Kommentare betreffendWeitergabe des Glaubens in der Familie

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Q41-1  die Eltern sind heute nur ein kleiner Teil der Erziehenden, am besten geht es wohl in lebendigen überschaubaren Gemeinden, wo sich alle kennen.

Q41-2  Wir sind eine sehr katholische Familie. Außer den täglichen Gebeten und den Festen im Kirchenjahr haben wir auch immer Wert darauf gelegt, "die Stimme Gottes" zu hören und aus der Liebe Gottes zu leben. Dennoch haben sich alle Kinder von der Kirche verabschiedet. Zu fern den Menschen, bezüglich Missbrauch sogar kriminell, von der Liebe Gottes nichts spürbar.

Q41-3  Die Lehre der Kirche ist so lebensfern, dass die Menschen oft gar nicht in Betracht ziehen, die Regelungen der Kirche umzusetzen. Wenn man die Latte zu hoch legt, gehen die Leute unten durch. Wenn die Idealvorstellungen nicht erreicht werden, ist die Kirche nicht mit Anleitung und Hilfe da, sondern mit Strafe wie Kommunionverbot, Verbot von Ehrenämtern und Ausgrenzung.

Q41-4  Junge Eltern haben nur mehr wenig religiöse Erziehung erlebt und können sie daher auch nicht mehr weiter geben

Q41-5  Die Weitergabe wird natürlich einerseits durch die profane Gesellschaft negativ beeinflusst und zum anderen durch die z.T. "weltfremde" Religiosität, Moral- und Glaubenslehre der Kirche (Lehramt-Bischöfe,Priester)erschwert!

Q41-6  Weitergabe des Glaubens - immer abhängig von der selbst erfahrenen Lebenswelt. Grundsätzlich geben Eltern automatisch das weiter, was ihnen "heilig" ist.

Q41-7  Das wird das brennende Problem der Zukunft sein! Glaube ist nicht ein moralisches Befolgen von Katechismusgrundsätzen (Dogmatischer Glaube, sondern eine Beziehungsgemeinschaft mit Gott und untereinander, die auf dem gemeinsamen Hören des Wortes Gottes beruht.

Q41-8  Die Weitergabe des Glaubens ist nicht das Problem& die Sehnsucht, an etwas zu glauben, ist den meisten Menschen mitgegeben. Das Problem ist überwiegend die Kirche, wie sie sich (auch heute) präsentiert - es geht vielfach nicht um die Liebe zum Menschen, sondern um die Liebe zu weltlichen Dingen (z.B. Einfluß, Macht, Ansehen ...). Die Pastoral wird nicht wirklich zur Drehscheibe der Kirche, sie wird eher "mitgenommen". Es gibt zuwenig gute Antworten auf zu viele schwierige Fragen. Damit krankt es auch an der Weitergabe des Glaubens.   

Q41-9  Glaube kann nicht "weitergegeben" werden! - Glaube ist eine Gnade, heißt es doch, oder?! Kinder können erleben, wie Eltern aus dem Glauben leben - oder eben nicht - und wie das auf den Glauben der Kinder (in deren Erwachsenenalter) dann wirkt, liegt außerhalb des Einflussbereichs der Eltern!

Q41-10  Das Medienverbundprogramm des ORF vor mehr als 30 Jahren war dazu eine große Hilfe. Im digitalen Zeitalter sollte die Kirche mehr neue Wege probieren. Kathpress allein ist zu wenig. Die Medienreferenten der Diözesen haben eine schwierige Aufgabe...

Q41-11  Die Mütter haben das früher gemacht. Die heutigen Frauen haben aber eine zunehmend große Distanz zur Kirche - die Pille trennt!

Q41-12  Junge Leute sind heute von der Gesellschaft oft stärker geprägt als von den Eltern. Oft haben religiöse Eltern sowohl gläubige wie auch ungläubige Kinder (in der selben Familie).

Q41-13  Ich bin 74 Jahre alt, habe mit meinem Mann drei Söhne katholisch erzogen, sie waren alle drei Ministranten bis zum 20. lebensjahr. Wo sie heute stehen in der katholischen Kirche ist die ganz große Frage. Sie sind erwachsen und entscheiden selbst. Sie sind der Kirche eher abgeneigt. Wir geben den Glauben nur weiter, indem wir als Eltern versuchen, glaubwürdig zu leben.

Q41-14  Ich möchte meinen Kindern vermitteln, dass mir mein Glaube - so wie ich das Evangelium verstehe - Vertrauen in das Leben geschenkt hat. Das erfahren sie in der Familie im gegenseitigen Umgang. Kirchliche Lehren können sie bei Bedarf je nach Bildungsstand und Interesse selbst erwerben. Ich empfehle ihnen, die Gemeinschaft mit Menschen ihres Alters und ihrer Gesinnung zu suchen und zu schauen, ob christliche Traditionen für sie wichtig sind.

Q41-15  wichtiges und nebensächliches sind ein kunterbunt niemand weiß, wozu der glaube gut sein soll

Q41-16  In einer so Modernen ist es schwierig, einer total aufgeklärten Jugend verstaubte Ansichten zu vermitteln!

Q41-17  Ein Problem sind die Predigten. Wen interessiert schon die Wiederholung des Evangeliums? Was nützen abstrakte exegetische Traktate (wie die langen, monotonen und vom Blatt gelesenenen Weihnachts- und Osterpredigten Benedikts XVI.)? Konkrete Probleme aufgreifen und nicht nur mit Weihwasser "aufweichen"!

Q41-18  Ich erteilte als Laie während mehrerer Jahre Religionsunterricht (eher Lebednskunde auf oekumen. Basis) auf der Schul-Oberstufe, s'war Freiwilligenarbeit. Da merkte ich, dass wir Rel-U. Erteilenden weder gut vorbereitet noch adäquat begleitet waren. Es gab nur eine kurze Vorbereitungs-Sitzung und los gig's. Da machte ich schriftlich Vorschläge dazu, wie die R-U Erteilenden Freiwilligen besser begleitiet werden könnten und ich plädierte vor allem für Weiterbildung. Ich belegte meine Vorschläge mit einem Fachbuch-Auszug und mit einem erst kurz voher dazu erschienenen Empfehlungsschreiben der Schweizer Bischöfe. Der Pfarrer machte mich lächlerlich und verurteilte die Autoren des Schreibens als "konservativ". Kaum zu glauben, dass ein Pfarrer - um die 45 und damit noch jung - so zynisch und frech reagieren konnte. Dazu kam noch, dass er das Schreiben zwar erhalten, aber vorher nicht gelesen hatte.  Weiterbildung und fachlich gute Begleitung der RU-Erteilenden Freiwilligen hätte allen, den Schülern, Familien und auch der Kirche nur Nutzen gebracht. Aber eben ... Später wurde ich wegen meiner Vorschläge wegen Angriffen gegen die für RU Verantwortliche Theologin vom Kircherat des Ortes verurteilt. Die "angegriffene" Dame entschuldigte sich allerdings bei mir später. Eine reformierte Kollegin, welche diese Vorgänge gut kannte, dankte mir. Leider seien ihr aber die Hände gebunden. Sie hatte nur ein kleines Teilpensum und musste Vorsichtig sein.    Leider verliert so die Qualität der religiösen Unterweisung. 

Q41-19  Glaube besteht nicht nur im Aufsagen von Gebeten und Formeln, sondern auch in der Weitergabe von Werten. Die Weitergabe von Werthaltungen gelingt sehr wohl, aber nicht die Weitergabe von religiösen Gewohnheiten samt Akzeptanz kirchlicher Vorschriften.

Q41-20  Ehepaare in Schwierigkeiten suchen kaum mehr den kath. Seelsorger auf, da sie von Seiten der Kirche kaum eine realitätsnahe Hilfe erwarten.  Die Menschen nehmen die sanktionierende Haltung der kath.Kirche wahr und haben das Vertrauen verloren. Das zeigt sich vor allen im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Nicht die Barmherzigkeit, von der Papst Franziskus redet, wird erfahren, sondern Ausschluss!

Q41-21  Da die Kirche weltfremde, nicht biblisch begründete Lehren lehrt (z.B. "Kathechismus der röm. kath. Kirche", ist die Weitergabe an junge, kritisch denkende Menschen unmöglich.

Q41-22  In der Schweiz hat die katholische Kirche in den reformierten Kirchen starke Konkurrenz und wird von ihnen auch beeinflusst. Der krasse Priestermangel (Pflichtzöibat!!) wird vermehrt durch Laientheologen (Gemeindeleiter) und privaten Einsatz von engagierten Pfarreimitgliedern / Familien abgepuffert.

Q41-23  ich lebe in Südafrika, nicht aber in österreich oder Deutschland

Q41-24  Spiritualität zu leben hat viele Facetten, eine davon kann das Gebet sein, aber auch gemeinsam Staunen, Philosophieren, Feiern und vor allem unbedingte Wertschätzung zu erfahren bilden eine wesentliche Basis für christliches Denken und Handeln.

Q41-25  Die Weitergabe des Kerns christlichen Glaubens funktioniert weitgehend, die von Menschen (der Kirche) im Laufe der sich verändernden Lebensbedingungen erdachten und als Dogma eingefrorenen Glaubenssätze werden kaum weitergegeben. 

Q41-26  Es hängt vom Glauben in der Familie ab, ob dieser noch weiter gegeben werden kann. Die Kirche ist hier wenig Unterstützung, zumal sie mit ihrer Lehre zu Sexualität, Ehe und Familie NICHT glaubwürdig ist, vor allem weil sie selbst nicht danach handelt!!!

Q41-27  Ich muss zugeben, da werden wir alle ein wenig sprachlos ... Fixe Formen nachbeten ist nicht mehr adäquat, neuere Formen finden verlangt eigene Engagement. Der Religionsunterricht ist eine segensreiche Stütze. Vor allem aber braucht es ehrliche Vorbilder, die eine geerdete Spiritualität leben. Das versuche ich selbst ...

Q41-28  ganz allgemein einer der "wundesten" Punkte für die Erhaltung des christlichen Glaubens überhaupt

Q41-29  Auch die Weitergabe des Glaubens ist für mich ein hoher Wert. Ich bin Religionslehrerin und würde mir wünschen, dass Kinder mehr von wirklich gelebtem Glauben in der Familie erfahren - dies ist aber in der heutigen Zeit wohl ein frommer Wunsch.

Q41-30  Die Familien sind derart im Stress heutzutage, dass kaum Zeit für  mitmenschliche Kontakte bleibt, geschweige denn für ein Zusammensitzen und Beten, noch dazu wenn vielleicht ein Ehepartner keinen Wert darauf legt.

Q41-31  Weitergabe des Glaubens ist keine Pflicht sondern ein Vorgang. Kinder übernehmen die Haltung der Eltern dem Leben gegenüber. Im Alten Gotteslob und in manchen Behelfen der Erzdiözese werden Begriffe verwendet, die die Jungen heute nicht mehr verstehen.  Es gibt eine Diskrepanz zwischen den Werten, die auch unsere Kinder in ihr Leben übernommen haben und der Zugehörigkeit zur "Amtskirche". Die für viele in der Gesellschaft keine Relevanz mehr hat.

Q41-32  wobei glaube nicht kirhcliche lehre heißt.

Q41-33  Glaube kann nicht "von oben" verordnet werden, auch nicht von "Rom". Er wird gelebt und erlebt und so auch ein Stück weitergegeben.

Q41-34  Die Tatsache, dass nur ein geringer Prozentsatz der Katholiken Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen besuchen, macht es für Pfarrer etc. sehr schwer, die Leute in einer Pfarrei zu erreichen.

Q41-35  das allgemeine Gesellschaftsmilieu zerstört Autoritäten in der Familie

Q41-36  Die ältere Generation ist oft noch in einem kindlichen  Glaubensverständnis steckengeblieben, das den berechtigten Anliegen der Religionskritik  gegenüber keine brauchbaren Antworten eines aufgeklärten,  erwachsenen  Glaubens bietet. In der Glaubensverkündigung  kommt die historisch -kritische Sicht der Bibel- auslegung  und das Eingeständnis  von Fehlern in der Kirchengeschichte zuwenig zur Sprache.Deshalb führt die Unsicherheit der Eltern  oft zur Entfremdung der jungen Generation von der religiösen Praxis.  

Q41-37  Viele haben heute selber wenige Kenntnisse und können diese auch nicht weitergeben. Früher wurde auch in den Haushalten mehr gebetet und wesentlich öfter in die Kirche gegangen.  Leider veraltet vor allem die Gemeinschaft die regelmäßig in die Kirche gehen und es ist auch nicht einfach dagegen anzuwirken. Der Reiz des Kirchengehens sollte wieder gehoben werden. Vielleicht könnte man auch darüber nachdenken die üblichen Zeiten zu ändern oder einfach einige Merkmale eine Gottesdienste zu verjüngen, vor allem die Lesungen.

Q41-38  Je mehr die Verantwortlichen in der Kirche die Liebe, die Nächstenliebe vorleben, umso bereiter werden Eltern, den Glauben in der Familie den Kindern vorzuleben. Wenn es die Kirchenverantwortlichen heute schaffen, in Thema Liebe, um 50%  voranzukommen, werden, 3 Genarationen später, Erfolge in der Größenordnung von 25% feststellbar sein.

Q41-39  Alle meine 3 Soehne waren Messdiener, einer war Obermessdiener. Jetzt gehen sie nicht mehr in die Kirche.

Q41-40  Vorbildlich ist die Kirche nur dann, wenn sie die Menschen liebevoll begleitet aber nicht bevormundet!

Q41-41  Generationskonflikt ist normal in allen Belangen. Es kommt darauf an, wie das Vertrauensverhältnis zwischen den Generationen ausgebildet ist. Mit welcher Kommunikationskultur auch Glauben etc. weitergegeben werden kann. Letzteres mag heute schwieriger sein als zuvor.

Q41-42  Die Realität der verschiedenen Familienformen, Patchwork-, bekenntnis- bzw, religionsverschieden Familien, wiederverheiratet Geschiedene erschweren eine Glaubensweitegabe. Hinzu kommt die Sturheit von kirchlichen Amtspersonen, z.B.: Mein Stiefsohn ist evangelisch, die Schwiegertochter ist katholisch. Vor der Erstkommunion der ersten Enkelin, wurde dem evangelischen Vater eindringlich nahegelegt, bei der Erstkommunion seiner Tochter nicht mit zur Kommunion gehen (Erzbistum Köln). Die Folge wird bestenfalls ein gelegentlicher Besuch der Sonntagsmesse sein. Als Theologe bin ich nicht bereit, den Schwachsinn, den das Lehramt seit Papst Johannes Paul II verkündet, weiterzugeben. Das entscheidende ist für mich das persönliche Gewissen.

Q41-43  Die Eltern haben große Probleme mit der Weitergabe des Glaubens, weil die konservativen Einstellungen bei den Eltern und vorallem bei den Jugendlichen durch die Kirche sehr erschwert sind.

Q41-44  Im Einfluss auf junge Menschen haben Eltern eine immer größer werdende Konkurrenz aus den gesellschaftlichen Strömungen

Q41-45  Eltern müssen heute überwiegend beide arbeiten gehen, weil ein Gehalt zum größten Teil von der Miete gefressen wird. DAs verlangt von Eltern heute viel mehr als in früheren Zeiten. Ich sehe auch keine Bestrebungen der Kirche die Menschen in der Sinnsuche adequat zu unterstützen. ...bis das der Tod Euch scheidet funktioniert aufgrund von viel Gründen kaum noch. Kommt auch aus einer Zeit wo Menschen viel früher starben und in dieser Zeit mehrere Partner hatten - Kindbettfieber,.... Völlig veraltet.

Q41-46  vorleben und betend abwarten

Q41-47  der tägliche Umgang untereinander in Freundlichkeit, Rücksicht, Höflichkeit und Liebe ist DAS Vorbild für Gebet und christlichem Glauben.  Das Gebet als Text-Plapperei ist sinnentleert.

Q41-48  Da viele junge Christen leider die Kirche eher als unglaubwürdig bzw. die Moral als doppelbödig ansehen wird der Glaube im Sinne der momentanen Kirche schwierig. Ältere Christen besinnen sich lieber auf die Urlehre Christi (dem Nächsten verbunden/hilfreich zur Seite stehen und somit auch Jesus Christus)und finden Halt in dieser. Damit ist auch eine Weitergabe des Glaubens leichter zu vertreten.

Q41-49  Die Familie ist der Platz, den Glauben weiter zu geben und auch unabhängig von kirchlichen Vorschriften zu diskutiern

Q41-50  Die Kirche lebt zu sehr in sich selbst. Sie sollte sich unbedingt der Welt öffnen. Dann würde man ihr auch ein Leben in der Familie zugestehen, weil die Gegenwart des Menschen gleichzeitig als Gegenwart der Kirche und des Glaubens erlebt werden würde. Viele Jugendliche haben sich leider bereits abgewendet und gehen auch nicht mehr in die Kirche- hier ist der Flass des Glaubens unterbrochen und kann nur sehr schwer wieder Bewegung aufnehmen.

Q41-51  Dadurch, dass viele Eltern selber große Defizite im Wissen und in der inneren Akzeptanz des Glaubens aufweisen, ist die Weitergabe eines lebendigen Christentums an ihre Kinder schwer möglich.

Q41-52  was heißt "Glauben in der Familie"? Der doktrinäre Glauben ist ja wohl kaum glaubwürdig für die Jugend...

Q41-53  Glauben ist heute nicht cool

Q41-54  Die eigene Unsicherheit in fragen des Glaubens ist wohl ein Haupthindernis für die Weitergabe. Wenn ich selber nicht überzeugt bin von einer Sache, soll ich damit die Kinder belasten? Zur Unsicherheit beigetragen hat neben vielen Gründen, die in unserer Zeit liegen, sicher auch die frühere Dominanz der Kirche, die bis in kleinste Kleinigkeiten das ganze christliche Leben vorschreiben wollte, mit Höllenstrafen gedroht hat. Was hat man uns älteren Menschen (ich bin 73) nicht alles erzählt in unserer Kindheit und Jugend, von dem heute keine Rede mehr ist. Aber so ist die Kirche unglaubwürdig geworden. Und dann kommt noch hinzu, wie sie mit Fehlern im Klerus und Inder Hierarchie umgeht, wo man wohl nicht mehr großzügiger sein konnte. Aber bei uns einfachen Gläubigen zieht man aller Register der Strenge. Ich kenne viel, die darunter vor allem in der Ehepastoral sehr gelitten haben und manche auch daran zerbrochen sind.

Q41-55   Eltern und Großeltern ist die Weitergabe ihres Glaubens oft ein großes Anliegen. Am besten gelingt das durch das gelebte Beispiel. Bei jungen Eltern steht meist die Sorge um das materielle familiäre Weiterkommen im Vordergrund. Viele Möglichkeiten schaffen dafür einen großen Anreiz. Die Rolle der Großeltern ist dabei wichtiger geworden.

Q41-56  Der erste Religionslehrer sollten die Eltern sein.

Q41-57  In strenggläubigen Familien werden die Kinder durch Zwang oft vom Glauben weggetrieben bzw. entwickeln Neurosen, Psychosen, das bis zum Suizid gehen kann(einige Fälle sind mir bekannt).

Q41-58  Gläubige Eltern leiden darunter, dass es auch ihnen schwerfällt, den Glauben an ihre Kinder weiter zu geben. Welche gründe das hat: Umwelteinflüsse o der allgemeine Glaubensabnahme...wissen sie selber nicht

Q41-59  Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es unsäglich schwer, den Unterschied von "Kirchenglaube" und "christlichem Gottesglauben" zu vermitteln, nicht nur den eigenen Kindern gegenüber.

Q41-60  Eltern, denen die Glaubensweitergabe ein anliegen ist, bemühen sich generell schon um Glaubensweitergabe, wenn auch oft mit wenig Erfolg.  Ein sehr wichtiger Faktor jedoch ist, dass in früheren Generationen viele Menschen offiziell zur Kirche gehört haben, weil es erwartet wurde, denen der Glauben aber wenig anliegen ist. Hier erfolgt sehr wenig Glaubensweitergabe an die nächste Generation. Junge Menschen, die selbst keine positiven Erfahrungen mit der Kirche abseits von Erstkommunion/Firmung und ev. Weihnachen haben, verlassen die Kirche oft, sobald die erste Kirchenbeitragsforderung bei ihnen einlangt.

Q41-61  Grund 1: junge Menschen, die sich paaren, also zu Paaren heranreifen, finden bei Schwierigkeiten keinen Ansprechpartner& Kirche und Pfarrer kommen so gut wie nicht vor. Grund 2: Ein Pfarrer in einer südosteuropäischen Gemeinde (Diaspora) zog jeden Freitagabend durch das Dorf, um eine Ikone aus der Dorfkirche in eine Familie zu tragen. Dort betee er mit dem Familienmitgliedern , nahm im Gespräch die Beichte ab und erteilte den Auftrag, morgens und abends, wenigstens aber einmal am Tag sich um die Ikone zu versammeln und gemeinsam zu beten. Am darauffolgenden Freitag holte er (in einer kleinen Prozession - er, 2 Ministranten und einige Leute,die ihm unbedingt folgen wollten) die Ikone wieder ab und trug sie zur nächsten Familie. Sonntags predigte er zu Themen, die in den Familien wichtig waren - und legte dazu das Evangelium aus. Anfangs verspottete man den Pfarrer, später konnte er sich vor Besuchswünschen nicht mehr retten. Ich habe ihn bewundert, mit welcher stoischen Gelassenheit er seine "Arbeit" tat. Im Weinberg des Herrn.....

Q41-62  Praktizierende Katholiken geben auch den Kindern den Glauben weiter. Deren Zahl ist aber stark rückläufig. Jugendliche auch aus "gut katholischen" Familien verlieren immer häufiger den Kontakt zur Kirche.

Q41-63  Den Glauben quasi "weiter zu geben" sollte man nicht zu eng sehen: Oft kommen Jugendliche erst viel später zu den Schätzen der Glaubensinhalte.

Q41-64  Ich habe meine nun 30 Jährige Tochter im Glauben erzogen, seit sie aber eine eigene Familie hat, erlebe ich, dass sie von der Taktik Wasser predigen und Wein saufen angewidert ist! Sie hat sich auch geweigert ihre Tochter taufen zu lassen, hat auch nicht kirhlich geheiratet.  Ich muss aber gestehen, dass ich keine Argumente dagegen aufbringen konnte und wollte.

Q41-65  Zum Teil wird der Glaube bzw. ein persönlicher Zugang zu "Gott und der Welt" weitergegeben. Dieser deckt sich aber in den seltensten Fällen mit der Lehrmeinung/mit dem "Glauben der Kirche"

Q41-66  Glaube kann nicht aufoktruiert werden, er sollte von den vorgenerationen freudig vorgelebt werden. Nachkommen werden den glauben nur annehmen,wenn er als hilfreicher weg, aus der liebe geboren, erfahren wurde.

Q41-67  So wie ich es gelert bekommen habe geben ich es auch teilweise weiter und manches ändert sich eben in einer Generation das soll aber am Grundgedanken nichts ändern es wird eben nur anders /Zeitgemäßer weitergegeben

Q41-68  Gemeinsam Liturgie feiern und selbst den Glauben praktizieren sind wahrscheinlich das Wichtigste.

Q41-69  Die Weitergabe des Glaubens an die Kinder durch die Eltern ist schwierig, denn viele Glaubenssätze werden von den Menschen einfach nicht mehr als sinnvoll erkannt, nicht mehr als den Worten Christi empfunden, wider das Naturrecht usw.  Weitergegeben kann in vielen Fällen nur das, was Christus gelehrt hat. Und das beträgt nur einen kleinen Teil der von der Kirche gelehrten Themen: wer, z.B. glaubt heute noch an die Jungfräulichkeit Mariens? So ein historischer Unsinn wird heute von fast niemandem mehr "weitergegeben". Auch nicht im Zuge des Religionsunterrichtes.

Q41-70  Der Glaube kann im Wesentlichen nur durch entsprechendes Verhalten weitergegeben werden. Wenn zwischen Glaubensbotschaften und Leben Übereinstimmung herrscht, dann kann ein Gespräch erst begonnen werden. Nicht jedem Menschen ist der Zugang zum Glauben (Vertrauen) geschenkt.

Q41-71  zur 6. (unbeantworteten) Frage: a) Es hängt sicher von der Einstellung des (häufig nicht mehr vorhandenen) Pfarrers vor Ort ab. b) Durch die Caritas - ja!  c) Durch die Verfolgung durch die Kirche z.B. gegen Donum Vitae - nein.

Q41-72  Ehepaare brauchen, wenn sie sich nicht selbst eine solide theologische/religiöse Basis zugelegt haben, für die Weitergabe des Glaubens in der Familie die Gemeinschaft der Glaubenden. Dabei ist die Kirche als Organisation teilweise wenig hilfreich.

Q41-73  Den Stellenwert der Weitergabe des Glaubens in der Familie, ist vielen Familien nicht bewusst bzw. nicht wichtig genug hat man oft den Eindruck.

Q41-74  Durch politische und gesellschaftliche Zwänge wird es jungen Eltern vielfach unmöglich gemacht, ihren eigenen Glauben sichtbar und damit beispielgebend zu leben. Ich, als 5-fache Großmutter, sehe eine wunderbare Aufgabe darin, meinen Enkelkindern das "Abenteuer GOTT" im Alltag vorzuleben, ihnen die Geborgenheit zu vermitteln, die ich selbst immer wieder empfinde! Das ist eine große Bereicherung meines Alters!

Q41-75  wenn Eltern von der Lehre überzeugt sind kann es ihnen gelingen den Glauben weiter zu geben.

Q41-76  Der Priestermangel macht fast unmöglich, den seelsorgerischen Aufgaben nachzukommen. Sie werden durch Bürokratie und organisatorische Aufgaben von der eigentlichen Aufgabe abgehalten. PfarrsekretärInnen wären für mehrere Pfarren gemeinsam anzudenken.

Q41-77  Der Einfluss der Familie bei der Weitergabe des Glaubens ist gesunken. Freunde und Freundinnen und vor allem die Medien haben einen großen Einfluss.

Q41-78  Es mangelt oft an der Erwachsenenausbildung im Glauben. Predigten genuegen nicht, und sind oft ueberhaupt nicht hilfreich. Vortraege mit ausgiebiger Gelegenheit fuer Diskussion sind noetig. Das Bibelstudium sollte angeregt werden.

Q41-79  Leider triften die Glaubenslehre der Kirche und der gelebte Glauben der Menschen immer mehr auseinander. Es gibt zwar in Europa keine Christenverfolgung mehr dafür aber eine Christenvertreibung aus den Kirchen, die eigentlich dem Volk Gottes zustehen und nicht ausschließlich dem Klerus und den kirchlichen Würdenträgern.

Q41-80  Durch das schreckliche Vorbild einer versteinerten, schwer überalterten Kirche ist es selbst für kirchlich engagierte Eltern sehr schwer, einer jungen Generation Kirche attraktiv darzustellen.

Q41-81  Eltern geben immer den Glauben weiter - und sei es der Glaube an Naturwissenschaft, Technik oder auch Geld! Das liegt in der Natur des Menschen. Sogar am Land unter Bauern wird immer weniger in die Kirche gegangen und wenn ja, dann eher aus Tradition oder wegen dem Frühschoppen. Was glauben Sie, was diese Eltern ihren Kindern weitergeben???

Q41-82  Zwischen Weitergabe des Glaubens und der kirchliche Lehre zu Sexualität und Ehe muss sehr differenziert werden. Nur weil die kirchliche Sexualmoral nicht mehr so weitergegeben wird, wie vom Lehramt angedacht, heißt es nicht, dass in den Familien der Glaube weniger gelebt wird. Aber die kirchliche Sexualmoral wird kaum mehr als Teil des Glaubens gesehen, schon gar nicht als wesentlicher Teil.

Q41-83  Ein großer Auftrag! Sollte noch mehr betont und dazu Betroffene unterstützt und instruiert werden.

Q41-84  Glaubensweitergabe ist deshalb so schwierig, weil den Eltern schon die Voraussetzungen dafür fehlen. Die Bindung an die Gemeinden ist meist so lose, dass Zugänge zu Fortbildungen in diesem Bereich nur in der Vorbereitung auf die Sakramente  (Eucharistie, Firmung)möglich sind. Dort fehlen aber die Katecheten. Die Pfarrer klinken sich meistens aus( Arbeitsüberlastung). Alles bleibt bei den ReligionslehrerInnen, die oft mehrere Pfarren zu betreuen haben und auch nur tun, was unbedingt notwendig ist. So wird eine große Chance vertan, mit Fernstehenden in Kontakt zu kommen.

Q41-85  Durch die Kinder finden oft die Eltern wieder temporär in den Gottesdienst. Die Priester verabsäumen aber durch eine sowohl für die Kinder als auch für die Eltern adäquate "Ansprache", dass das Interesse über die Erstkommunionverbereitung hinaus anhält. "Kinder - seid ihr alle da" - Begrüßungen zwar für Kinder eines bestimmten Alters ansprechend, aber für Jugendliche und Erwachsene auf Dauer abstoßend...

Q41-86  Im persönlichen Leben, im Berufsleben, bei den alltäglichen Schwierigkeiten werden die Menschen allein gelassen. "Gemeinschaft" gibt es meist nur sonntags, wo man sich im Sonntagsgewand bei der Heiligen Messe präsentiert und ein "gutes Leben" vorspielt.

Q41-87  Eltern geben ihren Kindern das weiter, was ihnen selbst wichtig ist, v.a. aber auch das, wofür sie eine Sprache gefunden haben. Die kirchliche Sprache ist nicht gerade kommunikationsfördernd, daher tun sich viele Eltern schwer mit der Glaubensweitergabe! Da die kirchliche Lehre zu Sexualität, Ehe u. Familie für viele MEnschen in vielen Punkten keine Autorität hat, wird diese auch nicht weitergegeben. Positiv ist, dass die Kirche viele Angebote (Elternbildung, Partner- u. Familienberatungsstellen) anbietet - leider werden die dort arbeitenden Fachkräfte immer wieder verdächtigt, "gegen die Kirche" zu arbeiten,..

Q41-88  Solange die Kinder klein sind ist es keine Problem, aber ab der Schule wird es immer schwieriger. Die Einflüsse der Umwelt (vor allem TV), der Freunde usw. sind kaum zu überwinden. Möglicherweise wird die in der Kindheit gelegte Saat später einmal aufgehen.

Q41-89  der Glaube selbst ist im Wandel& wie soll man aufgeklärten Jugendlichen die unsinnigen Dogmen der Glaubenslehre erklären???

Q41-90  Die Weitergabe des Glaubens kann nur ein Angebot der Eltern an die Kinder und Jugendlichen sein.

Q41-91  Fragt sich, was der Inhalt des Glaubens ist, sicher nicht der riesige Haufen an Asche, die seit Jahrhunderten mit der (kleinen) Glut transportiert wird. Kirche müsste zur Nachfolge Jesu einladen und sie selber zuerst überzeugend praktizieren.  Die obigen Fragen sind - wie im ganzen Fragebogen - zu wenig differenziert: Immer wird ein ganzer Komplex als selbstverständlich vorausgesetzt.

Q41-92  Was nützt das Beispiel und die Erziehung der glaubenden Eltern, wenn es z.B. innerhalb des Klerus keine charismatischen Persönlichkeiten gibt, zu denen Jugendliche aufschauen können.

Q41-93  Ich habe den Eindruck, dass junge Eltern auch aus religiös interessierten Stammfamilien heute schon soweit von der Kirche entfernt, dass sie den Glauben kaum mehr weitergeben können - sehr wohl aber Werte!

Q41-94  Wenn in der Sonntags Messe wieder  vermehrt der Glaube unterrichtet werden würde, könnten  die  Großeltern auch ihren Enkelkinder in Glaubenssachen beistehen.  Dasselbe  gilt  für  Eltern zu deren Kindern.  Mit Austritt aus der Schule  (Religionsunterricht) wird ganz selten Unterricht während der Predigt  erteilt.

Q41-95  Zur letzten Frage:  Eltern wären dazu oft liebend gerne bereit. Überholte, nicht zeitgemäße Strukturen und eine oft weltfremde Interpretation des Wort Gottes (wobei es nicht darum geht, den die Botschaft christi in ihrem Kern umzudeuten)machen es Eltern aber i. d. R. unmöglich, diesen Auftrag erfolgreich umzusetzen.

Q41-96  In meiner Familie wird das Tischgebet gepflegt, aber das ist eine große Ausnahme unter den Familien

Q41-97  In diesem Punkt kommt es sehr auf die äußeren Umstände an. In einer offenen und lebendigen Pfarre und in einer christlich geprägten Familie ist es leichter, Werte weiterzugeben und vor allem vorzuleben. Meine Antwort ist also sehr subjektiv geprägt.

Q41-98  Die Beantwortung der Fragen wird dadurch erschwert, dass unklar ist was oder wer als "Kirche" im Zusammenhang mit diesen Fragen gemeint ist? Wärend die Arbeit in den Pfarren vielfach hilfreich in vielerlei Hinsicht ist, ist die Amtkirche und ihre Lehre speziell im Fragen von Ehe, Familie und Sexualität vor allem ein Ärgernis, dem schon lange jegliches Vertrauen entzogen wurde. 

Q41-99  . Eltern stellen Materialismus in den Mittelpunkt ihres Lebens und Tuns und sind damit Vorbild für ihre Kinder! (Viele Stunden Arbeit für div. Anschaffungen ...) . Öffentliche Meinung: nur wer "etwas hat, gilt als erfolgreich!" -  . Nur Bares ist Wahres - Nur, was man sehen kann, nur was als Realität begreifbar ist, nur was man in die Hand nehmen kann, zählt! . Präsenz der informationsgebenden Medien: Das TV, das Internet, ... werden für die Bewerbung des Materiellen stärker genutzt als für die Bewerbung des Spirituellen

Q41-100  Durch die vielen Missstände in der Kirche ist es für Eltern mit fast erwachsenen Kindern schwierig Glauben zu vermitteln, denn oft können die jungen Menschen gar nicht verstehen aus dieser Kirche NICHT auszutreten. Viele Gespräche rutschen ab in Rechtfertigungsreden

Q41-101  Die Eltern sollen den Glauben lebendig und als Vorbild an die Kinder weitergeben

Q41-102  Eigene Glaubenserfahrung fehlen immer mehr, wie soll da etwas weitergeben werden können? Glaubensvermittlung bei Sakramenten ist oft Erstbegegnung mit dem Glauben"!

Q41-103  1. es ist fraglich ob "glauben" einfach "weitergegeben" werden kann. wenn, dann nur in diskursiven Beziehungskonstellationen (Auseinandersetzung, Praxis, Zugehörigkeit ...) 2. Kinder übernehmen immer jeglichen "Glauben" ihrer Eltern, weil sie sich an ihnen orientieren und ihnen nacheifern. In der Pubertät kommt es zu Abgrenzungs- und Distanzierungsprozessen, die entwicklungspsychologisch notwendig sind und eine Orientierung an Gleichaltrigen zur Folge haben. Insofern konstituiert sich auch Glauben im Jugendalter neu, detto im Erwachsenenalter.

Q41-104  NO-NA FRAGEN SIND WIRKLICH DAS LETZTE: PFLICHT ZUR WEITERGABE SPIONAGEFRAGEN AUCH: UNTERRICHTET DIE KIRCHE VORBILDLICH´? SIND ELTERN ÜBERHAUPT NOCH FÄHIG.    DAS RESULTAT AUF DIESE FRAGEN KANN NUR UNFUG ERZEUGEN DIER FRAGEBOGEN IST EIN KIRCHLICHES EIGENGOAL: DAMIT WIRD AUCH DIESER PAPST REFFINIERT ABMONTIERT

Q41-105  Es müssten mehr echte Hilfen angeboten werden.

Q41-106  Auch das Vorbild der Eltern ist meistens nicht ausreichend, Jugendlichen den Glauben näher zu bringen, sie müssen ihre eigenen Erfahrungen machen, Erschwernis dabei ist jedoch unsere "laute" Welt und das verlogene Lebensbeispiel so mancher Kirchenlehrer.

Q41-107  Meine Kinder sind "gläubig" aufgewachsen. Leider hat sie trotz aller Einwände die Institution Kirche vertrieben und wir haben auf die vielen begründeten Fragen keine überzeugenden Antworten.

Q41-108  Durch die starren und unzeitgemäßen Einstellungen in der kirchlichen Leitung - besonders die autoritären Strukturen der Kirchenleitung - werden die Eltern schwer behindert, ihren Kindern die Kirche als Heilssakrament näher zu bringen, was zur Folge hat, dass z.B. Kirchenbesuche wegfallen, wo den Kindern Jesus und das Evangelium weiter gegeben werden sollen. Wichtige Aufgabe der Kirche ist zu Tradieren und die Menschen die Barmherzigkeit und Liebe Gottes spürbar zu machen. Trotz allem: offen sein der Kirche, der Zeit angepasst. Insbesondere die Einstellung der Kirche zur Sexualität und zur Wahrhaftigkeit drängt die Jungen zum Kirchenaustritt.

Q41-109  zu 1 ja/immer bei der Taufe zu 4 seit meinem Religionsunterricht sind Jahrzehnte vergangen und der war schon lächerlich. Jetzt bei meinen Kindern ist es noch ärger geworden. Die Kinder werden belächelt und ausgegrenzt, weil sie beschlossen haben als Christen zu leben und das im Religionsunterricht auch sagen. zu 7 ja, wenn sie Eltern selbst einen lebenden sich entwickelnden Glauben haben

Q41-110  Die römisch katholische Lehre zur Sexualität wird von ca 98% der Katholiken als falsch erkannt und daher natürlich NICHT weitergegeben.

Q41-111  Der Wille kann Berge versetzen (subjektiv-relative Fragestellungen ???)

Q41-112  Es ist sehr schwierig in der Familie den Glauben an die Jungen weiterzugeben. Diese können oft nicht trennen zwischen der Hierarchie der Kirche und ihrer oftmaligen Doppelbödigkeit, oftmals unsinnigen Lehre und der Botschaft Christi, die vielfach eine ganz andere ist.

Q41-113  Der Taufpate und die Eltern soll das Patenkind ja wesentlich im Glauben erziehen. Das ist eine fromme Wunschvorstellung. Gottseidank weisen viele Pfarrer aus der Kirche Ausgetretene als Paten zurück.  Wer selbst nichts vom Glauben und von Gott weiß, wie soll der/die dann etwas weitergeben? Bei meinen Eltern haben wir eine sehr lebendige "Hauskirche", aber wo gibt es das noch? Es gibt leider auch kaum Behelfe und Hilfen dazu.

Q41-114  Die Kirchengesetze werden von mir abgelehnt und daher auch nicht weitergegeben. Die Inahlte der Lehre von Jesus gebe ich weiter, wobei hier die nicht verständlichen Kirchengesetze eine so negativer Einstellung bei Jungen Leuten hervorruft, das sie nicht mehr für die Botschaften von Jesus empfänglich sind.

Q41-115  Angesichts der starren (unbarmherzigen) Haltung der Amtskirche ist eine glaubwürdige Evangelisaiotn praktisch aussichtslos.

Q41-116  Die kirchliche Lehre zur Ehe und Sexualität ist nicht mehr Zeitgemäß und die möchte ich so auch nicht meinen Kindern weitergeben! Empfängnisverhütung!

Q41-117  Ich habe fünf wunderbare Töchter samt Familien und 6Enkelkinder, aber die Kirche macht es uns sehr schwer,die Lehre Christi glaubwürdig zu vermitteln.

Q41-118  Bei dieser pastoralen seelsorgerlichen Arbeit kommt es vor allem auf gute Priester an. Priester die ihre Gemeinde wahrnehmen, sich von den einzelnen Menschen ansprechen lassen.

Q41-119  Man kann nur versuchen, Beispiel zu geben. Dogmatisches Argumentieren und diskutieren ist sinnlos bis kontraproduktiv.

Q41-120  Die junge Generation ist durch negative Berichterstattungen über die kath. Kirche gar nicht mehr interessiert, Glauben in der Familie zu leben.

Q41-121  der glaube wird weitergegeben, zumindest in unserer familie, leben müssen die kinder den glauben dann sebstständig

Q41-122  Wo kein Feuer ist kann auch nichts entzündet werden! Hier liegt das fundamentale Problem der Glaubensweitergabe in unseren Familien. Wie wollen Eltern, die selber nicht Glauben und diesen praktizieren ihren Kindern Glauben weitergeben? An dieser Stelle fehlt das Vorbild für die Kinder.  Deshalb tragen die Eltern eine umso größere Verantwortung für den Glaubensverlust ihrer Kinder. Der Glaube muss wachsen und reifen! Doch wo soll etwas wachsen und reifen wenn nie gesät wurde? Anstatt zu sähen wird eher ausgerissen. Wir werden also erst wieder Glauben in den Familien weitergeben können, wenn die Eltern diesen erlernt haben und selber wieder praktizieren. 

Q41-123  Die Eltern können durch ein christliches Leben den Kindern als Vorbild dienen.

Q41-124  Es gibt große Unterschiede Stadt / Land. Kirche "am Land" ist oft noch präsent, in der Stadt weniger - der Einfluss der Kirche ist dementsprechend unterschiedlich auf die Menschen, in den Familien, ...

Q41-125  Vielfach wird unser Glaube in der Familie nicht mehr gelebt. Wir, meine Frau und ich,  konnten unseren  4 Söhnen den Glauben noch vermitteln, unsere erwachsenen Kinder kaum mehr.

Q41-126  Es fehlt nicht die Fähigkeit zur Glaubensweitergabe, sondern der WILLE dazu

Q41-127  Glauben heißt die Liebe leben.Gebt ist wichtig. Gott ist die LIEBE.

Q41-128  das Verständnis vom Begriff Familie ist global zu differenziert und zerbröselt durch das Aufeinandertreffen einer Vielzahl von differenzierten Kulturen

Q41-129  Nicht zu übersehen ist die patriarchale Gesellschaftsform, welche die Weitergabe des Glaubens jahrhundertelang geprägt hat.  Von Gott reden heißt in Bildern reden.

Q41-130  Dazu kann ich wenig sagen, ich glaube, es nimmt sich niemand Zeit in der Familie dahingehend zu agieren....

Q41-131  die äußere Form ist oft die einzige Möglichkeit den Glauben weiterzugeben. die linke Sozialpolitik verägert aber konservative leistungsorientierte Menschen, die Werte weitergebenm wollen

Q41-132  Es fällt schwer mit Jugendlichen religiöse Gespräche zu führen

Q41-133  in der Weitergabe des Glaubens müssen Familie, kirchliche Jugendarbeit und Religionsunterricht zusammenspielen. Wenn die Kinder in der gemeinde keine Heimat finden, weil z.B. die Jungschargruppen nicht ansprechend genug sind, ist für die Eltern das Leben und Weitergeben des Glaubens doppelt schwierig.

Q41-134  Die Weitergabe des Glaubens sollte möglichst auf freiwilliger Basis erfolgen mit leichter Lenkung durch die Eltern und persönlichem Vorleben.

Q41-135  Die Weitergabe des Glaubens in der Familie ist äußerst schwierig.  Meine persönliche Erfahrung: von meinen 3 Kindern ist eines ausgetreten, eines eher neutral und eines gläubig!

Q41-136  Die Weitergabe des Glaubens funktioniert bei Kindern noch leichter. Jugendliche fühlen sich oft von der Kirche und den kirchlichen Angeboten nicht angesprochen und verlassen diese oft, sobald die erste Aufforderung kommt, Kirchenbeitrag zu bezahlen.

Q41-137  Wir brauchen Priester - und innen die helfen, den Glauben an die Menschen sinnvoll und zukunftsweisend weiterzugeben. Es wäre sinnvoll viele Menschen aus den kirchlichen Einrichtungen auch Psychologie studieren zu lassen, damit sie den Glauben erfolgrecih weitergeben können. Es wäre auch sinnvoll Priester und innen so auszubilden, daß sie sich auch unter die Menschen mischen und nicht unbedingt in erster Linie zu erkennen geben, daß sie Katholiken sind. Das wäre sehr wichtig, da gerade in den letzten Jahren die Kirche durch verschiedene sehr traurige Ereignisse, keinen guten Ruf hat.

Q41-138  - niedrigschwellige Katechese 

Q41-139  Vorbild ist die beste Lehre

Q41-140  Die kleinen Kinder nehmen es an, um so größer sie werden, um so stärker ist der Druck der Freunde und man will doch "cool" sein, also distanzieren sie sich meist. So war es zumindest bei meinen. Die HOffnung bleibt, dass die Samenkörner einmal aufgehen.

Q41-141  ist und war schon immer schwierig – Grund: Glaube = Kirche wird vielfach gleichgesetzt, "Kirche" negativ besetzt

Q41-142  Obwohl geschiedene und alleinerziehende, berufstätige Mutter, war ich in der Lage meinen Glauben - der geprägt ist von einem Glauben an die barmherzige Liebe Gottes - an meine beiden Kinder weiterzugeben (was doch angeblich nur intakten Familien gegeben sein soll). Mein Sohn ist inzwischen fast mit seinem Theologie-Studium fertig. Auch meine Tochter ist gläubige Christin und nimmt aktiv an unserem Gemeindeleben teil. Doch es ist möglich, wenn nicht versucht wird, sture, enge, Glaubensregeln weiterzugeben.  Und ich kenne auch viele andere Familien, in denen dies gelingt.

Q41-143  Vorbild ist die einzige Form einer wirklichen Glaubensweitergabe, auch wenn diese nicht immer gleich sichtbar ist

Q41-144  Gebet in den Familien ist zur Sache jedes einzelnen Familienmitglieds geworden. Die Kirche wird nicht mehr ernst genommen. Unterrichtet wird nur mehr im Religionsunterricht, von dem man sich in den ersten 5 Tagen abmelden kann. Sexualität, Ehe und Familie sind Privatsache. Niemand redet mit anderen Familien über ihre Familiengestaltung oder Familiensituation. Nur wenn sich ein Familienmitglied in der Not an den Pfarrer, Pastoralassistenten oder an eine Hilfsstelle der Kirche wendet. Es gibt eine Unterstützung bei der Gruppe WIGE in der Erzdiözese Wien. Eltern sind heute kaum mehr in der Lage den Glauben weiterzugeben, weil er sie selbst wenig bis gar nicht interessiert. 

Q41-145  Wenn die Weitergabe des Glaubens in der Familie von der Kirchenlehre als Pflicht für die Eltern angesehen wird, dann ist es um diese Lehre traurig bestellt. Den Ansporn sollten Überzeugung und Eigenverantwortung sein. Eltern tun sich immer schwerer, den Glauben an die römische Kirche weiterzugeben, die im 21.Jahrhundert nicht angekommen ist, vergangenheitsbezogen agiert und mit einer Sprache spricht, die nirgendwo in der menschlichen Kommunikation gesprochen wird.

Q41-146  Gerade durch die kirchliche Lehre zu Familie, Sexualität, Homosexualität,Menschen-rechte ist es sehr schwer den Kindern und Jugendlichen den Glauben weiter zu geben und auf ihre Fragen Antworten  zu finden. Ein Hinführen in eine lebendige kirchliche Gemeinschaft innerhalb der Pfarren vor Ort scheinen mir zielführender, wenn Geborgenheit,Akzeptanz und  praxisnahe Glaubensvermittlung erlebt werden können

Q41-147  Man sit sich zuwenig der Schnelligkeit der Umbrüche bewusst, die der Kapitalismus ständig in der Gesellschaft bewirkt, und damit der Verhinderung von Traditionsbildung

Q41-148  Sorry, aber wie welt- und menschenfremd sind diese Fragen? Man merkt, dass da jemand aus einer geschützten Werkstatt heraus Fragen stellt, die man so nicht stellen würde. Zur Klärung: Die vielen "teilweise", die ich hier angekreuzt habe resultieren daraus, dass es Menschen gibt, denen diese Dinge wertvoll sind. Dann tun sie es auch. 

Q41-149  Religion beschränkte sich in unserer Familie nicht nur auf Rituale, allerdings beschreiten unsere erwachsenen Kinder unterschiedliche Wege im Glauben.

Q41-150  Das Leben der Folgegeneration ist geprägt von Zeit- und Leistungsdruck. Viele Eltern sind überfordert, den Glauben im Sinne der Kirche weiter zu geben, weil sie selbst nicht genau so dahinter stehen.

Q41-151  Da der Großteil nur mehr Taufscheinchrist ist, kann er den Glauben nicht weitergeben, da er nicht fundiert und vorhanden ist.

Q41-152  Diese Frage ist sehr pauschal gestellt. Ich habe das Glück in einer sehr lebendigen Kirchengemeinschaft eingebunden zu sein und all die Fragen positiv erleben zu dürfen. Von Gespraechen mit FreundInnen muss ich leider erfahren, dass die Antworten durchwegs nein heissen müssten.

Q41-153  Glaube weitergeben heißt Glaube leben, das wird manchmal schwierig, wenn man/frau in selbst nicht mehr erlebt hat, dann braucht es Impulse, sich auf die Suche machen zu können, braucht es Erfahrungen, die berühren. 

Q41-154  Ist eine sehr persönliche, intime Sache - kann, meine ich, nicht von oben geregelt werden.  Wer den Glauben lebt, gibt ihn weiter. Es wird der "eigene Glaube" weitergegeben, nicht die oft nicht akzeptierten äußeren Regeln. Daher finde ich die Schulung des Glaubenslebens für wichtig: Die gläubigen müssen ernst genommen werden.

Q41-155  viele Eltern sind ratlos, wie sollen sie heute den Glauben ihren Kindern weitergeben... erwarten dass es die Kirche diese Aufgabe erfüllt

Q41-156  Kirche verkommt zum Traditionsverein

Q41-157  Die Pflicht zur Weitergabe des Glaubens bleibt eine leere Hülse, wenn dieser nicht im Alltag gelebt wird. Da gibt es viele positive Ansätze im Alltag, diese werden aber nicht mit dem Intapretament des Glaubens in Zusammenhang gebracht (weder durch die Eltern, noch durch die Kirche. Geborgenheit, Nähe, Verständnis, Toleranz, Liebe werden als solche gelebt, nicht aber auf ihre Motivation hin (z.B. Glaube) hinterfragt. Schule mit dem konfessionellen Religionsunterricht ist DIE kirchliche Verkündigung in Österreich. In unserer öffentlichen Schule (AHS) erreichen wir 90% aller getauften SchülerInnen! Hier finden große Bemühungen statt die Bereiche des Lebens im Licht des Glaubens zu deuten.

Q41-158  Junge Eltern fühlen sich heute (im städtischen Bereich) in der Kirche oft nicht mehr beheimatet. Das, was ihre wahren Sorgen sind, wird nicht "verstanden". Daher rückt der Glaube in den Hintergrund. Dieser nicht mehr so wichtige Glauben (in Bezug auf kirchliche Lehren) hat kaum Bedeutung und wird daher den Kindern nicht wirklich weitergegeben.

Q41-159  Wie immer: das eigene Vorbild zählt, ohne es den Kindern aufzudrängen, aber sie auch zu bestimmten Vollzügen hinführen, wie persönliches Gebet oder in Gemeinschaft.

Q41-160  positive grundstimmung ist wichtig,  offene ablehnung des vatikanischen Terrors : SCV=Se Christo Vedesse   ebenso

Q41-161  Angesicht der veralteten Srukturen und der Skandale in der Kirche haben die Jugendlichen kaum interesse am aktiven Kirchenleben. Der sich sehr stark ausbreitende Atheismus und die negative öffenliche Meinung spielen auch eine große Rolle. Trotzdem glaube ich, dass man den eigenen Glauben und die Kraft, die man aus dem Glauben schöpft, weitergibt.Wäre die Kirche moderner und weltoffeneren, würde sie Jugendliche wieder mehr ansprechen. Sie können einem jungen Mädchen nichtmehr klar machen, warum Frauen nicht Priester werder können. Die Kirche verliert damit die nächste Frauengeneration oder hat sie schon verloren.   

Q41-162  in diesem Fragebogen wird "Kirche" mit "kath. Amtskirche" gleichgesetzt. Das Problem besteht darin, dass die (von männlichen Klerikern definierte) Theorie und gelebte Praxis in der Welt weitgehend nicht zur Deckung zu bringen sind. Wenn die Summe aller Getauften "die Kirche" ist, haben wir eine große "Artenvielfalt" unterschiedlichster christlicher Praktiken. Die rigide katholische Version ist vermutlich die weltfremdeste.

Q41-163  Sehe große Unterschiede zwischen der Weitergabe des christlichen Glaubens und der römischen Lehre.

Q41-164  Es ist heute sehr schwer ,den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben.Auch wenn man sich als Eltern bemüht,bleibt dieses Bemühen  scheinbar oft fruchtlos.Man kann nur auf den Hl.Geist hoffen.

Q41-165  Ich denke, die kirchlichen Ehe- und Familienberatungsstellen werden angenommen und helfen Paaren in Krisen. Andere Paare finden aus verschiedensten Gründen keinen Zugang zu Beratungsstellen. In der Pfarrlichen Jugendarbeit können grundlegende Erfahrungen zur Beziehungsfähigkeit gemacht werden. Auch im Religonsunterricht werden diese Themen eingebracht und Beziehungskompetenzen gefördert.

Q41-166  Es wird zu viel an die Schule überlassen. Die Vorbereitungen an Erstkommunion und Firmung sollte in der Pfarre sein, nicht in der Schule. Die Kinder fühlen die Religion wie ein Schulfach. Nach der Firmung (tolleriert nur wegen die Geschenke und weil Eltern oder Grosseltern das Wollen)sind alle weg.

Q41-167  Praktische Beispiele sehe ich nur im sozialen Bereich - z.B. Caritas, Pater Sporscil... 

Q41-168  Erwachsenenkatechese beim Taufgespräch, Firmung, nicht nur Eheseminare

Q41-169  Der rückläufige Kirchenbesuch erschwert die Weitergabe des Glaubens und Hausbesuche durch Pfarrer gibt es nur auf Initiative der Suchenden

Q41-170  Familie muss so gesehen werden wie sie ist! Heute eben Alleinerziehend, Patchwork, unverheiratet und doch Familie!!! Familie: wenn zwei füreinander da sein wollen und miteinander leben.

Q41-171  wer Unterstützung bei der reformierten Kirche zumindest sucht, der bekommt sie auch. Wie weit die katholische kirch bereit ist, weiss ich nicht, aber ich weiss von einigen Fällen, dass Katholische zu den Reformanten gewechselt haben, weil sie diese toleranter und lebensnaher einstufen!

Q41-172  Früher gab es sog. Glaubensstunden, Familie "hat nicht die Zeit / nimmt sich nicht die Zeit" dazu.  Durch die Zweifel an der Lehre in praktischen Dingen, sinkt auch das Interesse an der Glaubenslehre.

Q41-173  Zur Frage: "Unterrichtet die Kirche in Ihrem Land die Gläubigen vorbildlich?" - wer ist hier mit "Kirche" gemeint? Wir alle? Die "da oben"? - und wenn ja, welche von denen "da oben"? Die Frage ist so nicht zu beantworten! Zur Frage: "Sind Eltern fähig, den Glauben weiterzugebe?" - klar ja: alle, die selbst glauben!

Q41-174  Kirchliche Jugendarbeit finde ich zentral fuer die Weitergabe des Glaubens.

Q41-175  Die Lebenswirklichkeit der eigenen Kinder ist ein ganz andere als die eigene, daher fehlt der Draht in Sachen Glauben sehr oft. Dazu wirkt sich erschwerend aus, dass die Jungen meist einen anderen Lebensraum gewählt haben- in die Stadt oder ins Ausland ziehen.

Q41-176  Das alte Gotteslob ist für (nicht nur) Jugendliche aus einer anderen Zeit - und das Neue? Keine Ahnung.....!

Q41-177  Niemand soll in eine bestimmte Glaubensrichtung gedrängt oder gezwungen werden.

Q41-178  Die "Dienstleistung" Glaubensvermittlung müßte so attraktiv sein, daß sie sich selbst "verkauft", ohne Pflicht. Die "Frohbotschaft" müßte von sich aus ein Renner sein. Die Fragestellung ist ziemlich blöd.

Q41-179  Die Familienrunden mit ungefähr Gleichaltrigen erleben die jungen Paare als sehr hilfreich

Q41-180  Verallgemeinerungen gelten hier nicht, es gibt eine sehr starke, persönlichkeitsabhängige Differenzierung. Das gilt sowohl für die Familien (-mitglieder) als auch für die Vertreter der Kirche!

Q41-181  Den Eltern bleibt wenig Zeit, den Glauben weiterzugeben. Meine 3 Kinder mussten bis zur Matura am Sonntag mit zur Messe gehen. Danach haben sich die 3 völlig verschieden entwickelt. Ich habe nun keinen Einfluss mehr.

Q41-182  Es funktioniert meist im Kindesalter, sobald die jungen Leute in die Pubertät kommen, wird es schwierig, meist distanzieren sie sich dann.

Q41-183  Das Wort " Pflicht" im Zusammenhang mit Glauben finde ich kontraproduktiv! Gläubige Menschen werden ihren Glauben leben und wenn dieses Leben erstrebenswert erscheint, dann wird es Nachahmer finden. Verpflichten kann man da gar nichts und niemanden

Q41-184  wie soll man weitergeben, worin man selbst nicht sicher ist....

Q41-185  der Glaube sollte hier als das persönliche Liebesverhältnis zu Gott definiert werden und nicht als "Prüfungstext" im Religionsunterricht

Q41-186  Kinder sollten ab einem gewissen Alter sich selbst entscheiden können

Q41-187  Der Begriff Glaube sollte von jedem Einzelnen unablässig einprägsam definiert und weitergegeben werden. Erst wenn dies geschehen ist, weiss der ewig Suchende wonach er streben sollte: Glauben an die unbeschreibliche Kraft der Liebe.

Q41-188  wir hätten uns bemüht,es ist aber nur teilweise gelungen.Es gibt so viele Einflüsse denen die Kinder ausgesetzt sind.z.B.:schulischer Leistungsdruck,Konsumgesellschaft,Medien(Internet.....)Wirtschaftliche Interessen in der Arbeitswelt.....Eltern stehen dem sehr hilflos gegenüber.

Q41-189  Zu "Verbreiten Ehepaare und Familien die kirchliche Lehre zu Sexualität, Ehe und Familie?": Ja, vor allem in der kirchlichen Organisation "Marriage Encounter"

Q41-190  Bei den teilnehmenden Personen (bis auf eine mit erwachsenen Kindern) finden kaum Glaubensgespräche in der Familie statt. Obwohl bei allen eine kirchliche Praxis gelebt wird, ist das Gebets- bzw. Glaubensleben der Kinder nicht sehr genau bekannt. Erschwert wird die Glaubensweitergabe auch durch die Präsenz der Medien.

Q41-191  Als Religionslehrerin und langjährige Mitarbeiterin in der Pfarre weiß ich um die Schwierigkeiten, die die heutige Elterngeneration mit dem Glauben hat. Um der Aufgabe der Glaubensweitergabe nachkommen zu können, brauchen Eltern liebevolle Begleitung und Unterstützung. Sie brauchen selbst Ermutigung im Glauben und Angebote, wie der Glaube in ihrem Leben und in vielleicht auch im Leben ihrer Familie eine tragende Kraft werden kann.

Q41-192  Wäre so wichtig, gelingt aber immer seltener, darüber bin ich sehr traurig

Q41-193  Eltern können die Kinder im positiven heran führen, müssen jedoch auch die eigenen Entscheidungen der Jugendlichen akzeptieren.

Q41-194  Als von der Kirche bitter Endtäuschter,gelingt es mir trotz allem meinen Glauben meinen Söhnen (21/19 und 14 weiterzugeben, im Sinne von darüber zu sprechen und respektiert zu werden.  Meine Kinder erleben mich als einen der einen tiefen Glauben hat, ihn aber niemals aufdrängt. Ich praktiziere meinen Glauben unabhängig von den, von der Kirche vorgegebenen, Praktiken.

Q41-195  Mit den Kindern beten.

Q41-196  Das Vorbild der Eltern ist ausschlaggebend, gelebter Glaube und der Wille, sich auseinanderzusetzen. Kinder sollen zu Gebet und Glaube hingeführt werden, ein scheinbar liberales "Die Kinder sollen später selbst entscheiden" funktioniert nicht.

Q41-197  Die Umwelteinflüsse machen es sehr schwer.

Q41-198  ich bin Großmutter mit häufigen Gelegenheiten zu Gesprächen mit den Enkelkindern. Trotzdem fühle ich mich in meinem Rahmen der Möglichkeiten eher schwach in der Weitergabe in jener jungen Familie, wo die Eltern keinen Wert auf die religiöse Erziehung legen. Reizüberflutung macht Sensibilisierung fast unmöglich, während in den anderen Familien meiner Kinder doch eine Basis gebaut wird auch von Eltern und Umfeld.

Q41-199  das ist wahrscheinlich noch die größte Stärke der Kirche heute, die Arbeit mit den Familien und Kindern

Q41-200  Es gelingt einzelnen Eltern sehr wohl, den Glauben weiterzugeben. Allerdings besteht für mich ein großer Unterschied zwischen Weitergabe des Glaubens und kirchlicher Lehre zu Sexualität etc... Gott sei Dank!!!

Q41-201  Eltern können den Glauben durchaus weitergebe, wenn sie ihn selber noch haben. Aber ob das der Fall sit, DAS ist die Frage.

Q41-202  Die Vorbildfunktion der älteren Generation wird kaum mehr akzeptiert.

Q41-203  Die Fähigkeiten zur Weitergabe des Glaubens sind sicher vorhanden, der Wille dies praktisch umzusetzen ist aber gering, weil der Glaube immer auch mit einem Wulst an Geboten und Verboten gleichgesetzt wird. Das will man den Kindern und vermutlich auch sich selbst nicht länger zumuten.

Q41-204  Mangelnde Reflektion des eigenen Glaubenswissen erschwert die Weitergabe. Kirchliche Lehrmeinungen und Verbote z.B. im Bereich Sexualität und das Verhalten einzelner kirchlicher "Würdenträger" bauen emotionale Barrieren gegen Kirche und Glaube auf.

Q41-205  Religiöse Werte wurden von Generation zu Generation immer mehr vernachlässigt, wobei zum Teil auch die politische Orientierung in den Elternteile verantwortlich ist.

Q41-206  Ohne einer lebendigen Gemeinde mit gut funktionierenden Kinder- und Jugendgruppen hat die Weitergabe des Glaubens in den Familien wenig Chance gegen den mainstream. Die Generation der kichenverbundenen Grossmütter stirbt auch schon aus.

Q41-207  Das haengt immer davon ab, wie sehr die Eltern selbst den Glauben praktizieren - tun sie das, dann koennen sie ihn meist auch ganz gut weitergeben, Kindergottesdienste wie sie in vielen Pfarren ueblich sind, sind hier natuerlich ein hilfreiches Angebot

Q41-208  Der Glaube ist in den Familien schon weitgehend verloren gegangen, mit Ausnahme in den älteren Generationen. Diese sind aber kaum mehr in der Lage, die jungen Familien zu erreichen.

Q41-209  Wenn die Großeltern keinen Glauben haben, wie sollen  die Kinder den Glauben weitergeben können, außer mit Hilfe der Kirchen in einer neuenSprache.

Q41-210  meist bemühen sich Großeltern (vor 1950 geborene) sehr

Q41-211  Jeder soll frei entscheiden können, welchem Glauben er angehört, und es sollte nicht von klein an nur eine Religion gelehrt werden!!

Q41-212  Wenn Eltern in ihrem Glauben kaum gefestigt sind, fällt es ihnen schwer, diesen den Kindern weiter zu geben. Die wichtigste Rolle zur Glaubensvermittlung spielt momentan der schulische Religionsunterricht. Die Pfarren versagen leider.

Q41-213  Eltern brauchen Unterstützung in der Glaubensweitergabe, es gibt immer weniger ehrenamtliche Mitarbeiter in Kinder- und Jugendbetreuung. Die Kirche sollte mehr Laien in den Pfarren anstellen, Pfarrzusammenlegungen sind ein Rückzug, nicht die Pfarren sind das Problem, sondern die Leere der Pfarren und  viele unerledigte Aufgaben. Mehr Laienmitarbeiter anstellen, es sollten Gemeindeleiter und Mitarbeiter von der Gemeinde direkt auch finanziell unerstützt werden.

Q41-214  Wenn die Kirche so weiter macht,wird es sehr schwer werden.

Q41-215  Der gelebte Glaube beeindruckt nach wie vor. Allerdings braucht es oft neue Formen. Da gibt es große Unsicherheit.

Q41-216  In vielen Regionen der Steiermark waren es bis jetzt die Großeltern die den Enkelkindern den Glauben vermittelten. Diese Generation "droht" auszusterben, womit die Weitergabe nicht mehr gesichert ist. Die Obersteiermark ist dabei weiter fortgeschritten als Teile der Oststeiermark. In der Oststeiermark gibt es noch eine Elterngeneration, welche den Glauben weitertragen kann. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass oft "Extremisten" in vielen Pfarren übrigbleiben. Daher bedarf es neuer Methoden der Glaubensweitergabe (z.B. mit Leben erfüllte Messen) . Priester sind dazu oft überfordert.

Q41-217  Als engagierter Christ gelang es mir nicht, meinen Glauben an meine beiden erwachsenen Söhne weiter zu geben. Es macht mich traurig, weil ich meinte, ein Vorbild zu sein. Die "weltfremden" Vorschriften, der Pomp und Prunk, abe mehr noch die Theologie aus der Tradition kommend (nie unserer Sprache und unserem Verständnis angepasst) und das "gestrige" Gottesbild - dass Gott in das Weltgeschehen eingreift, oder z.B.dass Gott die Menschen zu sich "heimholt", waren u.a. die Hauptgründe.

Q41-218  Leider sind die jungen Eltern heute schon von einer Generation, die selbst kaum im Glauben unterrichtet bzw. wo der Glaube daheim gelebt und weiter gegeben wurde. Wie sollen diese jungen Menschen den Glauben, den sie selbst kaum erfahren haben, weiter geben können?? Die Priester der letzten 20 Jahre haben auch den Glauben nicht sehr attraktiv und anziehend verkündet bzw. gelebt.

Q41-219  "Der Fisch stinkt am Kopf". Die Identifikation mit Kirche fällt vielen tiefgläubigen Erwachsenen mittlerweile sehr schwer, die heute Jugendlichen sind kritisch denkende und aufgeklärte Menschen mit starker Persönlichkeit und aus diesen Gegebenheiten folgt, dass die Weitergabe des Glaubens selbst in stark christlich geprägten Familien immer schwieriger wird.

Q41-220  Die Einführung in den Glauben wird von Paaren, die jetzt Kinder haben, häufig an Pfarre und Religionsunterricht delegiert.

Q41-221  Ich kann nur überzeugend weitergeben, was ich lebe. Die Distanz zur Kirche hat so zugenommen, dass "Glaube" selten thematisiert wird. Am ehesten tauchen Fragen auf in Zusammenhang mit einem Todesfall. Dann müsste die Möglichkeit zu eingehenden Gesprächen genützt werden.

Q41-222  Die Kirche lädt ein - nur alte Leute kommen - die Kirche müsste rausgehen in Familienrunden, in Jugendzentren, auf die Straße (Streetworker)und vor allem in Schulen, Sportvereinen, Feuerwehren, Musik und anderen Vereinen präsent sein. Selten kommt ein Vertreter der Kirche zu Schulveranstaltungen oder Sportveranstaltungen.

Q41-223  Wenn es in der Familie gelingt, erschweren oft die Situationen in den Pfarren und die jeweiligen Priester mit ihrer Einstellung und ihrerm Verhalten, dass die Jugendlichen die grundgelegten inneren Überzeugungen beibehalten.Schade, dass es so viele Ängste gibt!!! Und sehr schade, dass die Lehre Lesu und das Reich Gottes so weit weg gehalten wird!!!

Q41-224  Der Glaube wird teilweise von Priestern weitergegeben, die selber Probleme mit den Vorgaben der Kirchen (z.B. Zölibat)haben. Für den Großteil der Christen wäre das nicht das Problem, das Problem ist, dass diese offiziell nicht zu Ihrer Lebensweise stehen. Diese Verlogenheit hält das System noch aufrecht. Ehrlichkeit, die ja gepredigt wird, hätte vielleicht schon Änderungen bewirkt.  Aber lieber nicht zur Frau und evt. Kindern stehen, ist für Priester oftmals der einfachere Weg.

Q41-225  Zivilcourage und Experimentierfreude haben zuwenig Raum

Q41-226  Es hängt davon ab ob die Eltern gläubig sind. Wenn diese keinen Zugang haben, wie sollen sie den weitergeben? Auch wird soviel auf äussere Formen werdtgeegt in diesen Fragen, dass es um die Herzensbildung geht, hab ich noch nicht wahrgenommen. Und nur die kann ehrlich weitergegeben werden, durch Vorleben und Mitleben.

Q41-227  Glaubensfragen und -Bekenntnisse stellen sich im Lebenskontext der Menschen heute anders als es die kirchliche Lehre beschreibt. Die Erfahrung von kirchlicher "Doppelmoral" erschwert und untergräbt das Fundament des Glaubens.

Q41-228  die jungen Familien haben den Kontakt zur Kirche weitgehend verloren. der Kontakt wird von der Kirche viel zu wenig und intensiv gesucht.

Q41-229  wie kann TEILWEISE und WEITGEHEND der selbe Maßstab sein???

Q41-230  Meine eigene Erfahrung ist, dass bei uns die Großeltern ihren Glauben an uns weitergegeben haben, mit uns in den Gottesdienst gegangen sind. Allerdings war immer klar, dass die Eltern gläubig sind. Dies kam immer in Gesprächen deutlich zum Ausdruck. Erst im Alter gehen sie nun regelmässig zum Gottesdienst. Allerdings kümmern sie sich nicht mehr um die Weitergabe ihres Glaubens an die Enkelkinder, beklagen jedoch die leeren Kirchen! Dies bedauern wir zutiefst! Es ist überhaupt mein Eindruck, dass sich die ältere Generation generell nicht mehr zuständig fühlt. Allerdings kümmere ich mich darum, meinem Kind den Glauben weiterzugeben. Wir sind in der Kirche aktiv, so dass unser Sohn dort hineinwächst. In Gesprächen wird dies vertieft, religiöse Feste sind fester Bestandteil des Jahres.

Q41-231  Es bedarf meines Erachtens immer der glaubenden Großmütter und Mütter, den den Glauben weitergehen. Die FRAUEN sind es, die hier die Hauptarbeit leisten. Ich bin meiner Großmutter und Mutter diesbezüglich sehr dankbar.

Q41-232  Der Glaube in der Familie leidet sehr stark unter den religiösen Bildern, die unpassend sind und unter den Gesetzen, die willkürlich die Macht der Amtskirche stützen, auch wenn sie so tun, als wäre das der Wille Gottes. Diese Lebenslüge macht vieles Gute in der Verkündigung unbrauchbar und unglaubwürdig.

Q41-233  Ich bekam Zugang zum Glauben v.a. durch den regelmäßigen Messbesuch am Sonntag. Meine Mutter achtete auf die Einhaltung der Pflicht, mein Vater darauf, dass der Priester ein aufgeschlossener, guter Prediger war (das war möglich, weil wir uns die Kirche in der Großstadt aussuchen konnten& wir waren nicht an eine einzige Pfarre gebunden). Gemeinsames Gebet war in unserer Familie nicht üblich. - GLAUBE ist für mich wichtiger als die Kenntnis von Schriften des kirchlichen Lehramts darüber hinaus. Die LIEBE zu Christus zu wecken, wichtiger, als Enzykliken zu pauken. Wichtig, um den Glauben auch in einer kritischen Gesellschaft nicht leichtfertig fallen zu lassen, waren für mich auch die im Religionsunterricht vermittelten Erkenntnisse, die die historisch-kritische Exegese geliefert haben.

Q41-234  Funktioniert im Kinderalter sehr gut! Wird aber spätestens im Firmunterricht großteils zerstört! Junge Erwachsene werden von übertrieben veralteten Vorschriften von der Kirche hinaus getrieben!!!

Q41-235  Auch die Eltern müssen es vorleben und mit den Kindern viel reden.

Q41-236  Ich glaube, dass Weitergabe von Glauben sowieso nur aus der persönlichen Geschichte möglich ist

Q41-237  Die kirchliche Lehre ist menschlichen Bedürfnissen zum Teil widersprüchlich und verleugnet diese. Wenn diese Teile der Lehre an Kinder weitergegeben wird, werden Konflikte in den Kindern die Folge sein. Die Kinder lernen unmittelbar sich selbst und ihre menschlichen Bedürfnisse zu verleugnen. Ich finde man sollte jeden seine eigene Wahrheit finden lassen und das ist nicht möglich wenn man Kinder von Geburt an in der kirchlichen Lehre "unterrichtet". Schließlich kann sich ein Kind nicht dafür oder dagegen entscheiden, es liegt in der Verantwortung der Eltern.

Q41-238  Der Glaube kann nur weitergegeben werden, wenn die Eltern nicht im Mainstream leben, sondern selbst das Apostolat leben. Das geht wiederum nur, wenn sie wirklich an Jesus Christus glauben.

Q41-239  Ich habe von 1952 bis 1954 das so genannte "Laienjahr" absolviert. Meine Frau und ich haben schon in den Sechzigerjahren als junges Ehepaar bei Ehevorbereitungskursen mitgewirkt. Auch in der Firmvorbereitung haben wir das Thema "Partnerschaft" besprochen. Später hat "man" dann gefunden, wir seien nicht qualifiziert genug, und hat uns ausgeladen. Wir sind jetzt seit 54 Jahren glücklich verheiratet und hätten wohl jüngeren Leuten etwas zu sagen, aber wir sind eben aus dem Verkehr gezogen und wissen nicht, was "man" auf diesem Gebiet jetzt tut. Um das Bewusstsein der Familie als Hauskirche zu fördern, müsste "man" aufhören, ängstlich darüber zu wachen, dass Laien keine Tätigkeit ausüben, die Priestern vorbehalten sind. In der Zeit der Restauration nach dem Konzil, die bis vor kurzem andauerte, war es sehr schwierig, den Glauben an die jüngere Generation weiterzugeben. Dennoch war es uns möglich, mehrere Jahre hindurch in der Firmvorbereitung unsere Art des Glaubens vorzustellen und das schönste Kompliment vonseiten der Kandidaten war wohl: „Ihr habt uns Gott ein Stückchen näher gebracht.“ Wahrscheinlich hat man uns deshalb aus dem Verkehr gezogen. Die Verbreitung der kirchlichen Lehre durch Ehepaare und Familien wird dadurch behindert, dass die kirchliche Lehre, wie schon bei Punkt 1 erwähnt, nicht praktikabel ist. Wie in dem Buch von Weihbischof Geoffrey Robinson dargelegt wird, sind diese Sexualnormen alles andere als „ganzheitlich“. In päpstlichen Enzykliken wird ja die Sexualität auch in der Ehe als „Minderung der Sittlichkeit“ (Ecclesia de eucharistia, 32) oder sogar als „Mammon“ (Africae munus, 112) betrachtet. Aus verschieden Gründen, wie steigende Lebenserwartung und Wegfall des gesellschaftlichen Drucks scheitern heute weitaus mehr Ehen als früher. Dieses Scheitern geschieht ja meist nicht aus Jux und Tollerei und ist fast immer mit Kummer und Leid verbunden. Wenn nun die offizielle Lehre der Kirche einerseits, gestützt auf Joh 6,53, die Teilnahme am eucharistischen Mahl als Kernpunkt des Christseins darstellt, andererseits die Gescheiterten aber gerade davon ausschließt, es sei denn sie würden unerträgliche Lasten auf sich laden, dann kann man wohl nicht von einer pastoralen Aufmerksamkeit sprechen. Die offizielle Lehre der Kirche ist und bleibt diskriminierend, noch dazu wo sie in diesem Punkt keinen Unterschied zwischen schuldigen und unschuldigen Partnern macht. Glücklicherweise handeln viele mutige Seelsorger gegen die offiziellen kirchlichen Vorschriften.

Q41-240  Wer sich selbst nicht aktiv mit dem Glauben auseinandersetzt, kann ihn auch nicht weitergeben. Kritische Blickwinkel und eigenes Denken sind aber für die Kirche oft noch immer tabu. Nachbeten ist gefordert - passt auch nicht mehr in unsere Zeit.

Q41-241  Wie sollen denn die Kinder die wahre Religion kennen lernen, wenn sie die Eltern nicht mehr kennen? Da ist die Kirche gefragt, keine menschenfreundliche Ausflüchte für jeden zu finden, sondern die Tradition der letzten 2000 Jahre zu leben und weiter zu geben.

Q41-242  Glaube hat nicht unbedingt etwas mit "Kirchgang" zu tun!

Q41-243  Die christlichen Eltern sind sich des richtigen christlichen Glaubbens zum Großteil nicht sicher, deshalb geben sie auch meist den Glauben an ihre Kinder NICHT weiter.

Q41-244  Eltern, die die Gebote als Last an die Kinder weiter geben und nicht als Chance, ein erfülltes Leben zu führen, scheitern zumeist.

Q41-245  Der Generationenkonflikt erschwert die Weitergabe des Glaubens durch sehr konträre Gottes- und Kirchenbilder.  Ältere Generation: Gehorsam und Pflicht! Junge Generation: Eigenverantwortung in Freiheit! Distanz der jungen Generation vom Glauben der älteren Gen. auch Teil des notwendigen Ablösungsprozesses, der oft zu Unrecht als Unglaube und Interesselosigkeit abgetan wird.  Jugendliche wollen selbst suchen dürfen nach tragfähigem Glaubensmodell für ihr Leben und nicht einfach "ausgetretene" Pfade gehen "müssen"!

Q41-246  Glauben vorleben, dabei den Anschein von Frömmelei (gerade vor coolen Pubertierenden) absolut vermeiden, kein Dozieren über Glaubensinhalte, behutsam mitnehmen auf dem Weg zu einer - von jedem einzelnen ja nur marginal verbesserbaren/-ten Welt. Akzeptieren, wenn einzelne Kinder  dieses Konzept nicht übernehmen wollen.

Q41-247  Die Eltern haben schon schlechte Erfahrungen mit Kirche gemacht. Sie setzen oft Kirche mit Glauben (an die Kirche) gleich.

Q41-248  Viele können den Glauben gar nicht weitergeben, weil sie ihn selber nicht mehr haben

Q41-249  Die Keimzelle des Staates  " DIE FAMILIE " ist zerstört !!! Es fehlen die Vorbilder !! Es gibt kaum Lichtblicke wo die Priester angenommen werden . PGR - Pfarre ist nur eine LOBBY !!!

Q41-250  Ist sehr sehr verschieden, oft wird mit Kindern wieder wieder Kontakt zur Kirche gesucht.

Q41-251  Aber die Weitergabe des Glaubens ist eine Anstrengung, der sich immer weniger Eltern unterziehen

Q41-252  aus meiner Erfahrung als RL sind viele Paare nicht fähig, den Glauben weiterzugeben--das ist Tatsache und ein Problem. Aber in den vergangenen Zeiten würde die Kirche für junge Menschen immer weniger attraktiv und anziehend--da hat es in unserem Land viele Ereignisse gegeben, die der Kirche sehr geschadet haben.

Q41-253  eine christliche familiengemeinschaft wird ihren glauben leben, daher wird er weitergegeben& was nicht (vor)gelebt wird, wird nicht geglaubt

Q41-254  Besonders wertvolle Unterstützung für die Familien bieten hier die christlichen Kindertageseinrichtungen wie Hort und Kindergarten. Es werden z.B. Gebetswürfel für die Familien gestaltet od. die Eltern zu religiösen Feiern eingeladen oder die Eltern erhalten Anregungen zu einer kindgerechten Feier um den Adventkranz od. wie Themen aus christlicher Sicht behalndelt werden können (Konfliktlösung, Umgang mit Tod usw.)

Q41-255  nicht gut!

Q41-256  Ich beobachte eine zunehmende Professionalisierung der Weitergabe des Glaubens (wird an ReligionslehrerInnen, Mitarbeiterinnen in der Pastoral,... delegiert). Natürlich haben nicht NUR die Eltern die Aufgabe, den Glauben weiterzugeben, allerdings halte ich das Vor- und Mitleben in den unmittelbaren Lebenszusammenhängen für zentral.

Q41-257  Hier wäre eine grundlegende Aufgabe bei der pfarrlichen Kinderarbeit und Jugendarbeit,dann wäre eine aufbauende Ehevorbereitung auch sinnvoll und fruchtbringend.

Q41-258  obige Punkte sind stark abhängig von der Ortspfarre bzw. vom jeweiligen Pfarrer

Q41-259  Es wird immer schwieriger für die Familien. Sie trauen sich wenig zu, haben große Angst etwas falsch zu machen/sagen. Ihr Glaube ist teilweise in den Kinderschuhen stecken geblieben. Viele haben noch ein angstmachendes Gottesbild mit dem sie nichts mehr und wenig anfangen.

Q41-260  Ich bin sehr froh, dass befreundete Ehepaare und Familien NICHT die kirchlichen Lehren zu Sexualität, Ehe und Familie verbreiten, weil ich sonst keine Freunde mehr hätte und ein sehr einsamer Mensch wäre.

Q41-261  Die Weitergabe des Glaubens it generationsbezogen ( ältere Generationen konnten den Glauben besser vermitteln)

Q41-262  Nur ein geringer Teil gibt die Glaubenslehren weiter. Die befreiende Botschaft des Evangeliums sollte in den Mittelpunkt gestellt werden und nicht die absolute Drohbotschaft wie noch vor 50 Jahren.

Q41-263  Die Eltern wären sehr fähig, den Glauben weiterzugeben, wenn sie einen "lebendigen" Glauben selber hätten. Der kindliche Religionunterricht und die "verharmlosten" Predigten reichen nicht aus. Wir Christen müssen uns auch, und vor allem, im Erwachsenenalter fortbilden, damit wir im Glauben wachsen können, das heißt selber die Bibel zu lesen, zu beten und darüber zu sprechen! Denn wo wird denn heute über Gott und mit Gott in der Welt außerhalb der Kirche gesprochen?

Q41-264  Wenn die Familie in einer Pfarre lebt, die eine gute Gemeinschaft und einen lebendigen Glauben vorlebt, ist es für Eltern auch eher ein Ziel ihre Kinder christlich zu erziehen.

Q41-265  Jeder Christ ist fähig den Glauben weiterzugeben. Das hat nichts mit Fähigkeit zu tun, sondern mit Mut.

Q41-266  Da es keine "automatische" kirchliche Sozialisation mehr gibt, ist es schwerer geworden, traditionell den Glauben in den Familien weiter zu geben. Es gibt dahinter aber die Chance, überkommene Gottesbilder zu hinterfragen und Kindern und Jugendlichen im Bereich kirchlicher Gruppen und des Religionsunterrichtes andere Bilder zu vermitteln, ihnen Wege zu eröffnen mit ihren Eltern und Großeltern über den Glauben ins Gespräch zu kommen.

Q41-267  ich denke, dass Glaube sehr wohl weitergegeben wird, auch katholische Formen, aber nicht so sehr über die Institution, sondern als teil der Gesellschaftlichen Werte und Formen.

Q41-268  Unterstützung meist nicht möglich, da die Schwierigkeiten nicht bekannt werden. Viele Eltern der heutigen zeit können den Glauben nicht weitergeben, weil sie auch selber dies nicht erfahren haben.

Q41-269  Die Verbindung zu den Kindern ist oft sehr lose, daher der Einfluss gering. Sie führen ein eigenständiges leben. Der Grundstein sollte im Kindsein gelegt sein

Q41-270  Wenn nur ein Elternteil gläubig ist, bedarf er besonderer Unterstützung.

Q41-271  Die Eltern sind im Berufsleben der modernen Welt so eingespannt, dass für Religiöses keine Zeit ist und oft von den Kindern mehr der Macht der Medien gefolgt wird.

Q41-272  Den Glauben kann man nur weitergeben,wenn man ihn vorlebt.Reden hilft nichts.

Q41-273  Wenn Menschen der Glaube wichtig ist, wird er auch in der Familie weiterzugeben versucht. Wenn nicht, natürlich nicht ...

Q41-274  Ist bei uns großes Problem!Wo sind die Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen? Was läuft schief? Überalterte Gemeinden! Durch großes Angebot an Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, entscheiden sich Kinder/ Jugendliche/ Erwachsene oft für ein Leben ohne Kirche

Q41-275  In meiner Familie ist die Weitergabe des Glaubens an die Kinder überhaupt nicht gelungen. Christlicher Glaube wird von der nächsten Generation nicht als befreiend und erfüllend erlebt, er wird eher als völlig unverständlich oder dem Leben hinderlich erlebt.

Q41-276  Wir haben immmer bei wenigstens einer gemeinsamen Mahlzeit gebetet. Ich habe,glaube ich, vieles richtig gemacht. Mein Sohn und meine Schwiegertochter arbeiten beim Bistum München, haben ihre Tochter taufen lassen und erziehen sie im christlichen Glauben, Aber in einem bayrischen Dorf ist es auch leichter, durch die christliche Umgebung, als ich es in Niedersachsen habe.

Q41-277  Fähig sind die Eltern schon, denn Glauben weiter zu geben, aber es fehlt an Motivation und Vorbild.

Q41-278  Das eigene Glaubenswissen ist gering. Oft fehlt eine innige Beziehung zu Gott, was eine Weitergabe egal sein lässt.

Q41-279  Ich kenne viele Familien, die den Glauben weitergeben. In diesen Familien wird besonders auf Verantwortung gesetzt und nicht auf das Einhalten von Verboten, insbesondere von solchen, die zu einem skrupulösen Gewissen führen.

Q41-280  Es ist schwierig Glauben weiterzugeben, wenn es so offensichtliche Differenzen zwischen offizieller Lehre und überall praktizierter Sexualität und Familienleben gibt. In vielem ist die Kirche weltfremd geworden. Die Differenzen rühren meines Erachtens nicht daher, dass Liebe, Sexualität und Familie beliebig geworden sind. Den meisten sind dies wichtigste Werte. Auch wenn meistens nicht mehr Enthaltsamkeit erzogen wird, so spielt doch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sexualität eine wichtige Rolle in den (christlichen) Familien, die ich kenne.

Q41-281  Glaube wird nur in den wenigsten Fällen als eine aktive Aufgabe der Familie gesehen. Familien besuchen zwar gemeinsam religiöse Feiern, aber selbst im Kreis der Familie aktiv religiös zu feiern ist m.E. eine absolute Ausnahme.

Q41-282  Sei mehr als fünf Jahren leiten wir die Firmvorbereitung in unserer Heimatpfarre. Aus dieser Erfahrung muss festgestellt werden, dass ein kirchlich, religöses Grundwissen, sowie eine gemeinsame Glaubenserfahrung im alltäglichen Familienleben sehr selten vorhanden ist. Dennoch ist bei vielen Jugendlichen eine Neugier spürbar, dieser geheimnisvollen uns stärkenden Geistkraft Gottes nachzuspüren.

Q41-283  Nur in praktizierenden katholischen Familien wird der Glaube weitergegeben, bei anderen wohl eher nicht.

Q41-284  Glauben ist heute weitgehend persönliche Entscheidung und für mich liegt Weitergabe des Glaubens in der Sichtbarmachung meine gläubigen Lebens.

Q41-285  Das Wissen über den Glauben hat bei den jüngeren Menschen stark abgenommen.

Q41-286  Selbst die Laieninitiative kann die hier gestellten Fragen nicht danach trennen, ob sie a) von einzelnen aus persönlicher Erfahrung oder b) von kirchlichen Einrichtungen zu beantworten sind. Ich kann nur für meine Familie antworten, aber nicht sagen ob "man nachhaltige Formen für das Gebet..." gefunden habe. Daher wäre es besser gewesen zu fragen: "Ist es in Ihrer Familie gelungen, nachhaltige Formen für das Gebet... zu finden". Deshalb habe ich hier oft keine Antwort geben können. Auch ob andere Eltern fähig seien, den Glauben weiterzugeben, ist von einzelnen nicht zu beantworten - oder sie stochern mit den Antworten im Nebel.

Q41-287  Wie soll der Glaube weiter gegeben werden, wenn kein Wissen mehr vorhanden ist ? Ein Pfarrer : "Gottesdienst mit Kiga Kindern, nein, sie interessieren mich erst als Erstkommunion Kinder." Und bei dem  Erstkommunion Unterricht sträuben sich bei mir alle Haare, wenn ich höre, was meine Enkelin erzählt! Ehrenamtliche schmeißen da schnell das Handtuch. Ich weis, es geht auch anders und wird mit viel Einsatz auch versucht, zu wenig ! Zur Firmung dann schon keine Motivation mehr, das Fundament fehlt in den Familien schon lange, aber wichtig ist doch die Statistik, so viele Taufen, Erstkommunion Kinder, Firmlinge usw. !!!!!

Q41-288  Ich denke dass viele Eltern auf irgendeine Weise enttäuscht sind von der katholischen Kirche. Deshalb wollen sie vielleicht ihren Kindern den Glauben nicht ernsthaft weitergeben.

Q41-289  Das Bewußtsein und die Kenntis über den eigenen Glauben sind weitgehend dürftig und daher wird auch wenig innerhalb der Familie weitergegeben.

Q41-290  Bei allen Antworten unter "Teilweise/weitgehend" meine ich TEILWEISE!

Q41-291  Die Weitergabe des Glaubens in den Familien ist heute schon sehr schwierig, weil die Elterngeneration zum Großteil sehr weit Weg von einem lebendigen Glauben ist

Q41-292  Die Jugend braucht eine Hilfestellung , ist aber in der dezeitigen Gesellschaft mit immer mehr Scheidungen und in den Medien präsenten "Normalitäten" der gleichgeschlechtlichen Beziehungen irritiert, was als normal zu betrachten ist.

Q41-293  Es kommt sehr auf den Hintergrund des "Glauben" an. Was bedeutet Glauben heutzutage. Das fällt (leider) sehr unterschiedlich aus& leider ist relativ oft kein positiver oder vertraulicher Bezug zu Jesus Christus als Person Fakt!

Q41-294  ... wenns nicht ausgerechnet zur Zeit der Pubertät sein muss...

Q41-295  in den Pfarren gibt es kaum mehr Ehepaare mit Kindern& die wenigen kann man an einer Hand zählen, diese kommen allerdings aus einem christlichen Elternhaus. Bei einigen anderen erfolgt die Weitergabe des Glaubens durch die Großeltern, viele können sich noch an die betende Oma erinnern. Die Berufstätigkeit der Eltern (Streß der Mütter) läßt für die Weitergabe der christlichen Werte nicht viel Zeit übrig. Diese sind nicht besonders "in", weil manchmal etwas mühsam zu befolgen.

Q41-296  Glaube an Gott hat bei den jungen Menschen nicht viel mit Kirche und Messbesuch zu tun. Sie fühlen sich in der Kirche nicht zuhause.

Q41-297  Die Familien sind in vielen Bereichen schon überfordert, besonders aber im Glaubensleben. Die Pfarrgemeinden müssten stärkere Zellen gelebten Glaubens sein und eine größere Offenheit zeigen!

Q41-298  Mit der derzeitigen Lehre und dem Verhalten der Kirche ist es sehr schwer den Glauben an Kinder weiterzugeben!!!

Q41-299  Die Antwort meiner Tochter, warum sie sich nicht firmen lässt: Weißt du, Mama, mit Gott hätte ich kein Problem, aber mit dieser Kirche schon!

Q41-300  Da sich die Weltsicht durch die Fortentwicklung der Naturwissenschaften.... sehr verändert hat - folglich auch das Lebensgefühl - passt das Weltbild, das die kath. Kirche vermittelt, nicht mehr dazu. Gott in uns, Gott in der Welt bedarf einer neuen Sprache und einer anderen Zugangsweise (siehe u.a. Wiligis Jäger)

Q41-301  Unterstützung kann man nur bekommen, wenn man kirchliche Institutionen aufsucht bzw. Vertrauen in die Priester hätte. Durch die antiquierten Ansichten dern kirchlichen Lehre haben diese aber das Vertrauen der Jugend oftmals verloren.

Q41-302  Die Eltern sollten es zumindest versuchen, sie haben am ehesten die Chance, den Glauben weiterzugeben

Q41-303  Es gibt kaum junge Familien die wirklich noch ein beständiges Gebets leben pflegen. Jeder distanziert sich von der Kirche wo er nur kann.. und die Priester blasen ins selbe Horn, wenn sie alles in Frage stellen und keine Autorität mehr aus Rom akzeptieren. Die Kirche reduziert ihre ganze Kommunikation auf Soziales und vergisst dabei das sie nicht nachhaltig Sozial sein kann, wenn sie nicht auch den Glauben so wie er überliefert wurde weitergibt.

Q41-304  Junge Leute trauen der Kirche gar nicht zu, dass Kirche hilfreich sein könnte, weil Kirche irgendwie "gnadenlos" mit den Menschen umgeht (in den Augen vieler Menschen) und Versagen und Fehler nicht akzeptiert - den Brotkorb zu hoch hängt.

Q41-305  Der Glaube ist ziemlich am aussterben, jeder glaubt was er will und aus diesem Grunde wird auch kein Glaube richtig weiter gegeben, da ja anscheinend eh jeder glauben kann was er will. Alle haben recht!

Q41-306  Schwierig, weil eine Balance zwischen nachdrücklich genug und bald als lästig empfunden, entdeckt werden muss. Dieses nicht zu viel und nicht zuwenig ist schwer zu finden.

Q41-307  Wenn man als Elternteil nach Glaubenshilfen sucht, findet man gute Gebete ,Erklärungen , gute Literatur und auch Menschen, welche Hilfe auf diesem Weg anbieten.

Q41-308  Kommt auf familie drauf an

Q41-309  Große Unterschiede, wie der Glaube in den Familien weitergegeben wird.

Q41-310  Es ist zu hoffen, dass das Bemühen um eine geordnete christliche Lebensführung bei der Entwicklung der Kinder Spuren hinterlässt, die ausschlaggebend sind für eine humanitäre Geisteshaltung und positive Auswirkungen hat in der Gesellschaft, in der wir uns befinden bzw. sich die Kinder bewegen werden. Von Seiten der "Amtskirche" müsste auch Raum gegeben werden, Strukturen hinterfragen zu können und Zweifel äußern zu dürfen. 

Q41-311  der Glaube (an Gott) kann nur durch Liebe und Vorbildwirkung weitergegeben werden, nicht durch Gebote - zu starres Festhalten an Geboten und Verboten kann zu 2 Extremen führen, entweder Fundamentalismus oder totales Abwenden vom Glauben

Q41-312  Der Wille und die Fähigkeiten der Eltern zur Weitergabe des Glaubens (welchen Glaubens, welcher Glaubensinhalte !?) sind immer nur ein Faktor. Es gibt keinen Automatismus der Weitergabe. Die kirchliche Lehre ist viel weniger wichtig, als das Vorbild der Paare.

Q41-313  Bei der ERstkommunionvorbereitung passiert viel Gutes, viele gehen da zum ersten Mal in die Kirche - es gibt zu wenig Messen (danach) und anderes, was für Kinder und Jugendliche anziehend gestaltet ist. 

Q41-314  Nicht möglich, die Jugendlichen suchen und finden ihren Glauben selbst, welcherd ann sehr bunt ist, sie finden im Internet Antworten auf ihre Fragen, aber die 10 Gebote kennen sie und sie sind ihre Richtschnur.

Q41-315  Ich kann die Fragen nur aus meiner und der mir bekannten Sicht der mich umgebenden Mitmenschen beurteilen

Q41-316   wenig Interesse in der Gesellschaft - ich bemühe mich darum, aber es ist von den jüngeren Leuten überhaupt kein Interesse da

Q41-317  Stärkung der Hauskirche durch Hilfestellung seitens der Kirche.Wichtig ist das beharrliche Beispiel der Eltern und deren Geduld. Keine Sippenhaftung.

Q41-318  Pflichten wurden oft überbetont, Hilfe und Unterstützung zu weenig geleistet

Q41-319  Die ichbezogene Konsumgesellschaft und der Wohlstand erschweren das sehr zumal ja auch Medien ein ganz anderes Weltbild vorgaukeln.

Q41-320  Wenn nur ein Elternteil der Kirche nahe steht und in der Gemeinde kaum Angebote existieren ist die Weitergabe sehr schwierig.

Q41-321  Aus eigener Erfahrung: Von meinen drei Töchtern geht eine noch in die Kirche, viele Vorstellungen der Kirche zur Sexualität werden nicht mehr verstanden, die katholische Kirchr sehr kritisch gesehen. Ich hoffe, das vom Glauben trotzdem noch etwas geblieben ist.

Q41-322  Weitergabe des Glaubens kann in den Familien nur in den gelebten Beziehungen geschehen. Dabei dürfen Schwierigkeiten und Brüche nicht ausgeklammert werden. Gerade sie sind die Nagelprobe. Die wirklichen Schwierigkeiten und Probleme von Familien werden in der "offiziellen Kirche" nicht thematisiert. Der Binnenraum von Familie bleibt unberücksichtigt und damit die wirklichen Probleme (Rolle der Nurhausfrau und Mutter?, Pubertät, Nähe und Distanz, Entfremdung, Aufreiben der Ehepartner im Alltag,...) Da können Zölibatäre wohl auch wenig mitreden, wahrscheinlich verklären sie Ehe und Familie eher als dass sie sie realistisch sehen können!

Q41-323  Die Glaubwürdigkeit der Kirche ist durch viele Skandale erschüttert.

Q41-324  Viele suchen kaum Hilfe und wenn eher nicht bei der Kirche

Q41-325  Ich kann nur das weitergeben, wovon ich zutiefst überzeugt bin und es den Kindern vorlebe.

Q41-326  Der Einfluß der Eltern schwindet und gesellschaftl Einflüsse nehmen zu. Die Kinder vieler praktizierender Eltern verlieren ab 12-14 Jahren den Kontakt zur Kirche. Jugendarbeit(peer group) spielt sich im Internet ab.  Die übliche Form des Gottesdienstes (Messe) ist ja wirklich merkwürdig. Wer  braucht diese Verkleidung? Mir scheinen da mehr Interessen der Organisation Kirche als des Glaubens dahinterzuliegen.

Q41-327  Wer soll die Eltern denn in der Weitergabe des Glaubens unterrichten? Beim Taufgespräch? Zu wenig! Eltern, die mit ihren Kindern immer den Gottesdienst besuchen sind ohnehin sensibel dafür. Eltern die ihre Kinder gerade mal zur Erstkommunionsvorbereitung an der Kirchentür abliefern... wie sollen die den Glauben weitergeben? Man erreicht sie ja nicht!

Q41-328  Auch wenn meine Großeltern und Eltern eigentlich sehr christlich sind, habe ich (18 Jahre, junge Generation)mich trotz gutem Zuredens vom Glauben abgewandt

Q41-329  Ich persönlich habe durch meine Familie Glauben mitbekommen.

Q41-330  Es wird immer schwerer den Glauben in der Familie weiter zu geben, weil die meisten Kinder schon ihren eigenen Willen durchsetzten und manche Eltern ihre Kinder nicht taufen lassen damit sie später selbst einmal über ihren Glauben selbst entscheiden können.

Q41-331  Es kommt auf die Person an. Man sollte niemanden zwingen an etwas zu glauben.

Q41-332  wir sind nicht so eine gläubige Familie, jedoch an Feiertagen ist ein Besuch in der Kirche pflicht. Aber das kommt auch davon, dass wir einen unfähigen, nicht netten, und voll im Denken der alten Kirch ist. Um ihn zu erwähen Moderator Klaus Spranger von Freundorf! Der ist absolut der Falsche für unsere Gemeinde und das schon seit mind. 6 Jahren

Q41-333  Dabei ist immer entscheidend, wie gläubig die Eltern der Kinder sind, und welche Absichten sie haben, das Leben ihres Kindes durch den Glauben zu lehren.

Q41-334  Ich denke, jeder soll selbst eintscheiden was er glaubt und soll nicht durch die Familie zu sehr beeinflusst werden. Informationen und Traditionen gehören aber in jeder Familie ins Leben einbezogen.

Q41-335  Es ist für viele Eltern schwierig den "Glauben" weiter zu geben weil sie nicht wissen was richtig und was falsch ist. Die Kirche hat so viele Skandale und denkt Konservativ, das die Elten den Glauben nicht weitergeben wollen da er zu veraltet ist.

Q41-336  Eltern geben sehrwohl einen Glauben an ihre Kinder weiter allerdings entspricht er nicht zu 100% den Gesetzten der Bibel. Junge Paare werden von Staat unterstützt!!!

Q41-337  Ich finde es unnötig den Glauben pflichtig und unter Druck weitergeben zu müssen. Die Menschen die glauben wollen und sich damit befassen können gerne die Kirche etc. aufsuchen. Die Leute die einfach nicht religiös sind sollten wegen der Gesellschaft nicht zum Glauben überzeugt werden. Jeder hat die Freiheit selbst zu entscheiden ob man nun glauben will/an Gott glaubt oder nicht.

Q41-338  Die Kirche kann gar nicht (vorbildlich) unterrichten, weil den meisten ihrer Vertreter Kompetenzen dazu fehlen: Die eigene Überzeugung, die eigene Erfahrung.

Q41-339  Gerade bei den Sakramenten (Taufgespräche, Ehegespräche, Erstkommunion...) werden auch Menschen erreicht, die in gewisser Distanz zur Kirche leben. Die Vermittlung kirchlicher Inhalte muss hier qualitätsvoll von Fachleuten wahrgenommen werden, leider ist das für Priester mit 3 Gemeinden unmöglich.

Q41-340  Ich denke Glauben in der Familie weiterzugeben ist nur durch Vorbildfunktion möglich,ganz schwierig wirds ab der Pubertät:Was soll man einfordern?Ab wann beschneidet man und " macht jemanden unfrei"?Schwer ist auch,wenn nur ein Elternteil den Glauben praktiziert.Ich denke super ist es schon,wenn Kinder bis zur Firmung kommen und es bis dahin gut kennen gelernt haben,dann gilt Gott und auch den Kindern vertrauen.

Q41-341  Die Schwierigkeit liegt darin, dass man als Eltern nicht genau sagen kann, was Glaube ist, was man wirklich glaubt bzw. glauben soll& somit hält man sich bei der Weitergabe eher zurück/bedeckt, weil man selbst oft sprachlos ist. Man findet sicher Formen z.B. des Gebetes, wenn es in mir ein tiefes Bedürfnis gibt, ich glaube, es würde regelrecht hervorsprudeln und die Weitergabe lebendiger und spürbarer machen.

Q41-342  Es vollzieht sich ein grßer Wandel in der Art und in den Formen des Glaubens. Nur wenige konnten zu einem mündigen und gefestigten - auch vor den Fragen des Heute - Glauben finden und ihn dann auch kaum ihren Kindrn vermitteln. Ein reflektierter Glaube , der mit der Lebensgestaltung zu tun hat, der auch gesellschaftsformend ist, ein Beitrag zur Gestaltung der Gesellschaft, ist höchst selten.

Q41-343  Frage 2 in dem Abschnitt verstehe ich nicht. In den Familien wird allgemein weniger gebetet. wer ist "man"? Was sind nachhaltige Formen für das Gebet? Wir gehen als Familie sonntags gemeinsam in die Kirche, zu Hause beten wir nicht zu festen Zeiten, nicht alle sind bei den Mahlzeiten anwesend. Zu gegebenen Anlass beten wir in der Familie. Was heißt unterrichtet die Kirche in Ihrem Land die Gläubigen vorbildlich? Worin? In Glaubensinhalten. Sonntags, der Pfarrer in der Predigt, die Religionslehrer/innen die Kinder in der Schule, Laien in Kinderkirche oder Kinderwortgottesdiensten einmal im Monat. Vorbildlich, so, wie sie es aus ihrem Verständnis heraus können. Ehepaare und Familien verbreiten nicht die Lehre, weil viele selbst damit Schwierigkeiten in der Umsetzung sehen, oder aus Angst, dass man nicht als papstkonform angegesehen wird. Als verantwortungsvoller Christ/ verantwortungsvolle Christin sollte man/frau nicht seine Verantwortung abgegeben. Sondern sich in bestimmten Handlungsweisen auf sein eigenes Gewissen und auf das eigene Einschätzungsvermögen berufen. Eltern sind heutzutage sehr wohl in der Lage den Glauben weiterzugeben, sofern sie ihn selbst erleben und leben. Wenn mir der Glaube egal ist, dann gebe ich ihn meinen Kindern auch nicht weiter. Oder, bester Spruch von Eltern, die Kindern den Glauben nicht weitergeben: "Die Kinder können sich dann später selbst entscheiden, woran sie glauben wollen."

Q41-344  Es müsste eine neue Form der Glaubensweitergabe überlegt werden.

Q41-345  Elternpflichten werden sehr häufig in diesen Fragen von den Großeltern übernommen, bzw. von den Eltern delegiert

Q41-346  Für die Eltern ist meistens schwieriger den Glauben weiter zu geben. Hier käme den Großeltern eine wichtige Rolle zu. Da sollte die Kirche verstärkt ihre Anstrengungen legen.

Q41-347  Auch hier kann ich nur von mir ausgehen. Erschert hat mir die Weitergabe des Glaubens, beziehungsweise die Bindung an die Kirche die Skandale im Klerus (sexueller Missbrauch), die Nichtunterzeichung der Menschenrechte seitens des Vatikans und lebensfremde nicht an Teenager vermittelbare Einstellungen des Klerus zu Sexualität und Verhütung. Besonders gravierend erschien meinen Töchtern der mehr oder weniger offene Sexismus seites der Amtskirche, der sich nicht nur in der Verweigerung, das Priesteramt Frauen zu öffen zeigt, sondern auch im erzwungenen Ausstieg aus der Schwangerschaftsberatung.

Q41-348  Das problematische am Generationenkonflikt ist, dass kirchliche Lehren sich nur sehr langsam an neue Gegebenheiten anpassen können und Akzeptanz und Ablehnung stellenweise rückschrittlicher Inhalte zu großen Problemen zwischen verschiedenen Altersklassen führt. Die Kirche unterstützt Personen mit von der Norm abweichenden sexuellen Wünschen nicht. Dabei sind es genau diese Personen, die aufgrund gesellschaftlicher Ablehnung am meisten Hilfe benötigen.

Q41-349  bei der taufe, falls die kinder getauft werden. angebote werden gemacht von der kirche, das ist eher verschieden und kommt auf die gemeinde an.die hilfe  sollte auch eine der wichtigsten aufgaben der gemeinden sein

Q41-350  Das schlechte Image der Amtskirche lässt die Jugend, trotz geleber christlicher Ethik, andere Wege gehen.

Q41-351  Dort, wo Eltern ihren Glauben gut im Alltag integriert haben und ihn unaufdringlich aber überzeugend leben, wird er oft auch von Jugendlichen so übernommen. Jugendliche müssen spüren, dass Christsein Hilfe für die Lebensbewältigung bedeutet. Alles Überzogene stößt eher ab und wirkt lächerlich und uncool.

Q41-352  Die Familie ist nur einer von vielen meinungsbildenden Faktoren. Ähnlich wichtig sind Medien, Werbung, Schule, Peer Groups etc.

Q41-353  Den Glauben vorleben - die Kinder in der Gemeinde beheimaten - Gespräche führen - miteinander beten. Wenn die Kinder erwachsen werden, suchen sie ihre eigenen Wege.

Q41-354  Der Glaube wird in der Familie weitergegeben, wenn auch heute in einem kleineren Rahmen.

Q41-355  Es fehlt den Eltern an Vorbildwirkung und Konsequenz. Viele Eltern sind auf der  Suche nach der eigenen Identität und einem klaren Lebensbild. Hier könnte die Kirche hilfreich eingreifen.

Q41-356  Glauben kann man nicht weitergeben. Man kann im besten Fall Voraussetzungen dafür schaffen.

Q41-357  Der Einfluss von Freundeskreis, Internet und gasellschaftlichen Usancen überwiegt den Einfluss des elterlichen Vorbilds bei weitem, was manchmal auch seine guten Seiten hat.

Q41-358  Weitergabe des Glaubens nur dann möglich, wenn dieser Fest verankert ist. In Zeiten wie diesen ist dies oft nicht möglich - zu viele Stressfaktoren von außen: Ausbeutung im Beruf, Schnelllebigkeit, permanente Verfügbarkeit Lassen uns nicht zur inneren Ruhe kommen

Q41-359  Es gibt in fast allen Gemeinden gute Gottesdienste für Kinder und Familien und weitere geistliche Angebote wie Kinderbibeltage, Familienfreizeiten ... und natürlich auch kirchliche Kindertagesstätten und Schulen, Bildungshäuser mit Angeboten für Familien. All das wird sehr gerne angenommen. Aber zugleich wird immer wieder der eklatante Widerspruch zur Sexuallehre der Kirche und dem Menschenbild unserer freiheitlichen und emanzipierten Gesellschaft gesehen (im Grunde weitgehend das Menschenbild, das Jesus schon vor 2000 Jahren vorgelebt hat.) So können sich die Familien nicht wirklich mit der Kirche identifizieren.

Q41-360  Durch die Wissenschaft wurden schon viele Glaubenshinweise wiederlegt ,es sollte eine Neuform des Glaubens im 21 Jahrhundert erarbeitet werden!

Q41-361  Den Glauben vorleben. Die Kinder in der Gemeinde beheimaten. Glaubensgespräche, gemeinsames Gebet in der Familie, kirchliche Feste und Bräuche pflegen.  Trotzdem suchen die erwachsenen Kinder ihre eigenen Wege. Die persönliche Erfahrung, dass Christus lebt, bleibt ein Geschenk.

Q41-362  um etwas weitergebenzu können, muss ich es haben. dann funktioniert es ganz von selbst. das ergebnis ist allerdings nicht gleich zu sehen.

Q41-363  Zum Generationenkonflikt: Das Gesicht der Kirche wird immer älter und deswegen immer unattraktiver für junge Leute. Das Abwenden von der Kirche kann auch aus einer Trotzreaktion gegenüber den Eltern heraus geschehen. Ich denke, dass Zwang nichts bringt, sondern dass man Jugendlichen ab einem bestimmten Alter die Entscheidungsfreiheit über den eigenen Glauben lassen sollte und sie vor allem akzeptieren sollte - in dem Vertrauen auf das Wirken Gottes in ihrem Leben. Denn ich bin überzeugt, dass Gott sich in jedem Menschenleben irgendwann irgendwo irgendwie zeigen wird. Darauf zu vertrauen und dafür zu beten ist besser, als Kinder und Jugendliche verkrampft zu etwas zwingen zu wollen, dass auf trotzige Ablehnung stößt. Dennoch ist es eine große Aufgabe, den Glauben zu vermitteln, aber eben nur so weit, dass der Glaube auf Freiheit und Freiwilligkeit basiert (ab einem bestimmten Alter, z.B. ab der Firmung o.ä.).

Q41-364  Viele Eltern stehen selber der Kirche fern und können daher schwer den Glauben an die Kinder weitergeben.

Q41-365  Glauben weitergeben kann man am besten, wenn man Nächstenliebe übt.

Q41-366  Es geht wohl hauptsächlich um die Pflege eines eigenen Glaubenslebens, das authentisch ist und deshalb auf andere wirken kann. Die relgiöse Erziehung der Kinder werden Eltern so gestalten, wie es ihnen jeweils möglich ist. Sicherlich tun ihnen da Vorbilder (eigene Eltern, Kindergarten, Schule,Bekanntenkreis, Gemeinde) gut. Wie religiöse Erziehung aussehen soll, ist nicht mehr fest umrissen, eine echte Herausforderung. Die Pflege von Traditionen sehr wichtig, da in der Gesellschaft noch verankert.

Q41-367  Ich versuche nicht Glaubensgesetze weiterzugeben, sondern das, was Jesus meiner Meinung nach wirklich gemeint hat: Liebe, Vergegung und Toleranz.

Q41-368  Die Familienbande sind heute sehr locker und die Glaubenspraxis der Generation 40 oft flach. Es fehlt an Glauben und Glaubenswissen. Das Festalten an Dogmen (z.B. Maria betreffend) ist für die Jugend inakzeptabel. Die Schöpfungsgeschichte ist ein wirklich wunderschönes Bild, darf aber nicht gegen wissenschaftliche Erkenntnisse ausgespielt werden. Die Bilder der Bibel werden nicht richtig gedeutet, sondern oft wörtlich vermittelt.

Q41-369  Es ist alles so relativ: teilweise sind die Pfarrer sehr menschlich und nicht nur kirchentreu - das erschwert das Ausfüllen des Fragebogens. Die Kirche vor Ort bzw. deren Vertreter sind - so glaube ich - oft auch nicht überzeugt von den Lehrer, die vorgeschrieben sind. warum sie trotzdem - teilweise - ohne  klare Stellungnahmen agieren, weiß ich nicht.

Q41-370  Änderung der Familienstruktur - kaum gemeinsame Essenszeiten, unterschiedliche Arbeitszeiten& Verlust der Tradition, kaum Tischgebet, Verweltlichung der religiösen Feste, vor allem Weihnachten, verschiedendste Aktivitäten am Sonntag, daher keine Mitfeier der Messe. GroßerWEertverlust de Religiösen.

Q41-371  Welcher Glaube soll weitergegeben werden? Ängste, Gewalt, Ausgrenzung, Verurteilung? Wo ist die Liebe, wo ist die Freude, wo ist der tatsächliche Glaube an das Licht, an Jesus, an das Göttliche?

Q41-372  Weitergabe des Glaubens ist ein problematischer Begriff. Da 'Glaube' ein Beziehungsgeschehen ist kann er m.E. nicht weiter gegeben werden. Ich kann meinen Glauben so leben dass er andere überzeugt und animiert. Ich kann ihn 'vorlegen'(propose). Auch die Gemeinschaft der Glaubenden/Kirche kann den 'Glauben vorlegen'.

Q41-373  Durch Verbot des privaten Bibellesen i.U. zu den Protestanten wurde die mündliche Tradition abgestochen. Öffentliche (Predigt) Vermittlung ist vorselektiert und oft unkommentiert.

Q41-374  Wie immer hängt es von den Menschen ab, es gibt ganz wundervolle kirchliche Würdenträger und fürchterliche!

Q41-375  Neben der Abwendung von der Kirche spielen auch andere gesellschaftliche Entwicklungen (Medienkonsum, Reizüberflutung, Berufstätigkeit....) eine relevante Rolle!

Q41-376  Was heisst Weitergabe des Glaubens

Q41-377  Die Eltern sollen durch ihr gelebtes Beispiel ihren Glauben und Ethik weitergeben, nicht durch Belehrung.

Q41-378  Zu lange waren die Gläubigen nur Empfänger und Mitmacher. Zu lange war es ausreichend das Wort Gottes bloß zu hören. Schon vor der Kirchentür kein Problem über die Mitchristin den Mitchristen herzuziehen ... 

Q41-379  Es gibt nur wenige die praktizierende Christen sind. Die meisten sind "Anlaß-Christen". Adventkranzsegnung, Christmette, Fleisch oder Speisensegnung,  Auferstehung.

Q41-380  Es gibt immer wieder Bereitschaft für vieles (Erziehung der Kinder, Mithilfe bei Erstkommunion, Bereitschaft zu Braut- und Taufgesprächen, die auch immer wieder menschlich klar und gut sind, aber wie wir alle suchen wir nach ständig nach richtigen Wegen mit Kindern, Jugendlichen .... und sind alle oft unsicher, welche Wege, Methoden... gut sind heute..... Generell wird die Erstkommunion- und Firmkatechese akzeptiert und als ansprechend empfunden und besonders eine gute Gestaltung von Familiengsden und von Erstkommunion und Firmung. Aber gerade bei der Firmung ist es so schwer, weil die Bischöfe so schwierig und liturgische festgelegt .....sind Gut dass sie sonst nicht dabei sind bei Sakramentenspendung Unser hat uns mal vorgeworfen, dass dann z.B. ein Boot im Erstkommuniongsd. wichtiger ist als das Brot... Das ist erstmal eine Verleumdung... Dann eine Unehrlichkeit sich selbst gegegnüber, wenn man die Pontifikalämter dieses  Typen erlebt.... und sein Gebaren auch sonst... Wer ist da Mitte, Gott...???

Q41-381  Eltern, die in mancher Hinsicht nicht von der kirchlichen Lehre ueberzeugt sind, koennen auch den Glauben nur eingeschraenkt, d.h. wie aus ihrer Sicht verstanden, weitergeben. Und damit beginnt das Relativieren, die Unsicherheit fuer die naechste Generation, der trennende Abstand zur Kirche.

Q41-382  Es gibt Eltern, die geben den Glauben vorbildlich weiter, trotzdem gehen die Jugendlichen einen anderen Weg. Es gibt aber auch viele Eltern.die den Glauben selbst nicht mehr leben, aber ihre Kinder finden durch die Gemeinde wieder Anschluß an die Kirche. Oft, sehr oft, hängt das mit Kirchlichen Personen zusammen: Priester, GemeindereferentInnen und PastroelreferentInnen, KatechetInnen zusammen.

Q41-383  Weitergeben kann man nur, was man "hat"...

Q41-384  Es gibt von Seiten der Kirche wenig methodisches Handwerkszeug, das wirklich der Zeit angemessen ist und damit gerne in Anspruch genommen wird. Was mich am meisten stört ist die Tatsache, dass oft von der "frohen Botschaft" gesprochen wird und für mich die "Übersetzer", nämlich die Priester, selten froh und authentisch wirken. Oft wirken sie auf mich depressiv, traurig und viele auch fanatisch.

Q41-385  Ich komme vom Land und je weiter ländlich, desto besser wird die Tradition und der Glaube noch aufrechterhalten. Bin dann Richtung Stadt gezogen,je städtischer, desto weniger findet dies statt.

Q41-386  Die angebotenen Vorgaben von Feiern im Rahmen der "Hauskirche" sind zur Glaubensweitergabe weitgehend ungeeignet. Sie verkörpern volkskirchliche Traditionen, aber führen nicht zu einer Bekennerkirche.

Q41-387  Das ist sehr unterschiedlich. Gut katholische Familien geben ihren Glauben, wenn auch oft sehr verunsichert, weil sie sich selbst nicht sicher sind, weiter. Vor allem die Hochfeste wie Weihnachten und Ostern sind Anhaltspunkte ihres Glaubens. Das Brauchtum ist da eine große Stütze.

Q41-388  ich sehe Religion wie Meinungsfreiheit, jedeR soll so leben, wie es für sie/ihn passt. da viele Eltern nur mehr wenig Glauben haben, können sie diesen auch nur schwer weitergeben, andererseits gläubige Eltern sind teilweise zu Fanatisch in der Weitergabe des Glaubens

Q41-389  Ein Problem ist der Glaubwürdigkeitsverlust der Kirche und auch ein Wissensdefizit der Gläubigen, das durch den Ausfall kirchlicher Strukturen (Priestermangel, Zölibat bzw. andere Beauftragungsformen, geringe Leitungskompetenz in den Gemeinden, usw.) entsteht

Q41-390  Ich weiß nicht, ob die Kirche Paare unterstützt, dazu sind wir zu wenig vernetzt.

Q41-391  Wer besucht heute noch die Gottesdienste? Meiner Meinung nach kommt dieser Fragebogen 20 Jahre zu spät. In meiner Jugendzeit (80er Jahre) konnte ich im Sauerland noch erleben, dass die Messen überfüllt waren. Wenn man zu spät kam, musste man stehen. Diesen Zustand gibt es heute nicht mehr! Die Kirche hat die Zeit verschlafen - wen will sie heute noch erreichen und wie soll die Weitergabe des Glaubens gelingen?

Q41-392  Durch die freimaurerische Homo-Gesetzgebung im österreichischen Parlament (Verein Lambda) ist es relativ - auch bei Jugendlichen, außer islamischen Familien - die gleichgeschlechtliche Ehe zu propagieren.  Wer heute - etwa in der Schule - behauptet, dass Homosexualität Sünde ist (was ja auch kirchliche Lehre ist) wird gesellschaftlich geächtet und mitunter wegen Verhetzung laut Strafgesetzbuch verurteilt. Somit steht das Ziel der gleichgeschlechtlichen Weltregierung den christlichen Werten diametral gegenüber. In diesem Spannungsfeld sind auch die wenigen verbliebenen "christlichen" Familien.

Q41-393  Diesbezüglich kommt es zu Schwierigkeiten.

Q41-394  Die Familiäre Tradition der Feierlichkeiten (Ostern, Weihnachten etc) wird weiter gegeben, obwohl die Kinder von heute nicht wissen was sie da wirklich feiern, es geht ihnen nur ums feiern. Die Kirche steht gesellschaftlich derart negativ, so dass es sehr schwer ist das Gute über den Glauben zu vermitteln. Die Kirche hat mit ihren unglaubwürdigen Ansichten all das Gute und Tragende derart zugedeckt, dass Leute für den Glauben an Jesus und das was er uns gutes lehrt, nicht mehr zugänglich sind. Das wird von vielen Esoterikern und anderen Glaubensgemeinschaften genützt. Die einzige Chance, die die Kirch hat ist auf ihre "Rebellen" zu hören und glaubwürdig zu werden, damit sie wieder zur Heimat wird. mfg Rosemarie Hofstätter

Q41-395  Auch auf der Schiene werden die Großeltern immer wichtiger, eine Generation, die teilweise noch praktiziert, die aber mit der kirchlichen Sprache total überfordert ist.

Q41-396  Ob Eltern zur Weitergabe des Glaubens fähig sind, hängt davon ab, wie sehr sie selbst im Glauben verwurzelt sind.

Q41-397  Ich bin eigentlich grundsätzlich gegen eine sogenannte "Missionierung", auch in der Familie. Meiner Erfahrung nach kommt das selten gut an und kann sogar auch peinlich sein. Besser ist es, mit "gutem Beispiel" voranzugehen, damit habe zumindest ich immer die besten Erfahrungen gemacht.

Q41-398  Oft ist es sehr schwierig wenn der eine Ehepartner keinen Zugang findet, dadurch kann der Andere sehr leicht sich aus der Kirche entfernen, wenn  nicht genügend Menschen im Umfeld des guten Miteinander da sind.Natürlich ist es auch ein Problem, wenn der eine Ehepartner selbst noch umseinem Gelauben kämpft.

Q41-399  Die Entwicklung und Förderung von Kindern wird durch den großen Einfluss von Medien und Werbung heute sehr stark von christlichen Werten abgelenkt, dass es kaum noch möglich ist daneben auch noch diese Werte zu vermitteln. Kirchliche Feste werden dann häufig wegen der besonderen Feierlichkeiten "mitgenommen". Bei der Kindererziehung fehlt es häufig auch am notwendigen Wissen der Eltern.

Q41-400  Ich denke wir haben mindestens schon die 3. Generation, die ohne Glauben im Elternhaus aufgewachsen ist. Da wo Glaube in der Familie nicht mehr gelebt wird, kann er auch nicht weitergegeben werden. Das bisschen Religionsunterricht in der Pflichtschule, (danach gibt es viel blabla, aber keine Auseinandersetzung mit der eigenen Religion)reicht nicht für's Leben.

Q41-401  Negatives Beispiel vieler Kirchenvertreter ( Sexueller Missbrauch,"deutscher Protzbischof ", Missstände im Vatikan usw. machen es  Familien sehr schwer,ihren Kindern den Glauben an die kathol. Kirche weiterzugeben. Gutes Beispiel von Seiten der offiziellen Kirchenvertreter würde es den Familien erleichtern und die kath. Kiche glaubwürdiger machen. Christliche Nächstenliebe wird zwar gepredigt, aber selber nicht vorgelebt.

Q41-402  Welche Teile der kirchlichen Sexualität? In der Verhütungsfrage nimmt fast niemand mehr die Kirche erst, Keine Sexualität vor der Ehe ist ein Minderheitenprogramm, Liebe als hoher WErt wird von den Menschen geschätzt,

Q41-403  kommt darauf an ob die Eltern selber glauben können.

Q41-404  In wohl allen Diözesen gibt es Angebote zur Ehe- und Familienbegleitung, auch zur Beratung in Krisenfällen. Insofern könnte man auch mit "Ja, zumindest teilweise" antworten. Aber nur vergleichsweise wenige Paare in Schwierigkeiten nehmen die Hilfe kirchlicher Beratungsstellen in Anspruch, weil sie diesbezüglich der Kirche keine Kompetenz mehr zutrauen.

Q41-405  Wenn der Glaube in der Familie gelebt wird, übernehmen ihn die Kinder doch automatisch. Nur wenn sie ein positives Bild der Kirche und des Glaubens in der Kindheit und Jugend erfahren, können sie sich später damit identifizieren und dem Glauben Raum geben, wenn sie erwachsen sind.

Q41-406  Leider hat sich die kath. Kirche nicht weiterentwickelt und man kann diese alten Weisheiten (bis auf die 10 Gebote - die sind immer gültig) nicht wirklich in der heutigen Zeit anwenden - wann wird die Kirche endlich moderner und orientiert sich an den Problemen, die die Menschen heutzutage haben?

Q41-407  Was unter vorbildlich den Glauben weitergeben in Punkt 4 verstanden wird, ist mir unklar. Bezüglich Buchstabentreue gegenüber dem Lehramt denke ich, dass es nicht so ist. Aber hinsichtlich eigener Überzeugung, was christliches Vorbild meint, denke ich doch, dass es so ist. Die Befähigung, den eigenen christlichen Glauben weiterzugeben, ist aus meiner Sicht sehr stark geschwächt worden durch die lange Intransparenz der römischen Kurienpolitik. Diese hat verwirrt, verunsichert und viele aus dem Hafen der Kirche vertrieben.

Q41-408  Wie meist ist es eine Frage des praktischen Beispiels, das vorgelebt wird. Manche junge Familien gehen geradezu ostentativ selbst mit Kleinstkindern zum Gottesdienst (verbunden mit dem unvermeidlichen Geschrei), wodurch es vornehmlich älteren Gläubigen in den Sinn kommen mag, dass es angenehmer wäre, wenn der hoffnungsvolle Nachwuchs  doch besser daheim geblieben wäre. So manchem, der allzu nah am Geschehen saß, soll es schon reichlich schwer gefallen sein, mit freundlicher Miene den Friedensgruß zu tauschen.

Q41-409  Traditionelle Formen werden von den Kindern ab der Pubertät meist abgelehnt, zeitgemäße Formen zu finde ist schwierig.

Q41-410  Glaube und Christ sein hat oft nichts mit der veralteten Lehre der Kirche zu tun. Jesus in der Bibel erscheint barmherziger und mitfühlender als es "die Kirche" ist.

Q41-411  Da in den Familien kaum mehr gebetet wird, kann der Glaube auch nicht weitergegeben werden. Nur gute Vorbilder sind gut für die nächste Generation.

Q41-412  Um den Glauben an seine Kinder weiter zu geben, muß mit Beispeil vorangegangen werden. (z.B. Sonntäglicher Kirchgang) Nur reden genügt nicht.

Q41-413  Wenn ein Paar sich einig ist christlich leben zu wollen, dann tut es das auch und wird es auch an seine Kinder weitergeben. Wenn nicht, dann ist auch deren eigene Entscheidung, oft kommt man auf verschiedenen Umwegen wieder zum Glauben.

Q41-414  Die Weitergabe des Glaubens an die Kinder ist schwierig. Ich weiß aber nicht, woran es liegt. Trotz unseres Vorbilds als Eltern leben unsere Kinder ihren Glauben nicht innerhalb der pfarrlichen Gemeinschaft.

Q41-415  Eines meiner Kinder hat sich (trotz meines Eintretens für unseren katholischen Glauben)von der Kirche abgewendet, das andere Kind ist weiter gottgläubig, aber über die Amtskirche tief enttäuscht. Ich auch.

Q41-416  Die Frage sollte heissen, wie schwer ist es für Eltern gegenwärtig angesichts der Kirchenkatastrophe ihren Glauben überhaupt zu definieren, bzw zu leben und erst recht aufrichtig lebbar an ihre Kinder weiterzugeben!

Q41-417  Ich finde den Ausdruck "Pflicht zur Weitergabe des Glaubens" furchtbar. Ich denke, ich habe meinen Glauben und vertrete meine Meinung, aber deswegen will ich andersgläubigen ja nicht meinen Glaube aufdrängen.

Q41-418  Das hängt vom Umfeld ab, bei uns sind Gemeinde und Schule vorbildlich! (Käsekirche Donaucity und GTVS Alte Donau)

Q41-419  Die Glaubensweitergabe ist weitgehend Vorbildwirkung.

Q41-420  Wo Familien z. B. wegen Scheidung ausgegrenzt werden, kann man doch wohl kaum hoffen, dass sie ihren Kindern die Kirche mit ihrer Religion als "feste Burg" vermitteln.

Q41-421  Ich halte nichts von "Pflicht", Glaube in einer kirchlichen Gemeinschaft ist ein Angebot, kann eine Chance sein.

Q41-422  Ich glaube, dass viele Eltern selbst so weit von der Kirche weg sind, dass sie gar nicht mehr daran denken, den Glauben weiterzugeben. Wie in anderen Bereichen auch, verlässt man sich auf die Schule und Erstokkunionsvorbereitung...

Q41-423  Das sind alles Suggestivfragen, die nur Defizite bei den Gläubigen artikulieren. Dass die "Weitergabe" des Glaubens an die jüngere Generation eine viel diffizilere Frage als bloßes "Tradieren" ist, wird sofort sichtbar, wenn man sich ehrlich auf junge Menschen, deren Fragen, Sehnsüchte und Probleme einlässt. Man sollte die Fragen vielleicht umdrehen: Nicht: Warum sind viele Menschen nicht mehr im Nahbereich der kirchlichen Lehre, sondern wie sehr hat die kircliche Lehre mit ihrer vielfach verrechtlichten Starre (und ihrer viel zu einseitig auf Sexualität fokusiertem Interesse (Neugier aus Mangel?) sich von den Menschen entferntund wegbewegt!

Q41-424  Glaube ist ein persönliches Beziehungsgeschehen zu Gott, den wir als DU anreden und auf dessen Begleitung in allen Lebenslagen wir absolut vertrauen. Glauben kann man nicht wie ein Stafettenholz weitergeben. Da braucht's auch Gemeinschaft und viel Gnade

Q41-425  Es ist oft schwer, besonders >Jugendliche zu überzeugen, da der Freundeskreis eine große Rolle spielt und bei den Jugendlichen heute andere Werte zählen. Soziales Engagement ist leider sehr selten ...

Q41-426  Man kann nicht weitergeben, was man nicht hat.

Q41-427  die fähigkeit ist so individuell verschieden, daß statistische behauptungen nur die tendenz darstellen: es gibt leute, die wissen genau, was sache ist (wittgenstein), andere leiden im sumpf des allgemeinen konsumistischen hedonismus. verurteilen wir niemanden, aber leben wir so klar wie es uns gegeben ist.

Q41-428  Wenn eine Pfarre so wenig Freude, so wenig Spiritualität vermittelt, wie können meine Kinder den Glauben fühlen??? Das passiert derzeit bei uns nur zu Hause.  Glaube hat zu 3/4 mit Gefühl zu tun: Gefühl der Zugehörigkeit, Gefühl der Geborgenheit, Gefühl sich Rat holen zu können, Gefühl den Kirchenraum als stärkenden Ort wahrzunehmen. Und wie sollen meine Kinder das fühlen wenn dort vorwiegend negativ gesprochen wird. Von Naturkatastrophen als göttliche Antwort auf Ungläubige berichtet wird? Das hat meine Kinder (zu recht) so wütend gemacht. Denn: sind wir nicht ALLE Kinder Gottes??? Warum soll ein Kind, das zufällig in eine Familie geboren wird, die nicht römisch-katholisch ist, bei einem Erdbeben umkommen dürfen? Ich befürchte, dass meine Kinder nicht mehr so wie ich Kirche und Glauben positiv in ihr Leben mitnehmen werden. Obwohl ich mich zu Hause bemühe.

Q41-429  Das Thema Ehe, Familie und Sexualität ist nicht das wesentliche Thema bei der Weitergabe des Glaubens! Wir glauben doch nicht an eine Sexuallehre, sondern an die Auferstehung!

Q41-430  Wenn Eltern selbst im Glauben aufwachsen und diesen positiv erlebt haben, können sie ihn auch weitergeben.

Q41-431  Zum Glaube gehört auch das offene Zugehen auf meinen Nächsten. Die Amtskirche sieht aber Geschiedene, Andersdenkende, Befürworter heutiger Emfängnisverhütungsmöglichkeiten, als Sünder an und grenzt sie immer noch aus.

Q41-432  Weitergabe des Glaubens ist in einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft ein anspruchsvolles Unterfangen - das im gelebten Alltag ansetzen muss -  und nicht mit den "Rezepten" der vergangenen Generationen und neuen Katechismen zu lösen.

Q41-433  Die Kinder sind einer veränderten gesellschaftlichen Realität (Materialismus und Medienboulevard mit Oberflächlichkeit und Sensationsgier)ausgesetzt, die kaum noch etwas mit dem zu tun hat, was deren Eltern von 40-50 Jahren erlebt und vermittelt bekommen haben. So wird es zunehmend schwieriger, den eigenen Kindern den Glauben im Rahmen der katholischen Kirchenlehre zu vermitteln, da es zu vielen Widersprüchen kommt. Dass Homosexualität von der Kirche als nicht naturgemäße LEbensform anerkannt wird, dass freie Liebe verboten wird... das alles kann ich meinen Kindern nicht überzeugend erklären (aus Mangel an tieferem Wissen). Die Kinder werden von  Konsumdenken umgeben. Das Vorbild in der Familie allein genügt nicht. Die Welt der Jungen prägt ebenso stark.  Spiritualität steht zudem in  Widerspruch zu materiellem Denken.  Meine Lebenserfahrung allein reicht offenbar nicht aus, um zu überzeugen.  Die Kinder besitzen Glauben, aber sie leben ihn nicht in den kirchlichen Ritualen. Schade. 

Q41-434  Junge Menschen sind heute sehr früh selbständig. Glaubensweitergabe geschieht über Kontaktpersonen Gruppen und Erfahrungen wie z.B. Taizé. Eltern in Deutschland haben einen schweren Stand noch von den 2 vergangenen Kriegen und Hitlerdeutschland und dem Umbruch der Rollen vor allem der Frauen. Familien-Kindererziehung wird heute vom Staat in Deutschland nicht gerecht behandelt, gegenüber  Senioren (Alterspyramide Steuern). Die Erziehungsleistung wird weder gesehen noch honoriert. Der Staat und die Industrie würden das gerne für die Familien übernehmen. Nicht einmal in der Kirche haben wir ein Familienwahlrecht. Junge Menschen unter 18 Jahren haben keine Stimme, das sind etwa 20 % der Bevölkerung.

Q41-435  Leider kommt es immer seltener vor, daß Eltern mit den Kleinkindern beten. Die Zeit ist zu hektisch wenn beide Eltern arbeiten. Nur sehr religiöse Familien können den Kindern noch den Glauben näher bringen. Wenn allerdings die Eltern samt den Kindern in die Kirche gehen und die Kinder im Kindergarten bezw. in der schule religiös erzogen werden werden die die KInder ihren Glauben behalten und ihren Kindern wieder weitergeben.

Q41-436  Zum reinen Ritual reduzierte Glaubensübungen sind in der heutigen Zeit nicht aufrecht zu erhalten. Die Verbindung zwischen Glaubensinhalt und Ritual ist verlorengegangen. Die Pfarrgemeinden haben ihre Seelsorger verloren. Die Festhaltung am Zölibat hat die Strukturen in den kirchlichen Gemeinden zerstört. In meiner Wahrnehmung hat diese Auflösung in den 1980er-Jahren begonnen.

Q41-437  man braucht zuerst einen tiefen Glauben, um diesen dann auch weitergeben zu können. Dies ist heute seltener der Fall als früher. Wir bekamen vor allem durch das Beten des Rosenkranzes(und andere Gebete) als Kinder den Glauben grundgelegt. Die nächste Generation (also meine Eltern) schufen dieses Samstag-Abend Gebet ab. So wird die Religiösität von Generation zu Generation weniger. Beobachten Sie Eltern, wenn ihre Kinder zu Erstkommunion kommen oder zur Firmung. Wichtig ist das Geschenk, eine schöne Kleidung, viele Fotos und ein gutes gemeinsames Essen. Bei der hl. Messe selbst sind die Eltern mit fotografieren beschäftigt.

Q41-438  Die Fragen sind sehr schwer zu beantworten. Ich denke in der Schule versagt die Glaubensweitergabe komplett. In der Pfarre kommt es fast ausschließlich auf den praktizieren Pfarrer an. Wichtig ist, das die Priester weltoffen und menschlich sind. Gelebte Nächstenliebe soll sichtbar sein.  Ich persönlich hab emich schon fast von der Kirche abgewendet und durch so eine Priester in die Kirche zurückgefunden.

Q41-439  ...ein sehr wunder Punkt...viele schämen sich. es gehört eine portion selbstbewußtsein dazu, oder ein festes Werte-System im Herzen..

Q41-440  Eltern und Großeltern bemühen sich, die Entscheidung für den Glauben liegt dann bei den Jugendlichen und deren Freunden

Q41-441  Kirche lässt sich nicht so pauschal bewerten wie in dem Fragebogen vorausgesetzt. Ein großer Teil der "offiziellen" Kirche hält Laien, auch in den Familien, lieber in Unmündigkeit und weist sie nicht auf die  Bedeutung ihrer Gewissensentscheidung hin.

Q41-442  Es gibt nur noch sehr wenige Menschen unter 50, die Bezug zur katholischen Kirche haben.  Die Kirchen sind leer, man hat das Gefühl, die Kirche hat es verpasst. Es ist schwer, als vernünftiger  Mensch einen Zugang zum Glauben zu finden, vor allem in der katholischen Kirche.  Die Gottesdienste fühlen sich an wie veralterte leere Hüllen, ohne Bezug zum Leben, aber auch ohne Hilfe für den Geist und die Seele eines suchenden Menschen.  Die Menschen suchen Verbindung zu Gott ( etwas Höherem,.. ) doch in diesem veralteten System ohne spürbaren Geist  ist nichts zu finden.  Und auf dieser Suche nach Gott  kommen andere Glaubensrichtungen,  z.B. : Freikirchen, andere Religionen zB Buddhismus, Esoterik, ... Sekten.   Die meisten Menschen wachsen ohne das regelmässige Besuchen von Gottesdiensten auf, größtenteils ohne Vorbildwirkung durch die Eltern. Wie viele Kinder erleben es überhaupt noch, das die Eltern mit ihnen ein  Gute- Nacht- Gebet sprechen? Was bestimmt des Leben der Kinder am meisten? Ist es nicht  in Wirklichkeit das Fernsehprogramm???  Die Kirche zerfällt in Europa. Keine Priester, keine Gläubigen, immer weniger Beitragszahler, Auflösungstendenz. Traurig.  Was kann man dagegen tun? Es ist nicht mehr 5 vor zwölf , sondern schon lange  nach 12.  Unser neuer Papst bringt ein wenig Hoffnung. Gut, dass er diese Umfrage ins Rollen gebracht hat.   

Q41-443  Ein großteil der Familien ist bei der Glaubensweitergabe überfordert.

Q41-444  Wir fehlt hier die Lebendigkeit der Vermittlung zur Weitergabe des Glaubens.  Text: Selbst wenn jemand prophetisch reden könnte, hätte aber die "Liebe" nicht, wäre es nichts. Ich bin ein Herzmensch und höre immer auf mein Herz, denn hier wohnt die Seele und die weiß, was richtig ist.Ich hoffe jetzt ein wenig auf Papst Franziskus, aber der ist auch von den Selben gewählt, die Papst Benedikt gewählt haben, deswegen beobachte ich erst einmal und werde Papst Franziskus um Audienz bitten.

Q41-445  Eine völlige illusion, da die heutigen eltern schon nicht mehr religiös sind und die wenigen, die es versuchen, keine chance gegen den gesellschaftlichen trend haben. Die junge generation nimmt die kirche, wie sie sich unter benedikt gezeigt hat, einfach nicht mehr ernst! Ich habe 9 enkel und leide sehr darunter, weil es mir bei meinen 4 kindern noch gelungen ist, ihnen ein kirchenbild zu vermitteln, das für sie positiv war. z. b. taize.

Q41-446  Die Kirchenführung in Österreich macht es Eltern schwer Glaube weiterzugeben, weil die Kirche meiner Meinung nach zu engstirnig an Regeln und Vorschriften der Kirchenlehre hängen und nicht am Glauben.

Q41-447  Vorbild, frei Gewissensentscheidung sind für mich das Wichtigste. Der Klerus muss als Vorbild an Güte, Aufrichtigkeit, Nächstenliebe dienen. Das wäre vielleicht einfachen wenn manche Pastoren auch im Familienverbund leben würden.

Q41-448  War doch früher nicht besser. Es war eine Pflicht, ein Zwang,  es wurde Macht ausgeübt, du kommst in die Hölle, wenn...! Leider wissen viele schon zu wenig und wissen nicht was für eine gute LEbenshilfe der Glauben sein kann, sehen noch oft in einem anderen Glauben, ev. Buddhismus viel mehr, obwohl es gar nicht so viele Unterschiede gäbe. Unser Glaube ist einfach nicht cool, war halt immer da.

Q41-449  Der Pfarrer bemüht sich, wird aber vom Erzbischof in Wien nicht unterstützt.

Q41-450  Sehr von Familienverhältnissen und der Beziehung zwischen Eltern und Kindern abhängig

Q41-451  Die Weitergabe des Glaubens ist heute wohl schwierig. Es gibt auch um den Glauben bemühte Eltern, deren Kinder den Glauben aber ablehnen.

Q41-452  In gläubigen Familien ist die Glaubensweitergabe kein Problem, wenn der Glaube gelebt und nicht unterrichtet wird. Eine Gefahr besteht im Religionsverlust durch religiöse Erziehung, wie es schon Prof. Ringel beschrieben hat.

Q41-453  Kinder fragen nach Gott - ich als Mutter muss mir dann Gedanken machen, wie ich zum Glauben stehe. Meine Vorbilder sind meine eigenen Eltern, die Pfarre, die Jungschar und Jugend meiner Zeit. Dort wo Kinder in der Pfarre wilkommen sind, wo sie eigene Erfahrungen mit Gott machen dürfen, dort kann der Glaube wachsen - auch der der Eltern.

Q41-454  Die heutigen jungen Eltern wissen vielfach wenig bis nichts vom Glauben, da sie ihn in der eigenen Kindheit nicht mehr erlebt haben.  Die Kirche wird von vielen  veraltet und nicht zeitgemäß gesehen. Die krchliche Lehre ist im alltäglichen Leben vieler junger Familien nicht mehr relevant. Die Kinder werden von ihren Eltern allerdings zur Nächstenliebe angehalten.

Q41-455  Die Weitergabe des Glaubens ist abhängig von der Teilnahme am kirchlichen Gemeindeleben.

Q41-456  Zur Weitergabe des Glaubens ist es für Familien auch sehr wichtig, eine Gemeinschaft/Gemeinde zu haben, wo sie sich beheimatet fühlen - mit ihrem Glauben, mit ihren Zweifeln und mit ihren Fragen.

Q41-457  Glaubensweitergabe wird von Kirche erwartet Eltern praktiziren nicht, erwarten jedoch, daß die Institution Kirche den Glauben "beibringt"

Q41-458  Wenn junge Erwachsene kein Glaubensleben in ihren Familien vorgelebt bekommen haben, so sind sie meist gar nicht in der Lage, ihren Kindern Glaube vorzuleben, geschweige denn, Glaube weiterzuvermitteln.

Q41-459  als ich ein kind war, funktionierte diese weitergabe des glaubens in den familien noch einigermaßen. jetzt nicht mehr, da andere sogenannte WERTE im vordergrund stegen. zb. konsumzwang, haben und nicht sein,etwas zu gelten, ect.

Q41-460  In der Katechese (Erstkommunion und Firmung) wird es immer schwieriger, Menschen zu finden, die es sich zutrauen, die Glaubensweitergabe mit zu gestalten. Die Kirche mit ihrer Konzentration auf "Moralthemen" ist fremd und unwichtig geworden, von ihr erwartet man keine Hilfen zu einer guten Lebensgestaltung mehr. Wichtig wäre die Konzentration wieder auf die Botschaft Jesu, die grundlegend für eine segensreiche Lebensgestaltung ist.

Q41-461  Auch wieder zu allgemein. Zum Beispiel Frage 5 - natürlich machen das Ehepaare in Familienrunden. Aber wie viele Familienrunden gibt es ? Ich bin sicher, vieles von dem was gefragt wird geschieht, aber wie oft? Gelebtes Christentum ist heute ein Minderheitenprogramm. Oder die Frage nach dem Generationenkonflikt. Mit nicht geborenen Kinder lässt sich nicht streiten. Und die relativ wenigen die wir haben gehören schon fast nicht mehr den Eltern. Über Medien und Werbung werden die  Kinder heute mehr informiert und geformt als es die Eltern können. Zu ungleich ist der Kampf um Kopf und Geldbörsel der Kinder zwischen Eltern und Wirtschaft. Und die Kirche ist dabei wirklich keine Hilfe. Papst Franziskus hat jetzt einmal gegen das herrschende Wirtschaftssystem gesprochen. Gott sei Dank-

Q41-462  Es kommt auf die Eltern darauf an, welchen Hintergrund sie selber haben, welche Erfahrungen sie mitbringen, wie sie eingebunden sind vor Ort, welche Selbstsicherheit sie haben, wie sie sich selber nach ihrem "Religionsunterricht" weiter entwickelt haben, ...

Q41-463  Gebetsformen vor dem Essen, vor dem Schlafengehen, an Weihnachten werden kaum praktiziert. Der Sonntag ist zum frei verfügbaren Tag geworden, an dem Gottesdienst mit Sport und Musik, Familie und Freizeit konkurriert. Sonntag zum Ausschlafen, für Sport und Freizeit, Besuch der Familie. Wenig Zeit für Gottesdienst Großeltern als Träger der Weitergabe sind oft von der Kern-familie getrennt. Bei gemeinsamen Treffen, Geburtstagen, Fes-ten wird Gottesdienst und Gebet – wenn überhaupt praktiziert - zum traditionellen Ritual. Gottesdienst wird als tradiertes Ritual verstanden. Keine Jugendsprache, keine Aufbruchsstimmung ist möglich und ge-fördert in einer festgelegten Liturgie und mit tradiertem Liedgut. Deutschland: Austritt aus der Schwangerenkonfliktberatung zeigt die totale Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit!

Q41-464  Die Gleichsetzung von Glauben und kirchlicher Lehre halte ich für nicht zulässig.

Q41-465  Bei uns gibt es oft keinen katholischen Religionsunterricht in den Schulen, weil den deutschen Bistümern das Personal fehlt. Da ist Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation ein Witz.

Q41-466  weitergabe des gLaubens von dem man selber als nicht wert genug geschätzt wird weil geschieden oder homosexuell...macht ihr Witze....die  jungen Menschen die ich so auf der Straße beobachte haben Interesse an materiellen Werten die Bräuche ansichten und werte der Kirche und was sie bedeuten wissen sie oft garnicht und wie sollen sie diese dann weitergeben???

Q41-467  Ich persönlich habe, den Eindruck, dass ein weit verbreiteter Relativismus bei den gläubigeren Generationen verbreitet ist und sich so und daher mit dem Unwillen mischt, Werte als für sich und andere verbindlich anzuerkennen.

Q41-468  der Glaube hat mE eigentlich kaum mehr Platz im Leben der Menschen, die spirituelle Komponente wird zumeist durch Esoterik ersetzt

Q41-469  Es gibt so viel Skandale in der katholischen Kirche, wie den AUsschluss geschiedener zu den Sakramenten, die Sexualmoral, mangelnde Mitbestimmung und Mitwirkungsmöglichkeiten in den Gemeiden, die Vorbildfunktion von Priestern etc. dass mein Mann und ich uns unserer Kirche mehr schämen als zurfrieden mit ihr zu zu sein. So gelingt uns auch keine überzeugende Glaubensweitergabe, gegen die Distanz unserer Kinder können wir kaum etwas einwenden. 

Q41-470  Wie schon Papst Benedikt sagte, müssen die Jugendlichen von heute den Eltern ein Vorbild im Glauben sein, denn die jetzige Elterngeneration lässt leider in Sachen "Glaube" sehr aus. Die Eltern jedoch, die den Glauben leben, können ihn auch heute noch weitergeben.

Q41-471  Es gibt Eltern, die sich von der Kirche distanziert haben, aber mit ihren Kindern regelmäßig beten und ihnen religiöse Geschichten vorlesen.

Q41-472  Ich möchte strickt das Weitergeben von "Glauben" und "Religion trennen! Die Kirche und ihre Vertreter handeln im Sinne der Religion, die oft mit dem wirklichen Glauben nicht viel zu tun haben und drängen wehement auf die weitergabe der Religion und nicht des Glaubens im Ursprung und die direkte Einheit mit Gott! Es ist so ausgelegt, dass die Eltern es oft gar nicht merken, dass sie ihren Kindern nicht den wirklichen Glauben und das weitergeben was Gott will!Sie manipulieren ihre Kinder schon von Anfang an in dem sie ihre Kinder zwingen jeden Sonntag mit in die Kirche zu gehen, weil dies Gott verlangt! Den Kindern ist fad und auch die Jugendlichen können oft nichts damit anfangen was da in den Kirchen abläuft, weil es weltfremd ist! Leider habe ich meine Kinder auch viel zu lange in diese Richtung der Religion manipuliert,bis mir endlich klar wurde, dass Glaube an Gott und bedingungslose Liebe Christi etwas völlig anderes ist, als die Kirche seit über 2000 Jahren lehrt!Christus ist nicht wegen unseren Sünden gestorben, sondern weil er vor 2000 Jahren schon gesagt hat:" Schaut hin was ihr da tut ist nicht das was Gott will!" So war er in den eigenen Reihen zu unbequem denn es wurde an der Macht der Mächtigen gekratzt und deshalb wurde er ans Kreuz genagelt!  

Q41-473  Den Glauben "weitergeben"? Den muß man sich selbst erarbeiten oder man kommt zu anderen Schlüssen....

Q41-474  Die vielen Interreligiösen Einflüsse, vor allem die Skandale der kath. Kirche im Zshg mit Bischofsernennungen (KRENN, GROER, ...), dazu die gehäuften Missbrauchsfälle im Zshg mit Pädosexuellen Übergriffen haben das Vertrauen der zu erziehenden Frauen (Mütter und gläubige Großmütter!!!) massiv erschüttert!

Q41-475  Die menschen wollen sich nicht mehr an der bibel orientieren.nur ganz wenige.

Q41-476  Der Religionsunterricht ist weitgehend gut. Die Elterngeneration und zum Teil auch die Großeltern haben keinen Bezug mehr zu Glaube und Kirche, daher keine Weitergabe des Glaubens in der Familie. Im Vergleich dazu gibt es wenige junge Familien,die ihre Kinder zum Glauben führen, das aber sehr bewusst.

Q41-477  Nachhaltige Bildungsangebote dazu fehlen. Religionsunterricht für Kinder und Jugendliche ist keine bleibende Basis.

Q41-478  Viele kirchliche Vorstellungen und Gebote erschweren, auch traditionelle Gottesdienstformen etc. erschweren die Weitergabe

Q41-479  Sakramentenkatechese (Taufkatechese bei uns in der Gemeinde vorbildlich), kirchliche Beratungsstellen für Ehe, Familie, Erziehungsfragen sehr gut (von mir mit Gewinn genutzt) Glaubensweitergabe bei uns in der Familie groß geschrieben - trotzdem 1 Sohn Atheist (aber ein sehr liebevoller Mensch) und zwei Söhne gläubig, aber keine Kirchgänger - alle waren in der Jugendarbeit aktiv!!! und werden es vielleicht wieder, wenn sie selbst Familien haben

Q41-480  Eltern können den Glauben nur derart weitergeben wie sie selbst glauben. es ist der eigene Lebensvollzug, der den Kindern die Werte vermittelt.

Q41-481  .

Q41-482  Für Eltern wird es immer schwerer, ihren Kindern den Glauben weiterzugeben.Hängt vielfach vom Alter der Kinder ab! In der Pubertät kaum, da die jungen Menschen in diesem Alter schon andere Interessen haben.

Q41-483  * geht auf keinen Fall mit den Lehren der Amtskirche in Rom, * mit Konzentration auf die Kernbotschaften von Jesus ist längerfristig doch Wirkung zu erzielen

Q41-484  Als Eltern bin ich sehr gespalten und unsicher. Das hängt auch mit der ungeklärten und nicht akzeptierten kirchlichen Lehre zusammen.

Q41-485  wenn eltern religiös sind, wird der glaube weitergegeben. wenn  nicht dann nicht. jeder mensch soll die möglichkeit haben, seinen glauben so zu leben wie er möchte. bei der taufe wird dem kind der glaube aufgezwungen(es kann sich nicht äussern) und bei der firmung hat es die möglichkeit freiwillig ja oder nein zu sagen...

Q41-486  Das Leben unserer Kinder wird derart von den Medien und dem Schulerlebnis beeinflusst, daß sich nur noch wenige Schulkinder mit der Kirche und dem Glauben auseinandersetzen und in ihren Lebensablauf aufnehmen. Ich habe Tochter und Enkelin,die sich beide rechtschaffen für unsere Kirchengemeinschaft aktiv bemühen. Es ist schwer, die Kinder zu begeistern. Viele Mütter schieben die Kinder ab in die Heimstunden und geniessen dann die Ruhe im Plausch.Die Abholung mancher Kinder klappt dann nicht immer.

Q41-487  Mehr Unterstützung wäre wünschenswert& z.B. durch geeignete(zeitgemäße)Unterlagen für Familienfeste, Feste im Kirchenjahr usw.

Q41-488  Es fehlt den Eltern oft der Zugang zu Kirche und Glaube

Q41-489  Die Weitergabe  des Glaubens scheitert oft nicht am Generationenkonflikt innerhalb einer Familie, sondern an den Konflikten innerhalb der Kirche und deren massiven Mängeln und Defiziten

Q41-490  Meine Antwort zu Punkt 4 (ja) ist bedingt durch den Pfarrer der Kirche, in die ich gehe. In vielen anderen Fällen spielt die mir zusagende Einstelleng diese Priesters eine wesentlich Rolle.

Q41-491  weg von der sakramenten"vergabe - hin zur wirklichen auseinandersetzung der bedürfnisse der Kinder und Eltern (sprich Firmung und Erstkommunion nützen um den wirklichen Kontakt mit den Menschen zu suchen)

Q41-492  Wenn Eltern selbst die Religion nur mehr als traditionellen Teil ihres Lebens weitergeben und nicht als "Glauben", dann werden auch die Kinder nicht gläubig und überzeugt von der Richtigkeit und Wichtigkeit der Religion sein

Q41-493  Es sollte jeder Mutter und jedem Vater frei stehen seine Kinder in religiösen Dingen zu unterweisen oder nicht. Allein das hier ja gleichbedeutend mit immer und teilweise gleichbedeutend mit teilweise ist bereits manipulativ.

Q41-494  Kinder sind sehr kritisch

Q41-495  Lässt sich so pauschal sehr schwer beantworten. Hilfreich ist ein christliches Umfeld, Basisgemeinden, wo Glauben gelebt wird. Aber auch keine Garantie...

Q41-496  Da in vielen Familien ein "gelebter Glaube" nicht mehr zu finden ist, reduziert sich die Möglichkeit der Glaubensweitergabe auf die kirchlichen Feste, die im Zusammenhang mit den heranwachsenden Kindern fast "Pflichtveranstaltungen" sind.

Q41-497  Zu wenig Auswahlmöglichkeiten...ja/nein Fragen sind zu plakativ...grundsätzlich wird nirgends gefragt, was der Befragte von der Kirche als solches denkt. Ich bin römischkatholisch erzogen worden und mit 30 trat ich aus der Kirche aus. Veraltetes Weltbild mit zu viel Geld im Vatikan und zu vielen Falschpredigern...

Q41-498  Wie schon erwähnt, als junger Mensch muss das einem klar gesagt werden, daß nach einer Eheschließung nichts besser wird. "Es wird schon werden" gilt nicht mehr. "Jetzt bin ich ja schon verheiratet, daß tue ich jetzt sicher nicht mehr. Ich bin seit 2 Jahren Radio Maria Hörer, aber als einziger in einem Familienverbund von ca. 80 Personen. Wir wissen ja auch ganz genau, "geht es den Menschen gut, TUT ER NICHTS FÜR EINEN GLAUBEN AN GOTT! Ich bin 62 Jahre, habe viele tiefs und hochs des Lebens durchgemacht, und ich bin dem katholischen Glauben, den ich in den jungen Jahren von meinen Eltern und Verwandten mitbekommen habe, sehr dankbar.  Und als Radio Maria Hörer weiß ich, daß ich meine Sorgen wie Hr. Gratzer in der Sendung "gib mir deine Sorgen" in den Kelch lege und für alles Probleme dazu bete. Und das sollen wir mehr verbreiten. :-) 

Q41-499  Weil vielen Eltern der Glaube zu unwichtig geworden ist, wird dieser auch nicht richtig weitergegeben.

Q41-500  Es wird oft nur Tradition gemeint.

Q41-501  Wie es in der Familie gebetet wird ist eine persönliche Sache, da geht es nicht um kirchliche Formlen zu finden. Wenn die Eltern das Bedürfnis haben, in der Familie zu beten, sollen sie es so tun, wie sie es können. Auch in der Weitergabe des Glaubens soll jeder nach eigenem Gewissen handeln, sicher ist das schwer, wenn der Glaube nur in der Familie relevant ist und in der Gesellschaft keine Beudeutung mehr hat, wie es oft in Österreich der Fall ist. Da brauchen die Eltern die Verbindung zu anderen Familie, denen es auch der Glaube wichtig ist, wo sie Kinder erleben, es gibt auch andere Kinder wie sie, die beten und an Gott glauben.

Q41-502  Viele Menschen sind in großer Disstanz zur institution Kiche, dass sie leicht  den Faden zum Glauben verlieren. Kirche und Glauben spielt in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle,wo noch Glaube gelebt, geschieht das im Privaten.

Q41-503  Eltern müssen sehr oft "Übersetzer" der kirchlichen Sprache sein, weil diese oft von Kindern und Jugendlichen nicht mehr verstanden wird. Durch ihren Fachjargon, der im Alltag nicht angetroffen wird,verlieren die Begriffe ihre Bedeutung und berühren nicht mehr. An sich sinnvolle Rituale und Anliegen werden zu leeren Worthülsen, die nicht ernst genommen werden können.

Q41-504  Der Religionsunterricht sollte auch mehr die anderen Religionen mit einbeziehen und das ganze weniger mystisch und mehr historisch betrachten. Man braucht wenn man will, dass die jüngeren Generationen sich zur Kirche und zum Glauben hinwenden tiefreichende Reformen, da die jetzige Kirche sehr lebensfeindlich eingestellt ist.

Q41-505  Da in den Schulen Religionsunterricht hauptsächlich Sozialunterricht ist, bleibt eine echte Bildung in Glaubensdingen außen vor - dadurch verfügen Eltern gar nicht mehr über ausreichend Wissen, Glauben weiterzugeben.Die Kirche müßte dringend neue Bildungsformen finden, bzw. sich  auch für den verpflichtenden Ethikuntzerricht stark machen, weil  ein grundsätzlich gewecktes Interesse für transzendentale Dinge sicher auch dem Bildungsstatur der einzelnen Religionen, auch der katholischen Kirche zugute käme.

Q41-506  Es ist schwierig wenn man schon von seinen Eltern das nicht so richtig vermittelt bekommen hat und das zieht sich dann natürlich weiter und wird immer weniger.

Q41-507  Adventsonntag, Erstkommunion, Christmette, Osterliturgie... werden wohl gemeinsam gefeiert, aber oft mit Sätzen wie: "Alle gehen zur Erstkommunion. Kriegst ein schönes Kleid und ein Geschenke. Mach ma schöne Fotos. Den Unterricht davor musst du besuchen, hilft nix, dauert ja nit lange..." Mit kleinen Kindern wird abends gebetet, aber dann erfahren sie bald, was alles nicht passt in der Kirche, bemerken, wie selten die Eltern in die Messe gehen, dass die Regeln nicht wirklich eingehalten werden. Vorbilder fehlen. Für viele ist Kirche nicht attraktiv. Vielleicht ist das zyklisch, und es kommt wieder, in richtigen Krisen.

Q41-508  Die Weitergabe des Glaubens innerhalb der Familie wird immer schwieriger, zu groß ist der Einfluss der Gesellschaft und der Medien! Zu starr auch die Haltung der Institution Kirche!

Q41-509  wenn man selber Schwierigkeiten mit der Kirche und dem Glauben hat, ist es noch schwerer in der heutigen Zeit den Glauben in der Familie weiter zu geben, vor  allem wenn das Verhalten der Kirche so starr ist, bzw. Fehler vertuscht werden

Q41-510  Die Weitergabe von Glaubens-Dogmen, gepredigt von einer Kirche, die außer in sozialen Fragen weitgehend als realitätsfremd wahrgenommen wird, macht auch für viele praktizierende Katholiken immer weniger Sinn.

Q41-511  Die Zahl derer, die der Kirche nahestehen ist in der Generation, die jetzt Eltern werden (sind)sehr zurück gegangen. (Siehe Altersstruktur der Gottesdienstbesucher!)

Q41-512  Wer bitte soll den Glauben weitergeben, die Kirche verunsichert ja die Eltern so weit, dass die ja gar keine Argumente mehr für ihre Kinder haben. Beispiel: sollen die Eltern den Kindern eintrichtern, ja nicht zu Kondomen zu greifen, es reicht ja, enthaltsam zu leben....

Q41-513  Die Kirche erreicht den Großteil der Familien nicht mehr.

Q41-514  wenn ich mit Aussagen der Kirche nicht einverstanden bin, kann ich diese nicht weitergeben. Was heißt den "Glauben" weitergeben: das Evangelium wie ich es verstehe oder die Regelwerke der Kirche?

Q41-515  Kinder/Jugendliche gehen meist eigene Wege und orientieren sich oft nicht am Glauben der Eltern/Großeltern

Q41-516  auch bei echter Bemühung gelingt es nur selten den Glauben an die nachfolgende Generation weiterzugeben, die Amtskirche ist bisher wenig einladend, wird als scheionheilig erlebt

Q41-517  Finde es wichtig, den Kindern den Glauben zu vermitteln, Teil einer kirchlichen Gemeinschaft zu sein, Sakramente zu empfangen. Wenn sich Kinder später im ERwachsenenalter entschließen sollten sich von der Kirche zu distanzieren ist das eine Entscheidung in Kenntnis eines gläubigen Lebens. Daher sollten Kinder auf alle Fälle mit dem Glauben bekanntgemacht werden und das aktive Leben in der Kirche mitleben, Eltern zu Gottesdiensten begleiten. Ich sehe es als meine Aufgabe als Mutter mein Kind auch im religiösen Sinne zu erziehen.

Q41-518  Die Kirche unterstützt junge Paar in Schwierigkeiten. Vielleicht ist es schwierig für junge Paare in Schwierigkeiten sich von der Kirche Hilfe zu holen, da die Kirche ja ein Moralinstanz ist.

Q41-519  Was man nicht weiß, kann man nicht weitergeben.

Q41-520  Wir beten zu allen Mahlzeiten. Ich habe es im Elternhaus, meine Frau als Jugendliche in der evangelischen Kirche kennen gelernt. Das haben wir mit wenig Erfolg versucht,  unseren Kindern weiterzugegeben. Jetzt versuchen wir es mit den noch jungen Enkelkindern, die es noch interessant finden aber wohl nicht weiter praktizieren werden. Ich hoffe, dass sie ihren Glauben in der Schule und richtig in der Konfirmationsvorbereitung kennen lernen werden.  Ein Glauben kann nur gelebt und weiter gegeben werden, wenn er glaubwürdig ist. Und da gibt es viel unglaubwürdiges in der Kirche: Konzept und Inhalt der Dogmen/Lehrsätze  auch in Verbindung mit der (wissenschaftlichen) Geschichte, Zölibat, Sexualmoral, Stellung der Laien, insbesondere der Frauen, in der Kirche -  und auch in der evangelischen Kirche: Schöpfungsgeschichte und damit verbunden Erbsündenlehre, Mißbrauch, Machtausübung. 

Q41-521  Was heißt "Weitergabe des Glaubens"? Wenn damit gemeint ist, die Liebe in den Familien zu leben und ein gutes Miteinander zu forcieren, dann ist die Kirche meist am weitesten davon entfernt und der Art, wie sie sich in der Pfarren zeigt, auch nicht in der Lage dazu. Gott sei Dank wird der Glaube in der Familie weiter gegeben, weil von der Kirche her gäbe es keinen Glauben mehr (im Sinn von Liebe und Entschiedenheit Jesu).

Q41-522  Mehr kindgerechte Glaubenseinheiten

Q41-523  Das Bemühen um Weitergabe des Glaubens ist oft vorhanden.Durch sehr viele äußere Einflüsse und häufig areligiöses Umfeld ist der Erfolg mangelhaft.

Q41-524  Es liegt nicht am Angebot unserer Pfarren und unserer Diözese, dass die Ehepaare und Familien den Glauben nicht mehr an die Kinder bzw. nächste Generation weitergeben wollen, sondern am Erscheinungsbild der Kirche und des Klerus der kirchlichen Amtsträger und der kirchlichen Scheinmoral in allen Fragen zu Menschlichkeit,Sexualität, Ehe und Zölibat bzw. der Einstellung zu Frauen.

Q41-525  Es liegt am Erscheinungsbild der Amtskirche und dem Klerus und an der kirchlichen Sexualmoral, wenn die nächste Generation (unsere Kinder  u. Enkelkinder) das Glaubensangebot der Diözese, Pfarre sowie Eltern ablehnen, weil es für sie nicht mehr lebensnah und lebenstauglich erscheint.

Q41-526  die weitergabe des glaubens wird bestimmt durch den wohlstand unserer gesellschaft sehr schwer  erneuerungsbewegungen können für die familien eine hilfe sein (marriage encounter, Cursillo ...)

Q41-527  Die Weitergabe ist schwierig, wenn sie selbst nicht in ihrem Glauben gefestigt sind.

Q41-528  Die Weitergabe des Glaubens ist heute extrem schwierig, weil die Kirche überhaupt nicht "in" ist. Die Glaubwürdigkeit der Kirche hängt nicht nur von den Eltern/ Großeltern ab, sondern auch von deren Vertretern in den Pfarren. Es gibt Priester / Pfarrer, die wirklich mit den Menschen leben, Anteil nehmen, begleiten ... aber viele sind entweder zu alt oder von vorneherein als Zeremonienmeister/ Gesetzeshüter/ Vollzieher ungeeignet. Ich habe selbst schmerzliche Erfahrungen mit Unfähigen gemacht, die Gemeinden zerstört und entzweit haben oder auch über die nur gelacht wurde. Gott sei Dank kenne ich aber auch die positive Seite. Die hat mich in der Kirche bleiben und Heimat finden lassen.

Q41-529  Ich bemühe mich zwar konkret sehr, den gelebten Glauben als praktizierender Christ an meine Kinder und Enkel weiterzugeben, auf Grund äusserer Einflüsse (negative Meldungen über die Kirche) muss ich mich aber zunehmend mit kritischen Äußerungen meiner Kinder auseinandersetzen und immer wieder auf die positiven Botschaften des Evangeliums und dessen Hilfe im täglichen Leben und die gemachten Erfahrungen hinwsen. 

Q41-530  Es fehlen Unterlagen, Handreichungen und verständliche Texte.

Q41-531  Glaube und Amtskirche sind zwei voellig verschiedene Dinge. Das Eine hat mit dem Anderen NICHTS, aber auch GAR NICHTS mehr zu tun! Die kath. Kirche ist allein an Macht interessiert und tut seit ihrer Gruendung alles, um diese Macht auszubauen: - die kath. Kirche behauptet, die "einzig wahre Kirche" zu sein und diskriminiert andere kirchen. Das darf nicxht sein! - der Papst beanspruicht die weltherrschaft (siehe z.B. can. 22). Davon muss der sich ohne Einschraenkungen distanzieren und diesen Anspruch aufgeben - Bertug, Verbrechen, Faelschungen, Luegen, ... dafuer ist die kath. Kirche bekannt und beruehmt! Lesen Sie Karlheinz Deschner "Kriminaslgeschichte des Christentums"! - Glasnost und Perestroika fuer die Kirche! Alle Amtsinhaber muessen von ALLEN Glaeubigen in freier, gleicher und geheimer Wahl GEWAEHLT werden! - Solche Diktatoren wie "Kardinal" Meissner duerfen keine Antsinhaber sein!

Q41-532  Die Kirche

Q41-533  Eine verständliche Glaubensweitergabe wäre wichtig, die Jugend versteht das "Mittelalter" nicht mehr....

Q41-534  Zuwenig fundamentales Wissen über die Bibel bzw. was sagt mir die Bibel und wie kann mir die Bibel helfen - Auslegung, Interpretation

Q41-535  Die kirchliche Lehre (im Sinn von "du darfst dies und jenes nicht") wird von vielen Menschen nicht geteilt und daher auch nicht an die Kinder weitergegeben, was nicht heißt, dass der befreiende Glaube an Jesus Christus nicht weitergegeben wird.

Q41-536  Die Lebensform in Österreich hat für den Großteil der Menschen weggeführt von Werten, von einem festen Rahmen, von einem Fundament.

Q41-537  Meist fehlt es schon am Glauben der Eltern, vor allem in jüngeren Jahren. Was soll da weitergegeben werden ?

Q41-538  Mit der immer größer werdenden Konkurrenz marketingmäßig aufgebauter Angebote an Heranwachsende hat die Kirche und auch die Familie immer weniger Chancen, Glaubensdinge zu vermitteln, solange die Kirche mit ihrer Lehre auf dem Stand des letzten Jahrhunderts verharrt. Der letzte Vorteil der Heimatgebundenheit geht mit den Pfarreireformen verloren.

Q41-539  In meinem Land gibt es eine vorbildliche Ehe- und Familienpastoral, die aber natürlich nur die Menschen erreicht, die dies auch wollen. Die Weitergabe des Glaubens ist für viele kein Wert, weil sie häufig nicht erfahren haben, dass der Glaube etwas mit dem Leben zu tun hat, bzw. weil Glaube als Privatsache gesehen und damit auch tabuisiert wird. Es liegt auch an einer großen Sprachlosigkeit in diesem Bereich und daran, dass viele Erwachsene ihr eigenes Leben nicht deuten können.

Q41-540  Es fehlt sicher nicht am Angebot der Kirche für Ehepaare und junge Leute, aber es wird zuwenig angenommen. Da sehr viele Familien nicht mehr den Sonntagsgottesdienst besuchen, erfahren Sie sehr wenig auch bezüglich Weitergabe der Lehre von Ehe und Familie

Q41-541  Die Möglichkeit der Weitergabe ist gegeben, ob sie wahrgenommen wird, ist die andere Frage. Zum Glück übernimmt der RU da Vieles und leistet Gutes.

Q41-542  Ich selbst bin in der gläubigen Familie aufgewachsen und finde es sehr wichtig mit dem Glauben aufzuwachsen.

Q41-543  Das ist meiner Meinung nach von Familie zu Familie unterschiedlich! Meine Eltern haben mich zwar zur Erstkommunion geschickt aber damals haben ich nicht verstanden warum.  Wir in meiner Familie reden selten über Glauben, Gott oder wir beten zusammen auch nicht. Mit meiner Oma hingegen bin ich oft in die Kirche gegangen warum weiß ich nicht ich hab immer etwas Geld dafür bekommen, meine Oma wollte einfach das ich ein bisschen Ahnung hab von dem was die Kirche vertritt. Und man merkt ganz deutlich das meine mutter und meine Oma unterschiedler Meinung sind.

Q41-544  Das Interesse den Glauben in der Familie weiterzugeben ist sehr gering, was auf die moderne Gesellschaft zurückzuführen ist.

Q41-545  keinen

Q41-546  Letzte Frage erlebe ich als unzulässige Wertung von Eltern

Q41-547  Der Weitergabe des Glaubens in der Familie steht auch als Hindernis entgegen, dass es ein gemeinsames Familienleben immer seltener gibt.

Q41-548  Wie sollte einer Familie eine Weitergabe des Glaubens möglich sein, wenn weder die Eltern von der Notwendigkeit überzeugt sind und die Kinder im Religionsunterricht mehr Ethikunterricht haben und somit die Vorbilsfunktion fehlt?

Q41-549  Hier sind wir Gläubigen in die Pflicht genommen. Das ist mein Schwachpunkt. Da kann ich mich nicht an der Leitung abputzen.

Q41-550  Jede Familie gibt den Glauben so weiter, wie sie ihn selbst erlebt. Primär ist dies aber durch entsprechend vorbildhafte Verhaltensweisen möglich. Es sollte aber nie als Zwang erlebt werden.

Q41-551  Durch mein Leben als praktizierender Christ haben meine KInder prägende Eindrücke erfahren, so daß sie - Gott sei Dank - auch kirchentreu geblieben sind und meine Enkelkinder im christlichen Sinn erziehen.  Die Gotteserfahrung als solche läßt sich nicht vermitteln, muß wohl jeder selber machen, da gehört vielleicht auch eine Portion G n a d e  dazu.

Q41-552  Am Land eher. Sonst kaum!

Q41-553  Es kommt wesentlich darauf an, dass die FROHE Botschaft gelebt und weitergegeben und nicht  die vielen Verbote als erstes und entscheidendes überbetont?

Q41-554  ich verstehe diese Fragen und ihre Intention nicht: Was will man aus den Antworten ableiten?

Q41-555  Erziehung wird immer schwieriger Net facebook etc

Q41-556  meine 3 Kinder respektieren meinen Glauben, kennen aus der Kleinkindzeit die Rituale, waren Ministranten , sind gefirmt und gehen mir zuliebe in Messen haben aber keine Heimat in der Kirche gefunden obwohl sie alle 3 sehr sozial sind, beruflich und auch privat sozial engagiert sind und hilfsbereite Kinder und Menschen sind

Q41-557  Glaube in den Familien wird immer weniger gelebt, daher fehlt auch eine entsprechende Weitergabe. Es fehlen neue Wege zu diesen Menschen. 

Q41-558  Weitergabe des Glaubens in den Familien bedeutet für den Familien Stress. Die Fragen der Familien zum Glauben werden gegenüber der Kirche kritischer, wenn man sieht, dass Priester auch nicht den Glauben weitergeben konnten (Stichwort: sexueller Missbrauch) und auch nicht weitergeben können.

Q41-559  Glaube wird fast ausschließlich durch Vorbild weiter gegeben!

Q41-560  Die Menschen leben mit Gott, sie glauben an Gott, aber sie leben nicht mit der Kirche!

Q41-561  Ob die Kirche Paare in Schwierigkeiten helfen kann, ist sehr oft davon abhängig, ob sie sich Hilfe suchen oder Hilfe annehmen wollen. Leider wird oft der einfachere Weg der Scheidung begangen, was aber nicht heißt das es oft ein langer Kampf mit sich selber ist, bis zur Entscheidung.

Q41-562  Junge Paare in Schwierigkeiten wenden sich eher an weltliche Beratungsstellen, wenn überhaupt.

Q41-563  Gelebtes Vorbild ist in jeder Phase der Erziehung das einzig zielführende.

Q41-564  Gott geht seine eigenen Wege. Es gibt tief religiöse Menschen, die durch die Familie eher behindert wurden. Der Zwang ist eins der größten Hindernisse, die den Glauben unmöglich machen.

Q41-565  In den meisten Familien ist der Glaube eher ein Tabuthema und äußert sich eher als persönliche Beziehung zu Gott. Selbst wenn christliches Brauchtum und christliche Werte nicht selten weitergegeben werden, so gibt es kaum mehr Familien, die das gemeinsame Gebet pflegen.

Q41-566  Der Glaube der Menschen wurde leider viel zu wenig ernst genommen. Daher suchen sie ihn heute anderswo. Sie fühlen sich von oben herab belehrt und nicht auf Augenhöhe ernstgenommen. Kein Wunder, wenn sie sich da abwenden. Es geht darum das Senfkorn des Glaubens MIT den Menschen in ihrem Leben zu suchen und zu entdecken: Die Kirche bietet immer fertige Topfpflanzen an (meist als Moralkaktus! &-) ) Die Grundeinstellung zum mündigen Glaubigen muss das kirchl. Handeln prägen. Der Mensch von heute will nicht Objekt einer Belehrung sein, sondern Subjekt seiner persölichen Gottesbeziehung - das ist eigentlich urbiblisch!

Q41-567  Unterstützt die Kirche in ihrem Land junge Paare und Paare in Schwierigkeiten? Wenn der Wunsch an die Vertreter der Kirche herangetragen wird - sehr wohl. Nur leider wird dieses Angebot selten in Anspruch genommen.

Q41-568  Hier gilt das schon Gesagte: Ich kann nicht für andere antworten.

Q41-569  wird erschwert durch: Kirche wirkt nicht glaubwürdig für die Jugend (Mißbrauch, Umgang mit eigenem Personal nicht wie in einem demokratischen "Rechtsstaaat")

Q41-570  Wie soll - teils unverständlicher - Glaubensinhalt weitergegeben werden, von dem die "Lehrenden" selbst nicht wirklich überzeugt sind oder diesen wegen seiner Realitätsferne gar nicht leben können

Q41-571  Wenig, sinkend

Q41-572  Kann nur durch Einbeziehung der Eltern von der Taufe über die Erstkommunion gefördert werden. Die Kirche muss dazwischen immer Kontakt suchen.

Q41-573  Es ist regional sehr unterschiedlich...

Q41-574  gelebte Christusbeziehung mit tolerantem Miteinander ist eine gute Basis zur Glaubensweitergabe

Q41-575  Menschen verschiedenen Alters und Lebenssituationen haben meist recht unterschiedliche Stufen der Glaubensentwicklung - da letztere aber so gut wie nicht bekannt sind, bilden diese sehr oft Konflikte zwischen den Generationen bzw. erschweren eine gute Weitergabe des Glaubens

Q41-576  Es wird Ihnen in jedem Fall nicht leicht gemachten hängt sehr vom persönlichen Umfeld ab ... Organisationen die meinen, dass die Kirche intolerant sei und das oberflächlich begründen oder das gar befürworten, dass die Kirche hier zurückgedrängt werden muss erschweren dies massiv!  Und das ist fuer mich ein Widerspruch zum Freiheitsgedanken, der in unser säkularen Welt ja so gerne gepredigt wird!

Q41-577  zu Ihrer letzten Frage, doch: Eltern können ihren Glauben den Kindern noch vermitteln, und zwar mit durchaus sehr ethischen Implikationen ... aber meiner Erfahrung nach sind dies Eltern muslimischen Glaubens.- Katholiken unterstelle ich dies nur passim, im Kontext der traditionellen Riten (Taufe, Hochzeit, Begräbnis ...) oder jahreszeitlicher Anlässe. Gelebtes Ethos wird selbstverständlich weitertradiert - aber jenseits von Glauben oder katholischer Religion, "was-sich-gehört" vs. "so-keinesfalls".

Q41-578  der Glaube wird im Familienalltag nur sehr wenig bewusst gelebt

Q41-579  Der Glaubensverlust durch die autoritäre Lehrmeinung der Kirche wirkt im Schneeballsystem: In der nächsten Generation nimmt er massiv zu, in der übernächsten wieder exponentiell, da die weitergabe innerhalb der Familie weitestgehend schwindet. Die Kirche müsste endlich die heutige Lebenswirklichkeit und das dynamisch veränderte Weltbild zur Kenntnis nehmen und die 'Lehre' danach erneuern. Die welt wird sich nicht nach der Kirche richten, es muss sich die Kirche mit der heutigen Welt auseinandersetzen.

Q41-580  Eltern sind heute weder fähig Werte noch einen Glauben weiter zu geben. Das an sich hat keinen Wert mehr, weil meiner Ansicht nach, diese Art der Weitergabe ebenso wie andere Erziehungsmethoden als "gewaltvoll" oder "autoritär" betrachtet und abgelehnt werden. Zudem denke ich, mangelt es Menschen allgemein an der Zeit, Muse und Hingabe sich mit anderen Menschen in einer Intensität auseinander zu setzen, die es erlaubt seine eigenen Ansichten und Werte hervorzustreichen und zu vermitteln, oder gar sich deren selbst bewusst zu werden. Das trifft genauso die eigenen Kinder.

Q41-581  Fähig sind Eltern ganz sicher, die Frage ist eher, ob sie selbst überzeugt sind, das tun zu wollen. Eltern sind überhaupt zu allem fähig zum Wohl ihrer Kinder, wenn sie nur davon überzeugt sind.

Q41-582  Glaubensweitergabe erfolgt durch vorleben. Wenn die Kinder sehen, dass es den Eltern wichtig ist, gibt es kaum Probleme.

Q41-583  Gute Beispiele prägen - werden oft erst lebendig, wenn die Kinder erwachsen sind.

Q41-584  Eltern, die selber im Glauben und in der Kirche beheimatet sind, sind ihren Kindern sehr wohl ein Beispiel darin und legen den Grundstock für den Glauben. Wenn aber die Eltern nicht verwurzelt sind, wie soll es da eine Möglichkeit der Weitergabe des Glaubens geben?

Q41-585  Die Probleme sind größer geworden, der "Außendruck" hat zugenommen und die für Jugendliche unverständliche Sprache der Kirche, die noch dazu im Widerspruch zu den Meinungsmachern (Internet...) steht, tut ein Übriges, auch "willigen " Eltern die Weitergabe zu erschweren.

Q41-586  kaum Unterstützung durch kirchl. Institutionen, es liegt eher am Charisma einzelner Priester.

Q41-587  Zum Thema Generationskonflikt: es stimmt, dass der fehlende junge Nachwuchs in den Rängen der Kirche auch die Akzeptanz der Lehre schadet. Ältere Priester können sich nicht mehr im selben Maße in die Gefühlswelt von jungen Paaren hinein versetzen. Dies ist auch ein Grund warum ich persönlich im Fall von Ehe/Paar-Problemen nicht zu einem Priester gehen würde, eher zu anderen Referenzpersonen.  Ich würde mich nur dann an einen Priester wenden, wenn ich wüsste, dass er vor seiner Ordination bereits ähnliche Situationen erlebt hat.

Q41-588  "Weitergabe des Glaubens" hätte ich positiver beantwortet als "Weitergabe des kirchlichen Glaubens"

Q41-589  sehr schwierig

Q41-590  Ohne das Leben der Eltern im Vertrauen auf Gott - auch in schwierigen Situationen - kann der Glaube bei Kindern keine Wurzeln fassen.

Q41-591  Sie sind fähig - ob es alle schaffen und wollen, ist die Frage. Aber Zwang und Druck sind kontraproduktiv, viel wirsamer sind Vorbild, Führung, Respekt, Nähe zu den eigenen Kindern.

Q41-592  In meiner Diözese ist zu unterscheiden: a) im Religionsunterricht hören junge Menschen wenig über die Lehren der Kirche, b) im Rahmen von Seminaren und EHevorbereitungskursen unterrichten vorwiegend Paare oder spezielle geschulte SeelsorgerInnen (aber für diese Angebote muss man sich schon besonders interessieren, um damit in Kontakt zu kommen), c) Hauskreise/-runden gibt es weniger, d) in unserer Pfarre hab ich das GEfühl, dass sich auch der AK Ehe&Familie der Fragen zu Sexualität, Partnerschaft etc. nicht so gerne annimmt,... bezüglich Pädagogik/Erziehung wird immer wieder mal etwas angeboten...

Q41-593  Obwohl wir in der Familie seit Generationen praktizierende Christen sind hat sich nach meinem Einblick KEINE Generation inkl. unserer an das Verbot des vorehelichen Geschlechtsverkehrs gehalten. Ebenso denke ich, dass ich im offenen Dialog meinen Kindern Empfängisverhütung für Ihre ersten Erfahrungen erkläre und ermögliche. Sowohl in der Familie, im Pfarrumfeld und bei Gesprächen mit Jugendlichen nimmt keiner/keine die lebensfremden Regeln der Amtskirche für ernst - die Kirche macht sich mit dem Verharren auf solche lebensferne Regeln lächerlich und ist durch all die schrecklichen Skandale im Sexualbereich selbst schwer unglaubwürdig - im Inhalt und im Umgang mit dem Thema 

Q41-594  Was ist überhaupt mit "Glauben" gemeint?  Das "Für wahr Halten" von Aussagen und Einhalten formaler Vorschriften   oder  die Arbeit am Reich Gottes in dieser Welt?

Q41-595  Für mich ist die Weitergabe des Glaubens an die Kinder keine(lästige) Pflicht sondern ich empfinde die Weitergabe des Glaubens an meine Kinder als Aufzeigen und Heranführen junger Menschen an einen in meinen Augen lebenswerten Weg. Dabei ist es mir aber stets wichtig den Kindern nie etwas aufzuzwingen, sondern den Glauben als positives Angebot darzustellen. Dieser Weg ist eine Gradwanderung, die oft auch dazu führt, dass die Kinder sich zumindest zeitweise davon abwenden. Aber so meine Hoffnung doch auch wieder dahin zurückfinden können ohne dass Türen völlig verschlossen wurden durch Verbitterung oder Wut.

Q41-596  Das Argument heute: Glauben heisst nichts wissen!

Q41-597  Es besteht nur mehr wenig Interesse zur Glaubensweitergabe. Dazu müssten sie selbst überzeugt sein, dass diese Kirche für das Leben hilfreich ist. Wenn aber Kirche als mittelalterliches Relikt erlebt wird, werden auch wichtige Feste nur mehr als Brauchtum gesehen.

Q41-598  Die Weitergabe des Glaubens steht und fällt mit der eigenen Glaubwürdigkeit. Wie sich meine Art der Weitergabe auswirkt wird die nächste Generation zeigen. Doch ist die Jugend kompromissloser und gibt sich nicht mit Heucheleien zufrieden, gottseidank.

Q41-599  ich habe es bei meinen kindern nicht geschafft, daß sie sich aktiv an der kirchengemeinschaft beteiligen. ob sie gläubig sind, weiß ich nicht. ich hoffe, daß sie sich einmal für die Kirche entscheiden. die katholischen schulen,die meine kinder besuchten, mache ich verantwortlich für die ablehnung meiner kinder gegenüber kirche und glaube

Q41-600  ein großes Problem bezüglich der Weitergabe des Glaubens stellen vielfach - aber nicht immer - Priester,die aus anderen Ländern, vornehmlich aus Polen u. teilweise aus Rumänien kommen, die eine ganz andere Einstellung zu Kirchen- und auch Prieserbild haben

Q41-601  Durch das Vorleben und der Freude am Glauben / Mitarbeit in der Pfarre, erhoffen sich viele auf lange Sicht eine Wirkung auf Kinder und Enkel.

Q41-602  Wenn sich Erwachsene schämen für Vorkommnisse in der Kirche, dann sind sie auch gehemmt in der Weitergabe des Glaubens, auch wenn sie ihn selber haben. Wenn sich Jugendliche dafür schämen, dass ihre Eltern diesem "verschrobenen Verein" angehören, werden sie nicht Glaubensprinzipien zu ihren Lebensgrundsätzen erwählen. Als Jugendlicher unter Freunden zur Kirche zu stehen, wird nicht sehr vielen gelingen.  Ein Teil findet vielleicht als Erwachsener wieder zurück. Die Zahlen zeigen aber, dass es wenige sind.

Q41-603  Meines Erachtens gibt es 2 Wurzeln des Weitergebens von Glauben - zum einen als Kind in der Familie, zum anderen als Jugendlicher/junger Erwachsener im Freundeskreis. Eins geht ohne das andere, doch miteinander erlebte ich bei mir und im Umkreis tragfähige "Basisbildung"

Q41-604  Es werden katholische Kirchen abgerissen, es werden Pfarrstellen nicht neu besetzt, sondern der Mangel an Priestern wird durch "pastorale Räume" schön geredet. Die Teilnahme am Gottesdienst nimmt rapide insbesondere bei jüngeren Menschen ab. Wenn Eltern selber nicht mehr in der Kirche aufgefangen werden, wie sollen sie dann ihren Glauben an ihre Kinder weitergeben? Was in der Kirche passiert, ist einfach traurig. Es finden noch Taufen statt, zur Erstkommunion gehen schon nicht mehr alle Kinder (oft auch nur wg. der Geschenke) und dann ist Schluß mit dem aktiven Leben in der Kirche, vielleicht noch einmal zur Hochzeit...

Q41-605  Den Familien ist es ein Anliegen die kirchlichen Feste im Jahresthema zu feiern.

Q41-606  Die heute Jugend hinterfragt alles! Es ist sehr schwierig diesen Glauben weiterzugeben.

Q41-607  Die Erziehung und damit auch die religiöse wird von außerhalb der Familien bzw. Partnerschaften erwartet, z.B.: durch die Schule. Der Staat und die Kommunen fühlen sich nicht zuständig!

Q41-608  Die Generation meiner Kinder (um 40) hat noch den Glauben in "unverständlichen" Worten/Sätzen erlernt. Nur ganz wenige haben sich später mit dem Inhalt des Glaubens auseinandergesetzt (wie tw. wir Alten). Nicht Ablehnung, sondern Unverständnis des Inhaltes hat die Jungen von der Kirche entfernt.

Q41-609  Alles geht nur über das Vorleben - ohne Dogmen und Zwang. Dann kann man nur hoffen, dass "der Samen auf fruchtbaren Boden fällt". Die Eltern können zwar ein gutes Vorbild geben, sind aber nicht allein dafür verantwortlich, dass ihre Kinder auch in der Lage sind, als aktive Christen zu leben.Manches kommt dann mit der Zeit, daher ist ein überzeugendes Vorleben das Wesentlichste.

Q41-610  Weitergabe ist möglich, die persönliche Glaubensentscheidung der Jungen muss aber freibleiben& sie ist kein punktueles Ereignis, sondern wie bei uns Eltern ein langer Prozess.

Q41-611  Die Fähigkeit, den Glauben weiterzugeben, wäre kein Problem, nur besteht die Absicht dazu kaum mehr. Die Kirche ist schon lange kein Gegengewicht mehr zu den völlig veränderten Lebensformen, die durch Politik, Kapitalismus und durch ein weltweit vernetztes Finanzdiktat entstanden sind. Längst wurde in weiten Bereichen die Nächstenliebe durch Egoismus ersetzt. Aber auch wissenschaftlich sind große Teile der Glaubenslehre unhaltbar. Der Kirche fehlt die Eigenkontrolle durch Verifizierung und Falsifizierung, die Grundlagen für Wahrheitsfindungen sind.

Q41-612  Junge Menschen glauben an sich selbst, nicht gemeint als egoistisches Leben, sondern, an das was Sie sich schaffen können. Da bleibt für Gott kaum Platz.

Q41-613  Die Kirche, die in Sexualskandale verwickelt ist, hat jegliche moralische Authorität in dieser Hinsicht verloren und doll sich auch nicht in gesellschaftliche Dinge wie Sexualität einmischen ... Die Kirche sollte sich auf Herzensbildung un nicht auf triebverbot konzentrieren.

Q41-614  Ich sehe die Wichtigkeit in der Weitergabe von Werten, wie Achtung, Liebe und Bewusstsein. Es muss dies nicht unbedingt katholischer Glaube sein. Wiewohl sich die meisten Grundwerte natürlich in de Bibel finden.

Q41-615  Die weitergabe des Glaubens wird durch die Unglaubwürdigkeit kirchlicher Repräsentatnten erschwert. Außerdem ist die offizielle kirchliche Lehre zumeist nicht den Erfordernissen der heutigen Zeit entsprechend. Das Wichtigste für die Weitergabe des Glaubens ist das Vorbild. aber infolge der Unglaubwürdigkeit ist das Interesse Jugeendlicher an Kirche und Glauben kaum zu wecken.

Q41-616  Unfehlbarkeit des Papstes& Erbsünde& unbefleckte Empfängnis& Trinizität& Auferstehung des Leibes& Mutter Gottes (war die also vor Gott?) Heiliger Vater (Papst)& nur die katholische Kirche ist die Richtige& nur das Christentum ist das Richtige..... kann man den Kindern nicht mehr glaubhaft vermitteln zumal man das ja selbst nicht glaubt.

Q41-617  Wenn der Glaube nicht persönlich gelebt wird, wird er auch nicht weitergegeben. Nur das lebendige Beispiel zählt und nicht Ermahnungen und Drängeleien.

Q41-618  Es gibt Ehe- und Familienberatungsstellen, die sehr wertvolle Arbeit leisten. Vielleicht sollten die kirchlichen Angebote viel öffentlicher gemacht werden. Leider ist das verbreitete Bild der Kirche ziemlich angeschlagen. Viele kirchennahe Stellen haben es da unverhältnismäßig schwer. Leider!

Q41-619  Ist gut möglich bis zur Pubertät, dann hoffen auf Vorbildwirkung.

Q41-620  Vorbild wäre die effektivste Form . . .

Q41-621  Die Einflussmöglichkeiten der Eltern auf die Kinder verringern sich zusehends  durch die Allgegenwärtigkeit der Inanspruchnahme medialer Informationsquellen durch die Heranwachsenden. Was Eltern in den ersten 10 Lebensjahren der Kinder nicht an religiöser Grundhaltung grundgelegt haben, wird durch spätere Einflussnahmen (etwa im Religionsunterricht der Schulen)  nicht mehr wettzu-machen sein. Ein religiöses Grundklima in der Familie schafft wohl eine positive Ausgangsbasis für die Entscheidungen,welche Kinder in späteren Jahren treffen - und wo mancher Irrweg, der wohl gegangen werden muss, zurückführen kann zu echter persönlicher Religiosität.

Q41-622  "Du bist nur für Saat, nicht aber für die Ernte verantwortlich". Das hilft mir, da mein Sohn seit der Firmung nicht mehr in die Kirche geht: Er versteht den polnischen Pfarrer nicht - und mag ihn auch nicht, da er wiederholt verletzend zu den Menschen ist - und keiner seiner Freunde geht in die Kirche. Wir gehen - auch stellvertretend für ihn - er sieht an uns, dass uns der Glaube wertvoll ist und er erlebt, was "Cursillo" für uns bedeutet.

Q41-623  Der Generationenkonflikt besteht weniger in der Familie als in der Pfarre. In unserer Pfarre richtet sich alles nach den Alten (60+). Auf die Wünsche und Sehnsüchte der anderen wird kaum Rücksicht genommen, meist mit dem Argument, dass das alles immer schon so gemacht wurde.

Q41-624  Es wird immer schwieriger den Glauben an seine Kinder und Kindeskinder weiter zu geben.

Q41-625  Der vorbildliche Unterricht hängt von den handelnden Personen ab (ReligionslehrerInnen, Pfarrer, SeelsorgerInnen).

Q41-626  Im meinen Umfeld, werde ich von vielen Mitmenschen belächelt, da es mir inneren Frieden gibt, wenn ich den Sonntäglichen Gottesdienst besuche. Selbst ehemalige Ministranten, gehen nur unregelmäßig in die Kirche.

Q41-627  Der Galube und das Leben wird doch in der konkreten christlichen Gemeinschaft/Gemeinde weitergegeben. Unsere Kinder sollten dort, so wie wir, Freunde haben und gemeinsam Glauben nach den angebotenen Aufgaben (Arme, Kranke, Blinde, ...) umsetzen.

Q41-628  Familien wo alle Familienmitglieder dem Glauben nahe sind, werden immer seltener. Es mangelt ohnehin an Zeit, da die Konsum und Leistungsgesellschaft dominiert. In unserer Pfarre gibt es viele gute Ansätze für Familien, aber in vielen Pfarren sieht es trist aus.

Q41-629  Kinder christlicher Familien haben einen Startvorteil, der sich aber leider im Lauf der Jahre durch immer weniger Kontakte zur Kirche verliert. Die sehr oft wenig attraktiv gestalteten Gottesdienste haben für viele junge Menschen zu  wenig Anziehungskraft. Dadurch wird Glauben z.T nur in de Familie erlebt.

Q41-630  Wo kein Glaube in der Familie gelebt wird, da kann er auch nicht weitergegeben werden.

Q41-631  Da ich nur das weitergeben kann, was ich selbst habe, sieht es hier leider traurig aus. Oft wird ein rein traditioneller (im negativen Sinn) Glaube weitergegeben, der eher kulturelles Brauchtum ist.

Q41-632  Die Glaubensweitergabe in der Familie wird kaum als eine Aufgabe wahrgenommen. Dafür sind Schule, religionsunterricht und die Jugendarbeit der Kirche zuständig.

Q41-633  Mangel an Wissen, Mangel an Unterstützungfür Eltern in Form von Vorträgen, Workshops, Diskussionen. Mangel an Priestern und Assistenz. Laien nicht ausgebildet.

Q41-634  Das gesellschaftliche Umfeld (Werbung, Konsumdruck, Freizeitangebote) blockiert die Weitergabe des Glaubens und lenkt und hält immer wieder davon ab!!!!

Q41-635  unsere gläubigkeit als eltern hat 3 unserer 4 kinder aus der kirche austreten lassen

Q41-636  Wir können als Eltern nur beispielgebend wirken, was im Kindesalter noch leichter ist. Im selbständig werdenden Jugendalter ziehen vor allem verständnisvolle Seelsorger (Priester) die jungen Menschen an und bewegen sie zum Besuch des Gottesdienstes.

Q41-637  Die Befragung meiner Firmgruppe ergab: zu Hause wird NICHT über Glauben gesprochen, bestenfalls erinnert werden Gebete mit Großeltern und außerfamiliär: Religionslehrer.

Q41-638  Ich persönlich habe sehr jung geheiratet und mein Mann, der evangelisch war, hat darauf bestanden, dass unsere Kinder, die sehr bald und hintereinander zur Welt kamen, evangelisch getauft werden sollten. Ich hatte einen großen Gewissenskonflikt, weil ich bei der Eheschließung versprochen hatte, unsere Kindern  katholisch zu erziehen. Da ich damals aber selbst den Glaubensweg kaum kannte und ging, akzeptierte ich die Meinung meines damaligen Mannes ohne zu wissen was das für Folgen haben werde....

Q41-639  Diese Fragen sind schwierig zu beantworten, allgemein eigentlich nicht beantwortbar. so gibt es Eltern, wo die Glaubensweitergabe positiv erfolgt, andere, wo es nicht klappt....

Q41-640  Obwohl ich selbst gläubige, praktizierende Katholikin bin, ist es mir bisher nicht gelungen, meine erwachsenen Kinder,deren Ehepartner und Kinder für die Kirche und den Glauben zu begeistern. Und das leider, obwohl ich in einer sehr aufgeschlossenen, vorbildlichen Gemeinde beheimatet bin, in der für die jüngere Generation und besonders auch für die Jugend viel getan wird.

Q41-641  In unserer modernen,hochtechnisierten Welt ist das schwierig geworden.Die  Wertigkeit ist heute im Materiellen. 

Q41-642  Die Weitergabe des Glaubens wird durch die große Zahl von Ehetrennungen und die ausgrenzung von den Sakramenten unmöglich gemacht. Dazu kommt dass unsere Kinder und Enkel das mitbekommen und genug von der Kirche haben.

Q41-643  Das Wissen über den Glauben ist eher dürftig, daher die Weitergabe des Glaubens eher nur nebulos. Religiöse Weiterbildung scheitert oft an wirtschaftlichen Sorgen für die Familie (Beschäftigung mit Kindern, Schule, Beruf, Finanzen, Gesellschaft). Einige wenige beginnen sich erst in der Pension oder wenn die Kinder außer Haus sind sich mit Religion zu beschäftigen.

Q41-644  In unserer hochtechnisierten Welt ist es leider sehr schwer, moralische Werte zu vermitteln. man kann Moral nicht lehren, man muss Moral leben. Und hier hat die Kirche ihr Manko. Fast täglich berichten die "Skandalmedien" von Verfahlungen von Pristern (Unzucht mit (minderjährigen) Menschen in Abhängigkeitsverhälnissen), die dann, wie im Falle eines österreichischen Kardinals (es gilt die juristische Unschuldsvermutung) von einem lautstarken Bischof dementiert wird und das Opfer zum Bösewicht gestempelt wird. Oder auch die Sexualität (siehe oben) Hier könnten viele schlechte Beispiele aus dem Leben aufgezählt werden, auf ein Kapitel möchte ich noch kurz eingehen: Thema Geld! Armut, Sozialität, Bescheidenheit, ... predigen, dem Kapitalismus aber sehr nahe stehend, lebt auch die Kirche wieder nicht die Moral, die sie vertritt! Konklusio: Nur Werte, Ideen, Vorstellungen, ... , die gelebt werden, können ernsthaft auch weitergegeben werden!

Q41-645  Die religiöse Sozialisation der Kinder läuft heute in vielen Familien unter erschwerten Rahmenbedingungen ab: einersteits wachsen Kinder heute kaum mehr unter traditionellen Konventionen auf, das gilt auch für deren Elterngeneration. Vieles, was früher einfach dazugehört hat zum Glauben, ist heute für junge Menschen nicht mehr greifbar. Andererseits tun sich auch viele Eltern schwer, Kindern den Glauben schmackhaft zu machen, da sie selbst kein enges Verhältnis zur Kirche pflegen bzw. die Kinder in einer Art Freiraum zu allen Konventionen aufwachsen lassen. Auf der anderen Seite begegnet man immer wieder einzelnen Familien, die sich ganz bewusst zum Glauben bekennen. Ihre Lebensweise verlangt aber wesentlich mehr Einsatz und Bekenntnis zum Glauben als es noch vor 1-2 Generationen der Fall war. Heute glauben zu können, ist eindeutig schwieriger geworden. Diejenigen, die es tun, leben den Glauben jedoch mit mehr Überzeugung!

Q41-646  in dieser aufgeweckten zeit?

Q41-647  nachdem Frauen von der Kirche diskriminiert werden, weigern sie sich zunehmend, ihren Kindern den Glauben zu vermitteln& Väter kümmern sich kaum um die Kinder und deren Erziehung&

Q41-648  Immer weniger Kinder bekommen den Glauben von zu Hause mit, auch wenn die Eltern glauben. Dafür sind auch viele weltliche Faktoren verantwortlich (Ansehen der Kirche, Fehlverhalten der kirchlichen Amtsträger, antikirchliche Propaganda durch Politik, Medien, Gesellschaft, Reizüberflutung - andere "Sinn" angebote etc

Q41-649  die wesentlichsten glaubensgrundsätze sind seitens dder kirche viel öfter in klarer form wiederholt zu verkünden

Q41-650  ist mir bei meinen Kindern nicht gelungen

Q41-651  Der generelle Fehler ist die versuchte Angstmache vor Strafen aus der Metaphysik, die bei dem heutigen Wissen der Menschen keine Schrecken verbreiten. Die irdischen Vorteile herauszustreichen wäre der richtige Weg, um die dahinterliegenden Werte und Ziele der Kirche zu erreichen. Lösungen zur besseren Bewältigung des irdische Daseins sind gefragt (das bringt Massenzuspruch). Wenn man die Weitergabe des Glaubens durch Eltern will, muss man den Eltern vorerst beibringen, wo für sie selbst der Vorteil ist, wenn sie das machen. Das wieder ist Aufgabe der Kirche. Es gibt doch tausende Argumente nach katholischen Denkweisen zu leben (auch wenn das nicht zu 100% gelingt), die sich aus der heutigen Sicht auf unser Zusammenleben ergeben. Da brauche ich mich doch nicht auf Aussagen eines Menschen, der vor 2000 Jahren lebte, berufen und sie zitieren. Die Leute sollen sich keiner Obrigkeit unterwerfen, sondern aus eigener Einsicht kirchennah leben. Es gibt doch tausend heute zugkräftige Argumente.

Q41-652  Aus Erfahrung im Bekannten- und Freundeskreis kann ich sagen, dass die Eltern meist sehr engagiert sein müssen, dass der Glaube an die nächste Generation weitergeben werden kann.

Q41-653  es wird immer schwerer, gerade für junge familien, alles unter einen hut zu bringen. arbeit und familie allein sind schon sehr große herausforderungen. daneben noch ein spirituelles leben zu gestalten und vielleicht sogar als vorbild hinauszugehen, das ist - zumindest in meiner wiener umgebung - praktisch undenkbar.

Q41-654  Warum muss ich mich dazu zwingen, den Glauben weiterzugeben? Entweder ich glaube an was, dann werde ich meinem Kind davon erzählen und es wird es auch glauben oder eben nicht. Oder ich glaube nicht wirklich dran, dann wird mir die Pflicht es weiterzugeben auch nicht helfen. Wozu soll die Pflicht also gut sein?

Q41-655  Glauben in Form von Ritualen wird meist als nicht zeitgemäß empfunden, da die in den Ritualen enthaltenen Symbole nicht entsprechend erklärt werden aber teilweise ausserhalb der Zeit liegen. Z.B. wird der Danksagungsgesichtspunkt bei der Eucharistiefeier aus meiner Sicht zu wenig betont, hingegen wird die Kommunion sogar als Mittel der Maßregelung für "Versager" im Glauben angewendet.

Q41-656  es ist schwerer den Glauben in der Familie weiterzugeben, da die Jugend heute viel kritischer ist als früher. Solange sich Punkto Scheidung, Wiederverheiratung, Empfängnisverhütung nichts ändert ist die Weitergabe noch schwieriger.  Wir wurden noch gedrillt jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, das geht heute überhaupt nicht.

Q41-657  Wie soll man den Glauben weitergeben,wenn immer mehr Leute aus der Kirche austreten und das weil die Kirche überhaupt nicht mit der Zeit geht,hier muß sich einmal die Kirche fragen warum treten so viele Leute aus der Kirche aus?

Q41-658  Da der Abstand der Elterngeneration zur Kirche immer größer wird, wird auch die Weitergabe des Glaubens in der Familie immer weniger. Hartnäckig halten sich aber "uralt-Lehren" (wenn du böse bist, bestraft dich Gott, dafür kommst du in die Hölle.....) bis in die jetzige Kindergeneration.

Q41-659  wie es von den Eltern vorgegeben (vor gelebt)wird,handeln die Kinder dementsprechend!

Q41-660  Unterrichten?? Glaube?? Spiritualität?? Wie denn? Warum nicht einladen: zum Austausch, Gespräch? Ich zweifle nicht daran, dass es diese Einladungen auch gibt, ABER irgendwie werden sie nicht ausreichend kommuniziert, saodass auch die nicht-Christen oder die nicht aktiven Katholiken davon  dies mitbekommen. Solange diese Haltung vorherrscht und die aktuellsten Themen über Sex, Familie und Ehe nicht auf eine moderne Art behandelt werden, schaffen sie eine Kluft zwischen der Kirche gegenüber wohlwollend eingestellten Eltern und der jungen Generation. Wie soll man denn etwas kommunizieren, von dem  man weiss, dass es so nicht mehr funktioniert, dass die Lehre also neu interpretiert, ans Leben angepasst werden muss, UM zu funktionieren? Andernfalls sind es nur hohle Worte, die keiner mehr ernst nimmt. Und das hat das Christentum wohl nicht verdient, oder?

Q41-661  Fragen schwierig zu beantworten, da es hier ganz auf die individuelle familiensituation ankommt.

Q41-662  Die Weitergabe des Glaubens besteht in erster Linie aus dem Vorbild, das die Eltern den Kindern geben.

Q41-663  Weitergabe des Glaubens ist für mich eine Lebenshaltung: Wie ich versuche meinen Kindern alles Mögliche an Lebenserfahrung weiter zugeben, so auch meine Glaubenshaltung, weil sie mir wichtig ist. Trotzdem werden sie ihren Lebens- und Glaubensweg selber finden wollen und müssen. Ich möchte da nicht nur dominant sein wie es in älteren Generationen der Fall war und teilweise immer noch ist. Für einen lebendigen Glauben ist die Selbstfindung ganz, ganz wichtig. Und die muss jeder selber machen, um auch wirklich persönlichen Gewinn zu haben: einen lebendigen, fruchtbaren, nicht vom Boden abhebendenden Glauben, der durchs Leben trägt.

Q41-664  ich bin in einer konfessionslosen Familie aufgewachsen, daher kommen bei ir mansche fragen und deren Beantwortung nicht in Betracht. Ich bin mit 19 Jahren in die römisch-katholischen Kirche eingetreten.

Q41-665  Wo nichts da ist, kann nichts weitergegeben werden.

Q41-666  Als Eltern haben wir den Glauben mit gutem Beispiel versucht weiterzugeben! Es hat den Anschein als wäre uns dies nicht gelungen!  Diese und annähernde Aussagen haben wir von vielen Eltern gehört

Q41-667  Der Glaube ist eine persönliche Erfahrung, deren Grundfeste von den Eltern vorgelebt werden sollten. Bis sich der Glaube in jungen Menschen entfalten kann, mag viele Jahre dauern. Doch wesentlich ist es, dass die Eltern Verantwortung übernehmen und - bildlich geschrieben - ein Samenkorn setzen, auf dass daraus der Glaube der Kinder wachsen kann. Kinder zum Glauben zu "zwingen" ist genau die falsche Methode. Der Glaube muss aus freien Stücken entstehen können.  

Q41-668  die Jungen entscheiden frei, Sie sollten besser dort abgehölt werden, wo sie stehen. Mit althergebrachten Getue funktioniert das nicht.

Q41-669  wie soll man den Glauben weitergeben wenn es in den Kirche (Klöster+Bischöfe+Äbte zum teil von Priestern) ganz anders vorgelebt wird.

Q41-670  Wenn der Glaube in der Familie nicht aktiv gelebt wird (stilles Vorbild), kann er auch nicht weiter gegeben werden, dann sind Kinder auf Quellen außerhalb der Familie angewiesen.

Q41-671  Wir sind Kirche und wir sind das Volk

Q41-672  Zu wenig Kenntnis der einzelnen Familieninterna.

Q41-673  Problem zu Punkt 4: es sind im Umkreis Wien, wo wir leben,eigentlich keine Priester in der Schule. Sie hätten dafür aber sicher Zeit, DAS ist die Grundlage. Es geht nicht darum, den Religionslehrern die Arbeit wegzunehmen sondern um den ZUSÄTZLICHEN Dienst, sagen wir einmal im Monat. Wir sind alle Eltern und hätten uns mehr Besuch von Priestern gewünscht. Wir waren Erstkommunionsbegleiter, Firmbegleiter und vieles mehr, doch die Arbeit mit Kindern und Jugendliche bleibt den Laien. Der Durst der Jugend nach Spiritualität ist enorm, leider unbeachtet seitens der Priester. Eltern haben in im pubertären Alter nicht mehr die Aktzeptanz wie ein charismatischer Mensch von außerhalb. Diese Lücke wird von heute von Esoterikern wahrgenommen und ausgefüllt. Punkt 6: wenn es so weitergeht, bald gar nicht mehr!

Q41-674  Welche Ausprägung des Glaubens?

Q41-675  wir haben sehr gläubige Eltern gehabt, die kirchlichen Feiertage und Feste auch mit unseren Kindern gefeiert, die Resonanz ist klein bis nicht vorhanden.Sie sind jetzt erwachsen und gehen nicht in die Kirche, sagen auch, dass sie nicht an Gott glauben. Wir haben es nicht geschafft, sie zu überzeugten Christen zu machen.

Q41-676  der "Zeitgeist" macht es schwer, die Entwicklung zum Individualisten auch

Q41-677  Siehe Kommentar vorhin:   Eltern kämpfen in Ihren Berufen, Sie kämpfen mit völlig anderen Wertesystemen von Zuwanderern, sie kämpfen mit einem Informationsüberangebot, und sie kämpfen alle diese Kämpfe alleingelassen von der ( AMTS !- ) Kirche.  nicht alleingelassen von den Laienbewgungen, denn diese wissen sehr genau mit welchen Problemen heutige Familien konfrontiert sind. 

Q41-678  Nur die wenigen der Kirche sehr nahestehenden Ehepaare verbreiten die kirchliche Lehre zu Sexualität, Ehe und Familie. Angesichts mancher Inhalte ist aber nicht schade darum. Bedauerlich ist, dass andere Ansichten zu Sexualität, Ehe und Familie, z.B. verbreitet durch Atheisten, der Jugend großteils gar keinen Halt geben. Zur Unterstützung junger Paare durch die Kirche: mir erzählte ein Mann, der mit einem sehr jungen Mädchen in eigentlich sehr prekärer wirtschaftlicher und sozialer Situation ein Kind gezeugt hat, die Verantwortung für das Kind übernimmt und dieses mit der jungen Frau aufzieht, dass unser Pfarrer das Kind nicht taufen wollte, weil sein Name vom Teufel käme. Meiner Meinung nach wurde hier ein Mann mit sehr niedrigem sozialem Status absichtlich missachtet. Von ihm war keine Gegenwehr zu erwarten. Das Kind ist inzwischen 3 Jahre alt, gut entwickelt, die Beziehung der Eltern ist intakt, es ist nach wie vor ungetauft und wird es wohl bleiben. Der Pfarrer spricht von übler Nachrede. Ich fand den Mann glaubhaft, er erzählte mir auch erst auf konkretes Nachfragen.

Q41-679  Die Weitergabe von Wissen und Glauben wird, so wie die generelle Erziehung, von jungen Eltern aus unterschiedlichen Gründen oft an Schulen und Lehrer weiter gegeben. Junge Eltern sind oft nicht in der Lage (beruflich, fachlich, fehlende eigene Erziehung, Vilefalt an Möglichkeiten zur Selbstbestimmung....) ihre Kinder selbst zu erziehen. Die Kirche hat noch keinen Weg gefunden sich im jetzigem Schul- und Erziehungssystem ihren Platz und Rolle zu finden.

Q41-680  Mein Mann und ich sind Mitglied bei Marriage Encounter. In dieser Gemeinschaft haben wir viel Kraft, Zuversicht, Stärke, etc. erfahren. Hier wird Kirche gelebt! Außerdem haben wir einen Priester, der im Laufe der vielen Jahre unser Freund geworden ist und uns immer mit seiner offenen, liebenswürdigen und tiefgläubigen Art zu leben auf unserem Lebensweg begleitet.

Q41-681  Es kommt auf die Tradition in der Herkunftsfamilie an. Hat man damit gute Erfahrungen, funktioniert das auch bei den eigenen Kindern. ist das nicht der Fall, von wo sollen die Traditionen kommen? Aus der Schule bestimmt nicht.

Q41-682  Hier ist jeder selbstverantwortlich in seiner Familie. Die Kinder sehen das ab der Pubertät als "peinlich" und altmodisch an - schwierige Phase der Glaubensweitergabe.

Q41-683  Auch Kinder und Jugendliche können sich selbst eine Meinung bilden!

Q41-684  Meine Erfahrungen sind, daß´die jungen Menschen nach eigenen Wegen suchen. Man kann hinweisen, ermuntern, Erfahrungen weitergeben, gehen und finden müssen sie ihren ganz eigenen Weg.

Q41-685  Die Negativnachrichten über die kath. Kirche ist in den Medien so verbreitet, daß man als Eltern und Großeltern kaum die Möglichkeit hat, dazu etwas Positives entgegenzusetzen.

Q41-686  Gerdae in dieser Frage wird deutlich, dass gelebter Glaube in unseren Breiten sich mehr un dmehr von katholischen Lehren entfernt, da diese - nicht nur aus Bequemlichkeit - oft weit entfernt sind von geselllschaftlicher Realität.

Q41-687  Eltern brauchen zur Unterstützung eine glaubwürdige Kirche, bei der die Liebe Gottes zu allen Menschen spürbar wird und die innere Haltung mehr zählt, als der äußere Schein

Q41-688  Der "Faden" ist schon lange gerissen - wer geht, kommt kaum zurück

Q41-689  Da den heute jungen Elternteilen (vorallem in den städt. Ballungszentren) fast immer der fundierte religiöse  Hintergrund fehlt, kann der Glaube in der Familie nur schwer überliefert werden.      

Q41-690  Negative Presse der Kirche und sbe als Elternchlechte Religionslehrer erschweren die Aufga

Q41-691  Es gibt unter den Menschen zu viel Verwirrung und glaubensfremdes Gedankengut, von Psychiatern/Psychologen verbreitet.

Q41-692  in der Pubertät spielt die Peergroup auch in religiösen Belangen eine wichtigere Rolle als Erwachsene - hier braucht es mehr von Seelsorgern begleitete Räume

Q41-693  I

Q41-694  ich habe keine eigene familie, aber meine beobachtung ist, dass die christlichen werte schon weitergegeben werden. die katholische kirche, das praktizieren dort steht da mehr im hintergrund. aus verschiedenen gründen. für mich am wichtigsten ist es, dass christliche werte, die moral, ethik durch das eigene leben weitergegeben werden.

Q41-695  Weitergabe funktioniert nur in lebendiger Gemeinschaft. Man muss Freunde treffen, wenn man in de Kirche geht.

Q41-696  Persönlich habe ich (Anfang 50) eine starke Glaubensweitergabe in der Familie erlebt, glaube aber, dass das weder für die damalige Zeit geschweige denn für die jetzige repräsentativ ist.   Zudem ist gerade der Generationenwandel das Stichwort, dass den Zugang zu vielen Problemen der Kirche jetzt legt (meiner Meinung nach):  Die ältere Generation (die jetzt 80-100-Jährigen) sind noch in der Herrschaft der 100.000 Regeln und Gesetze des "du sollst" und "du darfst nicht" aufgewachsen und bereit, sie in ihrem Leben zu respektieren (en gros).  Die jüngeren sind vielfach schon im Geist größerer Freiheit, Anerkennung aufgewachsen, sie hatten ein ganz anderes Verhältnis zu ihren Eltern und durften auch eine eigene Meinung haben und sagen, Gewalt in der Erziehung ist zwar leider nicht verschwunden, aber wenigstens nicht mehr legitim.   Der emanzipiertere Mensch von heute erwartet, respektiert, anerkannt und wahrgenommen zu werden - er unterwirft sich nicht einer kaum verstandenen und als unzeitgemäß wahrgenommenen Lehre, die in Formeln und toten Riten zu ihm kommt und erwartet, dass er mitmacht und seinen Geist aufgibt.   In manchen Kirchen begegnet man Priestern, die eine verständliche Sprache sprechen, den Ritus beleben, auf die Gläubigen zugehen und echte KOmmunikation leben - jedesmal ein Erlebnis.  Alles andere vertreibt die, die sich nicht als eng zugehörig fühlen.   Meine Eltern haben ihren Glauben stark gelebt und sehr offensiv an ihre Kinder weitergegeben, mit entsprechender Schulwahl, Gebeten, christlichen Festen, regelmäßigem Kirchgang (jede Woche, oft mehrmals), christlichem Freundeskreis usw. Nichtsdestotrotz ist von vielen Kindern grad eins jetzt offiziell Christ im vollen Umfang, noch MItglied der Kirche und aktiv weitergebend. Die anderen haben ihren eigenen Weg in diesem Thema gefunden.  Was ich damit sagen will: Trotz intensiver Bemühungen der Eltern ist die volle Weitergabe nicht gelungen, weil, wie ich glaube, die starken Generationenverschiebungen in unserer Zeit schon auf der sprachlichen Ebene - aber erst recht auf der inhaltlichen - die Verständigung so erschwert haben.   100e ernsthafte Gespräche haben zwar zu einem Verständnis geführt, was die Kirche ist, nicht aber zur Identifikation mit ihr. Meine Eltern waren darüber traurig, sie konnten das nicht verstehen. Ich glaube auch, dass die Kirche ihrer Generation ihnen wenigstens teilweise noch Antwort auf ihre Fragen gegeben hat, die sie aus den schlimmen Erlebnissen von Krieg, Vertreibung, Hunger, Bomben usw. hatten.  Bei meiner Generation ist das nicht immer so.    Viele Jüngere fühlen sich in ihren Themen und Schwierigkeiten in der Kirche überhaupt nicht gesehen und angesprochen.... Sie haben keine Ahnung, warum sie dahin gehen sollten...    Zum Thema Ehe und Sexualität möchte ich hinzufügen, dass ich in den älteren Generationen etliche Paare kennengelernt habe, denen die kirchliche Sexualmoral entsetzlich geschadet hat. Sie haben versucht, die Forderungen der Kirche zu leben, konnten sich nie wirklich offen und frei in der Ehe und Sexualität begegnen und sind im umfassenden Sinn menschlich daran zerbrochen.  Das ist ein harter Befund, aber die Beobachtungen der Heranwachsenden damals stecken mir noch in den Knochen. Dank kirchlichen Ehe-Büchlein und Schriften, die mir Großmutter damals zum Lesen gab, habe ich wenigstens verstanden, woran sie sich alle so abmühten - aber es tat mir immer nur schrecklich leid, weil ich die kirchliche Ablehnung und Regulierung der Sexualität schon als 12-Jährige unverständlich und falsch fand. Woran sich nichts geändert hat. 

Q41-697  Die kritische Jugend sieht, liest und hört welche Probleme die "Amtskirche" hat und wie sie damit umgeht.  Für mich sind die Eltern fähig den Glauben weiterzugeben. Es ist aber für Eltern nicht leicht junge Menschen mit kirchlicher Lehre zu erreichen bzw. sie zu begeistern, wenn die Verantwortlichen der Kirche es selbst nicht schaffen Glaubensansichten zeitnah darzustellen.

Q41-698  Die, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, sind so wenige! Wenn sie das formale christliche Leben führen (regelmäßiger Kirchgang, Weihnachten auch mit Evangelium lesen, Beten oder Kirchgang feiern, ...) müssen sie relativ offensiv sein und tun das wohl auch. Alle anderen, die der Kirche "lau" gegenüber stehen, haben keine Ahnung von christlichem Leben. Aber sie machen es wohl oft unbewusst, weil die wichtigsten Werte der Kirche (nett sein zu deinem Nächsten, Hilfsbereitschaft, soziales Engagement, Familie hochhalten, Solidarität ...) gesellschaftlich anerkannt, aber nicht als rein kirchlich gesehen sind.

Q41-699  Wer nichts weiß kann nichts weitergeben, und das was man am Sonntag in der Kirche hört schafft auch kein ganzheitliches Verständnis.

Q41-700  ich war einmal bei eine Trauung bei Zeugen Jehovas. Dort hat mir sehr gefallen, dass der "Leiter der Trauung" die Eltern der neuen Eheleute, die Eltern direkt darauf hingewiesen hat, dass sie sich nicht in das Leben des neuen Ehepaares einmischen sollten. Dies wäre super, wenn auch in der katholischen Kirche explizit gesagt werden würde.  Paare in Schwierigkeiten wissen oft nicht, dass sie sich an die Kirche wenden können.

Q41-701  Im obigen Thema ist die Welt heute nicht mehr mit der vor 50 Jahren zu vergleichen.

Q41-702  Uns ist es ganz gut bei unseren Kindern gelungen, weil wir versuchen, durch intensive Beschäftigung damit, einen lebendigen Glauben zu leben. Bei vielen anderen Familien sehe ich aber Orientierungslosigkeit, Sprachlosigkeit, Unsicherheit, was darf ich, was soll ich, wollen es nicht so machen, wie sie es selbst erlebt haben (mit Druck, schlechtem Gewissen, Angst vor Strafen), haben aber noch keine anderen Formen gefunden, hat ihnen niemand gezeigt, auch die kirchlichen Stellen nicht - sind in diesem Bereich recht schweigsam!

Q41-703  Nicht Glaube, sondern christliche, moralische Werthaltungen sollten primär vermittelt werden, aber Familien schaffen dies heutzutage auch nicht!

Q41-704  Bis zur Firmung ist es gelungen, jetzt wird es schwierig. Aber die nächste Generation engagiert sich zumindest sozial - Rotes Kreuz, Betreuung von armen Kindern.

Q41-705  Die Eltern/Ehepaare vermögen den Glauben nur dann weiterzugeben, wenn dieser in einer lebendigen Pfarrgemeinde regelmäßige Nahrung findet.

Q41-706  Eltern scheinen zunehmend überfordert zu sein.  Wer nicht in einem "ausgeprägt" gläubigem Haushalt aufwächst kommt vermutlich wenig mit der kirchlichen Lehre und dem eigentlichen katholischen Glauben in Berührung --> wohl aber mit jeder Menge an schulischer, gesellschaftlicher, milieuhafter, medialer begründeter aber vor allem unbegründeter Kirchen- und Glaubenskritik in Berührung.   Eltern bedürfen der Förderung, der Ermutigung und Unterstützung von Seiten der Kirche.  Unter keinem Umstand dürfe die Kirche diese Form der Glaubensweitergabe vernachlässigt behandeln, bildet das Gefüge der Familie ja eine der zentralsten Glaubens-erst-prägungen. Kinder ahmen ihre Eltern nach und der Grundstein für einen tragfähigen Glauben wird oft in der Kindheit gelegt - Gott sei Dank bleibt er aber dennoch Gnade die immer neu von Gott geschenkt werden kann und wird!  Die Kirche sollte sich besonders der angegriffenen und gestörten Familienverhältnissse der westlichen Industrieländer zuwenden - der Schaden und die zunehmende Entstellung des Familienbegriffs darf nicht kampflos hingenommen werden!

Q41-707  Christliche Haltung und Glaube sind häufig keine zentralen Themen in vielen Familien& die Pflicht würde da nicht wirklich etwas bewirken& eine moderne Vermittlung der FROHEN BOTSCHAFT, die die Liebe und Barmherzigkeit Gottes beinhaltet, würde wohl wieder zu einer Aufwertung des Glaubens in der Gesellschaft führen. (Papst Franziskus lebt dies in Symbolen schon vor,...).

Q41-708  Es sind jetzt junge Menschen Eltern wo  in ihrer Herkunftsfamilie bereits kaum mehr aktiv der Glaube vermittelt wurde, dadurch vermindern  sich mit jeder neuen Generation die gläubigen Menschen!

Q41-709  Weitergabe des Glaubens an Kinder ist heute sehr schwierig.  Druck erzeugt Gegendruck. Kommentare der Kids, Jugendlichen: "es ist so faad in der Kirche/Hl. Messe!" Vorbildwirkung der Eltern ist wichtig Durch Rituale in der Familie ist Weitergabe des Glaubens in der Familie gut möglich

Q41-710  Die alten Rituale sind in Vergessenheit geraten, wie sie noch unsere Großmütter praktizierten. Und wo sich die Generation der heute 40-50 jährigen enttäuscht von dieser Kirche (die sich ab Mitte der 80er Jahre zurück hinter das 2. Vatikanum begeben hat), zurückgezogen hat, bekommen die Kinder (bzw bereits Kindeskinder) nichts mehr vom Glauben mit. Denn der lebt davon, dass er (vor-)gelebt wird. Wir haben die junge Generation schon verloren (man schaue sich die Taufstatistik der ED Wien an), weil wir die Elterngeneration verloren haben... 

Q41-711  Wenn ich meinen (teilweise) unehelichen Kindern irgendeinen Glauben weitergeben möchte, schicke ich sie in die Natur. Das ist vollkommen ausreichend. Leider hat die katholische Kirche verabsäumt, die Bodenständigkeit der Bevölkerung in Betracht zu ziehen: Wenn ich sündige und beichte, und dann meine Sühne vollziehe, ist die Sünde weg. Wenn ich aber gegen die Natur oder die Menschen sündige, braucht es mehrere Generationen und einige Katastrophen, um wieder gesundes Vertrauen und wiedergesundete Natur hervorzubringen.

Q41-712  Auch hier sind die Antwortmöglichkeiten zu einfach. Hat man... Bin da ich gemeint, oder meine Meinung über die Allgemeinheit? Wäre die Kirche glaubwürdig, wäre die Weitergabe egal auf welcher Ebene, (Pfarrgemeinde, Familie) kein Problem. Die Weitergabe auf der Ebene der Pfarrgemeinde ist derzeit kaum mehr möglich, weil keiner mehr hingeht. Die Spiritualität  wird derzeit verbreitet wo anders gesucht. Viele die auf Distanz zur Kirche gegangen sind, finden ihre Erfüllung in einer selbst zusammengestellten Religion - das ist ja noch nicht falsch, aber Viele finden ihre Erfüllung nun im Shopping-Center oder Fitness-Studio oder Ähnlichem.

Q41-713  wenn wir voll und ganz zu dem stehen könnten, was sich in der röm.kathol. kirche abspielt, würden wir auch als  eltern unsern glauben mit voller überzeugung weitergeben können.

Q41-714  Ich habe meine erwachsenen Kinder im Glauben erzogen, aber sie auch zu frei entscheidenden Menschen. Ihre Entscheidung, ob und was sie glauben, treffen sie selber und darauf bin ich stolz! Meine Tochter war viele Jahre Ministrantin, bis ihr mit zwölf Jahren bewusst wurde, dass sie zwar als Kind bei den Messdiensten erwünscht, als erwachsene Frau dann aber nur mehr in untergeordneten Bereichen akzeptiert wird. Das war ihr Ausstieg aus der katholischen Kirche!

Q41-715  In unserer Kernfamilie funktioniert das ganz gut: als mein Bruder und ich kleine Kinder waren, haben unsere Eltern mit uns immer vorm Einschlafen gebetet und das habe ich jedenfalls beibehalten. Auch sonst ist die Familie sicher ein sehr wichtiger Ort um Glauben zu vermitteln. Eltern, die ihren Kindern überzeugend Glauben vorleben, werden ihren Kindern schon einen Bezug zu Gott vermitteln können. Im Bezug auf Sexualität und Empfängnisverhütung wird die kirchliche Lehre hoffentlich nicht vorgelebt.

Q41-716  Die Katholische Kirche im Deustchsprachigem Raum hat VERSAGT.

Q41-717  2)Wahl der Gebete wird den Eltern überlassen 4)Es gibt Angebote, aber sie werden selten angenommen 5)Durch ihr Lebenszeugnis (keine Scheidung, Mut zu Kindern, keine "Liebschaften" 6)Die Kirche wird bei Eheproblemen kaum gefragt, eher Psychologen.

Q41-718  Zwischen dem ehrlichen Wollen der Kirchenmitglieder jungen Menschen beizustehen und den Aussagen der Kirchenleitung entsteht ein Spannungsfeld, welches der Hilfe entgegensteht, weil die Hilfe suchenden Menschen sich nicht an die Kirche wenden oder gar nichts mit ihr zu tun haben wollen, weil sie weltfremde Ratschläge oder gar "Strafen" erwarten.

Q41-719  Man scheint sich zu schämen, gläubig zu sein. Wenn 2 sich nicht offen dazu bekennen, wird das Kind es nie wirklich erfahren können, wie schön Glauben sein kann.

Q41-720  Glaube wird eher als Haltung vermittelt-das Interesse an Glaubenswahrheiten ist nach meiner Sicht gering.

Q41-721  Traditionen helfen Widersprüchliches zu überbrücken und die junge Generation übernimmt durchaus Teile dierer Tradition, wie z.B tauft Kinder, spricht über das Warum des Lebens.  Ich kenne kaum Priester, die den Glauben glaubhaft (authentisch) an Jüngere weitergeben können, ich halte daher deren Ausbildung für katastrophal schlecht.

Q41-722  Die Generation der heute 60jährigen wurde vorkonziliar sozialisiert und hat oft selber nur ein formelhafte Glaubensvermittliung erhalten und keine Weiterbildung oder auch Anleitung erhalten, wie der Glaube ihren eigenen Kindern weitergegeben werden kann. Selbst in eine Pfarre voll integrierte Personen tun sich da schwer - aber vielleicht ist das vorwiegend ein Problem der Großstädte (Wien).

Q41-723  gemeinsames Beten leider meist nur im Kindesalter

Q41-724  Die Eltern übergeben die Weitergabe des Glaubens oft an die Großeltern, die mit den Enkelkindern z. B. den Kindergottesdienst besuchen

Q41-725  Ich habe bei der Weitergabe des Glaubens durch die Eltern ein teilweise/weitgehend angekreuzt, weil ich glaube dass Kinder das was ihre Eltern glauben schon sehr gut mitbekommen. Das heisst nicht, dass gut katholische Eltern gut katholische Kinder haben werden. Aber Kinder erleben die Werte ihrer Eltern, das was Eltern wirklich authentisch leben und das geben sie an die Kinder weiter und das prägt Kinder. Nun ist es die Frage, was Eltern vorleben und ob es die Kinder als tragfähig erleben. sie hinterfragen zum Glück vieles sehr kritisch und übernehmen nur das, später, wenn sie selber Erwachsen sind und vielleicht Kinder haben, was sie als positiv und tragend erlebt haben. Nicht das Vorbeten prägt, sondern das Vorleben. Und nicht sofort fruchtet es, es kann nur ein Same sein...

Q41-726  Glaube kann nur als Beispiel wirken! Das Beispiel muss aber sinnvoll in die aktuelle Zeit passen! Die Kirche hat die Neuzeit weitgehend verschlafen und verwechselt hilfreiche gedanken mit allgemeinen Vorschriften..... Übervölkerung und Förderung von Slums sind eine abschreckende Sexualmoral....

Q41-727  Die Hauptverantwortung für die Weitergabe des Glaubens, liegt meiner Meinung nach bei den Eltern. In meiner Familie rede ich viel mit den Kindern, habe für ihre Fragen ein offenes Ohr und lebe ihnen ein Leben aus dem Glauben vor. Das heißt natürlich, dass ich selber eine Beziehung zu Jesus/Gott haben muss und ich selber ständig auf der Suche nach Wissen über den eigenen Glauben bin. Man kann nicht immer für alles die Amtskirche verantwortlich machen.

Q41-728  Der zunehmende Hang zu einer Art Selbstverwirklichung und des Egoismus macht die Vermittlung von Glaubensleben in Gemeinschaft und Rücksichtnahme zunehmend schwieriger.

Q41-729  Die Taufe der Kinder ist eine Chance, die Eltern wieder mit ihren religiösen Wurzeln in Kontakt zu bringen.

Q41-730  ist sehr schwierig geworden, früher ging z.b.die ganze familie in die sonntagsmesse, heute akzeptiert man, wenn die kinder nicht mitkommen wollen weil sie sich fadisieren, um zu verhindern, dass sie sich überhaupt nicht mehr mit dem glauben auseinandersetzen.Wir selbst und etliche aus unserer familienrunde haben die gleichen erfahrungen gemacht, es ist mir persönlich wichtiger mit meinen erwachsenen kindern immer wieder über glauben und kirche zu reden und zu diskutieren,damit das flämmchen nicht verlöscht

Q41-731  Im Kindergarten- und Volksschulalter funktioniert die Weitergabe des Glaubens einigermaßen, meist ist das nach der Erstkommunion vorbei,A allerspätestens nach der Firmung

Q41-732  Hilfe zur `Selbsthilfe`.

Q41-733  Wir haben den Glauben weitergegeben, aber die Kinder haben sich in der Pubertät davon gelöst.Jetzt hoffen wir darauf, dass unser Beispiel einmal wirken wird!

Q41-734  Der Zeit- und Leistungs- und Konsumdruck erschwert die Glaubenswweitergabe, z.B. selten freie Abende,an denen alle Familienmitglieder sich Zeit nehmen können oder wollen, sich um den Adventkranz zu versammeln.

Q41-735  Großfamilie gibt es kaum in unseren Breitengraden Pastorale Besuche in den Familien durch kompetente Personen( muss aber ein Umdenken stattfinden, darf ich mich als Pfarre einmischen!) funktionierende Familien müssten gestärkt werden Leitfäden gibt es zwar, aber sie sollten verständlich gemacht werden

Q41-736  Eltern sollten fähig sein, Glaube weiterzugeben. Allerdings ist das nicht immer einfach und eine Frage der Erziehung. Druck ist sicher wenig förderlich.  Pfarrer die mit Kindern in der Volksschule kniehend Rosenkranz beten (selbst erlebt) sind sicher nicht förderlich. Zu lange und übertriebener Unterricht (Erstkommunion, Firmung) und Drill im Religionsunterricht genauso wenig.  Glaube sollte offener und vor allem kinderfreundlicher gestaltet werden. Überall.

Q41-737  Das Vorleben ist sehr wichtig, es soll aber kein Zwang herrschen.

Q41-738  Der Glaube und die Rolle Gottes wird weitgehend davon bestimmt, was ein Mensch erlebt und wie er es erlebt und wo er es erlebt.  Gott wird oft als Erziehungsmittel missbraucht.....oder als Instanz wenn das Gespräch in der Familie fehlt und Kinder von ihren schwachen Eltern nicht geführt sind. Meist wird die Weitergabe des Glaubens dem Religionsunterricht überlassen, d.h. institutionalisiert...Viele Familien sehen Glauben, Religion und Kirche als eine Einheit....als Druck...etwas machen zu müssen....in die Kirche gehen zu müssen....etwas was Zeit kostet...und Geld. Es wird viel vermischt......deshalb entscheiden sich die Leute für alles oder nichts. 

Q41-739  Die Sakramente werden nur konsumiert, weil es halt so Brauch ist! Wie sollen die Menschen etwas weitergeben, wovon sie keine Ahnung haben, weil es sie erst gar nicht interessiert!

Q41-740  Fehlende Glaubensvermittlung an Kinder früherer Generationen (dh die Basis fehlt), multimediale Verlockungen und die Berufstätigkeit der Frauen heutzutage verhindern die Weitergabe

Q41-741  die Generation der Eltern von jetzigen Schulkindern sind bereits weitgehend kirchlilch unsozialisiert. sie leben keinen Glauben mehr vor. allgemeine soziale werte allerdings schon.

Q41-742  Ich schätze, Grundproblem ist hier das steckengebliebene Gottesbild der kirchlichen Verkündigung, die sogenannte "Glaubenskrise" hat hier ihren Hauptgrund. Statt Vertrauen ins Leben aufgrund des Glaubens wurde/wird ein "Pflichtsoll" vorgegeben. Darunter leidet auch die Glaubensweitergabe, nicht an der grundsätzlichen Bereitschaft.

Q41-743  gute Gesprächsbasis erforderlich& Glaube sollte auch in der Familie öfter ein Thema sein über das man auch kontroversiell diskutieren sollte Versuch ein christliches Leben zu führen ist eine gute Basis für die Glaubensvermittlung an die Kindern Freunde und Personen außerhalb der Familie sind oftmals bessere Ansprechpartner hinsichtlich der persönlichen Glaubensfindung für die Kinder. Glaubensvermittlung darf nicht nur auf die Familie reduziert werden

Q41-744  aus eigener Erfahrung (nach 40 Ehejahren und einer Handvoll Kinder) kann ich sagen, dass es derzeit so ausschaut, als ob die Weitergabe des Glaubens an unsere Kinder nicht fruchtbar war - ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages doch zeigen wird, dass unser Vorbild gut und nachahmenswert war (ich bete oft darum!)

Q41-745  Ich selbst bin überzeugte Christin (in erster Linie Christin, in zweiter Katholikin, auch wenn ich dazu stehe). Mein Mann hat mit religiösen Menschen insofern negative ERrfahrungen gemacht, als sie aufdringlich waren und wenig Gespür für seine konkrete Lebenssituation hatten. Nach einer vorübergeheneden Annäherung an Glkaube und Kirche ist er ausgetreten. In diesem Klima musste ich sehr vorsichtig mit Dingen des Glaubens umgehen. Tischgebet ist z.B. nicht denkbar& Abendgebet mit den Kindern schon, Messbesuch dann auch, aber ich zwang sie nicht, um den Widerstand nicht zu erhöhen. Die ältere Tochter wohnte in der Oberstufe dem RU nicht mehr bei. Ich machte auch hier keinen Druck. heute ist sie kirchlich verheiratet, hat ihren Sohn taufen lassen (und die Enkelin wird wohl bald folgen). Sie ist wohl nicht "streng" gläubig, aber sie kann Glauben und Kiriche wenigstens en wenig Raum in ihrem Leben geben. Ähnlich auch bei der jüngeren Tochter. Ich weiß nicht, ob ich etwas anders hätte machen sollen, ich habe getan, was ich für ricvhtig hielt. Ich hoffe darauf, dass auch die Haltung und Kraft, die ich aus dem Glauben schöpfe, für meine Töchter ein Wegweiser sein könnte... Aber die Stimmen derer, die Glauben an sich als "dumm" desavouieren oder - leider oft zurecht - auf Schwachstellen der Kirche hinweisen, sind schwer auszugleichen.

Q41-746  Der Glaube kann nur vorgelebt werden. Da der Glaube auf dem Fundament des Gewissen ruht ist die Gewissensbildung die Möglichkeit den Glauben zu beeinflußen.(Mühsam)

Q41-747  verkünden und nicht belehren, vorleben in Liebe und in Demut, wenn Eltern quengelnder Kinder in der Kirche vom Pfarrer von oben herab betrachtet werden und man das Gefühl hat nicht angenommen zu sein,nimmt man den Kindern und den Eltern die Freude dabei zu sein wenn die Heilige Messe gefeiert wird, wenn der Pfarrer die Taufe eines Kindes mangels Taufpaten verweigert, weil die sehr gläubige gutherzige Taufzeugin nicht Taufpatin sein darf weil z.B. evangelisch ist weil das Kirchengsetz das nicht zulässt dann wird eienm schwer ums Herz, wenn der Pfarrer sich daran stößt das man das Kind nach einer Heiligen benennt um deren Hilfe man in der Not um Leben oder Tod des Kindes gebetet hat, dann versteht man das nicht. Hätte ich nicht die liebe, dann wäre ich nichts. Um der Liebe willen vergeben. Ohne Liebe ist aller Glaube und alle Hoffnung auf verlorenem Sein. 

Q41-748  Ab der Pubertät wird es schwierig!

Q41-749  In den Pfarren findet man dazu kaum Anregungen/ aber in verschiedenen Gemeinschaften, z.B.: Schönstatt gibt es dazu viele sehr lebendige Beispiele und Anregungen, Vorträge- sehr Lebensnah und echt- das ist im Alltag in den Pfarren oft kaum erlebbar.

Q41-750  Vielen Eltern fällt es schwer. über Glaubensfragen zu reden. Erstkommunion, Firmung usw. sind da eine Hilfe. Wer so ganz genau weiß, wo Gott wohnt, macht einen auch nervös. Aber mit nur Fragezeichen kann man Kindern keinen Halt geben.

Q41-751  Diese Aufgabe ist in unserer Gesellschaft sehr schwierig geworden. Ich selber habe es nicht geschafft meinen Kindern den Glauben weiterzugeben, zumindest nicht "kirchlichen" Glauben& ihre Lebensführung jedoch ist sehr wohl dadurch beeinflusst, worüber ich froh und dankbar bin.  Den Grund dafür, dass ich selber - jedenfalls für mein Empfinden - nur in sehr geringem Ausmaß fähig war, Glauben weiterzugeben, sehe ich darin, dass mein eigener Glaube teilweise noch immer belastet ist von Ge- und Verboten aus meiner Kindheit.  Ich bin allen kirchlich Beauftragten in Schule und Jugendarbeit, die sich um die Weitergabe eines liebenden Gottesbildes bemühen, sehr sehr dankbar.

Q41-752  Kommt ganz darauf an, was man genau unter Glauben und Glaubensweitergabe versteht. Glauben hat viele Dimensionen und lässt sich nicht auf Moral beschränken.