

63-513  Ich bin selbst ein Scheidungskind und weiß das die Ehe meiner Eltern geschlossen wurde, als sie noch junge und "dumme" Menschen waren. Durch den Tot meiner Schwester entstand durch Schuldgefühle eine Kluft die mit der Zeit immer größer wurde. Ich weiß das es unmöglich wäre, dass die 2 wieder ein Paar werden. Aber ich glaube jeder Mensch braucht Zuwendung von einem Partner und deshalb finde ich es schlimm, dass man sich entscheiden muss, Zuneigung oder Kirche.

63-514  Klarstellung das Ehe ein Sakrament ist und daher unauflöslich, auch nicht von der Kirche!! Oder ein Sakrament ist auflöslich ??!!

63-515  Die meisten Katholiken kennen die kirchliche Lehre über Ehe und Familie und in dem Moment, wo sie sich scheiden lassen und wieder in einer Beziehung leben, entfernen sie sich von der Kirche, denn sie fühlen sich durch die Lehre (und dementsprechend auch von der Kirche) beurteilt. Ich bin selbst geschieden und lebe in eienr neuen Beziehung und warte jetzt auf meiner Nullierung. Erstens kann ich sagen, ich habe immer Verständnis und seelische Begleitung von Priester bekommen, nie Ausgrenzung oder Kritik erlebt, zweitens würde ich die Nullierungprozesse nicht leichter machen....mein dauert schon seit 3 Jahren und es war eine ganz wichtige Zeit, um die Vergangenheit zu verarbeiten, die Wahrheit zu finden, sich mit ihr zu versöhnen, Heilung zu finden. Es war gut, es war ein sehr wichtiger innerer Prozess. Womit ich nicht einverstanden bin ist, die Sakramente zu Geschiedenen zu weigern. Denn genau die Kranken brauchen den Arzt und die Medizin, nicht die Gesunde, wie Jesus eben sagte. Die Kommunion ist für diese Menschen, so wie für mich, um so wichtiger als für die "braven".

63-516  manche wechseln die Gemeinde um  unerkannt die Sakaramente zu empfangen, manche schren sich nichts um die kirchlichen Vorschriften, siew benutzen ihr Gewissen.

63-517  Selbst im Judentum, der Wurzel des Christentums, kennt man die Scheidung. Allerdings sollten dabei Männer und Frauen die gleichen Rechte haben.

63-518  Wenn man unumkehrbar für sein "menschliches" Versagen bestraft wird, so ist es mehr als natürlich, dass man von dieser Gemeinschaft  zutiefst enttäuscht ist und damit nichts mehr zu tun haben will.(das zusätzlich zum Verlust des einst geliebten Partners, der ohnehin schon schwer zu verkraften ist) Man müsste diese Leute stützen und ihnen Hoffnung aufzeigen und die Vergebung, statt sie zu verurteilen.

63-519  von Pfarre zu Pfarre unterschiedlich. es gibt aufgeschlossene und ausgrenzende...

63-520  Im Grunde gibt es in jeder Firma und in jedem Verein Regeln, auch in der Kirche. Doch die Kirche ist ja keine Firma, kein Verein, sie soll Menschen helfen, im Leben helfen, da gehören vor allem Krisensituationen dazu. Und genau da hapert´s.

63-521  Würde die "Kirche" die Begegnung Jesu mit der Sünderin ständig vor Augen haben, müsste sie weltoffener diesen Gläubigen begegnen!

63-522  Vom Primat der Barmherzigkeit im christlichen Glauben ausgehend, sollten Begleitung und Unterstützung von Ehepartnern in schwierigen Situationen sowie die Anerkennung jeder auf gegenseitigem Respekt, auf Vertrauen und Liebe beruhenden Partnerschaft durch kirchliche Amtsträger eine Selbstverständlichkeit sein – und das gilt selbstverständlich auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

63-523  hängt von der einzelnen Pfarre ab

63-524  Viele dieser Fragen kann man nicht "pauschal" beurteilen - jede Betroffene wird andere Empfehlungen machen.

63-525  Auch wenn sich viele Pfarren und Priester den Geschiedenen gegenüber fair und vernünftig verhalten, so haben diese doch immer das Gefühl der Minderwertigkeit, als wären es Almosen oder Gnadenakte für Schuldige....

63-526  Durch die "offizielle" Ausgrenzung von "Gescheiterten" ziehen sich diese oft vollständig von der Kirche zurück und die Kirche erreicht diese Menschen nicht mehr.

63-527  "Gläubige" denen Glaube und Kirche am Herzen liegen leiden sehr. Andere Geschiedene sehen die kirchlichen Aussagen als nicht relevant für ihr Leben an.  

63-528  Gott ist barmherzig, also sollte/müsste die Kirche auch barmherzig sein, aber trotzdem auf das Evangelium hinweisen - aer nicht nur auf Mk 10,2-12, sondern insbesonders auch auf Mt19,9!!!!

63-529  Irregularität interessiert viele Gläubige nicht

63-530  Die Fragen sind zu allgemein gehalten.: Die Gläubigen, die Priester usw. Es gibt  immer einzelne, die sich gekrännkt fühlen. Es gibt einzelne Prister, die sich nicht an die offitielle Regelung der kath. Kirche halten. usw.  Generelle Antworten sind meist fehlerhaft.

63-531  gottlob setzten sich viele Priester über das Kirchenrecht hinweg

63-532  In meiner Heimatkirche ist Platz für alle Menschen, das finde ich sehr gut!!

63-533  diese Gläubigen sind für die Kirche Menschen zweiter Klasse

63-534  Aufgrund des Priestermangels sind die Ortspriester kaum in der Lage, seelsorgerisch tätig zu werden. Im Bistum Aachen kommen auf 15.000 Katholiken ein Priester!Wie sollen sie von Eheproblemen/Scheidungen Kenntnis erhalten, wenn sich die Betroffenen nicht selbst melden? 

63-535  Meiner Meinung nach werden durch Ausschluss von Geschiedenen nur Randgruppen ausgegrenzt    das widerspricht   jedem Gedanken von Vergebung und Barmherzigkeit. 

63-536  Die "Ausgrenzungspolitik" der Kirche lässt Menschen gar nicht mehr nach den Sakramenten fragen, weil die offizielle Ablehnung durch die Kirche zu viele erleben mussten und sie auch keine Versöhnung finden können und damit ihnen der Glaube an die Barmherzigkeit Gottes genommen wird. Gott sei Dank suchen und finden Menschen nach anderen Wegen zur Versöhnung und somit können sie auf die Sakramente einer unbarmherzigen Kirche leichter verzichten.

63-537  Wer hat sich diese blauäugigen Fragen einfallen lassen. Ist unsere Kirche schon so weit weg von den Sorgen der Menschen.

63-538  Die Sakramente sind eine Hilfe, eine Stütze und zum Heil des Menschen da, ohne Festlegung der Menschen auf Stand und aktuelle Lebensform. Sie sollen den Menschen nicht einengen und ausgrenzen, sondern die Menschen zum Heil und zu Gott führen.

63-539  Zu Frage 4.14: Barmherzig und verständnisvoll verhalten sich Priester in der Seelsorge. priester in der Hierarchie verhalten sich nicht so, sie vertreten mit Härte das Kirchenrecht wie einst die Pharisäer. Eine wesentliche Bereicherung für die Amtskirche wäre, wenn die Arbeit in der Seelsorge in einer Pfarre im Umfang von mindestens zehn Jahren Voraussetzung für den Zugang zu höheren Ämtern wäre. Insbesondere an den Vatikan sollten ausschließlich  Priester mit umfangreicher seelsorglicher Praxis berufen werden.

63-540  Wie bei vielen Themen ist es auch hier, dass es viele verschiedene Handhabungen gibt und Gläubige sehr unterschiedlich behandelt werden.

63-541  Sakramente sind eine Hilfe und Stütze und sind zum Heil der Menschen, ohne Festlegung der Menschen auf Stand und Lebensform. Auf keinen Fall sollte man Menschen einengen und ausgrenzen, sondern ihnen durch das Sakrament zum Heil und zu Gott führen.

63-542  Siehe obigen Kommentar ...

63-543  Auch viele der Fragestellungen zu diesen Abschnitten sind zu wenig differenzierend.Mir scheint, die - wenigen - wirklich voll Gläubigen und dem Lehramt Treuen leiden unter "irregulären" Bedingungen, viele aber kaum. Anderes Beispiel: Manche Priester, wahrscheinlich die Überzahl- kommen im Rahmen ihrer von der Obrigkeit gedulteten Freiräume Gläubigen in "irregulären Lebensumständen liebevoll ( keine Frage der Barmherzigkeit ! ) entgegen. Andere eben nicht.

63-544  Barmherzigkeit muss über "das Gesetz" gelten.

63-545  Die Kirche laesst die Menschen mit ihren Problemen nicht nut voellig alleine, sonddern sie hack auch noch zudem massiv auf diese Menschen ein! Was wuerde Jesus selbst machen? er wuerde sich selbst besonders um diese Menschen, Geschiedene und Wiedderverheiratete, Frauen, die abgetrieben haben, ... kuemmern! Und was macht die Kirche? Sie verraet die Lehre Jesus und macht das genaue gegenteil: sie grenzt alle diese Menschen aus, verweigert denen jegliche Hilfe und tritt noch nach, damit diese Menschen vollends niedergeschmettert werden, zur Glorie der Macht der Kirche!  PFUI!

63-546  Durch die Haltung der Kirche sind viele Menschen nach einer gescheiterten Ehe und mit einer neuen Bindung aus dem kirchlichen Bereich verdrängt worden.

63-547  Viele fühlen sich "von Gott verlassen"

63-548  4.5 bis 4.7: wenn die betroffenen gläubig im Sinne der katholischen Kirche sind treffen die Antworten wie angekreuzt zu. Falls nicht  gläubig im obigen Sinne - keine antwort 4.14: abhängig vom Priester,

63-549  Es sollte verstärkt auf die Beichte -das Sakrament der Versöhnung hingewiesen werden,dann gibt es einen Neubeginn !

63-550  Jeder Mensch sollte in der Kirche die gleichen Rechte und die gleiche Anerkennung bekommen, egal in welcher privaten Lebenssituation er/sie steht und die Mitglieder der kirchlichen Gemeinden, einschließlich (modern denkender) Priester, sollten Menschen mit privaten Problemen (z.B. Beziehungskrisen) unterstützen.

63-551  Machtausübung mit Sakramenten.... ist gegen den Willen Jesu... geh hin und sündige von nun an nicht mehr- ...werfe den ersten Stein!

63-552  Fragen 4.12 - 4.16 schwer zu beantworten, da sich wohl ein Großteil der Betroffenen von der Kirche abwendet und andere Wege sucht.

63-553  Mein Eindruck bestätigt sich wieder, dass auch in der Art der Fragestellung die negative Einstellung gegenüber Menschen in gescheiterten Beziehung zum Ausdruck gebracht wird. Es geht nicht um Eheannulierungen. Diese Annulierungen lösen manchmal noch viel mehr Leid aus, weil sich oft ein Teil nicht ernst genommen fühlt. Andererseits kommt wieder zum Ausdruck, dass es in der Kirche keine vernünftige Kultur des Scheitgerns gibt. Es geht ja nicht immer um Schuld, sondern oft auch um den Umgang mit Fehlern, die aus Unvermögen, Hilflosigkeit, ...entstehen und dann zum Scheitern führen.

63-554  Es ist völlig unverständlich, warum Geistliche darüber entscheiden, wer Sakramente empfangen darf. Das sollte dem Einzelnen überlassen bleiben. Auch sollte man Gott die Chance geben, durch die Sakramente zu wirken.

63-555  Frage nach Homesexuellen Paaren fehlt!

63-556  Gerade, wenn diese Menschen, die in "irregulären Beziehungen" sich befinden als "SÜNDER" bezeichnet werden, gerade dann sollen sie die volle Aufmerksamkeit der Kirche bekommen.

63-557  Es gibt sehr viele irreguläre Lebensgemeinschaften und es ist unfair diese aus dem kirchlichen Leben auszuschließen.

63-558  keiner

63-559  Leider berufen sich viele auf die Ausgrenzung, aber oft ist eine Ausrede oder die Bequemlichkeit an dem christlichen Leben teilzunehmen.

63-560  Es ist  meistens davon abhängig ob diese Menschen den Kontakt und das Gespräch zur Kirche suchen. Die Nöte und Sorgen dieser Menschen ernst nehmen. Darum wäre sehr wichtig, die Situation des Einzelnen ernst zu nehmen und das Vertrauen von Seite der Kirche gegenüber Menschen die Geschieden sind wenn sie sich auf ihr Gewissen berufen, ihnen entgegen zu kommen. Wie Jesus sich den Sünder zugewendet hat, nicht verurteilend sondern vergebend und ermutigend. 

63-561  Dies Fragen kann man nicht differenzieren. Die Beurteilung hängt nämlich von den Ortspriestern ab, die sehr unterschiedlich handeln. Statistisch müsste die große Zahl aber ein brauchbares Ergebnis bringen.

63-562  Dass eine Ehe nach Gottes Plan mit dem Willen auf lebenslange Liebe und Treue geschlossen werden muss, soll klar verkündet werden. Aber es soll auch zur Kenntnis genommen werden, dass Ehe scheitern können und nicht mehr zu retten sind. Wenn Geschiedene wieder heiraten und diese Ehe mit dem Willen zu Liebe und Treue geschlossen wird,wenn diese Ehe beide wieder aufleben lässt, und beide vor ihrem Gewissen überzeugt sind, dass die neue Ehe vor Gott in Ordnung ist, sollte diese Gewissensentscheidung anerkannt werden, und auch der Kommunionempfang kein Problem mehr sein.  Statt mühsamer Eheprozesse sollte die Gewissensentscheidung der wiederverheirateten Geschiedenen anerkannt werden, denn die Ehe ist etwas sehr Persönliches, das der Verantwortung der einzelnen überlassen werden sollte. 

63-563  Der Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen ist ein Skandal.

63-564  Ich habe zwei gescheiterte Ehen hinter mir. Für mich war es aber selbstverständlich , daß ich in Gottes Liebe immer geborgen bin, auch in meinen Lebensbrüchen. Das war mir Trost und Hilfe . Daß ich weiterhin in meiner Gemeinde lebe war ebenfalls eine Selbstverständlichkeit .

63-565  Teilweise ist die Fragestellung schwer verständlich. Meiner Meinung wird sicherlich niemand leichtfertig seine Ehe beenden. Trennung ist immer mit viel Schmerz und Belastung verbunden. Eine Ehe welche nicht funktioniert kann sehr belastend sein. Vielleicht mögen einige dieser Ehen zu vorzeitig, an Lebensjahren noch zu jung um eine dsbzgl. Reife zu haben, geschlossen worden sein. Auf keinen Fall sollte man die Betroffenen aber nun deswegen abstempeln und Steine in den Weg legen, bzw den Zeigefinger heben. Unterstützung, Hilfe und nicht Ausgrenzung ist gefragt. Das würde die Kirche glaubwürdiger erscheinen lassen.  

63-566  Habe so gut all die vorhergehenden Fragen nach meinem guten Gewissen ausgefüllt. Haben der Kirche doch sehr viel zu verdanken. Daher werde ich meinen Christlichen  Glauben weiterleben. Wenn auch meine Kirchen Gänge zu nicht sehr oft sind. Lasse mich auch nicht von sexuellen Übergriffen mancher Priester - Bischöfe nicht beirren und dadurch sofort aus der Kirche auszutreten.

63-567  Eheannullierung ist keine entscheidende Hilfe, da man fast immer ernsthaft ein Leben lang zusammenbleiben will. Es wird als verlogen empfunden, nachträglich dies zu behaupten.

63-568  Im Prinzip sollte eine Ehe von Dauer sein. Ausnahmen in Sonderfällen sollten aber berücksichtigt werden (siehe z. B. Mt. 19:9)

63-569  Das Angebot der Annullierung finde ich überhaupt eine Zumutung. Es kann doch nicht im Ernst von einem mündigen Menschen verlangt werden, dass er eine Zeit seines Lebens für ungültig erklärt.

63-570  Hier gilt die alte kirchliche Tradition: nix sehen- nix hören. Wer unter der Versagung der Sakramente leidet sind die wirklich Gläubigen. Anderen ist es eh gleichgültig oder sie gehen eben zu den Sakramenten, notfalls in einer fremen Gemeidne.

63-571  Das eigene Gewissen sollte über Teilnahme an Sakramenten dienen  früher dauerte eine Ehe wesentlich kürzer weil einer der Partner (meist die Frau)früher starb

63-572  in meinem Freundeskreis gibt es annullierte Ehen und wilde Ehen und geschiedene Ehen und gemischt und... oft ist derjenige, der gläubig leben will nicht imstande den früheren Partner zu beeinflussen, der macht ja was er will. Da braucht es Hilfe und Verständnis und Auseinandersetzung damit jeder mit sich und einem gläubigen Leben wieder in Harmonie leben kann

63-573  Getaufte, die am Glaubensleben teilnehmen, und gescheitert sind, leiden sehr an der Ausgrenzung. Auf Pfarrebene wird vielfach konkret Barmherzigkeit geübt, auf Ebene der Vorgesetzten (Bischöfe) kaum.

63-574  Man kann nur für die eigene Pfarre diese Fragen beurteilen aber nicht generell.

63-575  Es ist eine Gnade, eine Ehe lebenslang führen zu können. Wer darf sich anmaßen, über das Gelingen oder das Scheitern einer Beziehung zu urteilen? Der Ausschluss von der Hl. Kommunion ist ein Skandal!!! Und das im Namen unseres Herrn Jesus Christus, der sagt: kommt alle zu mir, die ihr schwere Lasten zu tragen habt!

63-576  Die heutige Lebenssituation ist so vielfältig, dass starre Regeln wenig hilfreich sind.

63-577  Es gibt einige Priester und Pfarreien, die sich sehr barmherzig zeigen. Es wird teilweise selbst von Priestern in Predigten gesagt, dass die Lehre der Kirche bezüglich Sexualiät, Familie und Ehe so nicht mehr haltbar sei. Es scheint mir aber manchmal, als bestünde eine gewisse Angst, dass höhere Würdenträger von so etwas Wind bekommen. Diese "Irregularitäten" sind heute auch zwischen Gläubigen Gang und Gebe und werden fast überhaupt nicht in Frage gestellt.

63-578  Scheidung soll weder bagatellisiert noch dramatisiert werden. Es geht um Begleitung in dieser schwierigen und schmerzhaften Lebenssituation, denn es geht ja um Verletzungen/Verlust in Sachen Liebe. Das Prinzip "wer ohne Sünde ist, werfe den 1. Stein" muss auch hier gelten. Ein Neuanfang kann für die Betroffenen ein Weg zurück ins Leben sein = eine Auferstehungserfahrung , das wäre wichtig in den Blick zu nehmen(das gilt auch für das Überwinden von Krisen in jeder Beziehung!!)

63-579  Ehe-Anulierungsverfahren sind abzuschaffen, sie waren zumeist ein Unfug.

63-580  Sollen diese Gläubigen wie alle anderen „Sünder“ am Leben der Kirche teilnehmen? Könnte das Wort "Sünder" durch ein anderes ersetzt werden?

63-581  Eigentlich geht es um eine echte Hinwendung zu Gott und nicht um äußerlichen Sakramentenempfang

63-582  zu 4.14 ja und nein zu 4.16 ich hoffe sehr

63-583  Ehebruch ist eine der vier Todsünden

63-584  Reformbedürftig von der Basis, nicht den -meisten- Priestern in den Gemeinden

63-585  Jesus ladet ein zu seinem Tisch, Priester und Kommunionspender sind nur die ausführenden Organe. Geschiedene Wiederverheiratete müssen mehr mit Barmherzigkeit und Verständnis begleitet werden

63-586  Ich halte es für traurig, unverheiratete Paare als Sünder anzusehen.

63-587  wer sich zum Richter macht, der wird gerichtet! Jesus gibt denen, die scheitern eine neue Chance und baut sie auf!

63-588  Sakramente sind weitgehend von ihrer Feier dem Leben von Menschen fremd geworden - es bräuchte dringend neue Formen, die mit den Menschen wieder mit Leben erfüllt werden könnten und so wieder Kraft bekommen würden.

63-589  Das ist ja gespickt mit Suggestivfragen!  Unglaublich ...   Nein wenn ich ein Sakrament breche, habe ich zu akzeptieren was die Konsequenzen daraus sind!  Jeder muss selbst wissen was er tut, aber die Kommunion ist ebenso ein Sakrament wie die EHE und ein Priester ist angehalten die kirchliche Lehre zu achten und Gläubige die geschieden und wiederverheiratet sind, haben das zu respektieren!  Es war ja Ihre freie Entscheidung!  Das ist eigentlich einfach und sollte jedem klar sein!  Die Frage 4.16 ist hier Äußerst zweifelhaft und nicht hilfreich - subjektiv durch und durch!

63-590  als (zivilrechtlich)Geschiedener, dessen Ehe (mit Kind)dann auch noch annuliert wurde, habe ich später keine weitere Ehe mehr gesucht (dies impliziert jetzt nicht, dass ich nicht andere Partnerschaften eingegangen hätte& dies sehr wohl). Anders meine "annullierte" Exfrau: zivilrechtlich inzwischen neu verheiratet, ein weiteres Kind, und in der Folge zivilrechtlich wieder geschieden ...  ... sie sucht nun endlich nach einem "katholischen Partner". Dazu wünsche ich ihr alles Glück - aber wenn der Gute "wirklich katholisch" ist, lässt er sie dann links liegen? Und wenn er "ja" zu dem Konstrukt sagt, ist er dann "katholisch"?

63-591  Die Fragen gehen eben von "Gläubigen" aus, dh diesen wird es sehr wohl ein Problem sein, nicht an Sakramenten teilzuhaben oder diese werden sich sehr wohl ausgegrenzt fühlen. Die Fragen sollten aber auch auf die Menschen abzielen, die schon vor langer Zeit vom Glauben abgekommen sind bzw. erst gar nicht von ihren Eltern zum Glauben hingeführt wurden. Für diese alle ist eine Ausgrenzung aus der Kirche sowieso kein Problem, weil sie sich gar nicht zugehörig fühlen - und, dank der weitverbreiteten harten Linie der Kirche gegenüber Geschiedenen, Wiederverheirateten, andere Lebensgemeinschaften Lebenden, kein Interesse daran haben. Die Barmherzigkeit Gottes DIESEN Fernen glaubhaft zu zeigen durch eine entsprechende entgegenkommende Haltung der Kirche, und dadurch einen Keim der Sehnsucht nach so einer Gemeinschaft unter so einem barmherzigen Gott zu legen, das wäre die weit größere Aufgabe!

63-592  Devise muss lauten: hart gegen die Sünde, barmherzig mit dem Sünder. Aber man kann nicht mit einer schweren Sünde kommunizieren.

63-593  Seltsame Auswahl an Antworten: als ob z.B. bei Frage 4.17 nur 2 Antworten möglich wären!  Die Fragen zeigen oft eine ziemliche Schwarz-Weiß-Sicht der Ersteller.

63-594  Das Wort "Anullierungsprozess" als solches ist nicht sinnhaftig. Eine Beziehung kann nicht "Anulliert" (das heißt als nie gegeben) gesehen werden, sondern die Rolle der Kirche wäre die sinnvolle Begleitung der Trennung und Versöhnung im Sinne eines frei werdens für das weitere LEben und einem Schutz für die Kinder. Das muss nicht leicht gemacht werden, es ist nicht leicht! Aber liebevolle Begleitung in dem Prozes ist das Thema!!!!

63-595  Ob das Scheitern einer Beziehung schuldhaft oder unschuldig ist, können nur die Betroffenen und Gott entscheiden. Aber danach richtet sich, ob der Segen eines Sakraments wirksam wird oder nicht. Ich glaube, alle diese Fragen sollten in der Verantwortung der Menschen liegen. Lediglich einer kirchlichen Wiederverheiratung sollte eine Anullierung vorausgehen.

63-596  zu 4.11.: unbürokratisch JA, aber "begleitet" und in Verantwortlichkeit dem bisherigen Partner gegenüber, die Formulierung der Frage suggeriert einen kaltherzigen Umgang miteinander: daher NEIN 4.17. erscheint mir die wichtigste Frage/Antwort, vielleicht gemeinsam mit 4.15, was stark vom einzelnen Priester abhängt, ich glaube diese Unterstützung wollen alle/fast alle geben, auch die, die daran scheitern. Es gibt "konservativere" und "liberalere" Christen UND Priester. Diese Vielfalt ist gut und ich glaube auch gottgewollt !!!

63-597  Meiner Meinung nach geht es darum, dass Menschen mit gescheiterten Ehen ein neuer Anfang mit einem anderen Partner ermöglicht werden soll, sicher vorausgesetzt, dass der ernsthafte Wille zu dieser Bindung vorhanden ist. Die Menschen verstehen sicher, dass eine zweite kirchliche Trauung nicht möglich ist, aber eine Feier mit kirchlichem Segen und ein volles Annehmen und Aufnehmen in die kirchliche/pfarrliche Gemeinschaft

63-598  M. E. hat es Papst Franziskus treffend umschrieben: Die Eucharistie ist eine Hilfe für die Schwachen und schwach Gewordenen und keine Belohnung.

63-599  Man soll niemanden ausgrenzen , sondern klaerendes Gespraech fuehren und dann sieht man ob es was hilft im Leben

63-600  Die Kirche tritt gegen Ausgrenzungen auf, grenzt aber selbst sehr viele aus.

63-601  Ich finde es sehr schade, dass die Kirche - auch in der offiziellen Lehre - nicht mehr von der Barmherzigkeit Gottes zeugt& viele Priester an der Basis sind hier barmherziger mit ihren Mitgliedern. Es kann durchaus ein Ritual der Umkehr geben (Jahr der Buße mit vorgeschriebenen Gesprächen usw.). ... im Grunde weiß ich zu wenig darüber, wie es Paaren mit der Situation von "Lebensgemeinschaften" oder im Falle von "Scheidung" geht.

63-602  Wenn einem Menschen nichts am Glauben und der Kirche gelegen ist, so hat dieser auch kein Interesse zu den Sakramenten zu gehen. Wirklich gläubige Menschen haben jedoch das Bedürfnis Sakramente zu empfangen. Wenn dann aber ein Sakrament von der Kirche verweigert wird, so ist das zutiefst unchristlich, unbarmherzig.

63-603  Die "Irregularität" stellt für mich als Laie eine willkürliche Macht-Regel dar. Bei den hohen Scheidungsraten heutzutage, die auch durch die Möglichkeiten des leichteren Fliehens aus unmenschlichen-untragbaren Beziehungssituationen entstehen, können solche oft traumatisierte Menschen nicht durch die Regeln der Kirche ein zweites mal gestraft werden. 4.16 Wie viele Priester die Kommunion an Wiederverheiratete ermöglichen, weiß ich nicht, aber ich kann den Mut dieser Gottesdiener nur hoch anerkennen. Ehen zerbrechen leider aus vielen Gründen, oft ist es nicht der Leichtsinn und die Oberflächlichkeit, die so gerne als Stereotype von kirchlichen Würdenträgern strapaziert werden, die Anmaßung, Menschen in diesem Tief auszugrenzen und noch eins draufzuhauen, wenn Sakrament eine Stütze und Stärkung sein könnten, verstärkt die Ablehnung dieser Machtstruktur Kirch zusätzlich. Es wird im Sinne Gottes sein, dass Menschen die vielleicht erst im zweiten Anlauf eine glückliche Ehe führen können, dieses Eheleben und auch die Erziehung der Kinder inklusive der Eucharistie vorleben können.

63-604  Die Ausgrenzung schmerzt nur die Menschen, denen kirchliche Regeln wichtig sind, den anderen ist's eh wurscht. Also treffen die Regeln die Falschen.

63-605  Auch in der Kirche sollte es die Möglichkeit geben, eine Ehe als endgültig gescheitert anzuerkennen. Es ist allerdings sehr schwierig einen geeigneten Mittelweg zu finden zwischen zu schneller eilfertiger Aufgabe einer Ehe, die bei näherer Betrachtung vielleicht noch zu retten wäre, und den äußerst bürokratischen Prozessen, wie sie bei hiesigen Annulierungsverfahren auftreten. Eine Wiederverheiratung Geschiedener durch die Kirche sollte dann möglich sein, wenn beide ehemalige Partner dem nach einer längeren Trennungsphase zustimmen. Nichts desto trotz halte ich einen Ausschluss von den Sakramenten oder kirchlichen Ämter bis hin zur Ablehnung von im kirchlichen Dienst Angestellten wegen einer Wiederverheratung nach einer Scheidung vollkommen ab.

63-606  Der Priester (die Kirche) sollte nicht über die Würdigkeit eines Menschen entscheiden, sondern sich darauf verlassen, dass Gott selbst wirkt. Barmherzigkeit ist ist auch nicht wirklich eine Begründung, weil hier immer noch der Mensch entscheidet. Gott schließt nicht aus. Predigen und Tun klaffen hier leider auseinander.

63-607  Jesus ging zu den Sündern, den die Gesunden brauchen keinen Arzt. Die Kirche müsste sich besonders um die Abtrünnigen kümmern, aber ohne Moralkeule.

63-608  Wenn sich die Kirche als Ort der Überprüfung von kirchlichen Gesetzen sieht, ist sie fehl am Platz und nicht wirklich eine "Nachfolge Jesu". Gottseidank gibt es Priester, die mit den Menschen leben und nicht gegen sie.

63-609  Wiederverheiratete Geschiedene wenden sich von der Kirche ab WEGEN der Ausgrenzung, nicht weil sie »sündig« sind!!!

63-610  Die "Amts"kirche tut zwar so, als würde sie sich verständnisvoll u. barmherzig zeigen, wenn Betroffene wegen der "Irregularität" ihrer Lebensgemeinschaft jedoch vom Empfang der Kommunion ausgeschlossen werden, verhält sie sich definitiv nicht barmherzig, sondern überheblich u. hart ihnen gegenüber. Viele sind ja nicht freiwillig in diese Situation geraten, sondern wurden von ihrem Ehepartner betrogen oder verlassen. Sie sollen nun für etwas bestraft werden, wofür sie nichts können? Das ist völlig unlogisch u. widersinnig. Sie müssen doch die Chance haben, erneut wieder glücklich werden zu dürfen.

63-611  Ob Gottes Barmherzigkeit spürbar wird hängt nahezu ausschließlich vom jeweiligen Priester ab. Dies ist aber der wichtigste Faktor in Bezug auf "Kirchen-Flucht" bzw. "Kirchen-Neuzugang" - wie geht der Priester und auch die Pfarrgemeinde mit Menschen um, die Probleme welcher Art auch immer haben!

63-612  in diesen Fragen kommt es meist auf die Priesetr an, wobei von Priestern aus dem "Osten" leider viel weniger Verständnis den "Gläubigen in Not" entgegengebracht wird

63-613  Da viele Vorschriften nur als Last erlebt werden, können sie von vielen nicht ernst genommen werden. Das heißt man handelt nach seinem Gewissen, nicht nach den Vorschriften der Kirche.

63-614  Es gibt die große Diskrepanz der offiziellen Lehrmeinung der Kirche geschiedenen Wiederverheirateten gegenüber und der Linie von Seelsorgern in den Pfarren, die sich um barmherzige Lösungen bemühen. Übrig bleibt dabei auch eine große Spannung die Stress, Verunsicherung bei den Beteiligten bewirkt. Auch bei den Kindern dieser Paare und in den Familien. Das geht dann soweit, dass oft von konservativen Familienmitgliedern, und die sind auch weit verbreitet, auch in der heutigen Zeit noch Kinder dieser Paare als Produkt der Sünde gesehen werden. Auch wenn das den betroffenen Kindern nicht direkt gesagt wird, sie bekommen das verdeckt zu spüren, was oft noch viel schlimmer ist, da dann die dadurch entstehenden Verunsicherungen, Ablehnungen nicht benannt und erklärt .... werden können.Ähnlich kann es auch bei Kindern von Lebensgemeinschaften sein.

63-615  Wenn jemand sich unfreiwillig von seinem Partner trennen möchte, z.B. weil dieser ihm nach dem Leben trachtet, weil er psychisch schwer erkrankt ist, aber jegliche Hilfe ablehnt, dann darf dieser Mensch sich nicht scheiden lassen. Dafür dass er in diese missliche Lage geraten ist, wird er von den Sakramenten ausgeschlossen, die gerade für diese  Menschen in Not eine große Hilfe sein sollten.

63-616  Die Bezeichnung "wie alle anderen Sünder" - sehen wir als menschenverachtend.

63-617  Ich denke, das Problem liegt darin, daß die geschiedenen Paare kaum (mehr) mit Kirche in Kontakt sind - daher wäre vielleicht ein Kontakt der Pfarre / des Pfarrers, Pastoralassistenten o.ä. ab dem Zeitpunkt der  Eheschließung begrüßenswert. Ev. über zentrale Stelle Verbindung zum Ehepaar herstellen, wenn in anderer Pfarre wohnhaft (?)

63-618  Es ist so traurig, dass praktizierende, oft sehr aktive Christen, die geschieden sind oft das Gefühl haben (auch ohne Anlass von außen), Sünder zu sein, noch dazu, wenn sie sich um ihre Ehe bemüht haben und unschuldig an deren Scheitern sind.

63-619  Eine kirchliche Ehescheidung hängt u.a. auch von dem Willen der beiden ab. Negiert einer der Ehepartner diese Möglichkeit- z.B. weil er die Kirche als moralische Instanz gänzlich ablehnt oder aus der Kirche ausgetreten ist, ist ein kirchliches Verfahren überhaupt ausgeschlossen - und das zum Nachteil des Partners, der sich an die diesbezüglichen Normen der Kirche hält.

63-620  Es gibt nicht "den Priester" schlechthin, sie handeln in solchen Fragen unterschiedlich

63-621  Es gab vereinzelt Priester, die einen sehr hilfreichen, einfühlsamen Umgang mit geschiedenen wiederverheirateten gepflegt haben. Es geht auch nicht so sehr um die Annulierung, viele geschiedene Ehepaare können sehr gut unterscheiden, dass Zeiten mit dem EX-Partner schön waren. Es ist auch nicht entscheidend ob die Annulierung leichter gemacht wird. Es soll einfach jeder getaufte Christ die Möglichkeit bekommen die Sakramente zu empfangen, weil diese eine Hilfe sein können, den Weg zu sich selbst in schwierigen Situationen wieder zu finden.

63-622  Die Ehe hielt früher 10-15 Jahre, den die Lebenserwartung der menschen unter Jesus war ca. bei 30 Jahren. Bei heutiger lebenserwartung sollte Scheidung und Auseinanderleben kein Wunder darstellen, sondern die Regel!!! Wichtig wäre eine Herzensbildung durch die Kirche, und nicht wieder eine massive gewalttätige Ausgrenzung von Seelen, die vielleicht gar nichts für die Scheidung können, wenn der andere partner nicht mitspielt. Das Kondomverbot bei Sexulaität ist glatter MORD!!!

63-623  Die Wiederverheiratung geschiedener wird in der Bevölkerung weitgehend als normal angesehen. Die meisten dieser Menschen haben auch kein Problem damit, zu den Sakramenten zu gehen. Auch die meisten PÖriester tolerieren das.

63-624  Wir sind alle Gäste und Lernende auf dieser Erde. Ich finde die Stigmatisierung von Geschiedenen, Lebenspartnern ohne Trauschein kontraproduktiv und nicht im Sinne Gottes / der allumfassenden Liebe.

63-625  Es gibt große Unterschiede, manche Priester sind sehr hilfreich und verständnisvoll, andere berufen sich auf Vorschriften.

63-626  Viele wird die Ausgrenzung wahrscheinlich gar nicht stören. Die in der Kirche Engagierten haben damit aber oft ein großes Problem. Das ist eine wirkliche Diskrepanz.

63-627  Wieder irritierende Fragen: 4.17: Sakramente als Belohnung?? Gottes Gnade ist Geschenk und keine Belohnung. zur frage, wie viele Menschen wie leben, müsste man in den Statistiken nachsehen. Aber selbstverständlich gibt es viele, die ohne Trauschein zusammenleben oder wiederverheiratet geschieden sind. Bei diesen Fragen bin ich wieder erschüttert, wie weit entfernt die Kirchenleitung von ihrem Volk ist! Das Wichigste aber in diesem Zusammenhang: Wiederverheiratet Geschiedene sollten zu den Sakramenten zugelassen werden! Gerade sie brauchen Gottes Zuwendung! Wer sind wir, dass wir diesen Gescheiterten den Zugang verweigern??!!

63-628  es kommt stark darauf an, an welchen Priester/Gemeinde man sich wendet

63-629  Christus hatte auch die Ehebrecherin nicht verurteilt.Gott ist die Liebe! Ist ein gemeinsames Leben in Liebe und Geborgenheit für Paare und auch den Kindern nicht wertvoller als ständiger Streit,Hass und Gewalt?

63-630  Von Menschen geschaffenes "Kirchenrecht" soll nicht unverrückbar sein, neue Formel finden - auch der Rücktritt des Papstes war unvorstellbar - jetzt zwei Päpste? Was gilt? Diese Situation könnte als Lösungsansatz dienen: Von Menschen geschaffenes Recht, auf Basis der Bibel, kann der Mensch auch NEU fassen, ohne Gottes Gebot zu verletzen.

63-631  Was heisst hier Hilfe oder Belohnung?

63-632  Ausgrenzung "dieser Gläubigen" ist diskriminierend

63-633  Ad Frage 4.14: das hängt sehr von der jeweiligen Pfarre ab: die Palette reicht von verständnisvoll bis zur völligen Ausgrenzung

63-634  Der gegenwärtige Zustand im kirchlichen Verhalten zu Geschiedenen ist unerträglich, widerspricht der göttlichen Barmherzigkeit, zementiert überkommene strukturelle Machtpositionen. Vertreibt Hilfesuchende, von der Scheidung schmerzlich Getroffene, Unschuldige. Diese kirchliche Position schlägt eine tiefe Wunde ins Verhältnis des gläubigen Christen zu seiner Kirchenleitung. Ich würde mich (falls es mich beträfe) nicht vom Sakramentenempfang und der Teilhabe am kirchlichen "Leistungskatalog" abhalten lassen.

63-635  Es wird die Eucharistie verweigert, obwohl sie Kraft für schwierige Lebenssituationen gibt. Das ist lieblos und selbstherrlich. Es wird oft mit zweierlei Maß gemessen, da viele Priester nicht zölibatär leben, aber sehr wohl bei jeder Messe die Eucharistie empfangen. Das ist eine Doppelmoral, die nicht verstanden wird. Das Zölibat ist ein überholter Zwang, aber auch den "normalen" Christen muss man die Chance geben, ihr Leben nach einer schweren Zeit, einer Trennung, einer Scheidung, wieder glücklich weiterleben zu können - wenn man einen neuen Partner findet. Dieses Glück, diese neue Liebe, wird zu etwas Bösem, wie die Kirche das zur Zeit behandelt.

63-636  Der Umgang mit den für gescheitert Gehaltenen (schon das Wort Scheitern für eine nicht ein Leben lang aufrechte Ehe lässt mich immer wieder erschaudern) ist eine Katastrophe und eine Schande zugleich. Ich werde nie begreifen, warum in einer Kirche Jesu Christi, die unbestritten eine der Barmherzigkeit IST,so mit Menschen umgegangen wird, die einen einzigen Aspekt der kirchlichen Lehre nicht erbringen können.( mit allen anderen "Sündern" geht man weniger hart um)

63-637  Besonders im ländlichen Gebiet, wo es keine "Ausweichpfarren" gibt, sind die Gläubigen dem Urteil des Pfarrers ausgesetzt.

63-638  Es sollte sein, das diejenigen die die Sakramente wollen, auch die Sakramente empfangen können. Jesus zeigte in vielen Beispielen seine Nächstenliebe.

63-639  wenn eine Partnerschaft scheitert, so hat sie doch bewusst eingeangen worden und hat viele schöne Zeiten gehabt. Das kann und soll NICHT NICHTIG sein. Annulierung ist der FALSCHE WEG.  Wer seinen Partner entlässt, begeht EINE SCHWERE Sünde. Das ist immer ein schwerer und schmerzhafter Bruch hier in zwei Leben& aber nicht das Ende.  Ich freue mich über gelungenen Partnerschaften, besonders wenn davor Partnerschaften gescheitert sind, und der Himmel noch viel mehr.!  Das ist einer von zwei Gründen, warum ich antworte. B

63-640  Prüfe, wer sich ewig bindet! Aber wie sollte man prüfen, was bzw wen man nicht richtig kennen lernen kann, da man nicht im selben Haushalt leben sollte? Meiner Meinung nach ist Irren menschlich - auch bei der Wahl des Partners.

63-641  Geschieden zu sein sollte keine Sünde sein& das Scheitern einer Ehe ist traurig für alle Betroffenen, jedoch besitzt die Kirche nicht das Recht, darüber zu urteilen

63-642  betroffene schmerzt die Doppelmoral der Kirche sehr.

63-643  es gibt immer wieder Priester, die davon ausgehen, den Menschen in solchen Situationen entgegenzukommen und sie nicht auszuschließen. Das wird auch von der Gemeinde positiv gesehen. In letzter Zeit werden diese Priester jedoch immer weniger zahlreich.

63-644  bitte Priester im Nominativ ohne "n" schreiben

63-645  Die Kirche sollte diese Form des Zusammenlebens auch akzeptiweren. Die Zerimonie der kirchlichen Hochzeit ist nur ein Rahmen, das Sakrment spenden sich die Eheleute selbst!

63-646  Die meisten wiederverheirateten Geschiedenen fühlen sich deswegen nicht aus der Kirche ausgegrenzt, weil diese unverändert kein Thema ist. Manche wenige aber, die (weiterhin) am kirchlkichen Leben teilnehmen, empfinden dies sehr wohl als Bestrafung und leiden darunter. Jedenfalls macht die gegenwärtige offizielle Lehre die Kirche nicht gerade glaubwürdiger (Barmherzigkeit?!).

63-647  WEnn Kirche als ein  Miteinander-auf-dem Weg-Sein verstanden wird, dann sind immer alle Menschen gemeint und sollen ihren Platz in der Gemeinde haben.

63-648  Nach 30 Jahren Ehe und 25 Jahre Engagement in unserer Pfarre habe ich durch die offiziellen Texte noch immer keine Antwort auf meine Frage bekommen, welche Position ich für "die Kirche" als Ehefrau (in erster Ehe verheiratet)mit einem mit mir wiederverheirateten Geschiedenen habe. Das Sakrament der Ehe ist auch mir verweigert.

63-649  Gerade bei diesem Punkt muss man differenzieren: Es gibt genug Katholikinnen/Katholiken, die sich von der Kirche entfernt haben und denen der Sakramentenempfang egal ist, aber es gibt eben auch andere. Ebenso gibt es Priester, die überhaupt kein Verständnis haben, wenn eine Ehe scheitert und sich nur sexuelles Begehren als Grund sehen. Die sind auch für die Ausgrenzung. anderseits gibt es viele Priester, die verstehen können, was alles zum Scheitern eine Ehe führen kann und Wiederverheiratete selbstverständnlich zu den Sakramenten zulassen. Und die kirchliche Annullierung einer Ehe ist vor allem verlogen.

63-650  Es kommt immer auf den jeweiligen Priester an. auch diese Fragen sind z, Teil nicht allgemein gültig.

63-651  Ich empfinde den Umgang der kath. Kirche mit den wiederverheirateten Geschiedenen als völlig unbarmherzig - wiewohl es einige Pfarren gibt, in denen diese Menschen akzeptiert werden. Soll ein Betroffener erst seinen ersten Partner töten (diese Tat ist ja - nach allen Vorschriften - "vergebbar"), um wieder zu den Sakramenten zugelassen zu werden. In dieser Frage ist die kath. Kirche vollkommen auf dem Holzweg!!!

63-652  Jeder Mensch sollte für sich entscheiden können, ob er die "Sakramente in Anspruch nimmt"!Es gibt genug Kirchen, wo der Geistliche die Pfarrangehörigen  nicht alle kennt. Er wird auch nicht jeden fragen, ob er geschieden ist, bevor er  ihm die Hostie gibt.

63-653  Begegnungen der Priester und ev. Hilfe hängt vom jeweiligen Priester ab (bei uns innerhalb von 4 Jahren 2 Priester, 2 Meinungen und Hilfestellungen).

63-654  Die Liebe, die Barmherzigkeit Gottes und sein Verzeihen sollte den Menschen nahe gebracht werden. Das Bodenpersonal sollte sich nicht zum Richter aufspielen - es sollte Hilfestellung geben.

63-655  "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet" Mehr ist dazu kaum zu sagen! Denn wenn Gott diesen Fehler der "ersten Ehe" nicht verzeiht, dann ist er kein barmherziger Gott - und Gott ist barmherzig - aber wenn sich die Kirche anmaßt, aus irgendwelchen dogmatischen Regeln, die die Kirchen erlassen hat und nicht von Gott eingesetzt sind, Menschen, die guten Willens sind, von der sakramentalen Mitfeier auszuschließen, liegt der Fehler bei der Kirche! Einige Priester schließen getrennte - wiederverheiratete Paare in das kirchliche Leben mit ein, aber aus persönlicher Motivation und nicht auf Geheiß der Kirche! Aber so kann man zeigen, wie man mit Moral lebt und wie Moral vermittel wird! Wieso sind Kinder, die in Patchworkfamilien leben, gleichsam stigmatisiert?

63-656  die Kirche soll allen Menschen dienen, egal, ob sie sich an kirchliche Gesetze halten oder nicht& Kirche soll Gemeinschaft sein& Kirche sollbarmherzig sein&

63-657  Das Problem der wiederverheirateten Geschiedenen ist groß. Der offizielle Umgang der kirchlichen Leitung damit wird weitestgehend abgelehnt und ist ein "guter" Angriffspunkt für kirchenablehnende Personen der Öffentlichkeit (Medien etc.)

63-658  wenn jemand geschiedener die Sakramente empfangen will und er ssich dabei wohler fühlt, soll er das tun. Glücklicherweise ist eine Kontrolle fast unmöglich.

63-659  Neben Gott sollten auch die kirchlichen Institutionen barmherzig sein.

63-660  Es geht nicht darum, die mit bestem Wissen und Gewissen geschlossene Ehe zu annullieren, sondern das Scheitern und den Neubeginn zu akzeptieren.

63-661   Offenbar nehmen die Sakramente Ängste von Menschen. J e d e r der diese Hilfe braucht, soll sie bekommen. 

63-662  ich bin klarer fan der pfarrerinitiative.

63-663  Es ist höchste Zeit, dass die Kirche akzeptiert, wie bei uns Ehe, Beziehung und Familie gelebt wird. Und die Menschen darin unterstützt, wie es ist. Es erscheint mir einfach steif, unlebbar und versteinert an etwas festzuhalten, was einer anderen Zeit entspricht, in der wir aber nicht zurückkehren wollen.

63-664  Dazu die Aussage eines langgedienten Kommunionspenders bei einem theologischen Seminar: "Ich fühle mich nicht als Herr, sondern als Diener des Sakramentes". Dem stimme ich vollinhaltlich zu und ergänze dazu: Es bleibt wohl der Einstellung und der Spiritualität des Empfängers eines Sakramentes überlassen ob dieses auch seine "Wirkung" erreicht. Die Weihe des Priesters der das Ehesakrament spendet kann ja offensichtlich auch nicht eine eventuelle spätere Trennung verhindern.

63-665  In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Scheidungen. Eine Scheidung - besonders wenn auch Kinder betroffen sind - ist eine schwierige Situation, mit Leid und Tränen verbunden. Diese Menschen dann noch von den Sakramenten auszuschließen  ist einfach herzlos!!!

63-666  Fragestellung sehr "unklar, ungenau", da immer ein Unterschied sein wird zwischen Paaren, die aus Überzeugung das Sakrament der Ehe eingehen - dann aber daran scheitern, und jenen die, rein aus Tradition heiraten. Für letztere wird wohl kaum ein "Leidensdruck" bestehen, wenn sie zukünftig von Sakramenten ausgeschlossen sind, wenn sie sie schon vorher nicht mehr empfangen haben.

63-667  Es entspricht weder dem Gebot der Barmherzigkeit noch der christlichen Toleranz, Geschiedene, in einer unehelichen Lebensgemeinschaft lebenden oder homosexuelle Paare von kirchlichen Sakramenten oder Aktivitäten auszuschliessen.

63-668  kein Kommentar, meine Antworten sprechen für sich

63-669  Jeder möge nach seinem Gewissen handeln. Wichtig: Persönlichkeitsbildung im Glauben förden.

63-670  Ich kenne zuwenige irreguläre römisch-katholische Partner, daher kann viele Fragen nicht beantworten. Ich selber bin alleinstehend.

63-671  ...aber Kirchenbeitrag wird auch von Geschiedenen eingezogen, ohne Skrupel...!

63-672  unchristlich, unmenschlich, das Verhalten vieler (alter) Priester gegenüber SünderInnen

63-673  Leider kümmert das solchen Menschen, welche Jahr und Tag nie in die Kirche gehen, der Sakramentenempfang kaum. Weil es Brauch ist, geht man halt z. Bsp. bei einer Begräbnis zur Kommunion. Ein Gläubiger, der in seiner Ehe unverschuldet gescheitert ist und wieder eine Lebensgemeinschaft eingegangen ist, sollte doch von der Kommunion nicht ausgeschlossen werden. Wo ist da die barmherzige Kirche? Und einem Menschen, der nichts mit der Kirche auf den Hut hat, kümmert doch das überhaupt nicht. Das kostet diesem doch ein müdes Lächeln. Aufwachen, Christenheit !!

63-674  Ich denke die Kirche kann nicht den Gläubigen in freier Lebensgemeinschaft nachlaufen und sie aufklären oder unterrichten. Wer guten Willens ist bekommt sicher Unterstützung in jeder Situation auf eigenen Wunsch! 

63-675  Scheitern kann aus vielen Gründen entstehen, Gottes Liebe schließt jedoch keinen Menschen aus. Er wendet sich den "Sündern" zu und hilft.

63-676  Sogenannte "irreguläre" Lebensgemeinschaften sind in Österreich weit verbreitet. Trotz dieser Situation am sakramenetalen Leben der Kirche teilnehmen zu können, sollte eine Selbstverständlichkeit darstellen! Wer es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, dem darf etwa die Kommunion nicht verweigert oder von vornherein untersagt werden. Jede Lebensgemeinschaft kann eine - im kirchlichen bzw. christlichem Sinne - heilige Gemeinschaft sein, hierauf darf die Ehe kein "Exklusivrecht" haben. Und es gibt schließlich Ehen, die keineswegs als heilige Gemeinschaft anzusehen sind. Da hat doch eine Lebensgemeinschaft ohne "kirchlichen Segen", die von tiefer Liebe, tiefem Verständnis und Vertrauen der Partner füreinander getragen ist, gar nicht so selten eine höhere Dimension.  

63-677  Die Fragen setzen teilweise einen zu hohen Kenntnisstand kirchlicher Praxis und Theorie voraus, um beantwortet werden zu können.

63-678  Die Geschiedenen werden offiziell ausgegrenzt, die die Fremdgehen dürfen hingegen alle Sakramente empfangen!!!!!!

63-679  Die gelebte Realität in der Priester, Bischöfe, Caritas, .... unterscheidet sich fundamental vom erhobenen Anspruch. (Faber, Landau, Küberl, ... Umgang mit Pädophilie, ....)

63-680  Mir persönlich unverständlich ist, dass ich in der Beichte soviel ich weiß, keine Absolution erhalte, wenn ich ein zweites mal geheiratet habe, was sowieso nur "weltlich" möglich ist.

63-681  Wir sind Kirche und wir sind das Volk

63-682  Für viele (Laien und Klerus) sind kirchliche Regeln keine Hilfe mehr.

63-683  Es wäre wünschenswert, wenn die institution Kirche im 21. Jahrhundert ankommen würde. Wir haben mit sehr vielen Änderungen im Alltagsleben zu tun und es sind nun andere Verhältnisse. Wir haben jetzt hoffentlich wirklich einen Papst bekommen, der sich darüber Gedanken macht.

63-684  Die Antworten auf den Punkt 4d beziehen sich NUR auf die Gläubigen in unserem Umfeld!!!!

63-685  zu 4.16: Entweder gibt es ein Kirchenrecht - wie kann ein "kleiner Pfarrer" sowas entscheiden!

63-686  Begriffe wie 'Irregularität', 'Sünde' etc. haben in Fragen der Partnerschaft m.E. keinen Platz. Es geht lediglich darum wie die Partner auf einander zu und eingehen! Daher sind hier kirchliche 'Prozesse' auch sicher fehl am Platz (die gehören vors Gericht oder in die topmodischen Firmen).

63-687  wie ja schon erwähnt, jeder "Sünder" ist, sollten alle auch am Leben der Kirche voll und ganz teilnehmen können

63-688  Ich lasse mir sowieso nicht verbieten, die Hlg. Kommunion zu empfangen. nicht von Priestern, die mir etwas vorschreiben -ich bin gläubig, obwohl geschieden und wiederverheiratet und ich bin deswegen kein schlechter Mensch, nur weil ich in jungen Jahren die falsche Entscheidung getroffen habe, die übrigens auch von der Kirche getrieben war: man muss heiraten, wenn man mit jemandem zusammen ist.ich hatte also die Wahl zwischen 2 Verfehlungen: mit jemandem ohne Heirat zusammen zu sein, oder später sich von dieser Ehe zu verabschieden.

63-689  Ganz schwieriges Thema . . . .   Die Kirche sollte die Antworten vielleicht bei sich selber suchen . . .  warum gibt es so viele sexuell aktive Priester trotz Zölibat ?   Wie viele Priester haben heimlich eine Beziehung und werden trotzdem / gerade deswegen von Ihrer Gemeinde zu 100 % unterstützt ?   warum kann es in der Kirche nicht eine Gruppe jender geben welche den Zölibat ohne daran zu zerbrechen leben können ( " Fasse, wer es fassen kann" ) und alle anderen Pfarrer und Priester werden von dieser Folter befreit.  damit ist schon klar dass ein Zölibat nur in Klöstern seinen Platz haben kann.  Sakrament der Ehe: zwei sind verheiratet, haben Kinder und streiten und quälen sich ein Leben lang.  zwei andere leben in " wilder Ehe" haben Kinder und gehen liebevoll ein Leben lang miteinander um.  Wo befindet sich jetzt das Sakrament ?   Die Fragen werden schwieriger.  Die Antworten werden Schwieriger.

63-690  Vor 20 Jahren noch war es für viele Menschen bedauerlich, wenn sie von der katholischen Kirche oder der Pfarrgemeinschaft nicht wertgeschätzt wurden wegen irregulärer Lebensgemeinschaften. Heute drehen sich die Menschen um und gehen. Es gibt so viele irreguläre Lebensgemeinschaften, dass sie nicht mehr als irregulär empfunden werden. Die Menschen benötigen die Zustimmung und Wertschätzung der katholischen Kirche nicht mehr. Sie erhalten diese von der Gesellschaft auch außerhalb des religiösen Lebens. Die christlichen Kirchen hätten eigentlich wesentlich mehr zu bieten an Glaubensinhalten als dieses kleinlich-dumme Spiel um die Regularität von Lebensgemeinschaften. Es wäre besser, alle Lebensgemeinschaften wertzuschätzen, die zwischen Erwachsenen in Einvernehmlichkeit geschlossen werden. Dann könnte die kathol. Kirche innerhalb dieser Strukturen ihre wirklich wertvollen Inhalte der Nächstenliebe, der Kindererziehung, der Weitergabe des Glaubens usw. einbringen. Dann würde ihr vielleicht wieder zugehört.

63-691  der begriff "irreguläre" lg ist abzulehnen - bei solchen verlässlichen partnerschaften, noch dazu mit kindern, ist die barmherzigkeit gottes, die jedem zugesagt ist, in den vordergrund zu stellen.

63-692  die Kranken und Sünder brauchen die Hilfe Gottes zur Heilung /Genesung  mehr als die Gesunden...

63-693  Warum sollte man eine einmal eingegangene Ehe annulieren lassen?? Annulierung nein, sie hatte ja einmal bestanden. Was ist dann mit den Kindern, die aus dieser Ehe hervorgegangen sind? Werden die auch annuliert? Für mich eine reine "Augenauswischerei". Eine Ehe kann scheitern, dann unbürokratische beendet werden.

63-694  Ich bin eine Betroffene. Ich habe alles versucht, meine Ehe zu retten, aber ich wusste, wenn wir uns nicht scheiden lassen, gehe ich zugrunde (ständiger psychischer Druck durch den damaligen Ehemann). Ich war immer gläubig, habe am kirchlichen Leben als Lektorin, Kantorin, Kommunionhelferin und in der Kinderliturgie teilgenommen und habe mich nach der Scheidung von der Kirche überhaupt nicht unterstützt gefühlt. Priester, die meine Situation kennen, lassen mich weiterhin zu Kommunion gehen. Das ist aber alles. Und nicht genug!

63-695  Vorbildliche Ausnahme: Pfarre St. Thekla, 1040, Wiedner Hauptstraße Ein Ort der Offenheit und Barmherzigkeit! Mit tollen, weltoffenen Priestern! Vielleicht gibt es aber eh viel mehr solcher Gemeinden!

63-696  Zum Glück gibt es einige Gemeinden bzw. Pfarrer, die diese Menschen als Mensch behandeln und nicht als Sünder sehen.

63-697  Die Ehe im kirhclichen Sinn sollte eine gewisse Wertigkeit behalten, in welchem Ausmaß auch immer. Jedoch ist der offizielle Umgang mit "Gescheiterten" ein Inbegriff von Unbarmherzigkeit und steht im krassen Widerspruch zu dem, was die katholische Kirche vorgibt zu sein bzw zu vertreten.

63-698  Priester, die einem(r) wiederverheiratetem Geschiedenen Sakramente verweigert, begeht ein Verbrechen(!) - an der Barmherzigkeit Gottes und sollte - nach Abmahnung - suspendiert werden

63-699  GESCHIEDENE SIND ALL ZU OFT " SCHIEF " ANGESCHAUT ( worden ).  BITTE UM BARMHERZIGKEIT IN DER KIRCHE.

63-700  Es ist momentan sehr vom einzelnen Priester abhängig wie die Fragen der Sexualität, lebensgemeinschaften, Scheidung etc. behandelt werden. Ich hielte es für unbedingt nötig hier eine gemeinsame, moderne Linie vorzugeben

63-701  die Kirche wird früher oder später der Praxis der Gläubigen im Alltag folgen müssen.Diese Öffnung der Kirche muß von Verständnis, Mitleid + Barmherzigkeit gegenüber den Schwächereren der Glaubensgemeinschaft (Armen, geistig und körperlich gezeichneten sowie sexuell  anders gepolten Menschen ).  

63-702  Glaube und Leben im Allgemeinen haben mehr miteinander zu tun als oft vermittelt wird

63-703  Ein Scheitern ist trotz bestem Willen bei einer Eheschließung immer möglich. Menschen verändern sich, Situationen verändern sich - oft auch ohne Zutun der Betroffenen. Wer sein Scheitern einsieht, ehrlich zugibt und darunter leidet, dem ist Gott barmherzig, den liebt Gott. Dieser Liebe Gottes muss die Kirche unter allen Umständen Rechnung tragen und Gescheiterten eine neue Chance zubilligen - im Namen und im Auftrag des liebenden Gottes!!!!

63-704  Glaube ist nicht an Gemeinschaften gebunden, sondern eine höchstpersönliche Angelegenheit

63-705  in meiner Pfarre ist absolut JEDER/JEDE willkommen und wird vom Priester mit offenen Armen angenommen

63-706  Geschiedene, Wiederverheiratete, Paare,die aus "Erbgründen"- jeder Partner hat Kinder aus einer vorherigen Beziehung- zusammenleben ohne Trauschein, da muss es für unsere Pfarrgemeinden zu einer ehrlichen Lösung kommen! Wenn ich nicht offiziell zusammenlebe, dann ist alles gut! Wenn ich mich ehrlich wieder verheirate dann bin ich ausgestoßen oder jedenfalls schwer sündhaft? Wo ist hier eine Logik, Aufrichtigkeit und Sinnhaftigkeit?

63-707  Das Verständnis von Priestern für diese Gläubigen allein reicht nicht aus, wenn ihnen gleichzeitig vermittelt wird, dass sie vom kirchlichen, insbesondere sakramentalen Leben ausgeschlossen sind. Die Barmherzigkeit Gottes zeigt sich ihnen nur, wenn sie als vollberechtigte Christen am kirchlichen Leben teilhaben dürfen.

63-708  Es gibt bei diesen Fragen keine Untetscheidung zwischen gottgläubigen Christen und regimetreuen, Rom gefügigen Katholiken. Viele Gläubige kümmern sich zu Recht wenig um die Vorschriften eines weltfremden autoritären antiquierten Herrschaftssystems.

63-709  zu 4.14 Nach meiner Auffassung sind viele oder zumindest einige Priester zum barmherzigen Umgang bereit, werden aber durch die kirchliche Lehre darin behindert!

63-710  wenn es menschen hilft, die sakramente zu empfangen, am kirchlichen leben teilzunehmen, dann kann man sie nicht ausschließen. sie suchen gemeinschaft, trost und unterstützung. für mich ist es die vorrangige aufgabe einer kirchlichen gemeinschaft.

63-711  Viele Gläubige, die nach einer gescheiterten Ehe wieder zivilrechtlich verheiratet bzw. wieder in einer Beziehung leben, wissen, dass sie nicht zu manchen Sakramenten zugelassen sind. Viele fühlen sich verletzt und wollen mit "dieser" Kirche nichts mehr zu tun haben. Manche fühlen sich "nur" verletzt, und leiden unter dieser Situation. Ihnen werden zusätzlich noch durch diese Handhabung Schuldgefühle aufgebürdet. 

63-712  Vielfach fehlt der Mut zum Bekenntnis zur Ehe, aoder uch die Angst vor dem Scheitern.

63-713  Die Fragen nach "diesen Gläubigen" wurden von mir mit Blick auf wiederverheiratete Geschidene beantwortet. Personen die ohne Trauschein zusammenleben, werden in Österreich in keiner Weise ausgegrenzt oder "schief" angeschaut. Wenn die Paare erst mit zB 30 heiraten, ist es völlig normal, dass sie schon vorher zusammenleben. Wollte die Kirche auf der "Irregularität" auch dieses Zusammenlebens beharren, so würde sie die letzten Jungen aus den Gemeinden vertreiben. Von den Paaren, die in den letzten fünfzehn Jahren in unserer Pfarre in der Ehevorbereitung waren, ist mir keines in Erinnerung, das nicht schon vor der Trauung zuammengelebt hätte.

63-714  Belohnung? Um Gottes Willen - machen wir jetzt wieder Ablasshandel???? Wer zum Henker hat sich diese Fragen ausgedacht....

63-715  Es geht nicht an, daß ein Großteil der Getauften auf Grund ihrer Lebensumstände an der Gemeinschaft der Gläubigen nicht teilnehmen sollte.

63-716  Priester haben für "irreguläre" Lebensgemeinschaften mehr Verständnis als so mancher Bischof und das ist gut so, sonst würden noch mehr Personen der Kirche den Rücken kehren und austreten.

63-717  Ein älterer Mann in meinem Umfeld (er wäre jetzt 90) hat sehr unter der Situation gelitten, dass er als Geschiedener und Wiederverheirateter von der Kommunion ausgeschlossen ist. Das, obwohl er über 35 Jahre lang eine fast unerträgliche Ehe ertragen hat und die Scheidung erst nach langen Gewissensprüfungen eingereicht hatte. Wie viel Leid wäre diesem Mann und vielleicht auch seiner Frau und den Kindern erspart geblieben, hätte eine moderne offene Kirche Wege der Begleitung in solchen Krisen entwickelt, vielleicht auch psychotherapeutische Hilfsangebote, Begleitung der Familie und damit die Möglichkeit, allen Betroffenen der Krise die Möglichkeit der Verarbeitung zu geben, damit sie sich in ihrem Leben wieder (und ev. auch neu) orientieren oder auch wieder zusammenfinden. Formelhafte Forderungen sind gar keine Hilfe sondern eine Zumutung.   Zum Glück hat dieser Mann einen Pfarrer gefunden, der ihm ein guter Gesprächspartner war und ihm auch den Weg zur Kommunion geöffnet hat.   Die meisten, schätze ich, geben aber auf und suchen nicht lang.   Das Sakrament ist Stärkung im Glauben - und als solches natürlich Hilfe für den Gläubigen. Wenn es Belohnung für Bravheit wäre, wäre es ein Werkzeug der Entmündigung. Das entspricht einem sehr veralteten Bild vom Menschen und meiner Meinung nach auch von Gott. Gott will uns sicher nicht als Knechte - sondern als Wesen, die seine Werkzeuge Geist, Verstand und Sprache selbständig zu gebrauchen wissen ....

63-718  Diese Fragen sind schwer zu beantworten, wenn man nicht selbst in der Situation ist

63-719  es ist schwierig allgemein gültige aussagen zu machen - ist von fall zu fall, von pfarre zu pfarre wahrscheinlich verschieden

63-720  

63-721  man kann nicht alle Priester in einen Topf werfen

63-722  Auch in der Verantwortung der Kirchen und der Gesellschaft den Kindern gegenüber ist den getrennten Eltern zu verstehen zu geben, dass sie zwar in einer wichtigen Sache versagt haben, sie aber als einzelne Menschen immer noch wertvoll sind.

63-723  Wenn ein verheiratetes Paar, das wirklich aus Liebe geheiratet hat zu dem wohlüberlegten und nach gründlicher Überlegung und Prüfung zu dem Entschluss kommt, dass eine Trennung für beide eine positive Veränderung darstellen würde, wen stört das? Und wer hat dadurch einen Nachteil? Und wenn zwei geschiedene eine Beziehung eingehen, die weiderum für beide eine positiver Veränderung darstellt, was soll dem widersprechen?

63-724  Manche Priester lassen geschiedene Wiederverheiratete zu den Sakramenten zu, leider viel zu wenig, die meisten Priester sind rückständig und halten nur am Alten fest

63-725  Warum richten wir und überlassen das nicht Gott? Wenn jemand es sich wirklich eingehend überlegt (nicht leichtfertig entscheidet) und den Weg zu Gott sucht, soll die Kirche helfen - diese brauchen die Hilfe dringend! Bitte bildet die kirchlichen Vertreter dazu aus und unterstützt sie in dieser wichtigen Tätigkeit, ein "Schäfchen" mehr zu Christus zu führen!

63-726  Die Sakramente der Eucharistie und Buße sollen Hilfen und Stärkungen für den Glauben sein und nicht Werkzeuge des Entzuges von Glaubenshilfen sein. Schon gar nicht als "Strafkeulen" dienen.

63-727  Wenn es das eigene Gewissen und das Gewissen des Priesters oder dessen Unkenntnis zulässt, werden Sakramente, wie die Kommunion, auch heute schon den wiederverheirateten Geschiedenen gespendet! Es ist also nur eine Frage der Anpassung der Regeln an die Realität!

63-728  Ich suche mir die Pfarren aus, wo ich mich auch als nicht kirchlich Verheiratete einbringen kann. Andere Pfarren meide ich.

63-729  Die Kirche müsste sich verstärkt jenen widmen, die den religiösen Halt verloren haben und Hilfe suchen.

63-730  Die Kirche sollte sich nie anmaßen, belohnen zu dürfen!

63-731  Annullierung kann (ehrlicherweise) nur bei tatsächlich nicht geschlossenen Ehen angewandt werden. Andere Ehen scheitern und benötigen daher neue Formen der "Auflösung" der Ehe.

63-732  Besonders skandalös ist die sog Exkommunikation wiederverheirateter Geschiedener ohne Differenzierung nach den Gründen für das Scheitern der (auch kirchlich geschlossenen) Ehe. Aber kann die Kirche überhaupt jemanden von den Sakramenten ausschließen, der sie aus innerer Überzeugung empfangen will?

63-733  Der Bereich der Lebensgemeinschaft in Beziehung mit Glauben und Kirche ist ein heikler und intimer Bereich. Jedwede Entscheidung in den Belangen Scheidung, Ausschluss aus den Sakramenten, Wiederverheiratung sollte deswegen stehts besonders Bedacht geschehen.  Meiner Meinung nach ist die Letztausrichtung am Leben und den Lehren Jesu zu vollziehen.  Gott möchte unser Glück (auch/besonders unser Eheliches). Es ist die Freiheit des Menschen die eine Auflösung und Annulierung notwendig zu machen scheint. Ob dies, und da sind auch alle besonders schwierigen Sachverhalte miteingeschlossen, tatsächlich Gottes Wille ist wage ich in jeder Weise zu bestreiten. Ich berufe mich hierbei auf Jesu Aussage hinsichtlich dieses Themas, indem er auf die Hartherzigkeit der Menschen hinweißt.  Die eheliche Verbindung mit Gott im Bunde muss eine ewige sein, soll sie auch wirklich aller irdischer Anfechtung standhalten.

63-734  4.5-4.7 Wer sind die "Gläubigen"?-getaufte,die kaum am kirchl.Leben teilnehmen bzw.getaufte,denen es ein Anliegen ist am kirchl.Leben aktiv teilzunehmen,besonders auch mit Kindern?  4.15-4.16 je nach Priester in der Ortskirche

63-735  gute Fragen -  die Barmherzigkeit Gottes   d a r f   durch Menschen nicht eingeschränkt werden!!!

63-736  Es ist zwischen vorehlichen oder nichtehelichen Lebensgemeinschaften auf der einen, und wiederverheirateten Geschiedenen auf der andren Seite zu unterscheiden, was das Verhalten und das Bewußtsein der Gläubigen betrifft:   Wer in "wilder Ehe" lebt, schert sich meist nicht um die Meinung der Kiche dazu, und nimmt üblicherweise am kirchlichen Leben teil wie vorher (das kümmert niemanden mehr heute). Geschiedene jedoch fühlen sich aufgrund der unbarmherzigen Haltung der Kirche gegenüber Wiederverheirateten was den Empfang der Sakramente betrifft, insbes. den Ausschluss von der Kommunion, (und da wird oft von den Menschen gar nicht unterschieden ob geschieden oder wiederverheiratet) schon von vornherein ausgegrenzt und bestraft. Sie erwarten auch keine Barmherzigkeit und Nachsicht (wobei es glücklicherweise ganz viele vernünftige und menschenfreundliche Priester gibt, wo sie sie fänden), und wenden sich von der Kiche ab. Sie FÜHLEN SICH VERURTEILT bevor sie überhaupt die Schwelle der Kiche überschreiten.

63-737  Wo lebt ihr? Welche Sakramente? Welcher Mensch macht sich gottgleich nach den Pharaonen?

63-738  Ich finde die Formulierung Annullierung nicht gut. Annullierung heißt nicht auflösen, sondern so tun als ob nie geschehen. Das geht ja nicht. Eine Ehe hat ja auch Folgen, zB Kinder, die kann man ja auch nicht ungeschehen machen. Eine einfache Erklärung wie in Frage 4.11 ist zwar besser als der jetzige Zustand, aber besser wäre eine kirchliche Mediation, die als Ritual, wenn sich nichts mehr ändern lässt zur Auflösung führt. Diese Mediation soll zu einem achtsamen Umgang miteinander auch nach der Auflösung führen. Mit Frage 4.17 kann ich nichts anfangen.

63-739  ich denke, daß auch bei "irregulären" lebensgemeinschaften wesentlich ist, ob die beiden menschen in liebe zueinander gefunden haben.

63-740  Es ist menschenverachtend, einen verzeihenden Gott zu predigen, aber Menschen zu verurteilen. Bis zur Trennung von meinem ersten Mann war ich akzeptiert als Sängerin in Chor und Musikgruppe, nach Bekanntwerden der Trennung wurde ich von einigen der ach so ehrsamen Pfarrmitglieder geschnitten. Das ist nicht das, was ich unter Christentum verstehe!

63-741  Die aktuelle Praxis, wiederverheiratete Geschiedene von den Sakramenten offiziell auszuschließen, führt meines Erachtens dazu, dass diese Gruppe aus der Kirche herausgedrängt wird. Ich finde es gut, dass bei anderen unverheirateten Paaren die Augen zugedrückt werden. Ehen einfach zu annullieren und damit zu sagen, es hätte sie nie gegeben, kommt mir sehr eigenartig vor. Wsl. wäre es für manche Menschen in kirchlichen Berufen eine Erleichterung - aber ich halte es nicht für der Weisheit letzten Schluss. Der katholische Trauritus schließt Formen der Scheidung m.E. nicht aus, da ja allein nach dem Willen bis ans Lebensende zusammen zu bleiben gefragt wird, und sich der ja ändern kann. 

63-742  In einer großen Stadt findet man, wenn man sucht, die richtige Gemeinde und den verständnisvollen hilfreichen Priester und/ oder die nötige Anonymität. In kleinen Gemeinden / am Land ist das oft schwierig.

63-743  Den Priestern ist es Wurst. Sie wollen nur nicht ohne JOB da stehen.

63-744  Gläubige in einer freien Lebensgemeinschaft sind meiner Ansicht nach keine Sünder! (die Fragen in diesem Abschnitt erscheinen mir sehr wertend formuliert)

63-745  Die kompetente Beurteilung von Beziehungsproblemen kann, wenn überhaupt, nur vom Pfarrer der betreffenden Gemeinde erfolgen. Eine Lösung der Frage gescheiterter Ehen könnte vielleicht so erfolgen wie in der Orthodoxen Kirche.

63-746  Viele Priester zeigen Verständnis für die Situation. Aber die Aussagen der Bischöfe und der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. oder zurechtweisende Predigten von sehr konservativen Priestern oder auch Laien schrecken die Menschen ab, weiterhin noch in die Kirche zu gehen oder sich von kirchlichen Stellen beraten zu lassen. Hier wird ein Ideal von Ehe verlangt, dem die Menschen - auch die, die es verlangen - nicht entsprechen. Diese Kluft muss dringend verkleinert werden.

63-747  In der Kirchenpraxis gibt es seitens verständnisvoller Priester keine Ausgrenzung mehr- die Bertroffenen möchten naber nicht v.d.Barmherzigkeit des einzelnen Priesters abhängig sein,sie möchten v.d.offiziellen Kirche anerkannt werden.

63-748  Das Ideal der Unauflöslichkeit sollte selbstverständlich kirchliche Lehre bleiben. Die Bestrafung der Gescheiterten sollte kirchenrechtlich verboten werden.

63-749  Die Fragen 4.5 bis 4.9. beziehen sich auf "Gläubige", daher ist "immer" angehakt. Viele dieser Gläubigen haben sich aber aus Enttäuschung bereits von der Kirche abgewandt ! 4.14. und 4.16.: es dürfte in Österreich große Unterschiede zwischen Pfarren bzw. Priestern geben. Es fehlt die Antwortmöglichkeit "wird sehr unterschiedlich gehandhabt".

63-750  nehmen wir diee armen Geschiedenen oder Wiederverheirateten doch an. Unser Beispiel kann ihnen neue Wege zur Kirche öffnen, ihren eignen Weg neu zeigen

63-751  in Oberösterreich sind die meisten Priester sehr offen und ermutigen zum Sakramentenempfang 

63-752  Geschiedene sind nicht immer Sünder. Eine Annullierung ist keine Lösung. Was sollen sich Kinder denken, die aus einer annullierten Ehe stammen. Es ist nicht alles schwarz oder weiß& man kann trotz bester Vorsätze sich auseinanderleben.  Zum Sakramentenempfang, es gibt zum Glück Pfarren, in denen dies kein Problem ist. Ein Sakrament ist doch keine Belohnung, sondern Hilfe, ein Geschenk.

63-753  Sicher gibt es auch geschiedene Wiederverheiratete denen Glaube und Religion nichts bedeuten. Aber ich glaube sogar diese schmerzt der unsensible Umgang der Kirche mit ihrer Situation. Kirche sieht nur Schuld und Sünde, wo Ringen, Leiden, Verzweiflung und schließlich Resignation herrschen. Wenn dann Menschen Hilfe bei Gott, der Kirche und dem Sakrament suchen und es ihnen verwehrt wird. Finde ich es zu tiefst unchristlich und kleinkariert. Bzw. wenn diese Menschen nach der Scheidung nun wieder den Mut zu einer neuen Beziehung gefunden haben und dafür durch Sakramente gestärkt werden wollen so sollte sich die Kirche mit ihnen freuen, so wie es der liebende Gott tut.

63-754  In unserer Kultur ist es derzeit nicht üblich bzw erforderlich dass Ausgestoßene um Aufnahme bitten. Canossa war eine einmalige politische Situation! Wenn mich jemand nicht will, mich nicht nimmt wie ich bin - wozu soll ich Kontakt suchen? Die Kirche sollte FÜR ALLE offen stehen, besonders für jene die mit Mühsal beladen sind....

63-755  Es kommt halt  immer darauf an welchen Seelsorger man hat und wie dieser eigestellt ist. Ich kenne einige Priester, sie sind alle ganz wunderbare, verständnissvolle, im Leben stehende Menschen und eine große Hilfe für Menschen in einer Kriese!!!

63-756  Bei aller Beachtung bestimmter Regeln sollte als oberstes Gebot die Frage stehen:Was würde Jesus dazu sagen?

63-757  Insgesamt: Unglückliche Regelung - kann durch die Fragen schlecht differenziert beantwortet werden. Den Menschen ist ihre Situation großteils bewußt, wollen auch deshalb vielfach nicht heiraten, weil damit quasi das Scheitern "schicksalshaft" verbunden wird. Das gilt m.M.n. auch für nichtreligiöse Menschen, die ebenfalls nicht heiraten, um ihr "Glück der Partnerschaft" nicht zu gefährden. Dazu werden teure Notarielle Verträge gewählt, die jedoch weniger Schutz als das zivile Eherecht bieten.

63-758  annulierung glaube ich kann nicht der weg der zukunft sein bei so vielen ehescheidungen, sondern eher der weg der orthodoxen kirche, die gottes barmherzigkeit in den vordergrund setzt

63-759  Der Umgang der Kirche mit "freien" Lebensgemeinschaften und Geschiedenen sowie wiederverheirateten Geschiedenen ist unchristlich

63-760  es gibt "Gott sei Dank" offene Pfarrer, die sich über veraltete, harte kirchliche Gesetze hinwegsetzen - leider erziehen die "Priesterseminare" sehr konservative neue Geistliche heran teilweise ist diese Fragestellung schon zu konservativ - wer Sehnsucht nach den Sakramenten hat, soll sie auch bekommen - ohne dass er befragt wird!!!!!!

63-761  Da ca. die Hälfter aller Ehen geschieden werden, wird es unbedingt erforderlich sein, sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen und nach Lösungen zu suchen.  Ich frage mich immer wieder, wie Paare mit Kindern ihre Ehe  kirchlich annulieren lassen können???

63-762  Gott sei Dank gibt es Priester, die nach ihrem Gewissen handeln und von der Möglichkeit der Epikie Gebrauch machen.

63-763  Gründe anschauen warum Lebensgemeischaft `irregulär`.

63-764  zu Punkt 4.11, 4.12, 4.13 und 4.14 : Kirchenferne Personen werden von der Kirche  bei Eheproblemen keine Hilfe erwarten.Menschen,die ihr Leben in der Kirche und mit der Kirche gestalten, erwarten jedoch Begleitung und Trost und Hilfe.

63-765  Ja, es gibt Gott sei Dank Priester, die sich auf ihr Gewissen berufen und gegen die kirchliche Lehre handeln (aber so, wie Jesus es getan hätte). Ich weiß nicht ob es viele davon gibt, aber ich hoffe es.

63-766  Genaue Daten sind mir nicht bekannt Entweder fühlen sie sich ausgeschlossen oder es ist ihnen gleichgültig

63-767  unter entsprechenden Voraussetzungen (Interesse an aktiver Teilnahme am Leben der Kirche, dauerhaft verantwortete neue Lebensgemeinschaft u.a. zu prüfende Umstände) soll der Sakramentenempfang für Wiederverheiratete Geschiedene  unbedingt ermöglicht werden, der Barmherzigkeit Jesu darf die Kirche nicht im Wege stehen und Menschen lebenslang ausgrenzen

63-768  Wie bereits erwähnt, sollte jeder Gläubige gleich behandelt werden. Vor Gott sind alle Menschen gleich. Es gibt mit Sicherheit Pfarren, wo dies funktioniert.  Bei uns jedenfalls nicht. Unser Herr Pfarrer (Dr. Gerhard Maria Wagner) begegnet diesen Menschen eher mit Missachtung als mit Barmherzigkeit. Am liebsten wäre es ihm, dass sie die Kirche nicht betreten. Ebenso übrigens Andersgläubige. Zumindest enspricht dies meinem Gefühl. Es gibt zwar Ausnahmen, aber er ist sehr konservativ.

63-769  Sakramente sind Hilfen auf dem Glaubensweg.

63-770  Geschiedene, die in meiner Pfarre eine Aufgabe übernehmen wollen, werden akzeptiert. Sie haben keine Möglichkeit, über ihr seelisches Befinden oder ihre Probleme zu reden, da dies ein Tabuthema ist.

63-771  Die Kirche sollte die Richterposition endlich aufgeben und Gottes Barmherzigkeit ausüben!

63-772  Ich in diesen Fragen spiegelt sich die Bevormundung der "Gläubigen" sehr stark. Will der Klerus nicht, dass die Menschen erwachsen werden, und dann auch Rat und Begleitung suchen? Aber die Mutter, die aus Männen besteht, kaut alles vor!

63-773  ich verstehe ein Sakrament jedenfalls als Hilfestellung und nicht als Belohnung

63-774  Ich habe keinen Einblick, inwieweit Wiederverheiratete von Priestern begleitet werden. Die Hilfe durch die Priester sollte aber nicht deshalb sein, weil eine irreguläre Situation" vorliegt, sondern weil es da einen Menschen gibt, der enttäuscht ist, gescheitert ist, Probleme hat, vielleicht mit einem Kind zurecht kommen muss: Die Liebe zum Menschen muss im Vordergrund stehen!! Jesus hat die Ehebrecherin nicht verurteilt, wie kann er da eine Frau verurteilen, die sich von ihrem schlagenden Mann trennt?? Und.: Selbstverständlich brauchen gerade diese Menschzen cdie Zuwendung Gottes im Zeichen der Sakramente - wenn sie diese wollen! Denn gerade für jene, für die dies wichtig ist, ist es besonders schmerzlich , nicht zum Tisch des Herrn gehen zu können (jene, die sich ohnehion nicht kirchlich gebunden fühlen, trotz kirchlicher Eheschließung, ist es ohnehin egal, aber die sind nicht das Maß dafür).

63-775  Das Sakrament müssen die Gläubigen selbst verantworten.

63-776  Ein Sakrament sollte immer eine Hilfe sein und nie eine Belohnung! zu 4.16 kann ich nicht beurteilen! Alle Glaubensgemeinschaften die ich kenne sind über Neuzugänge froh. Menschenfischer ist das nicht auch die Aufgabe unserer katholischen Kirche?

63-777  Es gibt solche und solche Priester! Sehr gütige, aber auch sehr "strenge"

63-778  Wenn sich Gläubige scheiden lassen, sollte es kirchliche Scheidung erst nach einer Beratung geben, vgl. Abtreibung.

63-779  Ich erlebe die Priester im Umgang mit Paaren in "irregulären" Lebensgemeinschaften sehr unterschiedlich. Manche haben Verständnis und geben diesen Paaren Raum um am kirchlichen Leben teilzunehmen, anderes sind sehr unverständnisvoll und verurteilen diese Menschen, geben ihnen keine Möglichkeit ihr kirchliches Leben auszuüben, vermitteln ihnen ständig ihre Schuld.

63-780  Warum will die Kirche ausgerechnet für dieses eine Vergehen, die Auflösung einer Ehe, die Kommunion verweigern? Mit welchen Recht?

63-781  Wenn der Kirche diese Menschen ein Anliegen sind, wird es höchste Zeit, dass sie sich um sie bemüht, bevor alle davonlaufen. Meiner Meinung nach sollte vor allem das Beispiel Jesu, der auf die "Sünder" zugegangen ist, als Vorbild dienen. Und wer von uns ist ohne Schuld, auch wenn er/sie vielleicht nach außen als gut verheiratet und vorbildlicher Elternteil wirkt? Der Schein trügt oft ...

63-782  individuelle Wege verantwortlicher Seelsorger müssen oft am offiziellen  kirchenrechtl. Standpunkt Hindernisse überwinden.

63-783  also, es bleibt GEschiedenen-Wiederverheirateten ja gar nichts anderes übrig, als die kirchlichen Regeln zu ignorieren, weil sonst müssten sie ja ein schlechtes Gewissen haben, Gott sei Dank ist die Praxis anders. Der Glaube liegt für mich wieder auf einer anderen Ebene.

63-784  unser Ortspriester hat nach einem sehr persönlichen Gespräch wohl signalisiert, dass er wohl gerne Barmherzigkeit üben würde, aber ihm es von der Kirchenlehre ausgehend untersagt ist.